Hexenverfolgung und Hexenprozesse in Deutschland G/J

Hexenverfolgung: Gadebusch / Mecklenburg-Vorpommern

In Gadebusch wurden in den Hexenverfolgungen laut einem Auszug aus dem Hexenmuseum Penzlin 37 Menschen in Hexenprozessen angeklagt, verurteilt und sogar hingerichtet. So wurde 1648 Margarete Saß auf dem Scheiterhaufen hingerichtet, ihre Schwester erlitt das gleiche Schicksal.

Eine ebenfalls der Hexerei bezichtigte Frau aus der Stadt, Grete Langhof, zog den Feuerqualen den Freitod vor, erwürgte sich 1667 im Kerker.
(Stadtvertretung von Gadebusch: moralische und sozialethische Rehabilitation der Opfer der Hexenprozesse / Hexenverfolgung 2015)

Hexenverfolgung: Gelnhausen / Hessen

Der Hexenturm in Gelnhausen ist ein original erhaltener Geschützturm aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Seine Position wurde so gewählt, dass die Brücke zwischen Gelnhausen und der Gemeinde Burg von ihm aus geschützt werden konnte.

In der ersten Zeit seines Bestehens wurde der Turm Fratzenstein genannt. Den Namen Hexenturm erhielt er, weil während der Hexenverfolgungen vermeintliche Hexen dort eingekerkert wurden.

Während der Hexenverfolgungen wurden von 1574 bis 1634 in Gelnhausen 52 Menschen Opfer der Hexenprozesse. 31 Namen sind überliefert. Prozesswellen gab es in den Jahren 1596 und 1597, als den Verfolgungen mindestens 15 Frauen und ein Mann zum Opfer fielen.

1633 bis 1634 wurden mindestens 18 Personen mit dem Schwert enthauptet, drei weitere starben im Gefängnis. Besonders bekannt wurde der Prozess gegen Elisabeth Strupp, Ehefrau des Gelnhäuser Pfarrers Johannes Strupp, die am 3. August 1599 hingerichtet wurde.

In Gelnhausen finden sich zur Aufarbeitung von dem Unrecht der Hexenprozesse drei Gedenktafeln und zwei Skulpturen an unterschiedlichen Standorten. 1986 wurde am Hexenturm in Gelnhausen eine Gedenktafel angebracht. Mit den Worten: Stellvertretend für alle, die in der Zeit der Hexenverfolgung zwischen 1574 und 1633 in Gelnhausen gefoltert und hingerichtet wurden, wird auf 31 namentlich bekannte und weitere 21 namenlose Opfer hingewiesen.
(Stadtverordnetenversammlung der Stadt Gelnhausen: moralische und sozialethische Rehabilitation der Opfer der Hexenprozesse / Hexenverfolgung 2015)

Hexenverfolgung: Gerresheim / Nordrhein-Westfalen

Die ehemals eigenständige Stadt Gerresheim ist eine von vier städtischen Siedlungen, die sich im Mittelalter auf dem heutigen Düsseldorfer Stadtgebiet entwickelt haben.

Helena Mechthildis Curtens (* nach 1722 in Gerresheim; † 19. August 1738 in Gerresheim) wurde im Alter von 14 Jahren verhaftet und im letzten Hexenprozess am Niederrhein knapp zwei Jahre später zum Tode verurteilt.

Gerüchte um „Geistererscheinungen“, die von der 14-Jährigen wahrgenommen wurden, führten zu ihrer Verhaftung. Schon vor ihrer Verhaftung beschuldigte Curtens auch die Nachbarin Agnes Olmans der „Buhlschaft mit dem Schwarzen“, also des geschlechtlichen Verkehrs mit dem Teufel.

Während das Mädchen auch sich selbst beschuldigte, stritt Agnes Olmans alle Vorwürfe ab und war bereit, sich einer Hexenprobe durch Eintauchen ins Wasser zu unterziehen. Doch das Gericht lehnte ab, da deren Anwendung laut Gerichtsordnung nicht mehr gestattet war.

Curtens wurde am 19. August 1738 gemeinsam mit Agnes Olmans, die Mutter dreier Töchter war, durch Verbrennung hingerichtet.

(Die Bezirksvertretung 7, Düsseldorf-Gerresheim, beschloss am 22. November 2011 einen Platz nach den beiden Frauen zu benennen. Dieser Platz mit dem Hexengedenkstein an der Dreher-/Ecke Schönaustraße heißt Helena-Curtens-und-Agnes-Olmans-Platz)

Hexenverfolgung: Geseke / Nordrhein-Westfalen

Die Hexenverfolgung in Geseke in Nordrhein-Westfalen erstreckte sich über die Jahre 1604 bis 1712. In drei Prozessketten von 1618/1619, 1670/1671 und 1691 kam es zu insgesamt 54 Anklagen. 32 Personen wurden hingerichtet (14 Frauen, 16 Männer und Kinder). Drei Personen verstarben während des Prozesses, der Ausgang von neun Verfahren ist unklar.

Nur über die Prozesse 1618/19 sind Verfahrensakten erhalten. Nachdem die Bewohner des Ortes mehrfach unter Feuersbrunst und Ernteschäden gelitten hatten, begann 1618 eine erste Prozesswelle mit dem Verfahren gegen die Landstreicherin Adelheit Runte (genannt Dockes). Sie war aufgrund des Verdachts der Brandstiftung festgenommen worden.

Zur Unterbringung der Gefangenen in Einzelhaft dienten die Türme und Torhäuser der Stadtbefestigung. Je zwei Wächter waren abgestellt, die ihre Gefangenen auch verpflegen mussten. Zur Regelung der Kosten von etwa neun Groschen pro Tag fertigten Richter und Schöffen in den Häusern der Gefangenen eine Vermögensaufstellung an.

1670 und 1691 wurden in Geseke mindestens 19 Personen hingerichtet. 1669 und 1670 brachen zahlreiche Stadtbrände und eine Ruhrepidemie aus, denen insgesamt 300 Menschen zum Opfer fielen. Daraufhin entbrannte eine Hexenverfolgungswelle, die der Vikar der Stadtkirche Gottfried Taxis beschrieben hat.

Die letzte belegbare Prozesskette fand 1691 statt, nachdem es innerhalb von 14 Tagen zu vier Brandstiftungen gekommen war. 15 Personen wurden festgenommen, denen neben der Planung der Brandstiftung das Hexereidelikt vorgeworfen wurde.

Die meisten Angeklagten wurden auf die Leiter gebunden, gedämpft (also betäubt und erstickt) und mit der Leiter auf das Feuer geworfen. Das letzte nachweisbare Todesurteil wurde 1708 gesprochen.

1989 wurde durch das Engagement des „Brunnenvereins Geseke e.V.“ auf dem Marktplatz der Stadt ein Brunnen errichtet, der an verschiedene Episoden der Stadtgeschichte erinnert. Etwas verborgen zeigt er eine Hexe auf einem Scheiterhaufen.

In dem erklärenden Text der Brunnenbroschüre wird dabei auf die Bezeichnung der Stadt Geseke als Hexengeseke Bezug genommen. Der Name „rührt aber wahrscheinlich daher, weil man glaubte, die bösen Geister würden sich tagsüber in den zahlreichen Quellen der Stadt und Feldflur verstecken.

 

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Hexenverfolgung: Hallenberg / Nordrhein-Westfalen

Im Verlauf von 130 Jahren (von 1591 bis 1717) sind in Hallenberg, wie in anderen Orten des kurkölnischen Herzogtums Westfalen, Hexenprozesse durchgeführt und Menschen hingerichtet worden. Bei vielen Prozessen ist der Ausgang unklar.

Es wurden in der Stadt 26 Hexenprozesse vom Kurfürstlichen Schöffengericht, mit mindestens 200 angeklagten Menschen, durchgeführt. Mindestens 43 Menschen verloren auf grausamste Weise ihr Leben. Höhepunkt der Verfolgung war das Jahr 1628, als bei rund 500 Einwohnern aus 110 Familien gleich 20 Personen der Prozess gemacht wurde.

Unter ihnen war Henrich Stoffregen, exekutiert am 4. August 1628. Die Flurbezeichnung des damaligen öffentlichen Richtplatzes heißt heute noch Galgenbüsche und liegt an der Landstraße in Richtung Somplar.
(Rat von Hallenberg: moralische und sozialethische Rehabilitation der Opfer der Hexenprozesse / Hexenverfolgung 2011)

Hexenverfolgung: Hamburg

In Hamburg und seinen Ortsteilen wurden von 1444 bis 1738 entsprechend dem Hamburger Stadtrecht mindestens 101 Verfahren gegen mutmaßliche Hexen, Zauberer und Wahrsager durchgeführt.

Bisherige Schätzungen gingen von ca. 40 Verfahren in der Kernzeit der Hamburger Hexenverfolgung aus. Danach wurden von 1444 bis 1642 in Hamburg nachweislich 30 Frauen und 7 Männer wegen Hexerei und Zauberkünsten hingerichtet.

Die Aktenlage zur Hexenverfolgung in Hamburg ist nicht gut, daher muss von weit mehr Fällen ausgegangen werden, vor allem, da fast alle erwähnten Hexenprozesse mit dem Tod der Angeklagten endeten.

Mindestens 81 der Prozesse (80 %) führten zum Tod der Beschuldigten. Lediglich 14 der gefundenen Fälle endeten mit einer Freilassung, Landesverweis, Rutenschläge oder Flucht. Von sechs Personen sind die Schicksale unbekannt.

Hamburger Stadtrecht: “Wenn ein christlicher Mann oder Frau, der/die ungläubig ist und mit Zauberei und Vergiftung umgeht und auf der frischen Tat ertappt wird, den/die soll man auf dem Scheiterhaufen verbrennen” (Hamburger Stadtrecht von 1497).

Im hamburgischen Stadtrecht stand seit 1270 der Schadenzauber unter Strafe; der Teufelspakt wurde in der Neufassung von 1605 explizit erwähnt. Das hamburgische Niedergericht zwischen 1444 und 1642 führte die Prozesse gegen Frauen und einige Männer wegen Schadenzauber bzw. Hexerei.

Die Zauberer und Zauberinnen, die mit verbotenen Mitteln dem Menschen oder dem Vieh an Leib und Seele Schaden zufügen, oder auch, die aus bösem Vorsatz von Gott und seinem heiligen Wort vergessentlich abtreten, und mit dem bösen Feinde sonderbare hochärgerliche Verbündnisse machen, werden, nach Gelegenheit ihrer beweislichen Verwirkung, mit Feuer oder mit dem Schwert am Leben gestraft (Hamburger Stadtrecht von 1605).

Fast alle Hexenprozesse in Hamburg wurden durchgeführt, nachdem die Reformation Einzug in Hamburg hielt und 1529 unter Mitwirkung von Johannes Bugenhagen eine neue Kirchenordnung eingeführt wurde. Als erstes Opfer der Hexenverfolgung wurde 1444 Katharina Hanen als Zauberin (“incantatrix“) verbrannt.

Hexenprozesswellen gab es in den Jahren 1544–1545 (11 Angeklagte), 1555–1556 (17 Angeklagte), 1575–1583 (23 Angeklagte) und 1610 (5 Angeklagte in Harburg), von denen die meisten hingerichtet wurden.

1555 wurden vierzehn Frauen unter der Anklage der Hexerei verhaftet. Dies ist der erste verbürgte Fall der Anwendung von Folter, die bis dahin bei Hexenprozessen in Hamburg nicht angewandt wurde. Von den vierzehn Frauen starben neun auf dem Scheiterhaufen, zwei unter der Folter, bei drei Fällen ist der Ausgang unbekannt.

1583 musste Abelke Bleken vor Gericht aufgrund mehrerer, gegen sie gerichteter Vorwürfe aussagen und legte unter Folter ein Geständnis zu Schadenzauber und Teufelspakt ab. Sie ist die einzige Frau in Hamburg, deren vor Gericht vorgebrachten Erwiderungen, die sogenannte Urgicht, dokumentiert sind. Sie wurde am 18. März 1583 durch das Feuer hingerichtet.

1612 wurde Mette Harden aus Kirchwerder, die den unteren Bevölkerungsschichten angehörte, mit zwei weiteren Frauen (Cathrin Danckwers aus Kirchwerder und Cathrin Schmalfeldes aus Curslack) im Jahr 1612 der Hexerei angeklagt.

Einer der letzten Hexenprozesse in Hamburg wird 1642 vollzogen: Cillie Hemels wird wegen Abfalß von Gott, ihrer Zauberei und gegen ihren eigenen Mann begangene Mordthat verbrannt.

In Hamburg-Bergedorf wurde 1676 unter dem Vorwurf der Zauberei Margareth Uhler, Gattin des Sven Uhler, inhaftiert. Sie befand sich 21 Monate in Untersuchungshaft (zeitweise in Ketten). Erst im Jahr 1678 erfolgte der Freispruch, es war der letzte Hexenprozess in Hamburg.

Am 7. Juni 2015 weihte der Verein Garten der Frauen im Beisein der Zweiten Bürgermeisterin von Hamburg, Frau Katharina Fegebank, einen Erinnerungsstein auf dem Ohlsdorfer Friedhof für alle jene Frauen ein, die in Hamburg Opfer der frühneuzeitlichen Hexenverfolgung wurden.

Hamburger Straßennamen

Seit 1995 ist in Kirchwerder die Mette-Harden-Straße nach Mette Harden benannt.
Seit 2015 ist in Ochsenwerder der Abelke-Bleken-Ring nach ihr benannt.
Vorgeschlagen ist die Benennung einer Straße zu Ehren von Katharina Hanen, die 1444 als Zauberin verbrannt wurde. Anlass ist die Petition eines Bürgers

Webseite: Deutsches Hexendokumentationszentrum im Museum Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden: www.museumwilhelmsburg.de

Hexenverfolgung: Hannover / Niedersachsen

In Hannover wurden von 1514 bis 1657 mindestens 30 Personen in Hexenprozessen angeklagt, davon wurden 27 auf dem Scheiterhaufen hingerichtet oder starben im Gefängnis. Letztes Opfer der Hexenverfolgung war Alheit Snur 1648.

Alheit Snur (auch Schnur Alcken Tochter, Aleken Tochter oder Alheit Fredeken) (* um 1588 in Godshorn im Amt Langenhagen; † 8. Januar 1648 auf der Hinrichtungsstätte des Amtes Langenhagen zwischen Langenhagen und Vahrenwald) arbeitete ab 1641 als Kinderfrau bei dem Arzt Joachim Läger in der Calenberger Neustadt.

Snur wurde 1647 wegen angeblicher Hexerei angeklagt. Sie wurde 1648 gemeinsam mit einer anderen Frau letztes Opfer der Hexenverfolgung in Hannover.

Nach Angabe der hannoverschen Chronik unterzog sich Alheit Snur nach ihrer Verhaftung auf eigenen Wunsch zunächst der Wasserprobe, die für sie jedoch ungünstig verlief, so dass der Prozess fortgesetzt wurde.

Nach zweimaliger Folterung gestand sie die zauberische Vergiftung ihres Dienstherrn und besagte die nach ihr hingerichtete Anna Maria als Komplizin.

Der Hexenprozess gegen Alheit Snur endete mit ihrer Verurteilung zum Tod. Am 8. Januar 1648 wurde sie auf der Hinrichtungsstätte des Amtes Langenhagen durch den hannoverschen Scharfrichter Martin Vogt zunächst erwürgt, ihre Leiche danach verbrannt. Die von Snur besagte Anna Maria wurde am 16. Februar 1648 enthauptet und verbrannt.

Hexenverfolgung: Harz (Bergwald) Brocken

Der Harz liegt am Schnittpunkt von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Im Westen befinden sich die Landkreise Goslar und Göttingen, im Norden und Osten die Landkreise Harz und Mansfeld-Südharz und im Süden der Landkreis Nordhausen.

Der Brocken ist mit 1141,2 m ü. NHN der höchste Berg des Harzes und Sachsen-Anhalts. Der Harz bildete in der Region des heutigen Sachsen-Anhalt einen Schwerpunkt der Hexenverfolgung.

Der Brocken hatte als Hexenversammlungsplatz eine herausragende überregionale Bedeutung. Bereits bevor Goethe sein Werk Faust I veröffentlichte, galt der Berg als Treffpunkt für Hexen. Literatur zu Faust I bei Amazon.de

1540 erscheint in einem Protokoll eines regionalen Hexenprozesses erstmals neben der Ortsangabe Brocken auch der Zeitpunkt Walpurgisnacht. Weitere solche Aussagen finden sich vor allem in Prozessen zu Ende des 16. und des 17. Jahrhunderts. Literatur zum Thema Walpurgisnacht bei Amazon.de

Bis zur zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurden neben dem Brocken unter anderen der Venusberg, der Heuberg und der Staffelberg mit ähnlicher Bedeutung genannt.

Als die Hexenprozesse im 17. Jahrhundert abgeschafft wurden, erlangten die Fabeln der Walpurgisnacht an Bedeutung und Verbreitung. Seit dem Mittelalter herrschte unter der Bevölkerung der Glaube, dass sich auf dem Brocken bei Nacht Zauberweiber versammeln.

Einige Felsformationen auf dem Brocken tragen Namen mit Bezug auf Hexen und die Walpurgisnacht. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden unter anderen die Bezeichnungen „Hexenaltar“ und „Teufelskanzel“.

Sie wurden aller Wahrscheinlichkeit nach von den Brockenführern eingeführt, die üblicherweise die Besucher auf den Brocken begleiteten und neue Attraktionen kreieren wollten.

   

Seit Ende desselben Jahrhunderts finden sich die Bezeichnungen auch in der Reiseliteratur des Harzes. So wurden die Felsen zum Bestandteil vieler Brockenbesuche. Literatur zum Thema Brocken bei Amazon.de

Ein Reiseführer aus dem Jahr 1823 führte die Herkunft der Namen auf eine bekannte Fabel zurück. Dieser zufolge veranstaltet der Teufel ein großes Fest auf dem Brocken, bei dem er von der Teufelskanzel zu den Gästen predigt. Für sie lässt er auf dem Hexenaltar die Speisen bereiten. Ähnlich wird die Walpurgisnachtfeier auch in anderen Reisebüchern dargestellt.

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts existierten bereits weitere Namen für verschiedene Felsgebilde. Der Brockenwirt Eduard Nehse (Führung des Brockenhauses: 1834–1850) brachte im Jahr 1849 eine Brockenkarte heraus, auf der zusätzlich der „Hexentanzplatz“, das „Hexenmoor“, der „Hexenteich“, und der „Hexenbrunnen“ eingezeichnet sind. Außerdem erfand er die Geschichte, dass sich das Hexenwaschbecken immer wieder von selbst mit Wasser fülle.

Weitere Bezeichnungen im Harz sind unter anderen die „Hexenbank“ bei Hahnenklee, die „Hexenmutter“ und die „Hexentreppe“ bei Thale, die Hexenritt-Abfahrt in Braunlage sowie die „Hexenküche“ im Okertal.

Namen, die sich auf den Teufel beziehen, sind unter anderen die „Teufelsbäderund das „Teufelsloch“ bei Osterode, die „Teufelsbrücke“, die über die Bode führt, das „Teufelsloch“ und „Teufelsmauer“ bei Blankenburg, die Teufelsmühlen“ auf dem Ramberg und „Teufelstal“ im Okertal. Seit 2003 kann man den Harz über den Harzer Hexenstieg durchqueren.

Brockenhexen sind fiktive Gestalten des Volksglaubens, die durch ihre angeblichen Versammlungen auf dem Brocken, vor allem zum Hexensabbat zur Walpurgisnacht, mit diesem in Verbindung stehen. Die Sagen über Hexentreffen, die an Blocksberg genannten Orten stattfinden, sollen ihren Ursprung im Slawischen haben.

Bis zur ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde der Berg nur sehr vereinzelt als „Blocksberg“ und Ort für Hexenversammlungen genannt. Seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts gilt der Brocken als Hauptversammlungsort der Hexen aus ganz Deutschland.

Die Verbreitung und Popularisierung des Brockens als Hexenberg entstand vor allem durch das populäre Werk Blockes-Berges Verrichtung (1668) von Johannes Praetorius; durch Johann Wolfgang von Goethes Faust. 

Anfang des 17. Jahrhunderts erhielt der Brocken als Hexenberg durch Mons Veneris von Heinrich Kornmann größere Popularität. Das bedeutendste Werk dieser Zeit ist Blockes-Berges Verrichtung von Johannes Praetorius aus dem Jahr 1668. Durch ihn wurde auch die Bezeichnung Blocksberg für den Brocken populär.

Hexenverfolgung: Hattersheim am Main / Hessen

Hattersheim war von 1597 bis 1601 von Hexenverfolgung betroffen, sieben Frauen wurden Opfer der Hexenprozesse.
(Stadtverordnetenversammlung Hattersheim: moralische und sozialethische Rehabilitation der Opfer der Hexenprozesse / Hexenverfolgung 2015)

Hexenverfolgung: Heidelberg / Baden-Württemberg

Die Hexenverfolgungen in Heidelberg fanden zwischen etwa 1450 und 1500 statt. Wahrscheinlich war Heidelberg Schauplatz der frühesten Massenhexenprozesse. Um die Stadt nicht der Gefahr einer Feuersbrunst auszusetzen, wurden die Scheiterhaufen außerhalb der Stadtmauern am Neckarufer errichtet.

Hexenverfolgung: Herborn / Hessen

Herborn ist eine historische Fachwerkstadt an der Dill im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis und zeichnet sich durch eine geschlossene historische Altstadt mit vielen Baudenkmalen aus acht Jahrhunderten aus, die zu den besterhaltenen mittelalterlichen Stadtanlagen Deutschlands gezählt wird.

1626 verlor die Stadt durch ein Feuer, das durch einen Unfall bei der Einquartierung von Soldaten entstand, 214 Häuser. Wenig später erlebten Herborn und Umgebung eine Welle von Hexenprozessen.

Hexenverfolgung: Hilchenbach / Nordrhein-Westfalen

Hilchenbach war 1520–1653 von Hexenverfolgungen betroffen: 21 Frauen und Männer gerieten in Hexenprozesse. Der letzte Hexenprozess fand 1653 statt. Dabei wurden unter dem Vorsitz des Schultheißen Theobald Stalp 18 Personen (14 Frauen und vier Männer) wegen Abgötterei und Zauberei zum Tode verurteilt.

Anschließend wurden zehn verbrannt, die restlichen dagegen lediglich enthauptet und zur Erde bestattet, weil sie gütlich ihre Schuld bekannt haben. Opfer der letzten Verbrennung am 28. Juni 1653 wurde Engen, Jacob Steinseifers zu Blittershagen, Wittwe, vulgo die Steinseifersche oder die Klöncksche genannt.
(Rat der Stadt Hilchenbach: moralische und sozialethische Rehabilitation der Opfer der Hexenprozesse / Hexenverfolgung 2011)

Hexenverfolgung: Hirschberg / Nordrhein-Westfalen

Aus Hirschberg sind drei Perioden von Hexenverfolgungen bekannt: 1595 wurden mehrere Männer und Frauen wegen Hexerei hingerichtet. 1616–1617 wurden 13 Personen als Hexen angeklagt, und 1628–1629 fanden 12 Menschen in Hexenprozessen den Tod.

So beschreibt es eine Schrift des Hirschberger Pfarrers Michael Stappert, geboren vermutlich um 1585/1590 in Meiste zu Rüthen, gestorben 1663 in Grevenstein.

Michael Stappert hatte ursprünglich in Predigten die Ausrottung der Hexen verlangt. Gespräche mit Angeklagten in Hexenprozessen führten ihn zu einer Meinungsänderung, die er 1628/1629 aufschrieb. Er wandte sich nun gegen Folter und Verurteilung Unschuldiger auf dem Scheiterhaufen.

Er publizierte ein verloren gegangenes Buch (“Brillentraktat“) gegen die Prozesse. Diese Schrift ist erhalten in dem Buch von Hermann Löher: * Hochnötige Unterthanige Wemütige Klage Der Frommen Unschültigen, 1676, und gibt einen erschütternden Einblick in Einzelschicksale aus den Hirschberger Hexenprozessen.

Michael Stappert überliefert einige Namen von Personen, die in Hirschberg hingerichtet wurden:

Die Wintersche, 1616, unter Richter Heinrich Schultheiß
Wolraht (ein Mann), 1616, unter Richter Heinrich Schultheiß
Bernhard Rham, 1617, unter Kommissar Lizentiat Höxter von Werl
Agatha Proppers, 1617
Johan Steineke, 1617
Ida Teipels (verhaftet mit fünf weiteren Frauen), 1617
die Badersche, 1617
Agatha Kricks, 1617
Eine namentlich nicht genannte Frau
Catharina Schutes

Elf Personen, um das Fest Martini 1628, unter Kommissar L.L. Frenckhausen
Stapirius erwähnt, dass die Badersche 1617 Maria Böckers beschuldigte; diese wäre 1629 von dem Kommissar Frenkhausen verbrannt worden.

Steffen von Niederbergheim (* vor 1590 in Niederbergheim; † 28. Juni 1617 in Allagen) war ein deutscher Bierbrauer und Opfer der Hexenverfolgung in Hirschberg im Sauerland.

Sein Sohn war ein Schiedsmann in Paderborn. Seine Schwester war die Hirschberger Bürgerin Gertrud Koch (Gertrud die Kochsche), die 1628 in Anröchte verurteilt und dort von dem Hexenkommissar Heinrich von Schultheiß verbrannt wurde.

1986 wurde im Warsteiner Ortsteil Hirschberg ein Gedenkkreuz errichtet für die Opfer der Hexenprozesse an der ehemaligen Hinrichtungsstätte mit Texttafeln zur Hexenverfolgung an der Straße Christoffelsberg in der Eskelle, einem Waldstück am Ortsrand.

* Hochnötige Unterthanige Wemütige Klage Der Frommen Unschültigen: Das 1676 gedruckte Buch Hochnötige Unterthanige Wemütige Klage Der Frommen Unschültigen (frühneuhochdeutsch für „dringende, untertänige, schmerzvolle Klage der frommen Unschuldigen“) des Amsterdamer Kaufmanns Hermann Löher, eine moralische Anklage der Hexenverfolgung, ist eine der wichtigsten zeitgenössischen Schilderungen solcher Vorgänge. Darin enthalten ist die Schrift von Pfarrer Michael Stappert (Michael Stapirius) zu Hexenprozessen.

Hexenverfolgung: Hofheim am Taunus / Hessen

Unter der Regierung von Wolfgang von Dalberg, Erzbischof und Kurfürst von Mainz, und seinem Nachfolger Johann Adam von Bicken, erreichten die Hexenprozesse in Kurmainz in der Zeit von 1588 bis 1602 in den beiden Ämtern Höchst und Hofheim ihren Höhepunkt.

Aus den Resten alter Gerichtsprotokolle (sog. Aschaffenburger Archivreste) konnten 23 Frauen ermittelt werden, die man der Hexerei anklagte, 15 von ihnen fanden den Tod auf dem Scheiterhaufen.
(Stadtverordnetenversammlung: moralische und sozialethische Rehabilitation der Opfer der Hexenprozesse / Hexenverfolgung 2010)

Hexenverfolgung: Höchberg / Bayern

Höchberg ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Würzburg. Es besteht aus zwei Ortsbereichen, dem Altort und dem Ortsteil Hexenbruch. Im Ortsteil Hexenbruch wurde am Morgen des 21. Juni 1749 Maria Renata Singer von Mossau, die letzte vermeintliche Hexe Frankens, verbrannt; sie war eines der letzten Opfer der Hexenverfolgung auf deutschem Boden.

Maria Renata Singer von Mossau (* 27. Dezember 1679 in Niederviehbach bei Dingolfing; † 21. Juni 1749 in Höchberg) war Superiorin des Klosters Unterzell und das letzte Opfer der Hexenverfolgungen im Hochstift Würzburg und vermutlich letzte als Hexe angeklagte Frau Frankens.

Ab 1738 kippte die Stimmung und im Kloster Unterzell herrschten vermutlich wegen ihres Fleißes Neid und Missgunst, weshalb ihr ihre Katzen weggenommen wurden und sie fortan für sämtliche schlechte Vorkommnisse innerhalb des Ortes Zell am Main verantwortlich gemacht wurde.

Als 1744 sechs Fälle von Besessenheit auftraten, verstärkten sich die Gerüchte, Singer sei der Hexerei schuldig. 1749 kamen Vermutungen hinzu, sie sei mondsüchtig, weshalb sie eines Nachts von einer Ordensschwester mit einem Disciplinenhieb (Gerät zum Kasteien, eine Art Peitsche) in das Gesicht attackiert wurde. Daraufhin folgte im Januar 1749 die Verhaftung und die Anklage wegen Hexerei.

Im Februar 1749 gestand Maria Renata bei einem klösterlichen Verhör durch Ordensschwestern, seit Jahren eine Hexe gewesen zu sein. Dieses Geständnis ermöglichte es dem zuständigen Abt von Oberzell, Oswald Loschert, ein weltliches Gericht zu beauftragen.

Nach weiteren Verhören unter dem hochfürstlich würzburgischen Hof- und Konsistorialrat Friedrich Ebenhöch mit den Anklagepunkten Erlernen der Hexerei, Schließen eines Teufelsbündnisses, Verrichten von Schadenzauber, Beiwohnen bei Hexenversammlungen, Schließen einer Teufelsbuhlschaft, Verunehrung geheiligter Hostie und des Mäusemachens erklärte sie sich in allen Punkten für schuldig.

Am 21. Juni 1749 wurde das Endurteil, die lebendige Verbrennung auf dem Scheiterhaufen öffentlich verkündet. Durch das Wirken des Würzburger Fürstbischofs Karl Philipp von Greiffenclau zu Vollrads wurde das Urteil zur Enthauptung und anschließender Verbrennung abgemildert.

Wegen der körperlichen Entkräftigung wurde Maria Renata auf einem Stuhl zum Richtplatz der mittleren Bastei bei Höchberg gebracht, wo sie zwischen acht und neun Uhr morgens hingerichtet wurde. Ihr Kopf wurde als Abschreckung zur Stadt Würzburg hin auf einem Pfahl aufgerichtet, der restliche Körper verbrannt.

Der Hexenprozess gegen Maria Renata Singer von Mossau gehörte neben dem Verfahren gegen Sophia Agnes von Langenberg zu den wenigen, in denen eine Geistliche als Hexe öffentlich angeklagt und auch hingerichtet wurde.

Hexenverfolgung: Holthausen (Heimatmuseum) Nordrhein-Westfalen

Das westfälische Schieferbergbau- und Heimatmuseum Holthausen ist ein Museum im Stadtteil Holthausen von Schmallenberg im Hochsauerlandkreis. Angegliedert ist seit 2009 die Südwestfälische Galerie. Das Museum ist Herausgeber zahlreicher Schriften zur regionalen Geschichte.

Eine Dauerausstellung unter dem Titel „Hexen-Gerichtsbarkeit im kurkölnischen Sauerland“ besteht seit 1984 und wird vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe gefördert. Es werden das Ausmaß der Hexenprozesse im Sauerland dokumentiert und verschiedene Folterwerkzeuge gezeigt.
Westfälisches Schieferbergbau- und Heimatmuseum Holthausen
Kirchstraße 7
57392 Schmallenberg-Holthausen
Webseite: www.museum-holthausen.de

Hexenverfolgung: Horn-Bad Meinberg / Nordrhein-Westfalen

In den Hexenverfolgungen in Horn 1554 bis 1661 sind 47 Verfahren wegen Hexerei und Zauberei belegt. Mindestens 24 Menschen wurden in den Hexenprozessen hingerichtet, einige verstarben in der Haft, etliche Schicksale sind unbekannt.

Am 1. Januar 1970 wurde Horn in die neue Gemeinde Bad Meinberg-Horn eingegliedert und am 10. September 1970 in Horn-Bad Meinberg umbenannt.
(Rat der Stadt Horn-Bad Meinberg: moralische und sozialethische Rehabilitation der Opfer der Hexenprozesse / Hexenverfolgung 2014)

Hexenverfolgung: Hüfingen / Baden-Württemberg

Hüfingen ist eine Stadt im Schwarzwald-Baar-Kreis. Hüfingen war 1631-1632 von Hexenverfolgungen betroffen. Acht Frauen und ein Mann gerieten in einen Hexenprozess. Mindestens acht Personen wurden hingerichtet. Das bekannteste Opfer war der Hüfinger Notar und Richter Mathias Tinctorius.

Mathias Tinctorius (eigentlich Mathias Färber; * 27./28. Oktober 1568 in Kitzingen; † 10. Mai 1632 in Hüfingen) war Registrator, Notar, Archivar und Richter, der als „Hexer“ hingerichtet wurde.

Ab 1622 wohnten Tinctorius und seine Frau in Hüfingen. 1628 erhielt er von Vratislaus I. von Fürstenberg den Wappenbrief verliehen. Durch genaues Verhalten gegenüber Steuerschuldnern, Vorteilsnehmern und durch anderes missverständliches Betragen waren er und seine Frau, auch da sie „Zugewanderte“ waren, in kurzer Zeit unbeliebt und wurden als „Hexe“ und „Hexer“ denunziert.

So kam es dass man seine Frau am 23. Juli 1631 zusammen mit sechs weiteren Frauen als „Hexen“ enthauptete. Dieses war in der damaligen Zeit eine „Begnadigung“, da seine Frau höheren Ranges war, üblich war die Verbrennung.

Am 10. Juli verstarb sein Gönner und Freund, der Fürst Vratislaus I. in Wien; nachdem dies bekannt wurde, nahm man Mathias Tinctorius am 22. August fest und folterte ihn mehrfach, am 10. Mai 1632 erfolgte seine Hinrichtung.

Seinen vorher schon erfolgten Widerruf musste er nochmals schriftlich widerrufen, so konnte er die Strafe der Verbrennung vermeiden und ebenfalls zur Enthauptung „abmildern“. (Die Verbrennung des Körpers erfolgte darauf immer).

 

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Hexenverfolgung: Idstein / Hessen

Idstein war bekannt für Prozesse um 16761676/1677 wurden Hexenverfolgungen in Idstein durchgeführt, die mit dem Tode von Graf Johann von Nassau-Idstein im Alter von 74 Jahren am 23. Mai 1677 endeten.

Zwischen dem 3. Februar 1676 und dem 31. März 1677 wurden in Idstein 39 Personen wegen Hexerei hingerichtet, 31 Frauen und 8 Männer, darunter Cäcilie Zeitlose Wicht, Frau des Pfarrers Johannes Wicht aus Heftrich, und Elisabeth Hoffmann, Frau des Pfarrers in Sonnenberg.

Der Hexenturm genannte Bergfried (42 Meter hoch, über 3 Meter dicke Mauern bei nur knapp 12 Metern Durchmesser) ist das älteste Bauwerk Idsteins. Unter dieser Annahme fanden dort auch keine mit den Hexenprozessen verbundenen Folterungen statt.

Es lässt sich jedoch nicht ausschließen, dass der Idsteiner Hexenturm in Ausnahmefällen als Gefängnis für Hexen diente. Andere Quellen besagen allerdings, dass Hexen oder Hexer im Hexenturm nicht eingekerkert wurden.
Einweihung einer Gedenktafel am Hexenturm am 22. November 1996 durch Bürgermeister Hermann Müller und Vertreter der Kirchen.
(Moralische und sozialethische Rehabilitation der Opfer der Hexenprozesse / Hexenverfolgung 2014 und 1996)

 

Die letzte Hexe – Maria Anna Schwegelin
von Uwe Gardein
Taschenbuch: 336 Seiten
Gmeiner-Verlag
ISBN-13: 978-3899777475
Taschenbuch EUR 12,90

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Zitat: Die Lebensgeschichte der Maria Anna Schwegelin – Deutschlands letzte Hexe.

Kempten, im April 1775. Fürstabt Honorius von Schreckenstein, der ganz im Zeichen der neuen Zeit eine aufgeklärte Kirche zu forcieren versucht, steht vor der schwersten Entscheidung seines Lebens:

Das Volk will die Landstreicherin Maria Anna Schwegelin auf dem Scheiterhaufen brennen sehen. Nach ihrem Geständnis, mit dem Teufel Unzucht getrieben zu haben, scheint ein Hexenprozess und damit ihr Todesurteil unabwendbar.

 

Die letzte Hexe: Das Schicksal der Anna Maria Schwägelin
von Wolfgang Petz
Gebundene Ausgabe: 204 Seiten
Verlag: Campus Verlag
ISBN-13: 978-3593383293
Gebundenes Buch EUR 24,90

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Zitat: Das Schicksal der Anna Maria Schwägelin teilten viele Frauen im Zeitalter der Hexenverfolgungen. Doch dieser Prozess fand im Jahr 1775 statt, als man bereits die neuen Ideen der Aufklärung diskutierte und Hexenprozesse längst der Vergangenheit anzugehören schienen.

Auf der Grundlage bislang verschollen geglaubter Quellen rekonstruiert Wolfgang Petz das Psychogramm einer Frau, die sich in den Fallstricken ihrer erotischen und religiösen Phantasien verfing.

Dabei entsteht das spannungsreiche Bild einer Epoche des Umbruchs aus dem Blickwinkel der »einfachen Leute« – einer Epoche, die keineswegs so geradlinig auf den Sieg der Vernunft über den »Aberglauben« zusteuerte, wie man es von der Aufklärung zu wissen meint.

 

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