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Droemer veröffentlicht Enthüllungsbuch: Ex-FBI-Chef James B. Comey packt aus. Größer als das Amt: Auf der Suche nach der Wahrheit – der Ex-FBI-Direktor klagt an

14/04/2018

Zitat: Die Erinnerungen von Ex-FBI-Chef James B. Comey sind aktuell, brisant und spannend wie ein Krimi. 2017 von Präsident Trump gefeuert, schreibt Comey einen fesselnden Insider-Bericht über politische Machenschaften und das von Donald Trump korrumpierte System.

 

Ein Sachbuch wie ein Kriminalroman der Extraklasse

 

James Comeys brisante Erinnerungen an die vergangenen 20 Jahre im Zentrum der Macht zeigen ihn als unbeugsamen Ermittler, der gegen die Mafia, gegen CIA-Folter und NSA-Überwachung, und zuletzt im Wahlkampf 2016 gegen Hillary Clintons Umgang mit dienstlichen Emails und Donald Trumps Russland-Verbindungen vorgegangen ist.

Der Weg des parteilosen New Yorker Vorzeigejuristen gleicht einer politischen Achterbahnfahrt: stellvertretender Justizminister unter George W. Bush, zum FBI-Direktor ernannt von Barack Obama und gefeuert von Donald Trump wegen angeblicher Illoyalität.

 

Sein Buch ist ein eindrückliches Lehrstück über den aufrechten Gang in einer verantwortungslosen Regierung.

 

Droemer veröffentlicht Enthüllungsbuch: Ex-FBI-Chef James B. Comey packt aus. Größer als das Amt: Auf der Suche nach der Wahrheit – der Ex-FBI-Direktor klagt an

 

Ein Sachbuch, das sich liest sich wie ein Kriminalroman:

 

Präsident Trump feuert seinen obersten Polizisten, weil er unliebsame Ermittlungen nicht einstellt.

 

Zitat: Ex-FBI-Chef James B. Comey enthüllt bisher nicht bekannte Details der US-Staatsaffäre. Sein Buch Größer als das Amt erscheint weltweit am 17. April 2018 , die deutsche Übersetzung bei Droemer:

 

Größer als das Amt:
Auf der Suche nach der Wahrheit
– der Ex-FBI-Direktor klagt an
von James Comey
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Droemer Verlag
(17. April 2018)
ISBN-10: 3426277778
ISBN-13: 978-3426277775
Aus dem Amerikanischen von Pieke Biermann, Elisabeth Liebl, Werner Schmitz, Karl Heinz Siber und Henriette Zeltner
Originaltitel: A Higher Loyalty. Truth, Lies, and Leadership
Gebundene Ausgabe EUR 19,99
E-Book EUR 17,99

 

Verlagsinfo zum Buch
Größer als das Amt von James Comey

 

Größer als das Amt von James Comey
bewerte ich wie folgt: sehr zufrieden = 9 Punkte:
Handlung: 9 Punkte
Thema, topaktuell und brisant: 9 Punkte
Schreibstil: 9 Punkte
Fazit: Ein Sachbuch, dass man lesen sollte

 

Aus dem Inhalt

 

The Life
Unsere Sache
Der Schulhoftyrann
Sinngebung
Die leichtfertige Lüge
Auf dem Gleis
Bestätigungsfelder
In Hoovers Schaden
Washingtoner Zuhören
Prügelknabe
Sprechen oder Schweigen
Trump Tower
Loyalität auf dem Prüfstand
Die Wolke

 

Droemer Verlagsleiterin Margit Ketterle: „Comeys Buch ist ein eindrückliches Lehrstück über den aufrechten Gang in einer verantwortungslosen Regierung.“

James B. Comey, geb. 1960, hat Jura in Chicago studiert und arbeitete danach bei der New Yorker Staatsanwaltschaft und als Generalstaatsanwalt in Virginia, bis er 2003 zum stellvertretenden Justizminister aufstieg. Danach ging er in die Wirtschaft, bis Präsident Obama den auch an der Columbia Law School Lehrenden 2013 zum FBI Direktor ernannte.

2017 feuerte Präsident Trump den politischen Beamten, weil er nicht bereit war, die Russland-Ermittlungen gegen seine Mitarbeiter im Wahlkampf und im Weißen Haus einzustellen. Comey ist verheiratet und hat fünf Kinder.

 

 

Größer als das Amt von James Comey

 

 

VinTageBuch Infos

 

FBI-Direktor unter Präsident Obama

 

Im Mai 2013 schlug Präsident Obama den von Demokraten wie von Republikanern geschätzten Comey als Director of the Federal Bureau of Investigation vor. Der Senat der Vereinigten Staaten bestätigte im Juli 2013 seine Nominierung; Comey trat sein Amt als Nachfolger Robert Muellers am 4. September 2013 an. Die reguläre Amtszeit beträgt zehn Jahre.

Comey wurde vor der Präsidentschaftswahl am 8. November 2016 zweimal Gegenstand öffentlicher Kontroversen. Im Juli 2016 verkündete er zunächst unter Eid, dass Kandidatin Hillary Clintons Umgang mit dienstlichen E-Mails in ihrer Amtszeit als Außenministerin nicht weiter verfolgt werden solle.

Er veröffentlichte dann aber elf Tage vor der Wahl die FBI-interne Entscheidung, die Ermittlungen wieder aufzunehmen, was kontroverse politische und öffentliche Debatten auslöste.

Diese Bekanntmachung half nach Einschätzung vieler Beobachter Clintons Gegner Donald Trump; weil Comey das neue Material in dem Fall noch nicht gesichtet hatte, kritisierten ihn demokratische und republikanische US-Senatoren scharf.

Der Inspector General Michael E. Horowitz teilte am 12. Januar 2017 mit, er wolle untersuchen lassen, ob das FBI im Umgang mit Clinton rechtmäßig agiert habe.

 

Nach der Wahl Trumps wurde Comey am 20. März 2017 vom Geheimdienstausschuss des US-Repräsentantenhauses angehört.

 

Er gab dabei bekannt, dass das FBI bereits vor der Präsidentschaftswahl 2016 eine Untersuchung der Russland-Verbindungen um Donald Trump und der versuchten russischen Einflussnahme auf die Wahl durch Hacker begonnen habe, dies einen Monat vor der Wahl aber nicht habe bekanntgeben wollen, weil er der Ansicht war, dies könne als parteiische Einmischung gewertet werden.

Comey machte zudem deutlich, das FBI habe keinerlei Erkenntnisse, die Trumps Abhörvorwürfe gegen Obama unterstützen würden. Dies stand den Angaben Trumps entgegen. Das Verhältnis zwischen Comey und Trump galt seither als belastet.

 

Seit der Entlassung durch Präsident Trump

 

US-Präsident Trump entließ Comey als FBI-Direktor am 9. Mai 2017 mit sofortiger Wirkung. Trump schrieb, er entlasse ihn auf Rat des Justizministers Jeff Sessions und dessen Stellvertreters Rod Rosenstein.

Am nächsten Tag empfing Trump den russischen Außenminister Lawrow und Botschafter Kisljak im Oval Office und sagte zu ihnen, dass er wegen der Russland-Untersuchung des FBI unter Druck gestanden habe und die Entlassung des „Spinners“ Comey ihn von diesem Druck befreit habe.

Am darauffolgenden Tag während eines Interviews mit NBC Nightly News widersprach Trump der offiziellen Begründung für die Entlassung Comeys. Trump sagte, er habe den FBI-Direktor schon lange und unabhängig von der Empfehlung Rosensteins entlassen wollen.

Ausschlaggebend für die Entscheidung war sein Ärger über Comeys Ermittlungen wegen möglichen Absprachen zwischen Mitgliedern von Trumps Wahlkampfteam und Vertretern Russlands. „Als ich mich entschied, sagte ich mir, dieses Russland-Ding mit Trump und Russland ist doch eine erfundene Geschichte“, berichtete Trump.

In dem Interview bezeichnete Trump Comey zudem als „Blender“ und „Angeber“ und behauptete, das FBI sei unter Comey in Aufruhr gewesen.

Der damalige kommissarische FBI-Direktor Andrew McCabe widersprach Trumps Darstellung. Comey genieße weiterhin Unterstützung und Hochachtung innerhalb des FBI.

In den Tagen vor der Entlassung hatte Trump per Twitter mehrfach Comey und das FBI kritisiert: Dessen „vom Steuerzahler finanzierten“ Russland-Untersuchungen seien eine „Scharade“ und ein „totaler Schwindel“; er fragte rhetorisch, wann sie enden würden.

Comey hatte wenige Tage zuvor mehr Finanzmittel für die Untersuchung der möglichen russischen Einflussnahme auf die US-Präsidentschaftswahl angefordert.

Beobachter sprachen von einem Angriff auf die Demokratie und zogen Parallelen zum Saturday Night Massacre 1973 während der Watergate-Affäre.

Vor Comey war nur ein FBI-Direktor entlassen worden, nämlich 1993 William S. Sessions von Präsident Bill Clinton.

Die Umstände sind unterschiedlich: Trump entließ Comey, weil dieser gegen Trump bzw. Mitglieder seines Wahlkampfteams ermittelte, wohingegen Sessions wegen Steuerhinterziehung und anderer Vergehen von Clinton entlassen wurde.

Comey lehnte eine Einladung des Geheimdienstausschusses des US-Senats ab, sich in einer vertraulichen Sitzung zu den Umständen zu äußern, nachdem Trump ihm am 12. Mai 2017 via Twitter mit der Veröffentlichung von Tonbandaufnahmen ihrer Gespräche gedroht hatte.

Laut New York Times versuchte Trump bei einem Treffen Anfang Februar 2017 Comey zu bewegen, die Ermittlungen gegen Michael Flynn einzustellen; das Weiße Haus dementierte diese Darstellung.

Eine solche Einflussnahme ist als mögliche Behinderung der Justiz („obstruction of justice“) klassifiziert worden. Bei dem Treffen soll Trump von Comey zudem ein Bekenntnis der Loyalität verlangt haben, woraufhin Comey ihm Ehrlichkeit und schließlich „ehrliche Loyalität“ in Aussicht gestellt habe.

Nach der Entlassung Comeys wurde am 17. Mai 2017 vom stellvertretenden US-Justizminister Rod Rosenstein der frühere FBI-Direktor Robert Mueller zum Sonderermittler („Special Counsel“) mit umfassendem Untersuchungsauftrag und Ressourcenzugang ernannt, um die Russland-Verbindungen und andere mögliche Verfehlungen im Umfeld Trumps zu untersuchen. Das hatten insbesondere Kongressabgeordnete der Demokraten gefordert; Trump hatte es abgelehnt.

Später sagte Comey zu, vor dem Geheimdienstausschuss des Senats öffentlich auszusagen, was am 8. Juni 2017 stattfand. Am Tag zuvor veröffentlichte dieser Ausschuss ein schriftliches Statement Comeys, der darin die Vorwürfe gegen Präsident Trump, darunter dessen Aufforderung zur Einstellung der Ermittlungen gegen den früheren Sicherheitsberater Michael Flynn, bekräftigte.

Die Anhörung wurde von den drei großen Fernsehanstalten ABC, CBS und NBC übertragen. Comey warf Trump vor, gelogen zu haben, was die Entlassungsgründe betraf: „Die Regierung hatte beschlossen, mich, und noch wichtiger: das FBI herabzuwürdigen. Sie sagten, die Organisation sei in Auflösung und schlecht geführt. Das waren Lügen, einfach und simpel.“

 

Am 22. Juni 2017 gab Trump zu, nicht zu wissen, ob es Tonbandaufnahmen der Gespräche zwischen ihm und Comey gab.

 

Mitte Januar 2018 befragte ihn der Sonderermittler Mueller in einem mehrstündigen Gespräch zu den Russland-Verbindungen.

Mitte März 2018 warf Trump Comey via Twitter vor, er habe 2017 vor einem Senatskommittee unter Eid klar („clearly“) gelogen. Er nannte eine Sendung von Fox & Friends als „Beleg“ für seinen Vorwurf und zitierte Comey falsch.

Comey ist Fellow an der Howard University in Washington  und arbeitet an einem Buch (Titel A Higher Loyalty: Truth, Lies and Leadership), das für den 18. April 2018 angekündigt ist. Der Verlag druckte vor Erscheinen 850.000 Exemplare, um die Nachfrage zu befriedigen. Wiki

 

NZZ International: Sechs Schlüsselstellen im neuen Buch des früheren FBI-Chefs James Comey. Heute sind die Memoiren des FBI-Direktors James Comey veröffentlicht worden. Sechs Schlüsselstellen zeigen, warum Präsident Donald Trump so wütend ist. Jetzt lesen