Germanen. Eine archäologische Bestandsaufnahme. Wer waren „die Germanen“? Wie lebten sie und was wissen wir über sie?

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Wer waren „die Germanen“? Wie lebten sie und was wissen wir über sie? Im reich bebilderte Ausstellungskatalog »Germanen. Eine archäologische Bestandsaufnahme«, in dem renommierte deutsche und internationale Archäolog*innen und Historiker*innen auf dem aktuellen Stand der Forschung verschiedene Einblicke in die Lebensrealität der Germanen bieten.

Germanen. Eine archäologische Bestandsaufnahme” (Ausstellungskatalog) bei wbg Theiss
Begleitband zur Ausstellung »Germanen. Eine archäologische Bestandsaufnahme«

Germanen: Eine archäologische Bestandsaufnahme.

Wer waren „die Germanen“? Wie lebten sie und was wissen wir über sie?

Germanen: Eine archäologische Bestandsaufnahme.
Reich bebilderter Katalog zur Ausstellung in Berlin

von Matthias Wemhoff
Gebundene Ausgabe: 640 Seiten
etwa 420 farbige Abbildungen und Karten
ISBN-13: 978-3806242614
wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG)
(30. September 2020)
Amazon Bestseller-Rang:
Nr. 1 in Politik & Geschichte der Klassischen Antike Allgemein (Bücher)
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Nr. 3 in Politik & Geschichte des Römischen Reiches (Bücher)
Gebundenes Buch 50,00 €

Zur Verlagsinfo & Leseprobe:
Germanen.
Eine archäologische Bestandsaufnahme

Aus dem Inhalt:

Vorwort
Michael Schmauder und Matthias Wemhoff
Germanen. Eine archäologische Bestandsaufnahme
Michael Schmauder
Von Wohnstallhäusern und dunkeln Wäldern
Zehn Vorurteile antiker und moderner Historiker
Heiko Steuer
Zwischen Tradition und Innovation
Hans-Jorg Karlsen
Vom Pfosten zum Haus zum Gehöft
Jan Schuster
Klein Köris
Sven Gustavs
110 Silvis horrida aut paludibus foeda
Susanne Jahns
Zwischen Selbstversorgung und Spezialistentum
Frühgermanische Landwirtschaft und Ernährung
Angela Kreuz
Eisen – Keramik – Kalk
Michael Meyer
“Polytechniker” – Spezialistentum – Künstler
Hans-Ulrich Vos
Kamen-Westick
Patrick Konemann
Die Textilien der frühgeschichtlichen Wurt
Feddersen Wierde
Christina Peek
Knochen, Geweih und Horn als Rohmaterial
Katrin Struckmeyer
Den germanischen Gesellschaften auf der Spur
Kontinuitäten, Brüche und Verflechtungen
Matthias Egeler
Germanisches Understatement?
Babette Ludowici
Aktuelle Forschungen zur Sozialstruktur der Germanen im östlichen Mitteleuropa
Adam Cieslinski
Die archäologischen Kulturen des Gotenkreises
Andrzej Kokowski
Krieg – ein weites Feld
Kampf gegen Rom
Michael Meyer
Rom vs. Unbekannt?
Lothar Schulte
Kampf und Kult bei den Germanen
Ruth Blankenfeldt
Rom: Ein nützlicher Gegner
 “A missing link”
Petra Rosenplanter
Germanischer Prunk und römische Technik
Benjamin Wehry
Römischer Blei- und Silberbergbau rechts des Rheins im Bergischen Land
Jan Bemmann und Torsten Runger
Der Hortfund von Frauenburg, Kr. Braunsberg
Izabela Szter und Anna Zapolska
Grabmal oder öffentliches Monument?
Marion Witteyer
Germanen: Sichtweisen auf einen umstrittenen Begriff
Römische Ethnographie?
Ernst Baltrusch
Germanen als Kategorie der Forschung?
Sebastian Brather
Germanen?
Stefan Burmeister
“Germanen” und “Römer”
Hans-Ulrich Vos
Germanenname und Germanenbegriff in der Antike
Reinhard Wolters
Germanen in der polnischen Archäologie
Wojciech Nowakowski
Rezeption: Zwischen Wagner-Oper und musealer Präsentation
Wer hat Angst vor den Germanen?
Susanne Grunwald und Kerstin P. Hofmann
“In dem schwankenden Meere prähistorischer Hypothesen”
Marion Bertram
Germanenkult oder Mythengeschichte?
Matthias Wemhoff
Anhänge
Katalog der in der Ausstellung gezeigten Funde (Auswahl)
Literatur
Autoren
Bildnachweis …

Buchzitat: In dem Begleitband zur Ausstellung »Germanen. Eine archäologische Bestandsaufnahme«, die gemeinsam vom Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte und dem LVR-LandesMuseum Bonn konzipiert wurde, spüren die Autor*innen zunächst dem Germanennamen nach, der sich durch Caesar etablierte und durch die deutschen Humanisten eine gewisse Popularität erfuhr.

Anschließend werden die unterschiedlichen Lebensbereiche wie die Landwirtschaft und die Ernährung, der Hausbau, die Metallverarbeitung und das Kriegswesen ergründet.

Erstmalig liegt hierbei der Fokus auf jenem Raum, der von den Römern seit dem 1. Jahrhundert nach Christus als Germania magna bezeichnet wurde und sich östlich des Rheins und nördlich der Donau erstreckte.

Es werden hochrangige archäologische Objekte germanischer Provenienz wie die Opferfunde aus dem Thorsberger Moor oder die Kultfiguren aus Oberdorla präsentiert sowie Neufunde wie die Reliefdarstellung eines gefangenen Germanen aus Mainz gezeigt.

Mit »Germanen. Eine archäologische Bestandsaufnahme« ist ein eigenes und somit neues Bild von „den Germanen“ entstanden, das sich von der ausschließlich römischen Perspektive freizumachen sucht.

Dr. Gabriele Uelsberg ist seit 2005 Direktorin des LVR-Landesmuseums Bonn / Rheinisches Landesmuseum für Archäologie, Kunst- und Kulturgeschichte. Zuvor absolvierte sie ein Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Ur- und Frühgeschichte und ihre beruflichen Stationen führten sie ins Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, das Ludwig Forum für Internationale Kunst und das Städtische Museen der Stadt Mühlheim.

Matthias Wemhoff ist seit 2008 Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte in Berlin und zugleich Landesarchäologe von Berlin. Er kuratierte große kulturhistorische Ausstellungen wie „Die Wikinger“ (2014) und „Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland“ (2018).

2000 wurde er Honorarprofessor an der Universität Paderborn, 2010 Honorarprofessor an der Freien Universität Berlin.

2018 gestaltete er als Vorsitzender des Nationalen Programmbeirats das Europäische Kulturerbejahr in Deutschland mit.

Seit 2011 ist er Geschäftsführer des Deutschen Verbandes für Archäologie. Als Moderator vermittelt er in vielen Fernsehdokumentationen archäologische und historische Themen einem breiten Publikum.

Über die Ausstellung
Sonderausstellung »Germanen. Eine archäologische Bestandsaufnahme«

Ausstellungsdauer: 18. September 2020 bis 21. März 2021
konzipiert vom Museum für Vor- und Frühgeschichte – Staatliche Museen zu Berlin und des LVR-LandesMuseums Bonn

Ausstellungsort:
James-Simon-Galerie
Bodestraße
10178 Berlin

Link zur Ausstellung: www.smb.museum/ausstellungen/detail/germanen

James-Simon-Galerie
Video: Germanen. Eine archäologische Bestandsaufnahme | Ausstellung

Zitat: Erstmals stehen die Germanen im Mittelpunkt einer großen archäologischen Übersichtsausstellung. Das Museum für Vor- und Frühgeschichte zeigt in Kooperation mit dem LVR-Landesmuseum Bonn die Sonderausstellung „Germanen. Eine archäologische Bestandsaufnahme“ auf der Museumsinsel Berlin:

Während im Neuen Museum die wechselhafte Geschichte der Germanenforschung und -rezeption präsentiert wird, sind in der aus Anlass der Ausstellung wiedereröffneten James-Simon-Galerie über 700 Exponate, darunter zahlreiche Neufunde und hochrangige Leihgaben aus Deutschland, Dänemark, Polen und Rumänien zu sehen.

Gegliedert in sieben Kapitel gibt die Ausstellung in der James-Simon-Galerie Einblicke in die Archäologie jener Gemeinschaften, die zwischen dem 1. Jahrhundert vor und dem 4. Jahrhundert nach Christus die Gebiete rechts des Rheins und nördlich der Donau besiedelten, und für die Caesar den Begriff „Germanen“ als Sammelbezeichnung und Ordnungsgröße prägte.

Spektakuläre Funde wie auch einfache Gebrauchsgegenstände zeichnen das Bild einer agrarisch ausgerichteten Gesellschaft mit einer überregional vernetzten Oberschicht, die vor allem in üppig mit Edelmetall und römischen Importen ausgestatteten Gräbern sichtbar werden.

Germanen. Eine archäologische Bestandsaufnahme
© Copyright Buchcover und Inhaltsangaben: wbg Theiss, Darmstadt