Echte Helden, falsche Helden: Was Demokraten gegen Populisten stark macht von Christoph Giesa. Warum Volksparteien scheitern und Populisten auf dem Vormarsch sind

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Die Demokratie
braucht Helden.

Gegen die emotionslose Politik der Volksparteien…

Um unsere Demokratie zu retten, braucht es Menschen, die demokratischen Werten eine Stimme und ein Gesicht geben, die die falsche Helden enttarnen und sich trauen, echte demokratische Helden zu sein.

Echte Helden, falsche Helden:
Was Demokraten gegen Populisten stark macht
von Christoph Giesa
Broschiert: 224 Seiten
ISBN-13: 978-3426278093
Broschiert 14,99 €
E-Book 12,99 €

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Echte Helden, falsche Helden
von Christoph Giesa

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Echte Helden, falsche Helden
von Christoph Giesa

Buchzitat: Ob Greta Thunberg oder Carola Rackete, ob Christian Drosten oder Deniz Yücel, ob Kollegah oder Björn Höcke:

Wir leben in einer Zeit, in der wir die großen Streitthemen längst wieder entlang von markanten Persönlichkeiten diskutieren.

In der Wünsche und Ideale wieder auf Menschen, nicht länger auf Verfassungstexte projiziert und in der einzelne Personen schnell zu Helden stilisiert werden.

Wie aber lautet die Antwort der liberalen Demokratien darauf?

Christoph Giesa belegt, dass bisher vor allem Populisten und Radikale die Situation ausnutzen, um falsche Helden gegen die Demokratie in Stellung zu bringen. Und er zeigt, was echte Demokraten dem entgegensetzen und an wem sie sich dabei orientieren können.

Christoph Giesa macht sich auf die Suche nach inspirierenden Heldengeschichten aus verschiedenen Epochen und Kontexten.

Ob das nun ein Bundeswehr Major im Kosovo ist, der sich einer Schar Paramilitärs entgegenstellte, die drauf und dran waren, ein Dorf zu brandschatzen.

Oder die unerschrockene junge Frau, die den Weg für Frauen bei genau dieser Bundeswehr juristisch freikämpfte – auch dann noch, als schon klar war, dass sie selbst einen anderen Weg einschlagen würde.

Würde man mehr von diesen Heldinnen und Helden erzählen, so Giesa, wäre dies das stärkste Bollwerk gegen Hass und Zynismus.

Christoph Giesa beschäftigt sich als Publizist, Autor und Vortragender mit gesellschaftlich relevanten Zukunftsthemen.

In seinen Texten, sowie bei Veranstaltungen zur politischen Bildung für Erwachsene, Studenten und Schüler, die er organisiert, widmet Christoph Giesa sich regelmäßig den Herausforderungen für die Demokratie in Zeiten des Aufkommens radikaler Geisteshaltungen.

Zuletzt erschienen 2015 seine Bücher zur AfD („Deutschland dreht durch“, Hanser) und zur Neuen Rechten („Gefährliche Bürger“, Hanser, beide mit Liane Bednarz).

Zuvor erschien von Christoph Giesa 2011 „Bürger. Macht. Politik“. im Campus Verlag mit einem Vorwort von Joachim Gauck, sowie 2014 “New Business Order” bei Hanser (zusammen mit Lena Schiller Clausen).

Christoph Giesa ist studierter Wirtschaftswissenschaftler und war einige Jahre bei einer internationalen Unternehmensberatung sowie der Otto Group tätig. Heute lebt und arbeitet er als Publizist in Lüneburg.

Christoph Giesa ist langjähriges Mitglied von „Gegen Vergessen – Für Demokratie” und „Mehr Demokratie e.V.”.
Webseite: www.christophgiesa.de
Twitter: @christophgiesa
Facebook: www.facebook.com

Drei Fragen an Christoph Giesa zu
„Echte Helden, falsche Helden“

Warum ein Buch über Helden?
Und was hat das mit dem Kampf gegen Populismus zu tun?

Wenn man nach den Ursachen nach dem Aufstieg von Populisten sucht, findet man ein ganzes Bündel an Gründen, die die Entwicklung ermöglicht haben.

Neben der Verunsicherung vieler Menschen in einer Umbruchphase und den neuen Möglichkeiten etwa durch Soziale Medien gibt es noch einen weiteren wichtigen Punkt, der selten im Fokus steht: Emotionen.

Populisten und Radikale spielen mit diesen virtuos und decken damit eine Schwäche der liberalen Demokratie auf, in der wir uns lange Emotionalität verboten und als höchste Form des Patriotismus den Verfassungspatriotismus erlaubt haben.

Doch das reicht derzeit einfach nicht mehr aus. Wir müssen als Demokraten neben dem Kampf um die Köpfe auch den Kampf um die Herzen der Menschen aufnehmen. Und dabei spielen Heldenfiguren – männlich wie weiblich – eine wichtige Rolle.

Nun versteht unter dem Begriff Held vermutlich nicht jeder Mensch das gleiche.
Um welche Heldenfiguren geht es konkret?

In Deutschland gibt es tatsächlich sehr wenige unumstrittene Helden, was natürlich mit dem zu Recht kritischen Blick auf die eigene Geschichte zu tun hat.

Während in vielen Ländern zumindest diejenigen Feldherren und Soldaten gefeiert werden, die mitgeholfen haben, Europa vom nationalsozialistischen Terror zu befreien, bleiben den Deutschen nur einige wenige Widerstandskämpfer wie die Geschwister Scholl als Vorbildfiguren.

Doch gerade deren Vermächtnis, ebenso wie das von Hitler-Attentäter Stauffenberg, ist inzwischen umkämpft. Denn neurechte Vordenker haben das Identifikationspotenzial dieser Persönlichkeiten für sich entdeckt und versuchen deren Geschichte umzudeuten und die Namen für sich zu vereinnahmen.

Das ist eine gefährliche Entwicklung, die sicher auch nicht im Sinne der so Vereinnahmten gewesen wäre. Daher müssen wir um die Deutungshoheit über diese Persönlichkeiten kämpfen und nach weiteren Namen Ausschau halten, die heute oder zu ihrer Zeit für die Werte des demokratischen und freiheitlichen Deutschlands eingestanden haben oder einstehen.

Stauffenberg und die Geschwister Scholl sind weithin bekannt.
Welche unbekannteren Heldengeschichten erzählen Sie uns in Ihrem Buch?

Ich habe versucht, Beispiele aus verschiedenen Epochen und Kontexten zu finden, die gleichermaßen inspirierend sind und zeigen, dass jeder und jede von uns etwas bewegen kann.

Ob das nun ein Bundeswehr Major im Kosovo ist, der sich todesmutig einer Schar Paramilitärs entgegenstellte, die drauf und dran waren, ein Dorf zu brandschatzen.

Oder die unerschrockene junge Frau, die den Weg für Frauen bei genau dieser Bundeswehr juristisch freikämpfte – auch dann noch, als schon klar war, dass sie selbst einen anderen Weg einschlagen würde. Überhaupt ist es wichtig, sich deutlich zu machen:

Eine Gesellschaft, in der jeder nur für sich einsteht, wird nicht funktionieren. Es braucht immer auch Menschen, die eigene Nachteile in Kauf zu nehmen bereit sind, um anderen – vor allem schutzbedürftigen – Menschen beizustehen.

Von diesen Heldinnen und Helden gibt es mehr als man denken würde. Wenn wir deren Geschichten endlich wieder erzählen und uns selbst davon inspirieren lassen, ist das das stärkste Bollwerk gegen Hass und Zynismus.

Echte Helden, falsche Helden von Christoph Giesa
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