26. Oktober 2021

Für die Schließung aller Schlachthäuser: 16 Demonstrationen bis Oktober in Deutschland. Buchtipp: Die Schlachthaus-Tagebücher von Lina Gustafsson

Animal Rights Watch e.V.

16 Demonstrationen „Für die Schließung aller Schlachthäuser“ bis Oktober in Deutschland

Am 22. Mai startet in Heidelberg die bundesweite Demonstrationsreihe „Für die Schließung aller Schlachthäuser„.

Bis Anfang Oktober werden weitere 15 Demonstrationen stattfinden.

Die Kundgebungen sind Teil einer globalen Protestbewegung und werden in Deutschland von der Tierrechtsorganisation Animal Rights Watch (ARIWA) koordiniert.

Die Demonstrierenden fordern eine echte Ernährungs- und Agrarwende – weg von der millionenfachen brutalen Ausbeutung und Tötung von Tieren, hin zu einer gesunden, umweltfreundlichen veganen Lebensmittelproduktion.

Alle Demo-Termine im Überblick:

22.5. Heidelberg

29.5. Mainz

05.6. Kassel

12.6. Gütersloh

19.6. Münster

26.6. Hamburg 

03.7. Bielefeld 

24.7. Stuttgart 

07.8. Frankfurt am Main 

14.8. München 

21.8. Berlin 

28.8. Hannover 

04.9. Braunschweig 

11.9. Siegen

18.9. Mannheim 

02.10. Unna

Das Leid der sogenannten „Nutztiere“ wird dieses Jahr am Beispiel der Puten verdeutlicht.

Puten sind wie „Masthühner“ auf extrem schnelles Wachstum gezüchtet, wodurch ihr Herz-Kreislauf-System und die Knochen überlastet werden und häufig versagen.

Die schweren Tiere stehen und liegen ihr gesamtes Leben auf einem feuchten Kot-Stroh-Gemisch:

Geschwüre, Entzündungen und Verätzungen an den Ballen und der Brust sind die Folge.

Der soziale Stress, dicht an dicht mit tausenden Artgenoss*innen leben zu müssen, führt zu ständigen Aggressionen.

Spätestens nach 20 Wochen Mast werden Puten im Schlachthof getötet.

„Dieses Leid ist ethisch nicht zu rechtfertigen und auch vollkommen unnötig“, so Simon Anhut, Kampagnenkoordinator bei ARIWA.

„Schließlich braucht kein Mensch tatsächlich Tierprodukte.“

Ein Ende der Tierproduktion und die Schließung aller Schlachthäuser wäre zudem ein dringend nötiger Meilenstein, um die Umwelt- und Klimakrise zumindest noch einzudämmen zu können – und um künftigen Pandemien vorzubeugen.

Deshalb tritt ARIWA für eine gesunde, umweltfreundliche vegane Lebensweise ein und fordert die Umstellung der Landwirtschaft auf einen Pflanzenbau ohne jede Tiernutzung, nach ökologischen Richtlinien.

Informationen und alle Kampagnen-Termine: www.ariwa.org/schliessung-aller-schlachthaeuser

Quelle: Berlin (ots) Original-Content von: Animal Rights Watch e.V.

Vintagebuch Tipp:

Die Schlachthaus-Tagebücher
von Lina Gustafsson

Herausgeber: Ullstein Paperback
(1. März 2021)
Broschiert: 240 Seiten
ISBN-13: 978-3864931635
Originaltitel: Rapport från ett slakteri: en veterinärs berättelse

  

Buchzitat: Wer dieses Buch liest, wird nie wieder Fleisch essen!

Die Tierärztin Lina Gustafsson beginnt, auf einem Schlachthof zu arbeiten, um dort die Tierschutzrichtlinien zu überwachen und die Tiere auf Krankheiten zu untersuchen.

Was sie erlebt, ist eine endlose Aneinanderreihung von Tierquälerei.

Mit einem genauen Blick auf die Tiere beschreibt sie die Brutalitäten, denen die Schweine beim Verladen, Transport, Aufbewahren und Schlachten ausgesetzt sind.

Entstanden ist ein erschütterndes Plädoyer, das sich für die Rechte der Lebewesen einsetzt, die in der Nahrungskette ganz unten stehen.