Dieter Wedel ist ein deutscher Regisseur und Drehbuchautor mit vielen Auszeichnungen. Wedel unter öffentlicher Anklage: Hat der Regisseur genötigt, gequält, vergewaltigt

Dieter Wedel ist ein deutscher Regisseur und Drehbuchautor mit vielen Auszeichnungen. Wedel unter öffentlicher Anklage: Hat der Regisseur genötigt, gequält, vergewaltigt

Dieter Wedel wurde als Dietrich Wedel am 12. November 1939 oder – nach eigenen Angaben – 1942 in Frankfurt am Main geboren. Er ist ein deutscher Regisseur und Drehbuchautor.

Die Informationen zum Geburtsjahr Wedels sind widersprüchlich: Der Öffentlichkeit gegenüber gab er 1942 als sein Geburtsjahr an, obwohl er bereits 1946 eingeschult wurde. 2010 äußerte Wedel gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, dass er sich 1968 drei Jahre älter gemacht habe, um seine erste Regiearbeit für den Film Gedenktag (1970) zu bekommen.

Aus einem von ihm verfassten Lebenslauf im Anhang seiner bereits 1965 an der Philosophischen Fakultät der Freien Universität Berlin eingereichten Inaugural-Dissertation mit dem Titel Das Frankfurter Schauspielhaus in den Jahren 1912 bis 1929 geht indes hervor, dass Wedel am 12. November 1939 in Frankfurt am Main geboren wurde. Wedel begann seine berufliche Laufbahn als Autor und Hörspielregisseur bei Radio Bremen 1966.

Seit 2015 war Wedel Intendant der Bad Hersfelder Festspiele. Seine erste Inszenierung in Bad Hersfeld war die Komödie der Irrungen mit Darstellern wie Sonja Kirchberger und Heinz Hoenig.

2016 inszenierte er Hexenjagd. Zum Ensemble gehörten unter anderem Elisabeth Lanz, Richy Müller und Motsi Mabuse.

2017 brachte Wedel das Theaterstück Martin Luther – Der Anschlag auf die Bühne. Sein zuerst bis 2018 geltender Vertrag wurde bis zum Jahr 2022 verlängert.

Am 22. Januar 2018 erklärte Wedel seinen Rücktritt als Intendant, nachdem ihm mehrere Schauspielerinnen im Rahmen der #MeToo-Debatte sexualisierte Gewalt vorgeworfen hatten. Seine geplante Inszenierung Das Karlos-Komplott wurde aus dem Spielplan genommen.

Führungsstil als Produzent und Regisseur

2017 entließ Wedel einen Tag vor Beginn der 67. Bad Hersfelder Festspiele den Schauspieler Paulus Manker nach einer Auseinandersetzung während einer der letzten Proben.

Manker kritisierte Wedel danach heftig, dieser herrsche wie ein „nordkoreanischer Diktator“, der „wochenlang Angst und Schrecken“ bei seinen Schauspielern verbreite. Manker sollte in der Uraufführung Martin Luther – Der Anschlag die Titelrolle verkörpern.

Wedel bedauerte im Januar 2018 als Reaktion auf einen Bericht der Zeit über seinen Anwalt, dass er im Rahmen seiner „langjährigen Tätigkeit als Produzent und Regisseur Schauspielerinnen und Schauspieler insbesondere am Set manchmal überharter, wohl auch verletzender Kritik ausgesetzt“ habe.

Vorwürfe sexueller Übergriffe

Im Zuge der #MeToo-Debatte warfen in einem Artikel des Zeitmagazins vom 3. Januar 2018 mehrere Schauspielerinnen sowie ehemalige Mitarbeiter Wedel gewalttätige und sexuelle Übergriffe vor, die er in den 1990er-Jahren begangen haben soll, und gaben dazu eidesstattliche Versicherungen ab.

Die Schauspielerin Jany Tempel bezichtigte Wedel, sie bei einem Vorsprechen 1996 in einem Hotel in München vergewaltigt zu haben.

Wedel widersprach den Aussagen der Frauen und gab laut Angaben seines Anwalts seinerseits „eine umfassende eidesstattliche Erklärung“ zu den Anschuldigungen ab. Er kündigte an, sich gegen die Print- und Online-Veröffentlichung des Artikels juristisch zur Wehr zu setzen.

Am 22. Januar 2018 erklärte Wedel unter Bezug auf die mediale Berichterstattung seinen Rücktritt als Intendant der Bad Hersfelder Festspiele.

Kurz darauf wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft München Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts einer nicht verjährten Sexualstraftat begonnen hatte.

In einem Nachfolgebericht der Zeit warfen weitere Schauspielerinnen und ehemalige Mitarbeiter Wedel sexuelle Übergriffe vor.

Unter anderem soll es 1975 bei der Produktion der NDR-Serie Pariser Geschichten zu einer Vergewaltigung in einem Waldstück gekommen sein. Zudem beschrieb Schauspielerin Esther Gemsch in einen weiteren mutmaßlichen sexuellen Übergriff 1989 in einem Hotelzimmer, der sie an der Halswirbelsäule verletzt und traumatisiert habe.

Ihre Rolle habe man deshalb mit Ute Christensen neu besetzt, die Wedel ebenfalls der sexuellen Belästigung beschuldigt. Beim Saarländischen Rundfunk wurden Vorfälle schriftlich festgehalten.

Bereits Ende November 2017 hatte sich Wedel in die #MeToo-Debatte eingeschaltet und sich dabei selbst als Sexismus-Opfer dargestellt.

Im Zuge der gegen ihn erhobenen Vorwürfe erlitt Wedel im Januar 2018 laut Angaben aus seinem Umfeld eine Herzattacke.

Hart aber Fair:
Macht, Mann, Missbrauch – was lehrt uns der Fall Wedel?

Die Strafrechtlerin Monika Frommel kritisierte die Veröffentlichung der Vorwürfe gegen Regisseur Dieter Wedel durch das „Zeit Magazin“ und die „Zeit“. Das sei ein digitaler Pranger und ein historischer Rückschritt. Schließlich gebe es für solche Fälle erprobte Verfahren, die nun einfach umgangen würden.

Der Chefredakteur des „Zeit Magazins“ Christoph Amend entgegnete, die Anschuldigungen seien sorgfältig recherchiert und dokumentiert worden. Auch habe man Wedel angehört und seine Sicht der Dinge gleichberechtigt dargestellt.

Familienministerin Katarina Barley warnte davor, das Problem sexueller Übergriffe ausschließlich in der Vergangenheit zu verorten. Entscheidend sei dabei das Machtgefälle, das die Taten bedinge. Das passiere auch in der Politik. Es sei wichtig, dass darüber gesprochen werde.

Das Thema:
Macht, Mann, Missbrauch – was lehrt uns der Fall Wedel?

Die Gäste:
Katarina Barley (SPD, Bundesministerin für Familie, Senioren,
Frauen und Jugend; geschäftsführende Ministerin für Arbeit und
Soziales)
Monika Frommel (Strafrechtlerin; Rechtswissenschaftlerin; Kriminologin
Lisa Ortgies (Moderatorin der WDR-Sendung „Frau tv“)
Christoph Amend (Chefredakteur des ZEITmagazins)
Thomas Kleist (Intendant des Saarländischen Rundfunks)
Emilia Smechowski (freie Reporterin, Autorin SZ-Magazin)

Dieter Wedel unter öffentlicher Anklage:
Hat der Regisseur genötigt, gequält, vergewaltigt?

Wenn ja:
Wie konnten damals so viele wegschauen?

Und heute: Sind wir nur wachsamer geworden oder schon hysterisch, wenn es zum Beispiel um Alltags-Sexismus geht?
Quelle: daserste.de

“Hart aber fair” zum Fall Wedel
Leute, waren wir nicht schon weiter?

Wedel und die Achtziger hingen wie Bleigewichte an der Debatte: Die “Hart aber fair”-Runde über die Lehren des Falls kam über Altbekanntes kaum hinaus.
Quelle: www.spiegel.de/kultur

Sexismus-Streit bei „Hart aber fair“ Juristin spricht in Wedel-Talk von „Pranger“

Sexismus ist derzeit ein viel diskutiertes Thema und sorgt auch im TV für eine gute Quote. Die Frage des Abends bei „Hart aber fair“: „Macht, Mann, Missbrauch“ Was haben wir aus dem Fall Wedel gelernt? Sind wir nur wachsamer geworden oder schon hysterisch, wenn es zum Beispiel um Alltags-Sexismus geht, fragte Frank Plasberg.
Quelle: www.mz-web.de

Auszeichnungen

1971: DAG-Fernsehpreis in Silber für Gedenktag
1971: Ehrende Anerkennung der Jury Allgemeine Programme beim Adolf-Grimme-Preis für Gedenktag
1985: Goldener Gong
1993: Goldene Kamera
1994: Adolf-Grimme-Preis mit Gold, für Der große Bellheim (zusammen mit Will Quadflieg, Heinz Schubert, Hans Korte und Mario Adorf)
1996: Romy Jurypreis Beste Regie, für Der Schattenmann
2002: Bambi
2007: Alzeyer Georg-Scheu-Plakette
2009: Ehrenmitgliedschaft im Verein Deutsche Sprache.
2012: 21. Träger des Pfälzer Saumagen-Ordens
2014: Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz

Filmografie

1969: Willi, NDR
1970: Gedenktag, NDR
1971: Hamburg Transit – Grüner Türke, Krimiepisode ARD
1972: Einmal im Leben – Geschichte eines Eigenheims, ARD
1973: Tatort – Ein ganz gewöhnlicher Mord, ARD
1974: Eintausend Milliarden
1974: Eiger, ARD
1974: Aus Liebe zum Sport
1975: Die Rakete, ARD
1976: Alle Jahre wieder – Die Familie Semmeling, ARD
1977: Das Rentenspiel
1981/1982: Bretter, die die Welt bedeuten, SR/ARD
1982: Schwarz Rot Gold – Alles in Butter, ARD
1982: Schwarz Rot Gold – Unser Land, ARD
1984: Der Mann, der keine Autos mochte, ZDF
1985: Schwarz Rot Gold – Nicht schießen!, ARD
1987: Kampf der Tiger, ZDF
1988: Wilder Westen inclusive, ARD
1993: Der große Bellheim, ZDF
1994: Sylvia Brandt – Ich greife ein, Sat.1
1996: Der Schattenmann, ZDF
1998: Der König von St. Pauli, Sat.1
2002: Die Affäre Semmeling, ZDF
2006: Papa und Mama, ZDF
2007: Mein alter Freund Fritz, ZDF
2010: Gier, ARD
Quelle: Wikipedia

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