Goldene Zwanziger Jahre. Babylon Berlin nach den Krimis von Volker Kutscher

Goldene Zwanziger Jahre. Babylon Berlin nach den Kriminalromanen von Volker Kutscher

Berlin, im Frühjahr 1929

 

Eine Metropole in Aufruhr. Ökonomie und Kultur, Politik und Unterwelt – alles befindet sich in radikalem Wandel. Spekulation und Inflation zehren bereits an den Grundfesten der immer noch jungen Weimarer Republik. Wachsende Armut und Arbeitslosigkeit stehen in starkem Kontrast zu Exzess und Luxus des Nachtlebens und der nach wie vor überbordenden kreativen Energie der Stadt.

Gereon Rath, junger Kommissar aus Köln, wird nach Berlin versetzt, um den Kriminalfall eines von der Berliner Mafia geführten Pornorings zu lösen. Was auf den ersten Blick eine simple Erpressung zu sein scheint, entpuppt sich bald als Skandal, der Gereons Leben und das seiner engsten Vertrauten für immer verändern wird.

Zusammen mit der Stenotypistin Charlotte Ritter und seinem Partner Bruno Wolter sieht sich Rath einem Dschungel aus Korruption, Drogen- und Waffenhandel gegenüber, der ihn in einen existentiellen Konflikt zwischen Loyalität und Wahrheitsfindung zwingt. Denn wer ist Freund, und wer ist Feind in dieser Geschichte?

Selbst eine Institution wie die “Rote Burg”, das Polizeipräsidium von Berlin und Zentrum des Rechtsstaates und der Demokratie, wird in den politischen Unruhen zwischen kommunistischer Maidemonstration und aufkommendem Nationalsozialismus immer mehr zum Schmelztiegel einer dem Untergang geweihten Demokratie.

BABYLON BERLIN ist die erste deutsche TV-Serie, die die politische Entwicklung der Weimarer Republik in allen Facetten und Gesellschaftsschichten erzählt. Mit den Augen eines jungen Kommissars aus Köln blicken wir hinter die Kulissen der „Goldenen Zwanziger“, die neben der Weltwirtschaftskrise den Tanz auf dem Vulkan zum Mythos haben werden lassen.

BABYLON BERLIN: Die Serie

BABYLON BERLIN erzählt auf Basis der international erfolgreichen Bestseller-Reihe von Volker Kutscher um Kommissar Gereon Rath im Berlin der 1920er Jahre das ganze Panoptikum der aufregendsten Stadt der Welt zwischen Drogen und Politik, Mord und Kunst, Emanzipation und Extremismus. Als Autoren und Regisseure zeichnen Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries für die Serie verantwortlich.

In den Hauptrollen sind Volker Bruch als Gereon Rath und Liv Lisa Fries als Charlotte Ritter zu sehen. In weiteren Rollen Peter Kurth, Matthias Brandt, Leonie BEnesch, Lars Eidinger, Mišel Matičević, Fritzi Haberlandt, Jördis Triebel, Christian Friedel, Hannah Herzsprung, Benno Fürmann, Jeanette Hain, MArc Hosemann u.v.m.

Entstanden ist BABYLON BERLIN in einer bis dahin in Deutschland nicht da gewesenen Konstellation: Initiiert wurde das Projekt von der Produktionsfirma X Filme Creative Pool , die als Partner und Koproduzenten ARD Degeto, Sky und Beta Film gewinnen konnten. Erstmals haben damit die öffentlich-rechtliche ARD Degeto und der Pay TV Sender Sky die Kräfte gebündelt, im in einer sehr vertrautensvollen Zusammenarbeit gemeinsam mit Produktion und koproduzierendem Weltvertrieb dieses außergewöhnliche Projekt zu realisieren.

Babylon Berlin feiert Weltpremiere – die Bilder vom Roten Teppich

BABYLON BERLIN: Die Ausstrahlung der Serie erfolgt 2017 auf Sky und Ende 2018 im Ersten

Gereon Rath
Geboren am 5.3.1899. Kriminalkommissar in Köln, in geheimer Mission in Berlin, um einem Erpresserring das Handwerk zu legen. Gerät zwischen die Fronten von Gut und Böse und verliert schließlich sein Herz, was den überzeugten Kölner zum Berliner macht.

Schlaflos begibt er sich auf seine Streifzüge durch die ebenso schlaflose Stadt – Straßen gepflastert mit Verheißung. Er lotet die Ränder seiner neuen Welt aus, reflektiert Arbeit und Leben. … Leiser Held einer Stadt, deren Oberflächlichkeit wie Programm wirkt. Je näher das Tageslicht rückt, desto schmerzhafter wird der Lärm…

Wie der Dreh zur Mega-Serie Babylon Berlin ablief und wie es war, in historische Kostüme reinzuschlüpfen, verrät Babylon Berlin-Darsteller Volker Bruch im Interview mit dem GOKA-Reporter Michael Tokarski.

Volker Bruch
1980 in München geboren, Schauspielausbildung am Max Reinhardt-Seminar in Wien. Mit seiner Darstellung des Wehrmachtsoffiziers Wilhelm in „Unsere Mütter, unsere Väter“ fesselte Volker Bruch ein Millionenpublikum vor den Fernsehern.

Ausgezeichnet wurde er für seine Leistung als Teil des Hauptdarsteller-Quintetts mit dem Sonderpreis des Bayerischen Fernsehpreises 2013, dem Deutschen Fernsehpreis und dem Emmy Award.

Charlotte Ritter
Geboren am 23.10.1907. Resolut und erfinderisch, arm, aber sexy. Stenotypistin in der Mordinspektion, wird im Verlauf der Geschichte nicht nur Raths Assistentin. Die einzige Frau zwischen all den staubigen Beamten. Ernst genommen wird sie nur von wenigen – aber sie kann sich wehren: Viel und schnell reden. Viel wissen. Viel lernen. Viel feiern…

Charlotte kennt alle in der Stadt. Alle, alles, und jeden. Charlotte ist schnell. Im Kopf, in den Beinen und im Bett. Ihre Abenteuer gleiten mitunter übergangslos in hässliche Szenerien, denen sie nur mit knapper Not entkommt.

Liv Lisa Fries spielt in der Mega-Serie Babylon Berlin die Stenotypistin Charlotte Ritter. Wie sie die Dreharbeiten im Berlin der 1920er erlebt hat und was der Reiz an dieser Rolle und dieser Zeit war, verrät sie GOKA-Reporter Michael Tokarski im Interview.

Liv Lisa Fries
Liv Lisa Fries wurde 1990 in Berlin geboren und steht seit 2005 vor der Kamera. Sie erlangte große Aufmerksamkeit mit dem ARD-Film „Sie hat es verdient“, in dem sie die aggressive Jugendliche „Linda“ spielt, die ihre Mitschülerin zu Tode quält.

Für ihre überzeugende Darstellung wurde sie 2012 mit der Goldenen Kamera als beste Nachwuchsschauspielerin sowie 2011 mit dem Günter-Strack-Fernsehpreis ausgezeichnet.

BABYLON BERLIN: Die Romanvorlagen

Als Autor Volker Kutscher 2007 den ersten Teil seiner Romanreihe über Kriminalkommissar Gereon Rath vorlegte, betrat er mit „Der nasse Fisch“ literarisches Neuland. Historienkrimis, die zur Zeit der Nazi-Herrschaft in Deutschland spielen, gab es bereits, doch ein Romanzyklus, der sich mit dem letzten Aufbäumen der „goldenen“ 1920er Jahre beschäftigt, war bis dato nicht veröffentlicht.

Diese besonders spannende, weil von extremen gesellschaftlichen Umbrüchen geprägte Phase deutscher Geschichte kombiniert Kutscher in seinen Büchern mit klassischen Noir-Elementen, die Hardboiled-Autoren wie Dashiell Hammett und Raymond Chandler zur gleichen Zeit in den USA zu Papier gebracht hatten.

Dieses Konzept spiegelt sich auch in der Wahl des aus Köln nach Berlin versetzten Kommissars wieder. An der Seite des ehrgeizigen aber politisch desinteressierten Antihelden erkundet der Leser das damalige „Chicago an der Spree“ und erlebt gleichzeitig stellvertretend mit, wie es dazu kommen konnte, dass in einer jungen Demokratie mit vielversprechenden modernen Ansätzen der Faschismus das Ruder übernehmen konnte.

Gereon Raths Kriminalfälle sind aufwendig recherchierte Geschichtsstunden, in denen der Autor fiktive und real existierende Figuren mit einschneidenden historischen Ereignissen konfrontiert, ohne dabei den Krimiplot aus den Augen zu verlieren. Dabei bedient sich Kutscher eines packenden szenischen Schreibstils, der nicht nur die rauschhafte Welt der untergangsgeweihten Weimarer Republik detailgetreu zum Leben erweckt, sondern auch die perfekte Basis für eine Verfilmung bietet.

Kutscher nennt als Inspiration neben der richtungsweisenden HBO-Serie „Die Sopranos“ (1999-2007) auch die Tatsache, dass er Ende 2002 kurz nacheinander zwei Filme gesehen hat: Sam Mendes’ 1931 spielenden Hardboiled-Gangsterfilm „Road to Perdition“ und Fritz Langs im Berlin des Jahres 1931 entstandenes Meisterwerk „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“. Die Idee, diese beiden Welten in einem Kriminalroman aufeinandertreffen zu lassen, war geboren.

Eindrücke zu Babylon Berlin
von Volker Kutscher, Autor der Gereon Rath-Reihe

Es ist schon ein eigentümliches Gefühl, wenn die eigene Imagination plötzlich Formen annimmt, wenn Figuren, die bislang nur in Gedanken und in der Phantasie existierten, plötzlich sichtbar und lebendig werden. Auch wenn ich schon einige Bilder und Szenen kannte, mir die Optik von BABYLON BERLIN also nicht völlig fremd war, so war es doch etwas ganz anderes, die Geschichte zum ersten Mal erzählt zu bekommen und wirklich abzutauchen in die Welt von BABYLON BERLIN.

Denn genau das tut man, wenn man sich diese Serie anschaut: Man taucht ein in das Berlin des Jahres 1929, ist ganz nah bei den Figuren mit ihren je eigenen Sorgen und Nöten, Hoffnungen und Leidenschaften. Volker Bruch ist Gereon Rath. Liv Lisa Fries ist Charlotte Ritter. Peter Kurth ist Bruno Wolter. Die Figuren leben. Und es ist eben nicht nur eine Welt, es sind viele Welten, die sich in BABYLON BERLIN öffnen:

die von politischem Denken und egoistischen Motiven durchzogene Welt des Polizeipräsidiums, die Enge und das Elend des Arbeitermilieus, der unvorstellbare Reichtum der Großindustriellen, die Arroganz der alten wirtschaftlichen und militärischen Eliten, die Heimeligkeit und Spießigkeit des Kleinbürgertums, die Gewalt der Straßenschlachten, der politischen Kämpfe und der Unterwelt, der Glamour und die Abgründe des Berliner Nachtlebens, das Nebeneinander von Moderne und Rückwärtsgewandtheit, und, und, und. Das ist ja das sChöne an dieser TV-Adaption.

Meinem Buch „Der nasse Fisch“ blieb das Schicksal erspart, das die filmische Adaption eines Romans normalerweise mit sich bringt: Er wurde für die Verfilmung nicht gekürzt, sondern bekam ganz im Gegenteil alle Zeit, die er braucht: In zwölf Stunden kann die Geschichte so episch entfaltet werden, wie es der Stoff verlangt. Und es macht Freude zu sehen, wie unglaublich gut BABYLON BERLIN diese komplexe Geschichte erzählt.

 

 

Zum Autor Volker Kutscher

 

Volker Kutscher wurde 1962 in Lindlar geboren und arbeitete nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte als Tageszeitungsredakteur. 1996 legte er mit „Bullenmord“ den ersten von zwei im Bergischen Land spielenden Regionalkrimis vor. In der mehrfach preisgekrönten Gereon-Rath-Reihe sind im Verlag Kiepenheuer & Witsch bislang die Bände „Der nasse Fisch“ (2007), „Der stumme Tod“ (2009), „Goldstein“ (2010), „Die Akte Vaterland“ (2012) sowie „Märzgefallene“ (2014) erschienen, in denen das Berlin der Jahre 1929 bis 1933 als Kulisse dient. Im kommenden November wird Kutschers sechster Rath-Roman mit dem Titel „Lunapark“ erscheinen, der im Sommer 1934 spielt. Weitere Bände werden folgen.

BABYLON BERLIN, Preview & Trailer der 1. Staffel 2017, Start der 1. Staffel: 13. Oktober 2017. Veröffentlichung im deutschen TV auf SKY 1 und ARD. 16 Folgen (jeweils ca. 50 Minuten).

 

Die Autoren & Regiseure

 

Tom Tykwer
Tom Tykwer, geboren 1965, ist ein deutscher Filmregisseur, Drehbuchautor, Komponist und Produzent.

1985 zog er von seiner Heimatstadt Wuppertal nach Berlin, begann ein Philosophiestudium und jobbte in Programmkinos als Filmvorführer. 1988 übernahm er die Programmgestaltung des Berliner „Moviemento“ Kinos, das er bis Ende der 90er Jahre leitete.

Tom Tykwer ist Gründer und Gesellschafter der Filmproduktionsfirma X Filme Creative Pool GmbH, die 1995 gemeinsam mit Stefan Arndt, Wolfgang Becker und Dani Levy ins Leben gerufen wurde. Die Firma produziert seitdem vornehmlich Autorenfilme fürs Kino, darunter – neben fast allen Arbeiten Tykwers – ABSOLUTE GIGANTEN (1999), GOOD BYE, LENIN! (2003) , ALLES AUF ZUCKER (2005), DAS WEISSE BAND (2009) und LIEBE (2012).

2008 gründete Tykwer gemeinsam mit Marie Steinmann den gemeinnützigen Verein One Fine Day e.V., der Kunsterziehungs- und Weiterbildungsprojekte mit Jugendlichen in Ostafrika fördert.
Aus diesem Verein ging die Produktionsfirma One Fine Day Films hervor, die seit 2009 aus ihren Workshops abendfüllende Spielfilmprojekte entwickelt, darunter SOUL BOY (2010), NAIROBI HALF LIFE (2012), SOMETHING NECESSARY (2013), VEVE (2014) und KATIKATI (2015).

Achim von Borries
Achim von Borries, geboren am 13. November 1968 in München, studierte Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin.

Sein Kinodebut ENGLAND! lief auf zahlreichen internationalen Festivals und wurde unter anderem mit den Preisen der Deutschen Filmkritik für das Beste Drehbuch und die Beste Kamera ausgezeichnet.

Nach WAS NÜTZT DIE LIEBE IN GEDANKEN arbeitete von Borries ebenso als Regisseur für das Fernsehen wie als Autor für diverse Spielfilme. Unter anderem inszenierte er die vielbeachtete TATORT-Folge WIE EINST LILLY. Mit dem deutsch – russisch – ukrainischen Kriegsdrama VIER TAGE IM MAI setzte er die erfolgreiche Zusammenarbeit mit X Filme fort. Für die Romanverfilmung von Hans Falladas JEDER STIRBT FÜR SICH ALLEIN mit Emma Thompson und Daniel Brühl in den Hauptrollen, der am 17.11.2016 in die deutschen Kinos kommt, schrieb von Borries das Drehbuch.

Achim von Borries arbeitete an einer Vielzahl von Filmen in verschiedenen Konstellationen sowohl mit Henk Handloegten als auch mit dem Produzenten Stefan Arndt.

Henk Handloegten
Henk Handloegten, geboren 1968 in Celle, war von 1989 bis 1993 Betreiber des legendären Berliner Programmkinos EISZEIT. 1993 nahm er ein Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) auf, welches er mit dem von X Filme produzierten Kinofilm PAUL IS DEAD abschloss. Für LIEGEN LERNEN, einer weiteren X Filme Produktion, wurde er u.a. mit dem Förderpreis auf dem Münchner Filmfest ausgezeichnet.

In den vergangenen Jahren inszenierte Handloegten mehrere Krimis und Fernsehfilme, darunter EIN SPÄTES MÄDCHEN und POLIZEIRUF 110 – FIEBER. 2011 stellte Henk Handloegten seinen Kinofilm FENSTER ZUM SOMMER auf unzähligen Festivals vor.

2012 führte er Regie bei dem TV-Film SECHZEHNEICHEN, der für den Grimme-Preis nominiert wurde. Wie bei vielen anderen Projekten arbeitete Handloegten auch hier gemeinsam mit Achim von Borries am Drehbuch.

 

Die Produzenten

 

Stefan Arndt
Stefan Arndt, 1961 in München geboren, gründete 1994 zusammen mit den Regisseuren Tom Tykwer, Dani Levy und Wolfgang Becker den Kreativzusammenschluss X Filme Creative Pool, für dessen Filme er als Produzent (z.B. LOLA RENNT, GOOD BYE, LENIN!, AMOUR, CLOUD ATLAS, JEDER STIRBT FÜR SICH ALLEIN) arbeitet. Zusammen mit Uwe Schott leitet er X Filme Creative Pool als Geschäftsführer.

Im Jahr 2000 gründete Stefan Arndt zusammen mit Manuela Stehr die X Verleih AG, deren Vorstand er bis heute angehört. Er war Mitbegründer des Berliner Sputnik-Kollektivs sowie Gründungsmitglied der Deutschen Filmakademie, der er bis November 2009 als Vorstandsvorsitzender angehörte.

Neben BABYLON BERLIN ist derzeit HAPPY END von Michael Haneke in Dreharbeit, MITTELREICH von Josef Bierbichler in der Vorbereitung, SOMMERFEST von Sönke Wortmann und DIE WELT DER WUNDERLICHS von Dani Levy in der Postproduktion.

Uwe Schott
Uwe Schott wurde 1966 in Düsseldorf geboren. Nach dem Abitur 1985 arbeitete er als freier Aufnahmeleiter und später als Produktionsleiter für verschiedene deutsche Produktionsunternehmen.

Nach zwei Jahren Berufserfahrung als Line Producer für diverse Produktionen in Los Angeles kehrte er 1996 als geschäftsführender Gesellschafter der Modern Media Filmproduktion GmbH zurück und realisierte zahlreiche TV Produktionen. Außerdem übernahm er die Geschäftsführung verschiedener Filmfonds und war in dieser Funktion mit seiner Produktionsfirma Oberon – stellvertretend für den deutschen Produzenten – verantwortlich für die ordnungsgemäße Durchführung der Projekte durch den amerikanischen Auftragsproduzenten.

Nach weiteren Stationen als Produzent und Geschäftsführer verschiedener Produktionsfirmen wurde Uwe Schott im Oktober 2009 Geschäftsführer von X Filme Creative Pool GmbH. Neben der TV-Serie BABYLON BERLIN (Buch & Regie: Tom Tykwer, Henk Handloegten, Achim von Borries) und Michael Hanekes HAPPY END, die derzeit gedreht werden, ist Josef Bierbichlers MITTELREICH in Vorbereitung.

Michael Polle
Der Absolvent der HFF München arbeitete nach Abschluss seines Studiums und Auslandsaufenthalt in den USA zunächst als Producer bei der Bavaria Film GmbH/Geiselgasteig, danach in gleicher Position bei der Hofmann & Voges Entertainment GmbH in München. Hier war er u.a. an der Produktion der preisgekrönten ZDF-Serie KDD – KRIMINALDAUERDIENST beteiligt. Als Produzent entwickelte und realisierte er den u.a. mit dem Grimme- Preis und dem deutschen Fernsehkrimipreis ausgezeichneten TATORT – NIE WIEDER FREI SEIN (ARD/BR).

Seit 2010 ist Michael Polle bei X Filme Creative Pool GmbH für die TV- Aktivitäten des Unternehmens verantwortlich. Zu seinen letzten Produktionen gehörte u.a. die ARD-Serie UNTER GAUNERN, der TV Film WUNSCHKINDER (WDR/Degeto) und der TATORT – DIE WAHRHEIT (ARD/BR), der ebenfalls für den Grimme- Preis und den Hamburger Krimipreis nominiert wurde. 2017 wurde der TATORT – DER TOD IST UNSER GANZES LEBEN (ARD/BR) ausgestrahlt, aktuell befindet sich der POLIZEIRUF 110 – DAS GESPENST DER FREIHEIT (ARD/BR) in Postproduktion.

© X Filme Creative Pool, 2017

Presseinformation visitberlin.de

Neue Serie „Babylon Berlin“ setzt Hauptstadt in Szene

 

Die Filme von Regisseur Tom Tykwer nach den Kriminalromanen von Volker Kutscher spielen im Berlin der Zwanzigerjahre. Viele Szenen wurden an Originalschauplätzen in Berlin gedreht. Die deutsche Serie läuft am 13. Oktober auf Sky an, im nächsten Herbst wird sie in der ARD ausgestrahlt. Babylon Berlin wird auch international u.a. in den USA, in Großbritannien, Russland und Spanien zu sehen sein. visitBerlin hat die Serie mit insgesamt 150.000 Euro unterstützt und erwartet positive Effekte für die Stadt.

„Babylon Berlin lässt den Berlin-Mythos der Zwanzigerjahre lebendig werden. Diese Zeit prägt Berlin bis heute – und mit der Serie von Tom Tykwer bekommt sie ein internationales Publikum“, sagt Burkhard Kieker, Geschäftsführer von visitBerlin. „Da das Set-Jetting, also das Reisen zu Drehorten, aktuell ein großer Trend ist, wird die Serie auch neue Gäste für Berlin gewinnen.“

Laut einer Studie des Medienboards Berlin-Brandenburg werden rund zehn Prozent aller Berlin-Gäste durch Filme und Serien mit Drehort Berlin zu einem Besuch in der deutschen Hauptstadt inspiriert.

Berlin Babylon: Wichtigste deutsche Serienproduktion

Die zunächst auf 16 Teile angelegte Serie Babylon Berlin ist eine Adaption der Bestseller-Buchreihe von Volker Kutscher und spielt in den 1920er Jahren. Gesellschaftliche Umbrüche und die ersten Folgen der Inflation prägen die Zeit. Der junge Kölner Kriminalkommissar Gereon Rath wird nach Berlin versetzt und deckt hier einen Erpresserring auf.

Gedreht wurde in Berlin an Originalschauplätzen, wie z.B. dem Alexanderplatz oder dem ehemaligen Delphi-Stummfilmkino in Weißensee.

Berlin Babylon: Angebote für Berlin-Besucher auf den Spuren der Serie und der Zwanziger Jahre

Auf visitBerlin.de/Babylon-Berlin können sich Berlin-Besucher über die Serie informieren und in das Lebensgefühl der Goldenen Zwanziger eintauchen. Wer die Stadt auf den Spuren dieser Zeit erleben möchte, findet auf den Themen-Webseite zahlreiche Tipps: unter anderem Touren, architektonische Highlights, wie die Berliner Siedlungen der Moderne und das Bauhaus Archiv, Termine für Zwanziger-Jahre-Partys wie die „Boheme Sauvage“, für Swing-Abende in Clärchens Ballhaus (Auguststr. 24 in 10117 Berlin) und für das „Berlin Burlesque Festival“ (Berlin Burlesque Empire, Rhinower Str. 11 in 10437 Berlin) im November.

Zitate: Das ehemalige Kino Delphi in Weißensee verwandelt sich für Babylon Berlin in die Bar  Moka Efti, in der ausgelassenen gefeiert wird. Charlie Ritter feiert und tanzt hier auf einem rauschenden Fest voller Glamour und Dekadenz. Das Stummfilmkino Delphi stammt aus der Zeit der Serie, es eröffnet 1929 in der Hochzeit der Berliner Filmproduktion. In Weißensee befanden sich zu jener Zeit mehrere Studios bevor Babelsberg zur wichtigsten Produktionsstätte aufstieg. Nach 1959 wurde das Kino nicht mehr betrieben. Heute besitzt es noch den Charme vergangener Zeiten und dient als Veranstaltungsort für Konzerte und Feiern. Delphi, Gustav-Adolf-Str. 2 in 13086 Berlin. Quellewww.visitberlin.de

Am Alexanderplatz spielen mehrere Szenen in der Serie Babylon Berlin. Hier befindet sich die „Rote Burg“, das Polizeipräsidium, in dem Gereon Rath arbeitet. Bereits im Trailer zur Serie ist der Platz gut zu sehen – natürlich ohne Fernsehturm und DDR-Bauten. Das Berolinahaus am Alexanderplatz ist ein bedeutendes Beispiel der Architektur der späten 1920er Jahre. Peter Behrens baute das Hochhaus im Stil der Neuen Sachlichkeit. Quellewww.visitberlin.de