26. Oktober 2021

Die Täuschung. Haben Katholiken die Kirche, die sie verdienen? Wie die Kirchenhierarchie Reformen verhindert. Eine Streitschrift von Norbert Lüdecke. Schluss mit der (Selbst)-Täuschung der katholischen Laien

Die Katholische Kirche steht immer wieder im Rampenlicht der Medien.

In den vergangenen Wochen wird täglich über die Debatte um Kardinal Woelki oder das Rücktrittsangebot von Kardinal Marx berichtet.

Auch Kirchenrechtler Prof. Dr. Norbert Lüdecke wird hierzu häufig interviewt und zitiert.

Sein Buch »Die Täuschung. Haben Katholiken die Kirche, die sie verdienen?« erschien am 28. Juli mit prominenter Berichterstattung.

Die Täuschung.
Haben Katholiken die Kirche, die sie verdienen?
Wie die Kirchenhierarchie Reformen verhindert.
Eine Streitschrift von Norbert Lüdecke
wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG)
(30. Juli 2021)
Taschenbuch: ‎ 304 Seiten
ISBN-13: ‎ 978-3806243536
Taschenbuch 20,00 €
E-Book 15,99 €

Zur Verlagsinfo & Leseprobe
Die Täuschung:
Eine Streitschrift von Norbert Lüdecke

Aus dem Inhalt:

Und täglich grüßt der „Dialog“

1952 Hierarchische Einhegung des Laienengagements:
die Gründung des „Zentralkomitees der deutschen Katholiken“

1972-1975 Druckablass und Beruhigung:
die Würzburger Synode

2011-2015 Schön, darüber gesprochen zu haben:
der Gesprächsprozess der deutschen Bischöfe

Seit 2020 Lasst sie doch (wieder) reden …:
der Synodale Weg

Warum?
Sehschwäche und Regression
– Geduld und Komplizenschaft

Schluss?
Letzte Ausfahrt „Trotzdem!“

Buchzitat: Wie kann es sein, dass die katholische Kirche in einer Zeit von Missbrauchsskandalen und massenhaften Kirchenaustritten keinerlei Reformwillen zeigt?

Der vielgerühmte Synodale Weg hat Hoffnungen auf einen Wandel der katholischen Kirche geweckt.

Dabei ist er nichts Anderes als eine große (Selbst-)Täuschung der katholischen Laien.

Der profilierte Bonner Kirchenrechtler und Theologe Norbert Lüdecke zeigt mit zeitgeschichtlich und kirchenrechtlich informiertem Blick, dass die deutschen Bischöfe seit der Aufdeckung der Missbrauchsskandale aufs Neue ein Skript anwenden, das seit der Gründung des »Zentralkomitees der deutschen Katholiken« 1952 immer wieder funktioniert hat.

Laut dem renommierten Professor soll der Synodale Weg keine wirklichen Reformen voranbringen, sondern dient der Ruhigstellung der Gläubigen.

Die kirchlichen Dialoge seien keine Dialoge und sollen auch keine sein.

»Die Täuschung« ist ein herausfordernder Beitrag mit fundierter Kirchenkritik zur Zwischenbilanz des Synodalen Weges (Synodalversammlung 30.09.-02.10.21).

  Fazit: Der Kirchenrechtler und Theologe Norbert Lüdecke deckt mit seiner scharfen Analyse auf, dass die deutschen Bischöfe ihre ganz eigene Art der Krisenbewältigung perfektioniert haben.

Ihr Ziel ist es offensichtlich, echte Kirchenreformen zu verhindern.

Doch warum lassen sich die Katholiken darauf ein?
Gesprächsangebote als Beruhigungspille:

Warum runde Tische nichts bewirken

Der Synodale Weg: Warum Laien mitreden, aber nicht mitentscheiden dürfen

Die Folgen der Würzburger Synode und der Reformstau der Kirche
Kirchenhierarchie als Reform-Verhinderer: Was sich jetzt ändern muss

Die Macht der Basis?

Warum es immer noch zu wenig Gegenwind gibt

Was muss jetzt geschehen, damit die katholische Kirche eine Zukunft hat?

Priesterzölibat, Frauenrechte, und Geschiedene, die wieder heiraten möchten:

Nicht erst seit der Aufdeckung der Missbrauchsskandale wenden die deutschen Bischöfe eine Hinhaltetaktik an.

Wenn es zu bedrohlichen Situationen kommt, wecken sie mit Gesprächsangeboten Hoffnung.

Das Laienengagement des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) und der Synodale Weg sind zwei Beispiele dafür.

Der zeitgeschichtlich und kirchenrechtlich informierte Blick des profilierten Bonner Professors Norbert Lüdecke zeigt, dass das zwar Druck aus dem innerkirchlichen Kessel nimmt.

Aber es verändert nichts an den hierarchischen Strukturen, die dringend benötigte Kirchenreformen blockieren statt befördern.

Sein Buch ist ein Aufruf an alle Katholiken, aktiv zu werden für eine Kirche, die wieder Zukunft hat!

Prof. DDr., Lic. Iur. Can. Norbert Lüdecke (geb. 1959) lehrt Kirchenrecht an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn.

Neben der universitären Lehre war er an den Diözesangerichten Limburg und Mainz in der kirchlichen Rechtsprechung tätig.