Göttinnen der Leinwand: Grace Kelly, Romy Schneider, Audrey Hepburn – sie sind die großen Stars der Filmgeschichte

Göttinnen der Leinwand: Grace Kelly, Romy Schneider, Audrey Hepburn – sie sind die großen Stars der Filmgeschichte. Von Millionen verehrt, bis heute. Doch ist da alles Gold, was glänzt?
Wie war ihr Leben wirklich?

 

Grace Kelly gilt als Alfred Hitchcocks “Lieblingsblondine”.

Audrey Hepburn wird mit “Frühstück bei Tiffany” zur Stil-Ikone.

Romy Schneider begeistert als “Sissi” Millionen Fans.

 

“ZDF-History” zeigt ihre großen Momente auf der Leinwand und ihren Kampf um privates Glück.

Mit 18 Jahren kehrt Grace Kelly ihrer wohlhabenden Familie in Philadelphia den Rücken. Sie will nach New York, um Schauspiel zu studieren. Altmeister Alfred Hitchcock ist von ihrer Aura und ihrem Talent begeistert und macht sie zu seiner “Lieblingsblondine”.

Wie gern Alfred Hitchcock noch mehr Filme mit Grace Kelly gedreht hätte, zeigt der Briefwechsel der beiden. Doch nach ihrer Hochzeit mit Fürst Rainier von Monaco steht Grace Kelly nie wieder vor einer Kamera.

Warum hat die Oscar-Preisträgerin alles darangesetzt, Fürstin zu werden? Ihre Familie zahlte sogar eine horrende Mitgift, damit sie ins Fürstentum einheiraten konnte.

Auch Audrey Hepburn wurde als Schauspielerin nie wirklich glücklich. Der Film “Frühstück bei Tiffany” macht sie 1961 zum Star. Doch sie wünscht sich vor allem eines: ein glückliches Familienleben. Ihr Sohn, Sean Hepburn Ferrer, erzählt im Interview mit “ZDF-History”, warum sie gerade das nie bekommen hat.

Als produktivste der drei “Leinwandgöttinnen” gilt Romy Schneider: 58 Filme hat Romy Schneider hinterlassen. Dabei wurde sie nur 43 Jahre alt. “ZDF-History” fragt auch nach den Gründen für den frühen Tod der begnadeten Darstellerin, die von sich selbst sagte: “Im Film kann ich alles, im Leben nichts.”

Quelle: Doku, ZDF-History
ZDF History
Göttinnen der Leinwand
ZDFinfo, 23.03.2018, 21:45 bis 22:10 Uhr
Produktionsland und -jahr: Deutschland 2017

 

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Göttinnen des Jahrhunderts
27 Porträts
von Eva Gesine Baur
Taschenbuch: 296 Seiten
Ullstein Taschenbuch Verlag
ISBN-13: 978-3548362458
gebraucht ab EUR 3,50

Zitat: Als Kind verstand ich noch nicht einmal die Bedeutung des Wortes Filmstar. Audrey Hepburn Romys Lächeln, ein Augenaufschlag der Marilyn Monroe, das Timbre von Zarah Leander, der kühle Charme der Catherine Deneuve: die Momentaufnahmen vom Olymp sind Bilder der Vergangenheit.

Diese 27 einfühlsamen Porträts zeigen, was das »gewisse Etwas« der Diven ausmachte: Erst die widersprüchliche Mischung aus Leid und Leidenschaft, Genie und Banalität, Fehler und Perfektion, Mut und Furcht, Siegeswillen und Naivität verlieh diesen Frauen überirdische Größe.

Dea ist die Göttin. Dio heißt Gott und die sterbliche Göttin nennt sich Diva. Doch irdische Diven, die Unsterblichkeit erringen, gibt es nicht mehr. Die Plastikgöttinnen von heute duften nicht mehr nach Ewigkeit. Woran liegt das?

Warum haftet beispielsweise einer Claudia Schiffer, einer Julia Roberts oder einer Whitney Houston nichts wirklich Göttliches an?

Und wie dagegen ist es Marilyn Monroe, Greta Garbo, Marlene Dietrich oder der Maria Callas gelungen, über den begrenzten Status eines Idols oder Götzenbilds hinauszuwachsen und in den Olymp aufzusteigen?

Unsere modernen Stars Madonna oder Kim Basinger sind perfekt bis in die Zehennägel. Im Olymp dagegen darf man Fehler und Schwächen haben, darf man unmoralisch sein und schlechte Gefühle ausleben. Die olympischen Archetypen dürfen alles sein, von dunkelschwarz bis gleißend-weiß, alles in seiner extremsten Form, und können dadurch den Menschen in ihren unzähligen Abschwächungen des Absoluten sehr nahe kommen. Medienkatalog Madonna und Kim Basinger.

Ein Erleben von jauchzenden Himmeln bis zum trübsten Tode heißt die Eintrittskarte zur Ewigkeit auf Erden, die Edith Piaf, Romy Schneider, Zarah Leander und Brigitte Bardot vorzeigen konnten, und die Ute Lemper oder Sharon Stone mit ihrem PR-kreierten Ruhm wahrscheinlich nie erringen.

Ingrid Bergman, Coco Chanel oder Catherine Deneuve waren leuchtende Gestalten unseres Jahrhunderts.

Doch wie sah der scharfe Schatten aus, der ihren blendenden Glanz bedingte? Ein ignoranter Vater, eine haarsträubend dominierende Mutter, Armut, Drogen, Sucht gaben oft Anlass zu lebenslanger Besessenheit, den maßlosen Hunger nach Zuwendung, Anerkennung und Liebe durch Megaerfolge zu stillen. Ein hinreißendes Foto, ein Lebenslauf aus aneinandergereihten Höhepunkten und eine tragische Geschichte.

Die Autorin Eva Gesine Baur konzentriert sich besonders auf den Spalt oder das dunkle Land in der Persönlichkeit jeder Film- und Bühnenikone, aus der ihre Leidenschaft und magische Anziehungskraft so mächtig und geheimnisvoll aufgestiegen sein muss.

Und dabei wird deutlich, dass es die nicht nachzuvollziehende Widersprüchlichkeit ist, die unsere Jahrhundertdiven sphinxartig erscheinen lässt und endlos über den Tod hinaus anziehend macht, und nicht das spiegelglatte Erscheinungsbild der heutigen Königinnen, denen jegliche Unvollkommenheit zu fehlen scheint. Buchinfo für weitere Informationen.