26. Oktober 2021

Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke verliehen. Digitalministerin Judith Gerlach: „Einsatz für Toleranz und Völkerverständigung ist heute wichtiger denn je“

Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke verliehen. Digitalministerin Judith Gerlach: „Einsatz für Toleranz und Völkerverständigung ist heute wichtiger denn je“

Die für Filmförderung zuständige Digitalministerin Judith Gerlach betonte anlässlich der Verleihung des „Friedenspreises des Deutschen Films – Die Brücke“:

„In diesem Jahr konnte bereits zum 20. Mal diese international renommierte und hoch anerkannte Auszeichnung an Filme vergeben werden, die sich kritisch mit unserem Zeitgeschehen auseinandersetzen und für Toleranz und Völkerverständigung werben.

Dies ist heute wichtiger denn je. Um dieses bedeutende Engagement zu unterstützen, beteiligte sich der Freistaat wie in den vergangenen Jahren als Hauptförderer der Verleihung.“

Gerlach ergänzte: „Die Jury hat auch in diesem Jahr wieder großartige Werke ausgezeichnet. Kaouther Ben Hania, Philipp Stölzl und Jan Philipp Weyl setzen mit ihren Filmen ein klares Zeichen gegen Gewalt, Verfolgung und soziale Ungerechtigkeiten.

Sie regen zum Nachdenken an und appellieren an die Zuschauerinnen und Zuschauer sich für eine friedliche und gleichberechtigte Welt stark zu machen.

Mit dem diesjährigen Ehrenpreis wurde die Schauspielerin und Produzentin Senta Berger für ihren Einsatz für Gerechtigkeit und Humanität prämiert.

Ich danke allen Preisträgerinnen und Preisträgern für ihr Engagement und gratuliere ihnen zu der Auszeichnung.“

Der Friedenspreis wurde in diesem Jahr in vier Kategorien verliehen:

· Internationaler Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke 2021: Regisseurin Kaouther Ben Hania für DER MANN, DER SEINE HAUT VERKAUFTE

       

· Nationaler Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke 2021: Regisseur Philipp Stölzl für SCHACHNOVELLE

       

· Nachwuchspreis des Friedenspreises des Deutschen Films – Die Brücke 2021: Jan Philipp Weyl für RUNNING AGAINST THE WIND

   

· Ehrenpreis 2021: Senta Berger

Da die Verleihungsveranstaltung im letzten Jahr coronabedingt abgesagt werden musste, erhielten die Preisträger ihre Auszeichnung auf der diesjährigen Feier:

· Internationaler Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke 2020: Regisseur Ladj Ly für LES MISERABLES

· Nationaler Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke 2020:

Regisseur Jonathan Jakubowicz für RESISTANCE

     

Die Veranstaltung wurde vom „Bernhard-Wicki-Gedächtnisfonds e.V.“ in Kooperation mit der SPIO, dem Dachverband der Deutschen Filmwirtschaft, und weiteren Partnern im festlichen Rahmen des Cuvilliés-Theaters München durchgeführt.

Sie steht unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Digitales gefördert.

Die Zusammenfassung der Verleihung wird am 27.06.2021 von 3sat (ab 00.45 Uhr) und im BR Fernsehen (ab 10.30 Uhr) ausgestrahlt.

Wiki-Info: Der Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke, bis 2012 Bernhard Wicki Filmpreis – Die Brücke – Der Friedenspreis des deutschen Films, wird jährlich i

Der Preis wurde gestiftet zur Erinnerung an den im Jahr 2000 verstorbenen schweizerischen Filmregisseur Bernhard Wicki. Die Auszeichnung ist derzeit mit 7.500 Euro dotiert und wird seit 2002 jährlich im Vorfeld des Filmfestes München verliehen.

Der Preis steht unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Ministerpräsidenten.

2009 wurde neben dem Preis für den besten Film erstmals der neu gestaltete Schauspielerpreis vergeben, 2010 folgte ein Nachwuchspreis. Beide Preise sind mit 5.000 Euro dotiert.

Preisträger
Hauptpreis

2002: Goran Paskaljević für How Harry became a Tree
2003: Marceline Loridan-Ivens für Birkenau und Rosenfeld (Ehrenpreis an Anouk Aimée)
2004: Volker Schlöndorff für Der neunte Tag
2005: Marc Rothemund für Sophie Scholl – Die letzten Tage
2006: Florian Henckel von Donnersmarck und Ulrich Mühe für Das Leben der Anderen
2007: Marco Kreuzpaintner und Kevin Kline für Trade – Willkommen in Amerika
2008: Marie Noëlle und Peter Sehr für Die Frau des Anarchisten
2009: Hans-Christian Schmid für Sturm[1]
2010: Jasmila Žbanić für Zwischen uns das Paradies (Na Putu)
2011: Susanne Bier für In einer besseren Welt
2012: Icíar Bollaín für Und dann der Regen (También la lluvia)
2013: Mira Nair für The Reluctant Fundamentalist[2]
2014: Justin Chadwick für Mandela – Der lange Weg zur Freiheit
2015: Oliver Hirschbiegel für Elser – Er hätte die Welt verändert (national); Abderrahmane Sissako für Timbuktu (international)
2016: Tobias Lindholm für A War (international); Kai Wessel für Nebel im August (national)
2017: Aki Kaurismäki für Die andere Seite der Hoffnung (international); Simon Verhoeven für Willkommen bei den Hartmanns (national)
2018: Ziad Doueiri für Der Affront (international); Lars Kraume für Das schweigende Klassenzimmer (national)[3]
2019: Nadine Labaki für Capernaum – Stadt der Hoffnung (international); Michael Herbig für Ballon (national)
2020: Ladj Ly für Die Wütenden – Les Misérables (international); Jonathan Jakubowicz für Resistance – Widerstand (national)
2021: Kaouther Ben Hania für Der Mann, der seine Haut verkaufte (international); Philipp Stölzl für Schachnovelle (national)[4]

Nachwuchspreis

2010: Philip Koch für Picco
2011: Yasemin Şamdereli für Almanya – Willkommen in Deutschland und Maggie Peren für Die Farbe des Ozeans
2012: Michaela Kezele für Die Brücke am Ibar (My Beautiful Country)
2013: Daniel Harrich für Der Blinde Fleck
2014: Rick Ostermann für Wolfskinder (national); Yann Demange für 71 (international)
2015: Burhan Qurbani für Wir sind jung. Wir sind stark.
2016: Deniz Gamze Ergüven für Mustang
2017: nicht vergeben
2018: Katja Benrath für Watu Wote – All of us[3]
2019–2020: nicht vergeben
2021: Jan Philipp Weyl für Running Against The Wind

Schauspielerpreis

2009: Ulrich Tukur für John Rabe[1]
2010: Sibel Kekilli für Die Fremde
2011: nicht vergeben
2012: Zrinka Cvitešić für Die Brücke am Ibar (My Beautiful Country)
2013: Riz Ahmed für The Reluctant Fundamentalist[5]
2014: nicht vergeben
2015: nicht vergeben
2016: Burghart Klaußner für Der Staat gegen Fritz Bauer
2017: Julia Vysotskaya für Paradies
2018–2021: nicht vergeben

Ehrenpreis

2011: Maximilian Schell
2012: Michael Verhoeven
2014: Klaus Maria Brandauer
2017: Andrei Kontschalowski
2018–2020: nicht vergeben
2021: Senta Berger

Spezialpreis

2011: Projekt Cinema Jenin
2012: nicht vergeben
2013: Haifaa Al Mansour für Das Mädchen Wadjda
2014: nicht vergeben
2015: Klaus Härö für Die Kinder des Fechters
2016: Gianfranco Rosi für Seefeuer
2017: nicht vergeben
2018: Feras Fayyad für Die letzten Männer von Aleppo[3]
2019: Talal Derki für Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats
2020–2021: nicht vergeben

Weblink:
Friedenspreis des Deutschen Films beim Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e. V.