Die neun Leben des Herrn F. Herbert Feuerstein produzierte für den WDR 5 seinen eigenen Nachruf in Form einer knapp zweistündigen autobiografischen Radiosendung

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Die neun Leben des Herrn F.: Autobiographie
von Herbert Feuerstein
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
ISBN-13: 978-3550080876
Ullstein Hardcover
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Buchzitat: Herbert Feuerstein
1. Leben: In Salzburg versucht Herbert Feuerstein aufzuwachsen, wird aber nur 1,65.

Herbert Feuerstein
2. Leben: Er studiert am Mozarteum Musik und erhält dafür Ohrfeigen.

Herbert Feuerstein
3. Leben: Kaffeehausliterat in Wien und Giftzwerg der Musikkritik.

Herbert Feuerstein
4. Leben: Zehn Jahre New York: Journalist, Hobby-Tischler und Stadtneurotiker.

Herbert Feuerstein
5. Leben: Drei Jahre Buchverlagsleiter in Frankfurt. (Zählt wie dreißig Jahre Buchhalter.)

Herbert Feuerstein
6. Leben: Zwanzig Jahre Macher des Satiremagazins MAD. (Zählt wie zwei Monate FAZ.)

Herbert Feuerstein
7. Doppelleben: Radio, Fernsehen & Trallala sowie Theater und Oper für die restlichen fünf Prozent.

Herbert Feuerstein
8. Leben: Zurück zur Musik, wovon sein Klavierspiel aber leider nicht besser wird.

Herbert Feuerstein
9. Leben: Danke, es geht. Aber wie lang noch?

Herbert Feuerstein (* 15. Juni 1937 in Zell am See, Österreich; † 6. Oktober 2020 in Erftstadt, Nordrhein-Westfalen war ein deutscher Journalist, Kabarettist, Schauspieler und Entertainer österreichischer Herkunft.

Einem breiten Publikum bekannt wurde Feuerstein im deutschsprachigen Raum vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Harald Schmidt in den Fernsehsendungen Pssst … und Schmidteinander.

Herbert Feuerstein / Schriften

New York für Anfänger. Ein heiterer Leitfaden. Mit Zeichnungen von Tomi Ungerer. Diogenes, Zürich 1969, DNB 456612432.
Der hässlichste Hund der Welt. Text zu Bildern von Bruce Whatley. Coppenrath, Münster 1995, ISBN 3-8157-1227-0.
Feuersteins Reisen nach Alaska, Vanuatu, Arabien, Mexiko. Haffmans, Zürich 2000; Heyne, München 2005, ISBN 3-453-40149-2.
Feuersteins Ersatzbuch der Reisen nach Hawaii, Grönland, Schottland, Ostafrika u.v. a. Haffmans, Zürich 2001; Heyne, München 2004, ISBN 3-453-40125-5.
Feuersteins Drittes. Reisen nach Thailand, Birma, New York und ins Eismeer. Diana, München 2004; Heyne, München 2005, ISBN 3-453-40150-6.
Frauen fragen Feuerstein und sieben andere F-Wörter. Heyne, München 2005, ISBN 3-453-40193-X.
Die neun Leben des Herrn F. Ullstein, Berlin 2014, ISBN 978-3-550-08087-6.

Herbert Feuerstein / Filmografie (Auswahl)

1990 bis 1995, 2007: Pssst … (Spielshow)
1990 bis 1994: Schmidteinander (Late-Night-Show)
1994: Nich’ mit Leo
1995 bis 1998: Feuersteins Reisen (Fernsehserie)
1995: Entführung aus der Lindenstraße (Fernsehfilm)
1996: Der Trip – Die nackte Gitarre 0,5
1996: Lindenstraße (Fernsehserie, Folge: Absolution)
1996: Salto Postale (Fernsehserie, Folge: Unheilige Allianz)
1996 bis 1997: Die Wochenshow (Fernsehserie)
1997: Polizeiruf 110: Der Sohn der Kommissarin (Fernsehfilm)
1998: Varell & Decker (4 Folgen)
1999: Endgültig (No one said it would be easy) (Kurzfilm)
1999: Fake – Die Fälschung
2000: Manila
2001: Ausziehn!
2001: Der Schuh des Manitu
2002: Santa Claudia (Fernsehfilm)
2004: Edel & Starck (Fernsehserie, Folge: Mutproben)
2004: Ein krasser Deal (Fernsehfilm)
2004: Schlosshotel Orth (Fernsehserie, Folge: Allüren)
2004: Nikola (Fernsehserie, Folge: Der letzte Tango)
2004: Chili TV (Fernsehserie)
2004: Die Unglaublichen – The Incredibles (Animationsfilm, Synchronsprecher für Wallace Shawn als Gilbert Huph)
2005: Die Nachrichten (Fernsehfilm)
2006: Letzte Saison (Kurzfilm)
2006: Die ProSieben Märchenstunde (Fernsehserie, Folge: Rumpelstilzchen – Auf Wache im Märchenwald)
2007: Crazy Race 3 – Sie knacken jedes Schloss (Fernsehfilm)
2007: Deutschland ist schön – Die Allstar Comedy (Fernsehserie)
2007: Vollidiot
2007: Die ProSieben Märchenstunde (Fernsehserie, Folge: Die Prinzessin auf der Erbse – Qual der Wahl Royal)
2007: Ein Fall für zwei (Fernsehserie, Folge: Tödliche Besessenheit)
2008: African Race – Die verrückte Jagd nach dem Marakunda (Fernsehfilm)
2008: Inselaffen – Eine Kinomär (Kurzfilm)
2008: Frau Holle (Fernsehfilm)
2008: Sunshine Barry und die Discowürmer
2009: SOKO Leipzig (Fernsehserie, Folge: Spuren lügen nicht)
2009: Wickie und die starken Männer
2010: Sesamstraße präsentiert: Eine Möhre für zwei (Folge 3: Die Erfindung)
2011: SOKO Köln (Fernsehserie, Folge: Die Berufenen)
2012: Bis zum Horizont, dann links!
2012: Finn und der Weg zum Himmel (Stimme; Fernsehfilm)
2013: Der Staatsanwalt (Fernsehserie, Folge: Blinde Gier)
2014: Pastewka (Fernsehserie, Staffel 7, Folge 4: Der Nachruf)

Herbert Feuerstein / Ehrungen und Auszeichnungen

1987: Essener Feder für die beste Spielanleitung betr. Spion & Spion (Brettspiel)
1994: Adolf-Grimme-Preis für Schmidteinander, Bambi
2010: Ehrenpreis des Deutschen Comedypreises

Herbert Feuerstein / Fernsehportraits

Zimmer frei! – Gast bei Christine Westermann und Götz Alsmann, (WDR Fernsehen, 14. August 1996)[15]
Herr Feuerstein wird 70, und Herr Schmidt bejubelt ihn – Ein Film von Klaus Michael Heinz, (WDR Fernsehen, 15. Juni 2007)
Herr Feuerstein wird 75, und Herr Pastewka feiert ihn – Ein Film von Klaus Michael Heinz, (WDR Fernsehen, 16. Juni 2012)
Krause kommt! – Pierre M. Krause besucht Herbert Feuerstein zu Hause, (SWR Fernsehen, 7. April 2017)[16]
Herr Feuerstein schreibt seinen Nachruf – Und lebt noch 2091 Tage – Ein Film von Klaus Michael Heinz, (WDR Fernsehen, 7. Oktober 2020)

Herbert Feuerstein / Literatur

Herbert Feuerstein: Die neun Leben des Herrn F. Ullstein, 2014, ISBN 978-3-550-08087-6.
Ich bin feindlich. In: Der Spiegel. Nr. 21, 1994 (online – Gespräch über Harald Schmidt).
Lechz, Hechel, Ächz, Würg. In: Der Tagesspiegel, 20. Mai 2010; über MAD

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Video: “Er war der Größte” Alexander Gorkow zum Tod von Herbert Feuerstein

Zitat: Trauer um den Kabaretisten Herbert Feuerstein. “In Salzburg versucht er aufzuwachsen, wird aber nur 1 Meter 65”, schreibt der Komiker, Autor und Entertainer selbstironisch in seiner Autobiographie.

In den 60er Jahren arbeitet er als Journalist in den USA, dort entsteht der Kontakt zum MAD-Magazin, das er dann 20 Jahre in Deutschland führt.

Er produziert eine Reihe von TV-Sendungen – unter anderem die Serie “Feuersteins Reisen”
Humorvoll, intelligent und irgendwie anarchisch.

Einem breitem Publikum bekannt wird er durch die Satire- und Comedysendung «Schmidteinander», das er in den 90er Jahren mit Harald Schmidt kongenial moderiert.

Stöhn, ächtz, lechz” diese Lautmalerein aus MAD hielten Einzug in die Jugendsprache. Sie sollen nach eigenem Wunsch auch seinen Grabstein zieren. Herbert Feuerstein wurde 83 Jahre alt.