Georges Simenon: Maigret im Haus des Richters. Maigrets 21. Fall spielt in der Vendée und in Versailles

Georges Simenon: Maigret im Haus des Richters. Maigrets 21. Fall spielt in der Vendée und in Versailles

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Ein aufsehenerregender Fall für den strafversetzten Maigret

 

Georges Simenon
Maigret im Haus des Richters
(Kommissar Maigret)
von Georges Simenon
Aus dem Französischen von Thomas Bodmer
Georges Simenon: Maigret im Haus des Richters.
Maigrets 21. Fall spielt in der Vendée und in Versailles
Taschenbuch: 208 Seiten
Verlag: Atlantik
(4. Juli 2019)
ISBN-13: 978-3-455-00719-0
Taschenbuch EUR 12,00
E-Book EUR 11,99
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Georges Simenon: Maigret im Haus des Richters
bewerte ich wie folgt (maximal 10 Punkte):
Handlung, Thema: 10 Punkte
Mein Bücherregal (Traditionelle Detektiv-Krimis): 10 Punkte
Schreibstil: 10 Punkte

 

Buchzitat: Der noch junge Kommissar Maigret ist in ein verschlafenes Dorf im Westen Frankreichs strafversetzt worden. Die Monate ziehen dahin, bis ihm eines Tages die tratschsüchtige Adine Hulot von seltsamen Dingen erzählt, die im Haus eines pensionierten Richters vor sich gehen.

Aus reiner Langeweile macht Maigret sich auf den Weg und begegnet dem Richter, der gerade eine Leiche entsorgt.

 

Georges Simenon: Maigret im Haus des Richters
(© Cover & Inhaltsangaben: Atlantik Verlag) Hoffmann und Campe Verlag

 

Die erste deutsche Übersetzung Maigret im Haus des Richters von Liselotte Julius erschien 1984 im Diogenes Verlag. Eine Neuübersetzung von Thomas Bodmer publizierte 2018 der Kampa Verlag.

Nicht einmal Madame Maigret weiß genau zu sagen, was ihr Mann sich hat zuschulden kommen lassen, um von der Pariser Kriminalpolizei nach Luçon im Département Vendée strafversetzt zu werden. Beschäftigungslos langweilt sich Maigret in der kleinen Ortschaft, bis ein neugieriges älteres Ehepaar ausgerechnet im Haus des pensionierten Friedensrichters eine Leiche entdeckt haben will.

Voller Vorfreude auf eine Ermittlung begibt sich der Kommissar an den vermeintlichen Tatort, wo tatsächlich der Richter ein fest verschnürtes Bündel aus seinem Haus schleift.

Maigret im Haus des Richters entstand Anfang 1940 im direkten Anschluss an Maigret und die Keller des „Majestic“, Simenons erstem Maigret-Roman nach Maigret und sein Neffe sowie der folgenden Pause von rund sechs Jahren, in denen der Schriftsteller ausschließlich Non-Maigret-Romane verfasst hatte.

Die beiden Romane zeichnen sich durch sehr unterschiedliche Handlungsorte aus: Maigret und die Keller des „Majestic“ spielt in einem Pariser Luxushotel, Maigret im Haus des Richters dagegen in einem einfachen Fischerdorf an der Atlantikküste. Dabei erscheint dem verbannten Kommissar seine kurzzeitige Rückkehr von der Vendée ins heimatliche Paris in der Mitte des Romans beinahe irreal.

Über die Umstände der Strafversetzung des Kommissars nach Luçon blieb Simenon sehr vage. Laut Peter Foord ging es dem Autor vor allem darum, seinen Protagonisten einmal an einen völlig anderen Ort außerhalb seines üblichen Pariser Zuständigkeitsbereichs zu versetzen.

In einigen späteren Romanen griff Simenon die Frage nach Maigrets Verbannung noch einmal auf und verlieh ihr unterschiedliche Erklärungen. In Maigret und der Minister heißt es, politische Kreise seien über den Kommissar verärgert gewesen, in Maigret und der einsame Mann hingegen, Maigret habe „auf Kriegsfuß“ mit dem Inspektor der Kriminalpolizei gestanden.

Die Romanvorlage wurde dreimal im Rahmen von TV-Serien um den Kommissar Maigret verfilmt. In der Titelrolle waren dabei Rupert Davies (Großbritannien, 1963), Jean Richard(Frankreich, 1969) und Bruno Cremer (Frankreich, 1992) zu sehen.

Ebenfalls 1992 las Fred C. Siebeck eine Hörbuch für Schumm sprechende Bücher ein. Eine weitere Lesung von Walter Kreye erschien 2018 im Audio Verlag. Artikel lesen

 

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