26. Oktober 2021

#Vintagebuch #Kalenderblatt Fernsehdokumentation „Das kurze Leben des Brian Jones“. Als Leadgitarrist war er eines der Gründungsmitglieder von #TheRollingStones, #BrianJones

Das kurze Leben des Brian Jones: Im Juli 1969 gründete Brian Jones sehr unfreiwillig den „Club 27“, die traurige Gruppe jener Stars aus Rock und Pop, die in den vergangenen fünf Jahrzehnten bereits mit 27 Jahren gestorben sind.

Der Ur-Rolling-Stone wurde tot in seinem Swimmingpool aufgefunden. Ertrunken. Aber natürlich hatten auch Drogen und Alkohol eine Rolle gespielt.

Die Fernsehdokumentation „Das kurze Leben des Brian Jones“ zeigt auch, dass seine Bandkollegen ihn damals schon fast abgeschrieben hatten. Der „Bad Guy“ mit dem blonden Pagenschnitt bestand nämlich musikalisch auf den Wurzeln, auf dem „Chicago Blues“. Chicago Blues bei Amazon

   

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Chicago Blues mit Matt Dillon (Darsteller), Diane Lane (Darsteller), Ben Bolt (Regisseur)

Die anderen rund um die Glimmer Twins Mick Jagger und Keith Richards  schrieben, basierend auf den Blue Notes, inzwischen Hit um Hit und spannten Brian Jones auch noch die geliebte Freundin aus (Anita Pallenberg). Anita Pallenberg bei Amazon

   

Wie ein Regenbogen: Das außergewöhnliche Leben von Anita Pallenberg

   

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So wurde es immer einsamer um den hochtalentierten Musiker – bis er schließlich leblos in seinem Pool gefunden wurde.
Regie: Patrick Boudet
Land: Frankreich
Jahr: 2020
Herkunft: ARTE F
ARTE Concert

  

Brian Jones: An Original Leader of the Rolling Stones, the Anti-Anxiety Adult Coloring Book (Englisch) von Stephanie Issa (Autor), Independently published

   

Sympathy for the Devil: The Birth of the Rolling Stones and the Death of Brian Jones

Lewis Brian Hopkin Jones (* 28. Februar 1942 in Cheltenham, Gloucestershire; † 3. Juli 1969 in Hartfield, Sussex) war ein britischer Musiker. Als Leadgitarrist war er eines der Gründungsmitglieder von The Rolling Stones.

Als im Jahr 1959 seine Freundin, die 17-jährige Valerie Corbett, in Cheltenham ihr erstes uneheliches Kind Simon zur Welt brachte, schickten Brians Eltern ihren Sohn zu Verwandten ins Ausland, wo er mit seiner Bluesleidenschaft die meiste Zeit in Schallplattenläden und Musikclubs verbrachte. Als er später nach Cheltenham zurückkam, zeugte er zwei weitere Kinder.

Als dort 1961 bei einem Chris-Barber-Konzert Sonny Boy Williamson auftrat, war Brian Jones vom Blues vollkommen gefangen genommen und zog mit Pat Andrews und dem gemeinsamen Sohn nach London, wo er im Dezember 1961 Alexis Korner kennenlernte.

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Beim nächtlichen Schallplattenhören in Korners Küche begeisterte Jones sich für das Slidegitarrenspiel von Elmore James in Dust my Broom und fing an, an seiner Spieltechnik zu arbeiten.

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Am 24. März 1962 holte ihn Alexis Korner erstmals auf die Bühne des Ealing Clubs, wo er mit dessen Band Blues Incorporated einige Songs spielte. Brian Jones nannte sich damals „Elmo Lewis“.

Durch Korner lernte er Mick Jagger und Keith Richards kennen, mit denen er im Juni 1962 The Rolling Stones gründete. In der ersten Zeit war Brian Jones der Leader der Gruppe.

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Brian Jones war Gitarrist in der von Paul Jones gegründeten Beat-Band The Roosters gewesen. Als solcher wurde er Anfang 1963 von Eric Clapton ersetzt, bevor dieser sich wenig später den Yardbirds anschloss.

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Während Brian Jones bei den zwischen 1963 und 1965 aufgenommenen Rolling-Stones-Songs meist als Gitarrist zu hören war, wie etwa bei I Wanna Be Your Man oder Little Red Rooster, aber auch an der Slide-Gitarre – und Mundharmonika, trat er ab 1966 vermehrt als Multi-Instrumentalist in Erscheinung.

Auf den Alben Aftermath, Between the Buttons und Their Satanic Majesties Request. Aftermath bei Amazon

   

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bereicherte er mit allerlei Instrumenten das Klangbild der Rolling Stones:

Mit der Flöte (Ruby Tuesday, Sing This All Together, Gomper), mit der Sitar (Paint It Black, Mothers Little Helper, Gomper), mit der Harfe (On With The Show), dem Marimbafon (Under my Thumb, Out of Time), dem Dulcimer (Lady Jane, I Am Waiting), dem Cembalo (Take it or leave it, Ride on Baby), dem Akkordeon (Back Street Girl), dem Kazoo und Banjo (Cool Calm and Collected), der Orgel (Complicated, 2000 Man), dem Piano und diversen Blasinstrumenten (Saxophon, Posaune, Klarinette) (Something happened to me yesterday, Dandelion sowie auf dem Album Their Satanic Majesties Request). Außerdem bediente er auf mehreren Songs das Mellotron.

Brian Jones war bekannt für seinen exzessiven Lebensstil. Er wurde von weiblichen Fans verehrt, von Szene-Leuten um Andy Warhol und Tom Wolfe hofiert und am häufigsten von allen Bandmitgliedern fotografiert.

Wegen diverser Krankenhausaufenthalte, die seinem Drogen- und Alkoholkonsum geschuldet waren, mussten die Rolling Stones immer wieder ohne ihn auftreten. Als Brian Jones immer häufiger Konzerte absagen musste, begannen sich die anderen Bandmitglieder von ihm zu distanzieren.

Am 14. September 1965 lernte Brian Jones in München auf einer After-Show-Party die als Fotomodell und Schauspielerin tätige Anita Pallenberg kennen.

Auch Mick Jagger und Keith Richards waren an Anita Pallenberg interessiert, doch sie reiste mit Brian Jones, der ein wenig Deutsch sprach, im Jahr 1966 nach Marokko.

Im folgenden Jahr spielte Anita Pallenberg in dem Film Mord und Totschlag (von Volker Schlöndorff) mit, zu dem Jones die Filmmusik schrieb.

Als es zwischen Jones und ihr immer öfters zu Eifersuchtsszenen kam, trennte sie sich im Frühjahr 1967 auf einer weiteren Marokko-Reise, an der auch Keith Richards teilnahm, abrupt von ihm und wurde Richards’ Freundin.

Trotz seines Schocks besuchte Brian Jones mit ihr zusammen 1967 die Internationalen Filmfestspiele von Cannes, wo Mord und Totschlag vorgestellt wurde.

Letztmals auf Europa-Tournee ging Brian Jones mit den Stones vom 25. März bis 17. April 1967. Das Abschlusskonzert fand am 17. April 1967 im Panathinaikos-Stadion in Athen statt.

Seine letzten Auftritte mit den Stones hatte er im Mai 1968 beim Pollwinners Concert des New Musical Express, wo die Stones die beiden Lieder Jumpin’ Jack Flash und Satisfaction spielten, und beim Rock’n’Roll Circus im Dezember 1968, wo er nicht mehr bei allen Songs Gitarre, sondern teilweise nur noch Perkussion spielte.

Im Juni 1967 flog Brian Jones, der sich für die aufkommende Hippie- und Flower-Power-Bewegung begeisterte, nach San Francisco. Dort besuchte er zusammen mit der Sängerin Nico am 15. Juni 1967 das Monterey Pop Festival und kündigte den Auftritt von Jimi Hendrix an.

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Im selben Jahr kam er mit dem Model Suki Potier zusammen.

Mit ihr landete er am 4. Juli 1968 in Tanger, um die Flötenspieler von Joujouka aufzunehmen. Im November 1968 kaufte er die Cotchford Farm in Hartfield, Sussex, die früher Alan Alexander Milne, dem Autor der Winnie-Pooh-Bücher, gehört hatte.

Im Jahr 1969 trennten sich Brian Jones und Suki Potier nach 18 Monaten. Anschließend war Jones mit der schwedischen Tänzerin Anna Wohlin liiert.

Am 2. Juli 1969 waren der Bauunternehmer und Satanist Frank Thorogood und Janet Lawson, eine Krankenschwester und Freundin von Tom Keylock, dem Chauffeur und Roadmanager der Rolling Stones, bei Jones und Wohlin zu Hause.

Als  Frank Thorogood sich im Haus eine Zigarette angezündet habe, habe Janet Lawson vom Fenster aus gesehen, dass mit Brian Jones etwas nicht stimmte. Sie sei hinausgerannt und habe ihn auf dem Boden des Schwimmbeckens liegend gefunden. Nachdem man Brian Jones aus dem Pool gezogen hatte, versuchten Anna Wohlin und Janet Lawson vergeblich, ihn wiederzubeleben.

Die Reanimationsversuche des herbeigerufenen Rettungsdienstes scheiterten ebenfalls. Tom Keylock erschien auch am Unglücksort, nachdem ihn Thorogood telefonisch informiert hatte. Als offizielle Todesursache wurde Ertrinken angegeben.

Bis heute halten sich allerdings Gerüchte, er sei ermordet worden. Unterstützt wird die Mordtheorie unter anderem durch den Film Stoned, in dem der Regisseur und Drehbuchautor Stephen Woolley – durch Zeugenaussagen bestärkt – die These vertritt, Jones sei von Frank Thorogood getötet worden:

   

Ein kostenloses Konzert der Rolling Stones am 5. Juli 1969 im Londoner Hyde Park, das schon vor Jones’ Tod geplant worden war, wurde zur Gedenkfeier. Auf der Bühne stand ein großes Bild von ihm, Mick Jagger las aus Adonais von Percy Bysshe Shelley, die Rolling Stones ließen Hunderte weißer Schmetterlinge fliegen. Bei diesem Konzert vor rund 250.000 Fans trat erstmals Jones’ Nachfolger Mick Taylor live mit der Band auf.

Brian Jones wurde auf dem Priory Road Cemetery in Prestbury, einem Vorort seiner Heimatstadt Cheltenham, bestattet. Die Begräbnisfeierlichkeiten fanden am 10. Juli in Cheltenham statt.

Charlie Watts und Bill Wyman waren die einzigen Stones-Mitglieder, die an der Beerdigung teilnahmen. Brians Eltern, seine Schwester und seine ehemalige Freundin Suki Potier waren ebenfalls anwesend. Das Begräbnis wurde von Tom Keylock organisiert.

Wegen des aufwändigen Arrangements und des kunstvollen bronzenen Sargs, den Tom Keylock besorgt hatte, kam es zu Meinungsverschiedenheiten mit Lewis Jones, dem Vater des Musikers. Brian Jones wird, wie andere einflussreiche Musiker, dem Klub 27 zugerechnet.

   

       

       

  

             

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Postume Wirkung

Jim Morrison, Sänger von The Doors, veröffentlichte kurz nach Brian Jones’ Tod das Gedicht Ode to L.A. While Thinking of Brian Jones, Deceased.
Pete Townshend, Kopf der britischen Rockband The Who, veröffentlichte kurz nach Brian Jones’ Tod ein Gedicht mit dem Titel A Normal Day for Brian, A Man Who Died Every Day in der englischen Tageszeitung The Times.
Postum wurde 1971 ein von Brian Jones vorbereiteter Dokumentarfilm über marokkanische Panflötenspieler aus dem Dorf Joujouka veröffentlicht: Brian Jones Presents The Pipes Of Pan Of Joujouka:

  

Die englische Band Psychic TV hat 1985 den Song Godstar veröffentlicht, der Brian Jones gewidmet ist und Teil eines nie veröffentlichten Films namens Godstar über Brian Jones sein sollte.
In dem Song Tightrope Ride, auf dem 1971 erschienenen Doors-Album Other Voices, wird Bezug zu Brian Jones hergestellt (das Lied gilt eigentlich dem verstorbenen Frontman Jim Morrison):

   

   

Der deutsche Schauspieler und Liedermacher Ben Becker veröffentlichte auf seinem Debütalbum einen Song mit dem Titel Brian Jones.
Die japanische Band Pizzicato Five widmete Brian Jones einen Song bzw. ein Video: Pizzicato Five: Sweet Soul Revue (Part II):

  

1989 nahmen die Rolling Stones gemeinsam mit den Musikern von The Pipes of Pan of Joujouka das Lied Continental drift für ihre LP Steel Wheels auf. Es handelte sich teilweise um die gleichen Musiker bzw. deren Söhne, mit denen Brian Jones 1968 Panflöten-Musik aufgenommen hat.
Ein Film über die letzten Tage von Brian Jones wurde 2005 unter dem Titel Stoned veröffentlicht (Regie: Stephen Woolley).
Im März 2007 erschien der Song The Spirit of Brian Jones von der Band Beyond the Vail.
Der amerikanische Musiker Anton Newcombe benannte seine Band nach Jones und dem Jonestown-Massaker The Brian Jonestown Massacre:

  

Zitat: Die Wahrheit in der Werbung: das zweite Album vom Brian Jonestown Massacre entspringt tatsächlich – wie versprochen – dem lange verkannten 1967er Meisterwerk der Rolling Stones. Their Satanic Majesties Request bekennt sich vollends schuldig, die Bad Boy-Attitüde von Mick und Keith und den Geist des Rock’n’Roll Zirkusses zu adaptieren. Alles beginnt mit All Around You (Intro), ein mit einem Augenzwinkern versehener Reiseführer zum kommenden Trip.
Das Album selbst ist ein ausgeflipptes Kaleidoskop, dessen Treibstoff illegale Substanzen sind – wie das gleichnamige Album der Stones ist Second Request durchtränkt von nahöstlichen Drones und psychedelischen Tendenzen. Jeder Track sprudelt mit Dutzenden von Soundeffekten wie Sitars, Mellotrones, Farfisas, Didgeridoos, Tablas, Congas und Glockenspielen.

  

Die LP Brian Jones presents the Pipes of Pan at Joujouka (1971) wurde in die Wireliste The Wire’s „100 Records That Set the World on Fire (While No One Was Listening)“ aufgenommen.

Solo-Diskografie

LP: Brian Jones presents the Pipes of Pan at Joujouka (1971) – Jones wirkt auf diesem Album der Master Musicians of Jajouka nicht selbst musikalisch mit.

  

Film: Mord und Totschlag (1968) – Brian Jones schrieb die Filmmusik und spielte sie auch selbst mit weiteren Studiomusikern ein. Der Soundtrack des Filmes wurde nie veröffentlicht.

Literatur

Paul Trynka: Sympathy For The Devil. Die Geburt der Rolling Stones und der Tod von Brian Jones, Hannibal Verlag 2015, ISBN 978-3854454830.

   

Nicholas Fitzgerald: Brian Jones: The inside story of the original Rolling Stone. G. P. Putnam’s Sons, New York 1985, ISBN 0399130616.
Artikel lesen: de.wikipedia.org/wiki/Brian Jones (Musiker)

www.pinterest.de/vintagebuch/brian-jones/

   

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