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Vier Hollywood-Klassiker mit Audrey Hepburn an Ostern. Frühstück bei Tiffany und Begleitmaterial zum Film

01/04/2018

Vier Hollywood-Klassiker mit Audrey Hepburn an Ostern. Frühstück bei Tiffany und Begleitmaterial zum Film

3sat zeigt an Ostern vier Spielfilme mit Audrey Hepburn. Zum Auftakt am Sonntag ist “Sabrina” zu sehen, gefolgt von “Frühstück bei Tiffany“. Am Ostermontag stehen “Ariane – Liebe am Nachmittag” und “Charade” auf dem Programm.

 

   

 

Audrey Hepburn, die am 4. Mai 1929 in Brüssel geborene Tochter eines Bankiers schottisch-irischer Herkunft und einer niederländischen Adligen, begann ihre Karriere als Musical-Darstellerin.

 

Nachdem sie durch ihre Leistungen auf der Bühne im Londoner West End kleinere Filmrollen ergatterte hatte, war es der Broadway-Erfolg “Gigi“, der ihr zum Durchbruch verhalf. William Wyler sah sie in der Titelrolle und engagierte sie als englische Prinzessin in “Ein Herz und eine Krone” (1953), die Audrey Hepburn ihren einzigen Oscar als beste weibliche Darstellerin einbrachte.

Dem Welterfolg folgten Kinohits wie “Sabrina” (1954), “Ein süßer Fratz” (1957), “Ariane – Liebe am Nachmittag” (1957), “Geschichten einer Nonne” (1959), “Frühstück bei Tiffany” (1961), “Charade” (1963) und “My Fair Lady” (1964).

Nachdem Audrey Hepburn sich Ende der 1960er Jahre weitgehend aus dem Filmgeschäft zurückzogen hatte, begann sie sich seit 1988 als Sonderbotschafterin der Unicef für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen zu engagieren.

Ihre letzte Filmrolle spielte sie in Steven SpielbergsAlways” (1989), in dem sie in einem Gastauftritt einen Engel verkörperte. Vier Jahre später erlag Audrey Hepburn im Alter von 63 Jahren in ihrer Schweizer Wahlheimat einem langjährigen Krebsleiden.

 

Frühstück bei Tiffany

 

Zitat: In New York lebt Holly in den Tag hinein und lässt sich ihren aufwendigen Lebensstil durch reiche Verehrer finanzieren. Doch dann verliebt sie sich in einen mittellosen Schriftsteller.

Audrey Hepburn in ihrer wohl bekanntesten Rolle revolutionierte das Frauenbild der 1960er Jahre und mauserte sich zur Stilikone.

Die Vorlage zu dieser von leichter Hand geschriebenen Komödie von Blake Edwards lieferte Truman Capote.

Holly Golightly, ein freches, aber liebenswertes Callgirl, verbringt ihre New Yorker Nächte mit Partys und reichen Männern. Ihr liebster Ort in der Millionenstadt ist vor dem Schaufenster des Nobel-Juweliers Tiffany.

Nach einer durchfeierten Nacht schlendert sie dort gern zum Frühstücken vorbei. Hollys neuer Nachbar, der Schriftsteller Paul Varjak, ist fasziniert von der stilbewussten jungen Frau. Bald verbindet die beiden eine enge Freundschaft.

Als eines Tages Hollys Ex-Ehemann vor der Tür steht, erfährt Paul mehr über Hollys Vergangenheit und ihre ärmliche Herkunft. Paul fühlt sich immer mehr zu Holly hingezogen. Doch sie verfolgt weiterhin den Plan, einen reichen Mann zu heiraten. Ein einflussreicher brasilianischer Großgrundbesitzer scheint der Richtige zu sein.

Audrey Hepburn und Holly Golightly waren nach diesem locker-leicht erzählten Wohlfühlfilm ein Synonym für viele Kinobesucher weltweit. Truman Capote – Autor der Romanvorlage aus dem Jahr 1958 – hätte lieber die mit ihm befreundete Marilyn Monroe in der Hauptrolle gesehen. Doch Monroe sagte ab, und Audrey Hepburn bekam die Chance für die Rolle ihres Lebens.

Nicht nur der Besetzung gegenüber war Capote kritisch, denn der Roman, der offen die Geschichte einer Prostituierten erzählte, wurde für den Film ziemlich entschärft.

Regisseur Blake Edwards nahm einige Änderungen am Originalstoff vor, um die Produktion hollywoodreif zu machen. So wurde aus einem homosexuellen Nachbarn ein gut aussehender Gigolo, und auch das typische Happy End wurde hinzugedichtet.

Sexszenen konnten wegen der prüden amerikanischen Gesellschaft der späten 1950er Jahre höchstens angedeutet werden.

 

Frühstück bei Tiffany (Breakfast at Tiffany’s)
Spielfilm, USA 1961, 110 Minuten
Regie: Blake Edwards
mit Audrey Hepburn (Holly Golightly), George Peppard (Paul Varjak), Patricia Neal (“Zwei E”), Buddy Ebsen (Doc Golightly), Mickey Rooney (Mr. Yunioshi), José-Luis de Vilallonga (José da Silva Pereira).

 

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Frühstück bei Tiffany mit Audrey Hepburn

 

VinTageBuch Info

 

Frühstück bei Tiffany (Originaltitel: Breakfast at Tiffany’s) ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1961 mit Audrey Hepburn in der Hauptrolle. Er basiert auf dem gleichnamigen Roman von Truman Capote. Regie führte der Komödienspezialist Blake Edwards.

 

Filmhandlung
Frühstück bei Tiffany

 

Das bezaubernde New Yorker Partygirl Holly Golightly führt ein exzessives Leben voller Extreme. Gefrühstückt wird im Abendkleid vor dem Schaufenster des Nobeljuweliers Tiffany, geschlafen bis zum frühen Nachmittag.

Die Nächte sind lang, die Partys schrill, die Begleiter zahlreich, und von den Herren nimmt man schon mal 50 Dollar (Gegenwert 2017 rund 400 Dollar, je nach Berechnungsverfahren) „für die Toilette“.

Für den neuen Mieter in Hollys Mietshaus, den jungen, ambitionierten Schriftsteller Paul Varjak, ist die schillernde Holly, die ihn hartnäckig wegen seiner Ähnlichkeit mit ihrem Bruder „Fred“ nennt, zunächst ein faszinierendes Studienobjekt; als er sie jedoch näher kennenlernt, fühlt er sich mehr und mehr zu ihr hingezogen.

Auch Holly fühlt sich in Pauls Nähe wohl und so beginnt sich zwischen beiden eine enge Freundschaft zu entwickeln. Tiefere Gefühle ihm gegenüber gestattet sich Holly jedoch nicht, denn sie verfolgt ein größeres Ziel.

Sie will sich unbedingt reich verheiraten, koste es, was es wolle. Ihr bevorzugter Kandidat ist ein politisch einflussreicher brasilianischer Großgrundbesitzer. Um seinetwillen beginnt sie, ihre Zelte in New York abzubrechen.

Bevor sie jedoch ihren Plan in die Tat umsetzen kann, holt die Vergangenheit sie ein. Eines Tages steht ihr Ehemann, der ältere Landtierarzt Golightly aus Texas, vor der Tür und will sie zu sich zurückholen. Paul erfährt Hollys Geschichte.

Sie heißt in Wirklichkeit Lula Mae Barnes, kommt aus ärmlichen Verhältnissen und wurde bereits mit vierzehn Jahren verheiratet, um für die Kinder des Witwers zu sorgen. Paul sieht bestätigt, was er längst geahnt hat:

Hinter der Fassade der lebenshungrigen, leichtsinnigen Holly verbirgt sich in Wirklichkeit ein zutiefst unsicheres, verängstigtes Geschöpf. Holly will jedoch in New York bleiben, der Tierarzt fährt gebrochenen Herzens nach Texas zurück.

Als Holly und Paul nach einem Tag voller bunter Erlebnisse nach Hause zurückkommen, fallen plötzlich die Masken; nichts ist mehr, wie es war. Für einen leidenschaftlichen Augenblick lang wird beiden klar, dass sie einander lieben – so, wie sie sind.

Als Holly bald danach jedoch vom Tod ihres Bruders Fred erfährt, glaubt sie, für ihre Liebe zu Paul bestraft worden zu sein. Sie erleidet einen Nervenzusammenbruch und bricht ihre Beziehung zu Paul ab. Hartnäckig verfolgt sie weiterhin ihre Heiratspläne und trifft die letzten Vorbereitungen für ihre Abreise.

An ihrem letzten Tag in New York bittet sie Paul um ein Abschiedstreffen. Wehmütig durchstreifen sie die Stadt. Bei ihrer Rückkehr in ihre Wohnung wird Holly verhaftet.

Man sagt ihr Beziehungen zu dem stadtbekannten Gangsterboss Sally Tomato nach, den sie tatsächlich auch gegen Bezahlung jeden Donnerstag im New Yorker Gefängnis Sing Sing besucht hat. Eine Heirat kommt nun für den Brasilianer aufgrund seiner öffentlichen Ämter nicht mehr in Frage; er löst das Verlöbnis auf.

Paul gelingt es, Holly mithilfe eines ihrer ehemaligen Gönner freizubekommen. Trotzdem will sie nach Südamerika reisen, um dort ein neues Leben zu beginnen. Als sie verunsichert ihre geliebte Katze aus dem Auto in den Regen jagt, verliert Paul die Fassung.

Er führt ihr vor Augen, dass sie in Wirklichkeit nur auf der Flucht vor ihrer Lebensangst sei. Holly besinnt sich schließlich, findet die Katze in einem dramatischen Ende wieder, und sie und Paul küssen sich im strömenden Regen.

Das Lied „Moon River“, das immer wieder mit dem Film in Verbindung gebracht wird, wird in dieser Szene (wie auch in der ersten) als Chorversion gespielt.

 

Musik
Frühstück bei Tiffany

 

Weltberühmt wurde Moon River, die Titelmelodie des Filmes. Für Blake Edwards’ Verfilmung wurde der komplette Soundtrack von Henry Mancini komponiert. Der bekannteste Titel daraus ist der 1962 mit einem Oscar prämierte Song Moon River, der in einer Szene von Audrey Hepburn selbst gesungen wird. 2004 wählte das American Film Institute das Lied auf Platz 4 in die Liste AFI’s 100 Years … 100 Songs der 100 besten US-amerikanischen Filmsongs.

 

Hintergründe zum Film
Frühstück bei Tiffany

 

Truman Capote wollte in der Rolle der Holly Golightly eigentlich Marilyn Monroe sehen, jedoch riet Monroes Berater und Schauspiellehrer Lee Strasberg ihr von der Rolle ab, weil das Spielen einer Prostituierten (die Romanvorlage ist diesbezüglich etwas expliziter als der Film) schlecht für ihr Image sei. So wurde stattdessen die Zweitwahl Audrey Hepburn mit ihrer Darstellung der Holly zur Stilikone.

 

Die Darstellung von Holly mit ihrer Zigarettenspitze zählt zu den wohl berühmtesten Hollywood-Bildern.

 

Berühmtheit erreichte auch ihr Kleines Schwarzes am Anfang des Filmes, das von Hubert de Givenchy entworfen wurde. Das im Film getragene Givenchy-Kleid wurde 2006 für 692.000 Euro bei Christie’s in London von einem anonymen Bieter ersteigert und gilt als teuerste Textilie der Filmgeschichte.

Ursprünglich war Steve McQueen für die männliche Hauptrolle vorgesehen. Aufgrund seiner Verpflichtung für die Serie Wanted: Dead or Alive (deutsch: Der Kopfgeldjäger) sagte er jedoch ab.

Die Romanvorlage endet, im Gegensatz zum Film, ohne Happy End. Holly sucht die Katze im Regen vergeblich und fährt schließlich fort. Als Paul später entdeckt, dass die Katze ein richtiges Zuhause gefunden hat, hofft er dies auch für Holly, deren weiteres Schicksal er nicht kennt. Autor Capote zeigte sich über das hinzugefügte Happy End später verärgert.

 

Auszeichnungen
Frühstück bei Tiffany

 

1962 gewann der Film in den Kategorien Bester Song und Beste Filmmusik (beide für Henry Mancini) jeweils einen Oscar; Nominierungen gab es für Audrey Hepburn als beste Hauptdarstellerin, das beste Szenenbild sowie für das beste adaptierte Drehbuch.

Im selben Jahr bekam der Film Golden-Globe-Nominierungen als bester Film – Komödie oder Musical sowie für die beste Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical (Audrey Hepburn).

Ebenfalls 1962 wurde der Soundtrack des Films mit einem Grammy bedacht. Ferner gewann der Film bei den Laurel Awards eine Auszeichnung für den besten Song, zudem war er als beste Komödie, für die Beste Hauptdarstellerin sowie als beste Filmmusik nominiert.

Orangey, der Kater, der im Film Holly Golightlys namenlose Katze darstellt, erhielt für den Film seinen zweiten PATSY Award (das Oscar-Äquivalent für Tiere im Film).

2012 wurde der Film in das National Film Registry aufgenommen.

 

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Spielfilme mit Audrey Hepburn: Zum Auftakt auf 3sat ist am Sonntag “Sabrina” zu sehen, gefolgt von “Frühstück bei Tiffany“. Am Ostermontag stehen “Ariane – Liebe am Nachmittag” und “Charade” auf dem Programm.

 

Sabrina

 

Sabrina ist der Titel einer Verfilmung des Theaterstücks Sabrina

 

(Sabrina Fair) von Samuel A. Taylor unter der Regie von Billy Wilder aus dem Jahr 1954. Der Film wurde als besonders erhaltenswert 2002 ins National Film Registry aufgenommen.

Linus und David Larrabee sind Söhne einer wohlhabenden Familie auf Long Island. Linus, der ältere, geht ganz in seiner Arbeit auf. Er ist damit ausgelastet, das Familienunternehmen zu führen, und hat keine Zeit für eine Frau oder eine eigene Familie.

David ist ein Lebemann, der zwar offiziell im Familienunternehmen angestellt ist, sich aber nicht viel aus der Arbeit macht. Er war bereits dreimal verheiratet und lässt keine gesellschaftliche Veranstaltung aus. Sabrina Fairchild, die junge, schüchterne und unbeholfene Tochter des Chauffeurs der Familie, ist schon von klein auf in David verliebt, der sie aber kaum beachtet hat.

Sie geht nach Paris, absolviert dort eine Ausbildung zur Köchin und erwirbt durch die Freundschaft mit einem betagten französischen Baron die Umgangsformen der besseren Gesellschaft. Als gleichermaßen kultivierte wie elegante und schöne Frau kehrt sie nach zwei Jahren zurück. Prompt fällt sie David auf, der ihr umgehend den Hof macht.

Aus geschäftlichen Erwägungen heraus würde Linus David allerdings gerne mit Elizabeth, der Tochter des Zuckerfabrikanten Tyson, verheiraten. Um sie von David fernzuhalten, überwindet sich der eingefleischte Junggeselle Linus, mit der lebenslustigen Sabrina auszugehen.

Er gaukelt ihr vor, dass er sich in sie verliebt habe und mit ihr zusammen nach Paris zurückkehren wolle. Kurz vor der Abreise weiht er jedoch Sabrina, die sich inzwischen in ihn verliebt hat, in seine Pläne ein. David, der an seiner Stelle mit Sabrina fahren soll, hat allerdings bemerkt, dass Linus Gefühle für die junge Frau entwickelt hat.

Er will dem Glück der beiden nicht im Wege stehen und kann seinen Bruder schließlich dazu überreden, ihr auf das Schiff zu folgen, so dass Sabrina am Ende doch mit Linus abreist.

 

Besetzung
Sabrina (1954)

 

Humphrey Bogart: Linus Larrabee
Audrey Hepburn: Sabrina Fairchild
William Holden: David Larrabee
John Williams: Thomas Fairchild
Walter Hampden: Mr. Oliver Larrabee
Nella Walker: Mrs. Maude Larrabee
Martha Hyer: Elizabeth Tyson
Francis X. Bushman: Mr. Tyson
Ellen Corby: Sekretärin McCardle
Joan Vohs: Gretchen Van Horn
Marcel Dalio: Baron St. Fontanel
Marcel Hillaire: Kochlehrer

Das Stück von Samuel A. Taylor wurde 1995 unter demselben Titel von Sydney Pollack unter weitgehender Verwendung des Drehbuchs von Billy Wilder und Ernest Lehman neu verfilmt.

 

Ariane – Liebe am Nachmittag

 

Ariane – Liebe am Nachmittag (Originaltitel: Love in the Afternoon) ist eine US-amerikanische Liebeskomödie von Regisseur Billy Wilder

 

aus dem Jahr 1957 mit Gary Cooper, Audrey Hepburn und Maurice Chevalier in den Hauptrollen.

Das Drehbuch basiert auf dem 1920 erschienenen Roman Ariane, jeune fille russe von Claude Anet.

Die Musikstudentin Ariane ist die Tochter von Claude Chavasse, der sich als Privatdetektiv auf eheliche Seitensprünge in der Pariser Gesellschaft spezialisiert hat.

Seine Tochter stöbert gerne in den Akten ihres Vaters, was dieser gar nicht gerne sieht. Beim heimlichen Studium lernt sie die umfangreiche Akte des reichen Amerikaners Frank Flannagan kennen und ist fasziniert von ihm.

Unterdessen observiert ihr Vater die Ehefrau von „Monsieur X“, die sich regelmäßig mit Flannagan in einem Pariser Hotel trifft und informiert X darüber. Der zürnende Ehemann beschließt, Flannagan im Hotel auf frischer Tat zu erschießen.

Ariane, die das Gespräch belauscht hatte, versucht erfolglos, die Polizei zu benachrichtigen und geht schließlich selbst ins Hotel, um Flannagan zu warnen. Monsieur X muss das Hotel unverrichteter Dinge verlassen, da er Flannagan mit der ihm unbekannten Ariane aufgefunden hat.

Flannagan trifft sich nun mehrmals mit Ariane, ohne dass er ihren Namen oder weitere Informationen über sie erfährt. Ihr Vater bemerkt einen Stimmungswandel bei ihr, weiß aber nicht, dass er mit der Abreise Flannagans zu tun haben könnte.

Nach einem Jahr kehrt Flannagan nach Paris zurück und trifft zufällig in der Oper auf Ariane. Bei weiteren Treffen gibt sie ihm zu verstehen, dass er nur einer von vielen Liebhabern ist. Um mehr zu erfahren, erhält er von Monsieur X den Rat, sich an den Privatdetektiv Claude Chavasse zu wenden.

Dieser kommt schnell dahinter, dass es sich um seine Tochter handelt, die ihre Liebhaber nur erfunden hat, um Flannagan zu beeindrucken. Er bittet Flannagan, seiner Tochter nicht weh zu tun.

Flannagan beschließt abzureisen und teilt seine Entscheidung Ariane im Hotelzimmer mit. Diese bittet Flannagan, ihn zum Bahnhof begleiten zu dürfen. Flannagan willigt ein. Am Bahnhof besteigt Flannagan den Zug.

Während dieser im Begriff ist abzufahren, versucht Ariane aufgelöst Flannagan davon zu überzeugen, dass sie ihn nicht braucht, und mit anderen Männern glücklich wird. Flannagan nimmt Ariane in letzter Sekunde mit auf den Zug, und beide fahren gemeinsam ab.

 

Besetzung
Ariane – Liebe am Nachmittag

 

Gary Cooper: Frank Flannagan
Audrey Hepburn: Ariane Chavasse
Maurice Chevalier: Claude Chavasse
John McGiver: Monsieur X
Van Doude: Michel
Lise Bourdin: Madame X
Olga Valéry: Hotelgast mit Hund
The Gypsies: Flannagans Musikkapelle

Durch den Film wurde die Melodie des bereits 1904 von Fermo Dante Marchetti komponierten Liedes „Fascination“ bekannt, das in dem Streifen mehrfach in Instrumentalfassung zu hören ist.

 

Charade

 

Charade ist eine US-amerikanische Kriminalkomödie aus dem Jahr 1963

 

Eine junge Witwe in Paris wird von brutalen Kriminellen bedroht und findet Hilfe bei einem charmanten US-Amerikaner, der aber mehrmals seine Identität wechselt.

Die US-Amerikanerin Regina Lampert beschließt in ihrem Skiurlaub, sich von ihrem Mann Charles, einem Schweizer, zu trennen. Als Regina Lampert in ihre Wohnung in Paris zurückkehrt, ist diese völlig leergeräumt.

Die französische Polizei teilt ihr mit, dass ihr Mann auf seiner augenscheinlichen Flucht getötet wurde, und übergibt ihr eine Tasche mit einigen wenigen Habseligkeiten, die bei dem Toten sichergestellt wurde, darunter ein Notizbuch, mehrere Pässe und ein frankierter, unverschlossener Brief an seine Frau.

In der Folge wird Regina in eine undurchsichtige Kriminalgeschichte verwickelt, die sich um eine Episode aus dem Zweiten Weltkrieg dreht. Drei ehemalige Kriegskameraden ihres Mannes bedrohen sie.

Sie fordern von ihr 250.000 Dollar, die aus einem gemeinsamen Golddiebstahl stammen. Lampert hatte seine OSS-Kameraden betrogen und das Gold vor ihnen versteckt, aber nun ist es spurlos verschwunden. Ein Mister Bartholomew von der CIA fordert Regina auf, für ihn zu spionieren.

Im Skiurlaub hatte sie zudem den US-Amerikaner Peter Joshua kennengelernt, der in der Folge ihre Gefühlswelt durcheinanderwirbelt. Joshua gibt sich anfangs als charmanter Helfer aus. Als seine Verbindung zu den Gangstern auffliegt, behauptet er, der Bruder von Carson Dyle zu sein.

Carson Dyle war ebenfalls an dem Golddiebstahl beteiligt, ist aber im Krieg angeblich getötet worden. Als Regina Lampert herausfindet, dass Carson Dyle keinen Bruder hatte, behauptet Joshua, er sei ein Meisterdieb.

Immer wieder wird von den Beteiligten der Inhalt der Tasche, die Lampert zuletzt bei sich hatte, erfolglos durchsucht. Jeder misstraut jedem, einige der Kriegskameraden werden auf mysteriöse Weise ermordet.

Endlich jedoch haben mehrere der Beteiligten gleichzeitig die entscheidende Idee: Das verschwundene Vermögen steckt in den Briefmarken auf dem Umschlag, der sich in Lamperts Tasche befand.

Sie finden zwar den Umschlag, jedoch nicht die Marken: Regina hatte die vermeintlich belanglosen Marken zuvor herausgerissen und an den kleinen Sohn ihrer Freundin verschenkt, der sie auf einem Flohmarkt bereits eingetauscht hat. Der ehrliche Händler gibt Lampert jedoch die Marken zurück und klärt sie über deren Wert auf.

An den Kolonnaden des Palais Royal beginnt der Showdown zwischen Joshua und Bartholomew. Regina weiß nicht, wem sie vertrauen soll, bis Bartholomew zugibt, kein CIA-Agent zu sein, sondern der vermeintlich im Krieg verstorbene Carson Dyle.

Sie flieht in die leere Comédie-Française und es gelingt ihr, sich im Souffleur-Kasten zu verstecken, wo Bartholomew sie sucht und schließlich entdeckt. «Ihr Spiel ist aus, Mrs. Lampert», erklärt er, und man ahnt, dass er sie im nächsten Moment umbringen wird.

Aber der Bühnen-Boden besteht aus versenkbaren Platten, und Joshua hat die Schritte von Bartholomew vom Regie-Pult aus verfolgt. Im letzten Moment löst er den Mechanismus für die Platte aus, auf der Bartholomew gerade steht, sodass dieser in die Versenkung fällt und stirbt.

Danach erweckt Joshua den Eindruck, Regina davon abhalten zu wollen, die Briefmarken in der amerikanischen Botschaft zurückzugeben. Dort offenbart er seine wahre Identität: Er heißt Brian Cruikshank, arbeitet beim Schatzamt der Botschaft und hatte den Auftrag, den Erlös aus dem Goldraub zurückzuholen. Das Happy End wird vervollständigt, als er ihr einen Heiratsantrag macht.

 

Besetzung
Charade

 

Cary Grant: Brian Cruikshank (alias Peter Joshua, Alexander Dyle, Adam Canfield)
Audrey Hepburn: Regina „Reggie“ Lampert
Walter Matthau: Carson Dyle (alias Hamilton Bartholomew)
James Coburn: Tex Panthollow
George Kennedy: Herman Scobie
Ned Glass: Leopold W. Gideon
Jacques Marin: Inspektor Grandpierre
Dominique Minot: Sylvie Gaudel
Thomas Chelimsky: Jean-Louis Gaudel
Paul Bonifas: Markensammler Felix

 

Film-Hintergründe
Charade

 

Charade ist deutlich an den Stil der Kriminalfilme von Alfred Hitchcock angelehnt und verfügt über eine spannende Geschichte mit einer Reihe von überraschenden Wendungen. Eine Figur nach der anderen muss sterben, bis nur noch drei Figuren übrig sind.

Stanley Donen versammelte mit Audrey Hepburn, Cary Grant, Walter Matthau, James Coburn und George Kennedy ein beachtliches Staraufgebot.

Hepburn war die erste Schauspielerin, die einen prozentualen Anteil am Einspielergebnis erhielt. Nachdem sich Charade als großer Erfolg erwiesen hatte, drehte Regisseur Donen drei Jahre später mit Gregory Peck und Sophia Loren die ganz ähnlich angelegte Thrillerkomödie Arabeske.

 

Die im Film verwendeten Briefmarken waren in Wirklichkeit leichte Abwandlungen echter äußerst wertvoller Briefmarken, z. B. der berühmten Tre Skilling Banco aus Schweden von 1855, einer der teuersten Briefmarken der Welt.

Im Film zeigt die Marke 4 statt 3 Schilling Wert. Außerdem verwendet der Film die Hawaiian Missionaries aus dem 19. Jahrhundert mit dem Wert von 3 Cents, obschon die Marken nur mit 2, 5 oder 13 Cents Wert existierten.

Wie im Film erwähnt, wurde tatsächlich ein Sammler (Gaston Leroux) wegen dieser Briefmarke ermordet. Des Weiteren wird ein Exemplar der berühmten Ochsenkopf-Serie aus Moldau von 1858 gezeigt. Es existierten aber nur Marken in Wertstufen zu Vielfachen von 27; demzufolge wäre der korrekte Wert 81, nicht wie im Film 82.

 

Neuverfilmungen
Charade

 

The Truth About Charlie, eine Neuverfilmung aus dem Jahr 2002, mit Mark Wahlberg und Thandie Newton unter der Regie von Jonathan Demme, erwies sich als Flop und erhielt in Deutschland keine Kinoaufführung.

Chura Liyaa Hai Tumne – Du hast mein Herz geraubt ist ein Bollywoodfilm aus dem Jahr 2003 und somit eine indische Version des Originalfilms.