28. November 2021
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George Gershwin: Musiker aus Europa und Amerika inspirieren sich bis heute an seinen Melodien. TV-Tipp & Literatur

George Gershwin brach im frühen 20. Jahrhundert mit den Codes der klassischen Musik. Er brachte die soziale Realität in die amerikanischen Konzerthäuser.

Seine Melodien aus „Rhapsody in Blue“, „Concerto in F“, „Ein Amerikaner in Paris“ oder der Oper „Porgy & Bess“ inspirieren bis heute Musiker aus Klassik, Blues und Jazz.

George Gershwin  war ein Mann der Widersprüche: Schüchtern und prahlerisch zugleich, ein an der Klassik orientierter „Jazzman“ oder ein klassischer Komponist gezeichnet von Jazz und Blues?

1937 dann der viel zu frühe Tod durch einen Gehirntumor. Kurz darauf, so scheint es, endete auch in Amerika die Zeit der Sorglosigkeit.

George Gershwin ist die Verkörperung des amerikanischen Traums. Im Juli 1925 erschien Gershwin erstmals auf der Titelseite des „Time Magazine“ – und erhielt im dazugehörigen Porträt die schmeichelnde Auszeichnung als „bedeutendster lebendender Komponist der USA“.

Der Einwanderersohn mit russisch-jüdischen Wurzeln, der früh die Schule schmiss und dann mit Talent und Disziplin zu Ruhm und Reichtum kam, hatte es vollbracht. Seine Musik berührte das Publikum mehr als die Kritiker: Die avantgardistische „Rhapsody in Blue“ wurde weltberühmt.

Musiker aus Europa und Amerika inspirieren sich bis heute an seinen Melodien. George Gershwin gehörte auch zu den ersten Broadway-Komponisten, die Ausflüge in die Klassikwelt nicht scheuten und diese mit Klängen aus Jazz und Blues aufmischten.

Stücke wie „Rhapsody in Blue“, „Concerto in F“ und „Ein Amerikaner in Paris“ brachen mit den strengen Genrecodes und brachten die soziale Realität in die amerikanischen Konzertsäle.

„Porgy & Bess“ war die erste Folk-Oper der Welt und inszenierte erstmals das Leben von Afroamerikanern mit ausschließlich schwarzen Darstellern.

George Gershwin starb 1937 mit nur 38 Jahren an einem Gehirntumor. Er blieb bis zuletzt ein Mann der Widersprüche: schüchtern und großmäulig zugleich, Einwanderer und amerikanische Symbolfigur, vom Publikum verehrt und von Kollegen verachtet – ein „Jazzman“ in der Klassikwelt und ein klassischer Komponist auf der Suche nach den Wurzeln von Jazz und Blues.

Und so ist auch seine Musik: nicht klassifizierbar, multikulturell, aber immer wieder faszinierend.

Genre: Dokumentation
Regie: Jean-Frédéric Thibault
Dauer: 52 Minuten
Herkunft: ARTE F
Land: Frankreich
Jahr: 2018

TV Tipp:

Die wilden Zwanziger
Gershwin, der amerikanische Klassiker
QuelleArte.TV, ab Januar 2020

Vintagebuch Tipp:

Jazz Play-Along Volume 45
George Gershwin (Hal Leonard Jazz Play-Along)
by George Gershwin
Taschenbuch ab 36,46 EUR bei Amazon.de

Lebensgefühl der Wilden Zwanziger:
ThemenDer große Gatsby
Coco Chanel, die Revolution der Eleganz
George Gershwin, der amerikanische Klassiker
Charlie Chaplin – Der Zirkus
Charlie Chaplin – Lichter der Großstadt: Ein Tramp verliebt sich in ein blindes Blumenmädchen, das ihn für einen reichen Mann hält. Um wieder sehen zu können, benötigt sie eine teure Augenoperation. Als der Tramp durch Zufall einem Millionär begegnet und ihm das Leben rettet, erhält er zum Dank eine Menge Geld. Er erkennt seine Chance, dem Mädchen zu helfen. Doch noch bevor sie ihm danken kann, gerät der Tramp durch ein unglückliches Missverständnis ins Gefängnis. Erst Monate später, als er wieder frei ist, begegnen sie sich wieder, doch das nun sehende Mädchen erkennt den zerlumpten Tramp nicht …

Lichter der Großstadt” ist der erste Film Chaplins, für den er selbst die Musik schrieb, eine Aufgabe, die er für die meisten seiner weiteren Filme übernahm. Chaplin wählte für die Rolle des Blumenmädchens Virginia Cherrill, die aufgrund ihrer starken Kurzsichtigkeit und ihres unscharfen Blicks das blinde Blumenmädchen am besten verkörpern konnte. „Lichter der Großstadt“ erhielt 1931 den National Board of Review Award, wurde 1991 ins National Film Registry aufgenommen und 2005 in die Film Hall of Fame der Online Film and Television Association. Info-Link: Lichter der Großstadt

Charlie Chaplin – Der Komponist: Charlie Chaplin ist immer noch eine der bekanntesten Figuren der Filmgeschichte, vor wie hinter der Kamera. Der Spazierstock schwingende Tramp mit den verbeulten Hosen und der Melone auf dem Kopf ist eine Ikone des Kinos.Ein Aspekt von Chaplins künstlerischem Schaffen ist allerdings nur wenig bekannt: sein Werk als Filmkomponist. Dominik Wessely zeigt diese Seite des genialen Allroundtalents in originalen Bild- und Tondokumenten aus den Chaplin-Archiven, Statements von Zeitgenossen, Ausschnitten aus Chaplins Filmklassikern und neu produzierten Musikaufnahmen.

Als Filmemacher nutzte der ausgewiesene Kontrollfreak seine erstaunliche musikalische Begabung nicht nur dazu, die passende Musik akribisch auszuwählen, er kreierte sich schließlich seine Filmmusik selbst: “City Lights” wurde sein erster Film, für den er den gesamten Soundtrack selbst geschaffen hatte.

Dominik Wessely verknüpft das exklusive Archivmaterial aus den Chaplin-Archiven mit heutigen Bildern von Chaplins Villa am Genfer See, von der Spurensuche in London, Hollywood und New York – und mit Ausschnitten aus einer Aufführung von „Modern Times (Moderne Zeiten)“, wie sie Chaplin geliebt hätte: mit seiner originalen Filmmusik, live gespielt von den Hamburger Symphonikern unter der Leitung von Stefanos Tsialis.
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