Die legendären Louisiana Hayride -Radioübertragungen von KWKH aus den 1940er, 1950er und 1960er Jahren, insgesamt mehr als 25 Stunden Musik auf 20 CDs. Die Hayride wurde live von der Bühne in Shreveport gesendet und präsentierte die bekanntesten Stars der Country Music, spätere Legenden, regionale Größen und talentierte Newcomer

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Die legendären Louisiana Hayride-Radioübertragungen von KWKH aus den 1940er, 1950er und 1960er Jahren, insgesamt mehr als 25 Stunden Musik auf 20 CDs. Die Hayride wurde live von der Bühne in Shreveport gesendet und präsentierte die bekanntesten Stars der Country Music, spätere Legenden, regionale Größen und talentierte Newcomer

Die legendären Louisiana Hayride -Radioübertragungen von KWKH aus den 1940er, 1950er und 1960er Jahren, insgesamt mehr als 25 Stunden Musik auf 20 CDs. Die Hayride wurde live von der Bühne in Shreveport gesendet und präsentierte die bekanntesten Stars der Country Music, spätere Legenden, regionale Größen und talentierte Newcomer.

 

 

529 Liveaufnahmen einschließlich zuvor unbekannter Titel von Hank Williams.

 

11 live im Studio eingespielte Transcriptions von u.a. Kitty Wells, Johnnie and Jack, Hank Williams und Curley Williams.

 

19 reguläre Studioaufnahmen, darunter Hits von Slim Whitman, den Browns, Mitchell Torok, Jim Reeves, Mac Wiseman und Carolyn Bradshaw.

 

At the Louisiana Hayride Tonight
20-CD Box (LP-Größe) mit 224-seitigem gebundenem Buch (LP-Größe)
559 Einzeltitel
Gesamtspieldauer 1.506:37 Minuten
Audio CD (24. November 2017)
Anzahl Disks/Tonträger: 20
Format: Box-Set
Label: Bear Family Records (in-Akustik)
ASIN: B075K3K9RS
Audio-CD EUR 148,74 Sonderpreis:

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– 20 Disks

Der Louisiana Hayride ist eine der bekanntesten Country-Musik-Sendungen im US-Hörfunk. Sie wird seit 1948 aus dem Municipal Auditorium in Shreveport, Louisiana, übertragen und wurde in den 1950er-Jahren nur von der Grand Ole Opry an Popularität übertroffen. Der Beiname des Hayrides ist Cradle of the Stars, da die Show für viele Musiker ein „Sprungbrett“ zur Karriere war.

Anfänge

Am 3. April 1948 ging der Louisiana Hayride erstmals auf Sendung. Initiiert wurde die Samstags-Abend-Show von Henry Clay und Dean Upson, die zum Management des Senders KWKH Shreveport gehörten. Ab 1948 wurde wöchentlich übertragen. Der Empfang beschränkte sich zunächst auf Louisiana und die angrenzenden Bundesstaaten. Ab 1954 wurden auch über das AFN-Netz 30-minütige Ausschnitte nach Übersee übertragen. Über das CBS-Netz wurde ganz Nordamerika erreicht.

Aufstieg und Ende

Zu den ersten Stars gehörten Hank Williams und Kitty Wells. Ab 1954 war Elvis Presley für 18 Monate Ensemblemitglied, nachdem er in der Grand Ole Opry gescheitert war. Bei seinem letzten Auftritt am 15. Dezember 1956 kam es zu einer Massenhysterie unter den meist weiblichen Fans, die der Ansager Horace Lee Logan mit der Mitteilung “Elvis has left the building” zu beruhigen versuchte.

Der Louisiana Hayride stand immer im Schatten der Grand Ole Opry*. “The Cradle of the Stars” (die Wiege der Stars) diente vor allem aufstrebenden Talenten als Sprungbrett, bot aber auch etablierten Musikern Gelegenheit zu Auftritten, die sich dem strengen Regime der Opry nicht unterziehen wollten: *Die Grand Ole Opry ist die langlebigste Radioshow der US-Rundfunkgeschichte. Die seit 1925 allwöchentlich aus Nashville, übertragenen Country-Musik-Konzerte haben seit Jahrzehnten Kultstatus.

Nach dem Weggang Presleys erlebte der Louisiana Hayride einen allmählichen Niedergang. Zeitweilig wurden ausschließlich Bandaufnahmen alter Sendungen abgespielt. Der KWKH-Sender zog sich zurück und 1969 wurden die Sendungen endgültig eingestellt. David Kent übernahm 1975 die Namensrechte und belebte den Hayride zwischen 1973 und 1987 wieder.

In einem anderen Gebäude wurde die Show mit reduziertem Staraufgebot weitergeführt. Ab 1984 wurde sie zusätzlich im Fernsehen übertragen. Drei Jahre später zog man ins Municipal Auditorium zurück. An die Erfolge der Zeiten von 1948 bis 1960 konnte aber nicht mehr angeknüpft werden und man stellte die Shows wieder ein. Zurzeit gibt es Pläne, das Municipal Auditorium zu restaurieren und den Louisiana Hayride dort wieder stattfinden zu lassen.

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Gäste und Mitglieder

 

Arlie Duff

 

(* 28. März 1924 in Jacks Branch, Texas, als Arleigh Elton Duff; † 4. Juli 1996) war ein US-amerikanischer Country-Musiker. Sein größter Hit war Y’All Come aus dem Jahr 1953. 1953 nahm Duff seinen Song You All Come für das texanische Label Starday Records auf. Der Titel stieg bis auf Platz sieben der Billboard Country-Charts und öffnete Duff die Tore zum Ruhm. Schlagartig war Arlie Duff in Shows wie dem Louisiana Hayride, Red Foleys Ozark Jubilee, dem Saturday Night Shindig und auch in der Grand Ole Opry zu hören.

Der Titel seines Hits änderte sich im Laufe der Zeit zu Y’All Come und wurde vom Houston Hometown Jamboree als Titelmelodie gewählt. Bill Monroe nutzte den Song von da an, um seine Konzerte zu schließen und auch andere namhafte Stars wie Bing Crosby, Patti Page, Bobby Bare, Faron Young, Grandpa Jones, George Jones, Bobby Vinton, Minnie Pearl, Glen Campbell, Buck Owens, Porter Wagoner, Gene Pitney und Little Jimmy Dickens nahmen ihre Version des Songs auf. Am 10. Oktober 1954 heiratete Arlie Duff Nancy White live während einer Show des Louisiana Hayrides.

Als Sänger von Y’All Come blieb Arlie Duff in den USA aber extrem populär und hatte unter anderem auch als Songschreiber von Hits wie It’s the Little Things (Sonny James, George Jones, Marie Osmond), Bulding Memories (Sonny James), Love Me Like There’s No Tomorrow (Sonny James), Til I Heart it From You (George Jones) und Another Story (Ernest Tubb, Leon Redbone) Erfolg. 1953 hatte Arlie Duff für Y’All Come einen BMI-Award bekommen, den er 1968 für It’s The Little Things erneut erhielt. 1983 veröffentlichte Duff seine Autobiographie Y’All Come und zog einige Jahre später nach Woodbury in Connecticut. VinTageBuch Webseite: Arlie Duff

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Billy Wallace

 

(* 26. März 1917 in Oklahoma City; † 3. Juni 1978) war ein US-amerikanischer Country- und Rockabilly-Musiker sowie Komponist. Wallace schrieb unter anderem den Hit Back Street Affair für Webb Pierce. Als Kind begann Billy Wallace, Gitarre zu spielen und als Jugendlicher schrieb er seine ersten Songs. Seine größten Vorbilder waren die Delmore Brothers, Rex Griffin, Roy Acuff, aber auch Hank Williams, Ernest Tubb und Hal Smith.

1943 heiratete Billy Wallace und zog nach Huntsville. Seine professionelle Karriere begann, als Bill Carlisle einen von Wallaces geschriebenen Songs aufnahm. Im Folgenden wurden seine Titel von großen Stars der Country-Musik wie Little Jimmy Dickens, Bill Carlisle, Patsy Cline, Kitty Wells und Billy Walker aufgenommen. Red Foley hatte mit Wallaces Slaves of a Hopeless Love Affair einen Hit und Webb Pierce brachte mit Don’t Throw Your Life Away einen weiteren Wallace-Titel in die Charts.

1956 wechselte Billy Wallace zu Mercury Records, für die er eine einzige Aufnahme-Session abhielt. Zusammen mit den Bama Drifters spielte er seine bekanntesten vier Stücke ein, That’s My Reward, What’ll I Do, Mean Mistreatin’ Baby und Burnin’ The Wind. Alle Songs waren mit einer sehr sparsamen Rockabillybesetzung eingespielt (Dobro, Rhythmusgitarre, geslappter Kontrabass) und auch sonst entsprachen die Titel mit schnellen Soli und dem Echoeffekt dem typischen Rockabilly-Sound. Geprägt waren die Titel von Billy Wallaces nasalem Gesang und seinem „Southern Drawl“, dem Südstaaten-Akzent und der rein akustischen Besetzung. Während der 1950er-Jahre war Wallace Mitglied des KWKH Louisiana Hayrides, einer der bekanntesten Radioshows Amerikas zur damaligen Zeit. VinTageBuch Webseite: Billy Wallace 

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Bob Luman

 

(* 15. April 1937 in Nacogdoches, Texas; † 27. Dezember 1978) war ein US-amerikanischer Country- und Rockabilly-Sänger. Luman stand kurz vor einer Karriere als professioneller Baseball-Spieler, als er ein Konzert des damals noch unbekannten Elvis Presley besuchte. Tief beeindruckt von dessen Bühnenshow und der ekstatischen Reaktion des jungen Publikums, beschloss Bob Lumann, selbst Musiker zu werden. Der Gewinn eines Talentwettbewerbs ermöglichte ihm einen Auftritt beim Louisiana Hayride. Er nutze seine Chance und wurde bald regelmäßiger Gast der Radioshow.

Aus einer Laune heraus verkündete Bob Lumann während eines Konzerts, dass er sich für eine Karriere als Baseball-Profi entschieden habe und sich aus dem Musikgeschäft zurückziehen würde. Zufälligerweise waren die Everly Brothers anwesend und überredeten ihn, weiterzumachen. Sie schlugen ihm vor, den Song Let’s Think About Living aufzunehmen. Die Single wurde zu einem unvorhergesehen Erfolg. Sie verkaufte sich über eine Million Mal und platzierte sich hoch in den Country- und Pop-Charts.

Weitere Singles schafften es in die Top-20. Sein größter Erfolg war 1972 Lonely Women Make Good Lovers, das 1984 ebenso erfolgreich von Steve Wariner gecovert wurde. Musikalisch orientierte Bob Lumann sich zunehmend in Richtung traditioneller Country-Musik. Außerdem trat er regelmäßig in der Grand Ole Opry und im Fernsehen auf. Auch die Nachfolgesingle The Great Snowman wurde zum Hit. VinTageBuch Webseite: Bob Lumann

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Carl Perkins

 

(* 9. April 1932 in der Kleinstadt Tiptonville, Tennessee, USA; † 19. Januar 1998 in Jackson, Tennessee) war ein amerikanischer Musiker und gilt als Pionier des Rockabilly. Zu seinen frühesten musikalischen Einflüssen gehörte Gospel-Musik, die von schwarzen Arbeitern auf den Baumwollfeldern gesungen wurde. Seine erste Gitarre bekam Carl Perkins, als er sieben Jahre alt war. Das Instrument hatte sein Vater aus einer Zigarrenschachtel, einem Besenstiel und Draht gebaut.

Im Frühjahr 1958 nahm Carl Perkins Pink Pedal Pushers, das er schon bei Sun auf, erreichte Platz 17 der Country-Charts und Platz 91 der Pop-Charts. Während seiner Aufnahmen vom 4. Dezember 1956 fanden sich die anderen Sun-Größen Elvis Presley, Johnny Cash und Jerry Lee Lewis im Studio ein und spielten mit ihm eine Jamsession, die als Million Dollar Quartet in die Geschichte des Rock ’n’ Roll eingehen sollte.

Carl Perkins gehörte bis in die 1970er Jahre zur festen Formation der Johnny-Cash-Show. Dort trat er nicht nur als Sideman von Cash auf, sondern war mit eigenen Songs ein selbständiger Music-Act. Perkins spielte auch bei Cashs Konzerten At Folsom Prison 1968 und At San Quentin 1969 als weiterer Rhythmusgitarrist neben Luther Perkins bzw. Bob Wootton und trat 1969 im Madison Square Garden zusätzlich auch noch als Einzelkünstler auf.

Die Beatles waren große Bewunderer von Carl Perkins. Das zeigte sich in den Coverversionen, die sie von seinen Stücken aufnahmen (Matchbox, Honey Don’t und Everybody’s Trying to Be My Baby). Dass der Respekt durchaus gegenseitig war, zeigt diese Aussage, die Carl Perkins zu den Coverversionen der Beatles machte: „They put a nice suit on rockabilly. They never really strayed from the simplicity of it. They just beautified it.“ Die Wertschätzung schlug sich auch später in Perkins Zusammenarbeit mit Paul McCartney nieder. Auf dessen 1982er Album Tug of War gibt es das Duett Get It mit Perkins, der auch Gitarre spielte.

1985 kam es in London zu einem besonderen Konzert: Für ein Fernseh-Special trat Carl Perkins mit illustren Kollegen in einer Rockabilly Session auf. Dabei waren unter anderen George Harrison, Eric Clapton, Ringo Starr, Dave Edmunds und Rosanne Cash sowie Slim Jim Phantom und Lee Rocker von den Stray Cats.

1987 ehrte man Perkins’ Verdienste um die Rockmusik mit der Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame in Cleveland (Ohio). Eine weitere späte Ehrung erfuhr Carl Perkins 1996, als er nach langer Zeit ein weiteres Studioalbum Go Cat Go! mit vielen namhaften Gaststars wie Paul McCartney, Johnny Cash, Willie Nelson, Tom Petty, Paul Simon, Bono und Ringo Starr aufnehmen konnte. VinTageBuch Webseite: Carl Perkins

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Charlie Monroe

 

(* 4. Juni 1903 in Rosine, Kentucky; † 27. September 1975) war ein US-amerikanischer Countrysänger. Charlie Monroe war der Bruder des berühmten Bill Monroe, dem „Father of Bluegrass“. Als Kind lernte Charlie von seinen Eltern, die beide sehr musikalisch waren, Fiddle spielen.

Mit seiner Begleitband, den Kentucky Partners, hatte Charlie Monroe bis in die frühen 1950er hinein einige Hits. Einer seiner bekanntesten Stücke ist Mother’s Not Dead, Only A-Sleepin’, das auch von seinem Bruder Bill aufgenommen wurde. In den 1960er-Jahren nahm Monroe mit seinem Bruder ein gemeinsames Album auf. In seiner Band spielten unter anderem Ramblin’ Tommy Scott sowie Lester Flatt. Bis ins hohe Alter trat er im KWKH Louisiana Hayride und im Brown County Jamboree auf. Charlie Monroe wurde 2002 in die America’s Old Time Country Music Hall of Fame aufgenommen. VinTageBuch Webseite: Charlie Monroe

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Chuck Mayfield

 

(* 23. Dezember 1934 in Fort Smith, Arkansas) ist ein US-amerikanischer Country-Musiker. Chuck Mayfield teilte die Bühne bereits mit Stars wie Hank Snow, Johnny Cash, Jim Reeves, Tex Ritter, Gene Autry und vielen weiteren.

Chuck Mayfield begann, sich professionell sein Geld mit Musik zu verdienen. 1952 unterzeichnete er einen Plattenvertrag mit Starday Records und seine erste Single erschien dort mit Washing on the Line / Face In the Clouds. Schnell stieg seine Popularität und Mayfield wurde zu Gastauftritten im Louisiana Hayride, Saturday Night Shindig und im Houston Hometown Jamboree eingeladen. Mitte der 1950er-Jahre stand Chuck Mayfield auf dem Höhepunkt seiner Karriere.

Ray Odom hatte 1955 in Phoenix den Arizona Hayride gestartet, in dem Chuck Mayfield am Wochenende nun regelmäßig Auftritte absolvierte. Auf KCKY hatte er seine eigene Radioshow und gab 1956 im Madison Square Garden in New York City in erfolgreiches Konzert. Inzwischen war Chuck Mayfield zu Abbott Records aus Kalifornien gewechselt, die seinen Vertrag aber an Dot Records verkauften. Dot veröffentlichte aber nur eine einzige Single von Mayfield.

1959 wurde der Louisiana Hayride auf Chuck Mayfield Aufmerksam und engagierte ihn als Mitglied. In dieser Zeit trat er mit vielen Stars der Zeit wie Jim Reeves, Johnny Cash, Johnny Horton und Red Sovine auf. Bis zum Ende des Hayrides in den 1960er-Jahren blieb Chuck Mayfield der Show verbunden. Trotz der Auftritte in national gesendeten Shows gelang Mayfield nie der Sprung in die Hitparaden. Chuck Mayfield tritt heute noch gelegentlich auf. VinTageBuch Webseite: Chuck Mayfield

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Eddie Bond

 

(* 1. Juli 1933 in Memphis, Tennessee; † 20. März 2013 in Bolivar (Tennessee)[1]) war ein US-amerikanischer Country- und Rockabilly-Sänger. Eddie Bond wuchs in Memphis auf. Beeinflusst wurde er von den Country-Stars Ernest Tubb und Roy Acuff. Nach der Entlassung aus der Armee gründete Eddie Bond seine eigene Band, The Stompers, die nach verschiedenen Besetzungen aus Reggie Young (Gitarre), John Hughey (Bass) und Johnny Fine (Schlagzeug) bestand. Obwohl er noch keinen Plattenvertrag hatte, begleitete er spätere Stars wie Roy Orbison und Johnny Cash auf ihren Tourneen durch die Südstaaten.

Nach den Misserfolgen bei Ekko wechselten Eddie Bond und seine Stompers 1956 zu Mercury Records. Dort schwenkten sie zum populären Rockabilly über, was sich als erfolgreich herausstellen sollte. Bei ihrer ersten Session nahmen Eddie Bond und seine Band Coverversionen von Sonny Fishers Rockin’ Daddy und Ray Charles’ I Got a Woman auf, die sich gut verkauften. Auch die nächste Single, Slip Slip Slipin’ In / Flip Flop Mama wurde ein Erfolg.

Eddie Bond tourte mit Stars wie Jerry Lee Lewis, Elvis Presley und Johnny Horton und absolvierte Auftritte im Louisiana Hayride, neben der Grand Ole Opry die bekannteste Radioshow Amerikas. Eddie Bond wurde wegen seiner Verdienste um die Rockabilly-Musik in die Rockabilly Hall of Fame aufgenommen. Seine Mercury-Songs aus den Jahren 1956 gelten heute als Klassiker des Rockabilly. VinTageBuch Webseite: Eddie Bond

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Elton Britt

 

(* 27. Juni 1913 in Zack, Arkansas; † 22. Juni 1972 in McConnelsburg, Pennsylvania; eigentlicher Name James Elton Baker) war ein US-amerikanischer Country-Musiker. Elton Britt gelang mit There’s a Star Spangled Banner Waving Somewhere der größte Hit der Kriegsära 1942–1945. Elton Britt wuchs in einer musikalischen Familie auf; als Kind kaufte er sich selbst seine erste Gitarre und war später fasziniert von den Platten Jimmie Rodgers’. Er lernte, wie man jodelte und wurde bald für seine Fähigkeit bekannt, äußerst lange zu jodeln.

Als das Billboard Magazin 1944 seine Charts der Hot Country Songs erstmals veröffentlichte, war auch Elton Britt darunter. In der zweiten Hälfte des Jahrzehnts war er elf Mal in den Country-Top-Ten, auch wenn er nie Platz eins erreichte. Weitere Hits von Elton Britt waren unter anderem Someday (1944), Detour (1946), Candy Kisses (1949) und Quicksilver (1950).

Elton Britt wurde Mitglied gleich mehrerer berühmter Country-Shows: des WWVA Jamborees, des KWKH Louisiana Hayrides und des WCOP Hayloft Jamborees sowie des nicht ganz so bekannten Garden State Jamboree auf WATV. Elton Britt war auf dem Höhepunkt seiner Karriere angekommen. Er wurde postum mit der Aufnahme in die Western Music Association Hall of Fame (1990) und in die America’s Old Time Country Music Hall of Fame im Jahre 2005 geehrt. VinTageBuch Webseite: Elton Britt

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Elvis Presley

 

(* 8. Januar 1935 in Tupelo, Mississippi; † 16. August 1977 in Memphis, Tennessee), häufig einfach nur „Elvis“ genannt, war ein US-amerikanischer Sänger, Musiker und Schauspieler, der als einer der wichtigsten Vertreter der Rock- und Popkultur des 20. Jahrhunderts gilt. Wegen seiner Erfolge und seiner Ausstrahlung wird Elvis Presley auch als „King of Rock ’n’ Roll“ oder einfach als „King“ bezeichnet. Elvis Presley gilt mit wahrscheinlich über einer Milliarde verkauften Tonträgern als der erfolgreichste Solo-Künstler weltweit.

Elvis Presley begann seine Karriere 1954 als einer der ersten Musiker der Rockabilly-Bewegung, einer Fusion von „weißer“ Country-Musik und „schwarzem“ Rhythm and Blues. Seinen Durchbruch hatte er 1956, als er zur kontrovers diskutierten Identifikationsfigur der Rock-’n’-Roll-Bewegung wurde.

Elvis Presleys Markenzeichen waren seine markante, annähernd drei Oktaven umfassende Stimme und sein innovativer, emotionsgeladener Gesangsstil, mit denen er in unterschiedlichen Genres wie Rock, Pop, Country, Gospel und Blues erfolgreich war.

Elvis Presley wurde bis 1978 vierzehn Mal für den Grammy nominiert, den er drei Mal für seine Gospelinterpretationen gewann. Im Alter von 36 Jahren wurde er als bis dahin jüngster Künstler mit dem Lifetime Achievement Award ausgezeichnet. Elvis Presley ist neben Michael Jackson als einziger Künstler in fünf Halls of Fame vertreten: Rock ’n’ Roll, Rockabilly, Country, Blues und Gospel. Ferner wurden sechs seiner Songinterpretationen als historisch besonders bedeutsam in die Grammy Hall of Fame aufgenommen.

Zwischen 1956 und 1969 wirkte Elvis Presley zudem in 31 Spielfilmen mit. 1970 und 1972 erschienen zwei Dokumentarfilme über ihn; Elvis on Tour wurde mit einem Golden Globe Award als beste Dokumentation ausgezeichnet. VinTageBuch Webseite: Elvis Presley

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Faron Young

 

(* 25. Februar 1932 im ländlichen Shreveport, Louisiana; † 10. Dezember 1996 in Nashville) war ein US-amerikanischer Country-Sänger. Faron Young fand früh Zugang zur Country-Musik. Nachdem er erste Erfahrungen in einer Highschoolband gesammelt hatte, gelang ihm Anfang der 1950er Jahre der Einstieg in die populäre Radiosendung Louisiana Hayride. Hier traf Faron Young auf den aufstrebenden Star Webb Pierce, der ihn als Sänger anheuerte. Bei einem kleineren Label wurden erste Platten eingespielt. VinTageBuch Webseite: Faron Young

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George Jones

 

(* 12. September 1931 in Saratoga, Texas; † 26. April 2013 in Nashville, Tennessee) war ein US-amerikanischer Country-Musiker. George Jones galt als einer der einflussreichsten Künstler und vor allem als einer der besten Sänger des Genres. Mit neun Jahren lernte er Gitarre spielen und begann bald darauf, in den Straßen von Beaumont zu musizieren.

Mit Sonny Burns trat George Jones erstmals im KNUZ Houston Hometown Jamboree auf und absolvierte weitere Auftritte in Bars und Kneipen. Mit Why, Baby, Why schaffte Jones es 1955 bis auf Platz vier der Country-Charts. Nach diesem Hit folgten weitere Top-Ten-Platzierungen, und 1959 wurde mit White Lightning die Spitzenposition der Country-Hitparade erreicht. Zwischenzeitlich war George Jones unter dem Namen „Thumper“ Jones mit Titeln wie Rock It, How Come It und Who Shot Sam? zum Rockabilly gewechselt.

Während der 1960er-Jahre trat George Jones verstärkt im Fernsehen auf, so spielte er 1962 in der „Pet Milk“ Grand Ole Opry, wirkte 1965 in dem Musikfilm Country Music on Broadway mit, und trat Ende der 1970er auch in der Sendung That Good Old Nashville Music auf. Auch ein Auftritt in der gewissermaßen als „musikalischer Fels in der Brandung“ geltenden Sendung The Johnny Cash Show wurde absolviert. Zu seinem Repertoire im Fernsehen zählten Hits wie White Lightning, She Thinks I Still Care und sein großer Erfolg The Race Is On.

In einer Umfrage der amerikanischen Ausgabe des Rolling Stone landete George Jones in einer Liste der hundert besten Sänger und Sängerinnen aller Zeiten auf Platz 43 – die Laudatio hielt James Taylor. Lediglich Johnny Cash und Hank Williams landeten aus seinem Genre vor Jones. Keith Richards, der den Song Say It’s Not You im Duett mit George Jones aufnahm, zitiert in seinem Buch Life Frank Sinatra: „George Jones ist der zweitbeste Sänger in diesem Land.“ Richards fügt süffisant hinzu: „Und wer ist der beste, Frank?“

1992 erhielt George Jones die größte Auszeichnung, die die Country-Musik zu vergeben hat: er wurde in die Country Music Hall of Fame aufgenommen. 1995 veröffentlichte er seine Biografie: I Lived to Tell it All. VinTageBuch Webseite: George Jones

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Hank Snow

 

(* 9. Mai 1914 in Brooklyn bei Liverpool, Nova Scotia, Kanada; † 20. Dezember 1999 in Madison, Tennessee; eigentlicher Name Clarence Eugene Snow) war ein kanadischer Country-Sänger, dessen Karriere Mitte der 1930er Jahre begann und fast fünf Jahrzehnte überdauerte. Seine größten Erfolge hatte der „Singing Ranger“ in den 1950ern, sein bekanntester Hit war I’m Movin’ On.

Hank Snows Erfolg hielt bis Mitte der 1950er Jahre an. Größter Hit in dieser Zeit war 1954 I Don’t Hurt Anymore. Kurzzeitig wurde er zum Förderer eines jungen Country-Sängers namens Elvis Presley. In diesen Jahren geriet die Country-Musik durch den alles überstrahlenden Erfolg des Rock ’n’ Roll in die tiefste Krise ihrer Geschichte. Als Reaktion wurde der Nashville Sound entwickelt, mit dem durch eine Annäherung an die Pop-Musik das kommerzielle Überleben gesichert werden konnte.

Etwas überraschend gelang Hank Snow 1974 (nach 38 Jahren im Musikgeschäft) mit Hello Love ein weiterer Nummer-1-Hit. Es war sein letzter großer Single-Erfolg. Danach konzentrierte er sich auf die Produktion von Langspielplatten und auf Auftritte in der Grand Ole Opry. 1978 wurde Hank Snow in die Nashville Songwriters Hall of Fame gewählt und ein Jahr später sowohl in die Country Music Hall of Fame als auch in die Canadian Music Hall of Fame.

Im deutschsprachigen Raum gewann Hank Snow Ende der 1970er unverhofft an Popularität, nachdem die Hamburger Country-Band Truck Stop mit dem Song “Ich möcht’ so gern Dave Dudley hör’n” (… Hank Snow und Charley Pride …) einen großen Hit hatte. VinTageBuch Webseite: Hank Snow

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Hank Williams

 

(* 17. September 1923 in Mount Olive, Alabama; † 1. Januar 1953 in Oak Hill, West Virginia) war ein US-amerikanischer Country-Musiker und Songwriter. Hank Williams hat zahlreiche Musiker, beispielsweise Johnny Cash, Merle Haggard, Bob Dylan oder David Allan Coe beeinflusst. In den meisten Umfragen nach dem besten Sänger, den das Genre jemals hervorgebracht hat, belegt Hank Williams einen der vorderen Ränge – wenn nicht Platz eins.

Hank Williams trat erstmals in der bekanntesten Country-Show, der Grand Ole Opry in Nashville, auf. Als erster Künstler der seit 1925 bestehenden Live-Radiosendung gab er sechs Zugaben. Mit einer Gruppe von Grand-Ole-Opry-Musikern kam Hank Williams im November 1949 zur Truppenbetreuung auch nach Deutschland, wo er unter anderem im Berliner Titania-Palast auftrat.

1950 bis 1952 folgten weitere Hits und Hank Williams nahm auch unter dem Pseudonym Luke The Drifter auf. Cold, Cold Heart, die B-Seite seiner 1951 veröffentlichten Single Dear John, wurde zu einem seiner bekanntesten Songs. VinTageBuch Webseite: Hank Williams

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Jack Anglin

 

(* 13. Mai 1916; † 7. März 1963) war ein US-amerikanischer Country-Sänger, der vor allem mit seinem Freund Johnnie Wright als Johnnie and Jack bekannt wurde.

Jack Anglin wuchs in Columbia, Tennessee auf. Von seinem Vater lernte Jack Anglin Gitarre spielen. Während eines Radioauftrittes lernte er dann Johnny Wright kennen, den späteren Ehemann von Kitty Wells. Zusammen mit ihm gründete Jack Anglin das Duo Johnnie and Jack, mit dem er zahlreiche Hit-Singles veröffentlichte. Das Duo trat auch in der Grand Ole Opry sowie in der Louisiana Hayride auf.

Jack Anglin verstarb am 7. März 1963 im Alter von nur 47 Jahren bei einem Autounfall. Anglin war auf dem Weg zur Beerdigung von Patsy Cline, Cowboy Copas und Hawkshaw Hawkins. VinTageBuch Webseite: Jack Anglin

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Jim Reeves

 

(* 20. August 1923 in Galloway, Texas; † 31. Juli 1964 in Nashville, Tennessee) war ein amerikanischer Countrysänger. Jim Reeves begann bereits mit fünf Jahren Gitarre zu spielen. Sein Idol war Jimmie Rodgers. 1952 wurde er Ansager der populären Show Louisiana Hayride. Hier ergaben sich Gelegenheiten für eigene Auftritte. So sprang Jim Reeves eines Tages für Hank Williams ein, der kurzfristig abgesagt hatte, und wurde an diesem Abend von Fabor Robinson, dem Besitzer des kleinen Labels Abbott Records, entdeckt.

Bereits seine zweite Single für „Abbott“, Mexican Joe, erreichte 1953 Platz eins der Country-Charts und notierte in den US Single Charts immerhin auf Platz 23. Im gleichen Jahr konnte sich die fünfte Single Bimbo von Jim Reeves an der Spitze der Country Charts platzieren. Es folgten weitere Top-Ten-Hits, und 1954 veröffentlichte Abbott die LP Jim Reeves Sings. Jim Reeves war so erfolgreich, dass RCA ihn 1955 aus dem laufenden Vertrag herauskaufte. Im gleichen Jahr trat Jim Reeves der Grand Ole Opry bei. Seine erste RCA-Single Yonder Comes A Sucker schaffte es bis Platz vier. Sie stellte den Beginn einer langen Serie von Hits dar, die bis über seinen Tod hinaus anhalten sollte.

1957 wurde Four Walls veröffentlicht. Mit der Platte gelang Jim Reeves erstmals auch der Sprung in die oberen Ränge der Billboard Top 100 auf Platz 11. Der Erfolg dieser Ballade führte zu einem Stilwechsel. Hatte Jim Reeves bisher überwiegend klassische Countrysongs eingespielt, so wurden ab diesem Zeitpunkt sanftere und romantischere Töne angeschlagen. Seine folgenden Platten wurden im Nashville Sound produziert, wobei traditionelle Country-Instrumente wie Fiddle, Banjo und Steel-Gitarre durch Piano, Streichorchester und Backgroundchöre ersetzt wurden.

Unmittelbar nach seinem Tod, 1964, setzte ein regelrechter „Jim Reeves Boom“ ein und brachte spektakuläre Erfolge in den Country Charts: Das im Juni 1964 veröffentlichte I Guess I’m Crazy erreichte Platz 1, im gleichen Jahr folgte noch I Won’t Forget You auf Platz 3; 1965 belegten This Is It und Is It Really Over den Spitzenplatz, Snow Flake kam auf Platz 2; 1966 landeten Distant Drums, Blue Side Of Lonesome und I Won’t Come In While He’s There auf Platz 1, Am I Losing You auf Platz 8.

Bis 1974 war Jim Reeves mit mindestens einer Single pro Jahr in den Top 20 der Country Charts vertreten. 1967 erhielt „Gentleman Jim“ posthum die höchste Auszeichnung, die die Country-Musik zu vergeben hat: die Aufnahme in die Country Music Hall of Fame. VinTageBuch Webseite: Jim Reeves

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Jimmy and Johnny

 

war ein US-amerikanisches Country- und Rockabilly-Duo, das in den 1950er-Jahren mit ihren Honky-Tonk- und Rockabilly-Titeln einige Erfolge verzeichnen konnte. Jimmy and Johnny sind nicht mit dem Country-Duo Jim and Johnny aus Louisiana zu verwechseln.

Die Karriere von Jimmy and Johnny begann in der Radioshow KWKH Louisiana Hayride, bei der sie bald gefragte Gäste waren. Außerdem waren sie Mitglieder des KRLD Big D Jamboree. 1951 wurden von Capitol Records, bei denen die beiden kurz zuvor einen Plattenvertrag bekommen hatten, im Hayride-Studio ihre ersten beiden Platten aufgenommen, unter anderem Don’t Forget To Remember, ein von Fautheree geschriebenes Stück. In den nächsten Jahren veröffentlichte das Duo regelmäßig Platten. Jimmy and Johnnys größter Hit wurde If You Don’t Somebody Else Will, das 1954 Platz vier der Billboard Charts erreichte.

Später wurde Johnny durch Jimmys Bruder Lynn Fautheree ersetzt, jedoch wurde der Name des Duos nicht geändert, da die Produzenten einen Karriereeinbruch fürchteten. Mit dem Eintritt Lynns änderte sich der Stil des Duos in Richtung Rockabilly; Titel wie Sweet Love On My Mind, What’cha Doin’ To Me oder Sweet Singing Daddy wurden aufgenommen. Sweet Love On My Mind war ein Song von Wayne Walker, der bereits einige Monate vor Jimmy and Johnny von Johnny Burnette’s Rock’n’Roll Trio eingespielt wurde.

Jimmy und Lynn spielten gleichzeitig in der Begleitband Faron Youngs, den Deputies, dadurch bekamen sie manchmal die Gelegenheit, auch selbst Auftritte in der Grand Ole Opry zu absolvieren, wenn Young verhindert war. Zudem spielten sie beim Louisiana Hayride oft im Vorprogramm Elvis Presleys, was ihre Popularität positiv beeinflusste. Ende der 1950er Jahre trat Johnny Mathis wieder in das Duo ein. VinTageBuch Webseite: Jimmy and Johnny

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Jimmy C. Newman

 

(* 27. August 1927 in High Point, Louisiana als Jimmy Yves Newman; † 21. Juni 2014 in Nashville, Tennessee) war ein US-amerikanischer Country-Sänger, der vor allem für seine Cajun-Songs bekannt wurde. Als Kind war Jimmy C. Newman eher ein Fan von Stars wie Gene Autry als von Cajun-Musik, die in der Gegend, in der er aufwuchs, sehr populär ist.

1991 erhielten Jimmy C. Newman und seine Band Cajun Country eine Grammy-Nominierung für das Album Alligator Man. 1992 wurde er mit einem Spezialpreis von der Cajun French Music Association of South Louisiana für seine Verdienste um die weltweite Verbreitung von Cajun-Musik ausgezeichnet. Im Jahr 2000 wurde Jimmy C. Newman in die International Hall of Fame der North American Country Music Association aufgenommen und 2004 in die Cajun Hall of Fame. Jimmy C. Newman ist ebenfalls Mitglied der Cajun Music Hall of Fame in Lafayette, Louisiana. VinTageBuch Webseite: Jimmy C. Newman

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Jimmy Lee Fautheree

 

(* 11. April 1934 in Smackover, Arkansas; † 29. Juni 2004 in Dallas, Texas) war ein US-amerikanischer Country- und Rockabilly-Sänger. Geprägt wurde Jimmy Lee Fautheree stark von dem Blues, dem Gospel und der Hillbilly-Musik, vor allem von den damaligen Stars Ernest Tubb und Merle Travis.

Seine Karriere startete Jimmy Lee Fautheree mit seinem Freund Country Johnny Mathis bei dem Big D Jamboree als Duo Jimmy and Johnny. Später traten die beiden auch im Louisiana Hayride auf. Kurz danach unterzeichnete Jimmy Lee Fautheree einen Plattenvertrag bei den Capitol Records; seine Debüt-Single I Keep The Blues All The Time erschien 1951. Dann zog Jimmy Lee Fautheree sich aus der Musik zurück. 1995 startete Jimmy Lee Fautheree ein Comeback; er veröffentlichte verschiedene CDs und trat auf der Louisiana Hayride Reunion sowie auf verschiedenen Rockabilly-Konzerten auf. Jimmy Lee Fautheree wurde außerdem in die Rockabilly Hall of Fame aufgenommen. VinTageBuch Webseite: Jimmy Lee Fautheree

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Johnny Cash

 

(* 26. Februar 1932 in Kingsland, Arkansas als J. R. Cash; † 12. September 2003 in Nashville, Tennessee) war einer der einflussreichsten US-amerikanischen Country-Sänger und Songschreiber. Johnny Cash trat auch in einigen Filmen und Fernsehserien als Schauspieler auf.

Johnny Cash war bekannt für seine markante Bassbariton-Stimme und den sogenannten „Boom-Chicka-Boom“-Sound seiner Begleitband Tennessee Three sowie seine kritischen und unkonventionellen Texte. Sein musikalisches Spektrum reichte von den 1950er Jahren mit Country, Gospel, Rockabilly, Blues, Folk und Pop bis hin zum Alternative Country Anfang des 21. Jahrhunderts. Legendär sind seine Konzerte in den Gefängnissen Folsom und San Quentin Ende der 1960er Jahre. Johnny Cash, der den Beinamen „Man in Black“ trug, schrieb etwa 500 Songs, verkaufte mehr als 50 Millionen Tonträger und wurde mit 13 Grammy Awards ausgezeichnet.

1950 ging Johnny Cash zur Air Force, wo er seinen Vornamen in „John R.“ änderte, weil die Armee Initialen als Vornamen nicht akzeptierte, und wurde ein Jahr später als Funker auf einem Abhörposten in Landsberg am Lech in Bayern stationiert. In Landsberg kaufte Johnny Cash sich zu dieser Zeit eine Gitarre und begann damit auf Bühnen aufzutreten. Hier gründete Johnny Cash, der neben Gitarre auch Mundharmonika spielte, seine erste Band, die Landsberg Barbarians. Nachdem er den Film Inside the Walls of Folsom Prison gesehen hatte, schrieb er hier auch den Folsom Prison Blues.

Nach Beendigung seiner Militärzeit in Deutschland mit dem Rang eines Staff Sergeants zog Johnny Cash 1954 nach Memphis, Tennessee und heiratete die zwei Jahre jüngere Vivian Liberto, die er 1951 in San Antonio kennengelernt hatte. Aus dieser Ehe stammen seine Töchter Rosanne (geb. 1955), Kathleen (Kathy, geb. 1956), Cindy (geb. 1959) und Tara (geb. 1961).

Johnny Cash stellte sich später Sam Phillips vor, dem Besitzer und Produzenten von Sun Records, der ihn unter Vertrag nahm. Johnny Cashs erste Single bei Sun Records, Hey, Porter / Cry! Cry! Cry!, erschien am 21. Juni 1955 und erreichte Platz 14 der Billboard Country Songs. Im August 1955 hatte Johnny Cash seinen ersten großen Auftritt im Vorprogramm von Elvis Presley.

Johnny Cashs nächste Veröffentlichung, Folsom Prison Blues mit der Rückseite So Doggone Lonesome, die im Dezember 1955 erschien, erreichte bereits Platz 4 der Country-Charts. I Walk the Line mit der B-Seite Get Rhythm vom Mai 1956 schaffte es schließlich auf Platz 1 der Country-Charts und konnte sich auch unter den Top 20 der Pop-Charts platzieren.

Am 4. Dezember 1956 fanden die bekannten „Sun Session“-Aufnahmen des sogenannten „Million Dollar Quartets“ mit den Rock-’n’-Roll-Größen Carl Perkins und Jerry Lee Lewis, die ebenfalls bei Sun Records unter Vertrag waren, sowie Elvis Presley statt.

Johnny Cash wurde 1992 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen und galt für viele jüngere Rockmusiker nach wie vor als Ikone, obwohl er seit Anfang der 1990er Jahre keine nennenswerten Alben mehr veröffentlicht hatte. So schrieb die irische Rockband U2 für Johnny Cash den Song The Wanderer, den er für ihr 1993 veröffentlichtes Album Zooropa einsang. VinTageBuch Webseite: Johnny Cash

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Johnny Horton

 

(* 30. April 1925 in Los Angeles, Kalifornien; † 5. November 1960 nahe Milano, Texas) war ein US-amerikanischer Country- und Rockabilly-Musiker. Der größte Hit von  Johnny Horton war The Battle of New Orleans. Johnny Horton wurde in Los Angeles geboren, auch wenn er später immer behauptete, im östlichen Texas auf die Welt gekommen zu sein.

1951 zog Johnny Horton zurück nach Texas, wo er einen Talentwettbewerb des damals noch vollkommen unbekannten Jim Reeves gewann. Der Erfolg ermutigte ihn zu weiteren Auftritten; Horton versuchte sich nun als Musiker und lernte einen Mitarbeiter des Radiosenders KWKH kennen. Dieser erzählte Horace Logan, Moderator des Louisiana Hayrides von Johnny Horton und seinem Talent. Logan lud Johnny Horton zu einem Vorspiel ein, engagierte ihn für den Hayride und beschaffte ihm bei Fabor Robison einen Plattenvertrag.

Johnny Horton bekam in Pasadena eine eigene Radioshow und bei Abbott wurden erste Platten eingespielt. 1952 zog Horton nach Shreveport, Louisiana. Bei seinen Auftritten im Louisiana Hayride lernte er Hank Williams kennen, der gerade von der Grand Ole Opry entlassen worden war.

1955 wurde Tillman Franks Johnny Hortons Manager und verschaffte Johnny Horton einen Vertrag bei Columbia Records. In seiner ersten Session spielte er den Rockabilly-Titel Honky Tonk Man ein, der sich 1956 in den Top-Ten platzieren konnte. Er schaffte weitere Erfolge, unter anderem mit One Woman Man, dem Rockabilly-Titel I’m Coming Home und The Woman I Need. Doch genauso schnell, wie die Hits gekommen waren, verschwanden sie Ende 1957 auch wieder. Johnny Hortons  Rockabilly war nun nicht mehr gefragt.

Im Herbst 1958 konnte Johnny Horton sich mit All Grown Up in den Charts zurückmelden, doch erst mit der Country-Folk-Ballade When It’s Springtime in Alaska konnte er seinen endgültigen Durchbruch erringen. Der Song platzierte sich auf Platz Eins der Country-Charts. Mit The Battle of New Orleans erreichte Johnny Horton seinen größten Hit. Der Titel kam erneut an die Spitze der Country-Charts und wurde ebenfalls Nummer Eins in den Pop-Charts.

In der folgenden Zeit hatte Johnny Horton mit historischen, an Folk angelehnten Stücken wie Johnny Reb, Sink The Bismarck und North to Alaska weitere große Erfolge. Letzterer wurde für den gleichnamigen Film mit John Wayne in der Hauptrolle als Titelmelodie verwendet. In Deutschland erschien der Film unter dem Titel Land der tausend Abenteuer.

Johnny Hortons Karriere kam 1960 zu einem frühen Ende, als er auf dem Weg von einem Konzert in Austin nach Shreveport in der Nähe von Milano bei einem Autounfall ums Leben kam. Sein postum erschienener Titel Sleepy-Eyed John erreichte Platz Neun der Charts und eine Neuveröffentlichung von Honky Tonk Man 1962 Platz Elf der Country- und Platz 96 der Pop-Charts. VinTageBuch Webseite: Johnny Horton

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“Country” Johnny Mathis

 

(* 28. September 1933 in Maud, Texas; † 27. September 2011 in Nashville, Tennessee) war ein US-amerikanischer Country-Sänger und Komponist. Den Beinamen Country erhielt Johnny Mathis, um nicht mit dem Popsänger Johnny Mathis verwechselt zu werden.

Johnny Mathis startete seine Karriere bei der Radioshow Louisiana Hayride, kurze Zeit später wurde er neben seinem Freund Jimmy Lee Fautheree Mitglied des Duos Jimmy and Johnny. Bei den Capitol Records bekamen sie einen Plattenvertrag, ihren größten Hit hatten sie 1954 mit If You Don’t, Somebody Else Will. Außerdem war Johnny Mathis Mitglied weiterer Radioshows wie dem Big D Jamboree, dem Liberty Jamboree oder dem EZ Hoedown in New Orleans. Mitte der 1950er-Jahre stieg Johnny Mathis aus dem Duo aus und startete seine Solokarriere.

Johnny Mathis nahm in der Folge noch einige unbedeutende Platten auf. Als Songwriter war Mathis jedoch weitaus erfolgreicher; seine Titel wurden von erfolgreichen Country-Musikern wie George Jones, Johnny Paycheck und Webb Pierce aufgenommen. Seine letzte Chartplatzierung hatte Johnny Mathis in den 1960er-Jahren. VinTageBuch Webseite: “Country” Johnny Mathis

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Lefty Frizzell

 

(* 31. März 1928 in Corsicana, Texas; † 19. Juli 1975) war ein US-amerikanischer Country-Sänger. Bereits im Alter von zehn Jahren versuchte Lefty Frizzell, die Songs eines seiner Vorbilder Jimmie Rodgers nachzusingen und trat ein Jahr später damit bei einer Schulveranstaltung das erste Mal öffentlich auf.

Im April 1948 stellte Lefty Frizzell sich beim Sender KWKH vor, um bei der erfolgreichen Sendung Louisiana Hayride anzufangen, wurde aber zugunsten von Hank Williams abgelehnt. Dies brachte ihn zur Einsicht, dass er eine Band benötigte.

Zu Beginn der 1950er Jahre war Lefty Frizzell mit seiner Band Westerneers eine lokale Größe. Seine Fans überredeten ihn, eine Platte zu machen, und so fuhr er mit einer Probeaufnahme nach Dallas. Dort traf er auf Jim Beck. Die Aufnahmen fanden zwischen dem 25. Juli 1950 und dem 11. Januar 1951 statt. Anschließend ging es auf Tournee. Im Januar 1952 waren sieben seiner Aufnahmen in den Billboard-Charts vertreten.

1972 wurde Lefty Frizzell in die Nashville Songwriters Hall of Fame aufgenommen, und für den Song If You’ve Got the Money, I’ve Got the Time erhielt Lefty Frizzell einen Grammy Hall of Fame Award. VinTageBuch Webseite: Lefty Frizzell

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Merle Kilgore

 

(* 9. August 1934 in Chickasha, Grady County, Oklahoma; † 6. Februar 2005 in Mexiko) war ein US-amerikanischer Komponist, Texter, Country-Sänger und Manager. Der bekannteste Song von Merle Kilgore ist Ring of Fire, den er zusammen mit June Carter schrieb und der 1963 in der Interpretation von Johnny Cash zum Welthit wurde.

Mit 16 Jahren arbeitete Merle Kilgore als DJ beim Lokalradio in Shreveport, gleichzeitig begann er, sich als Songschreiber und Sänger zu betätigen. Im Alter von 18 Jahren schrieb Merle Kilgore seinen ersten großen Hit More and More zusammen mit Webb Pierce, der sich damit 1954 zehn Wochen lang auf Platz 1 der amerikanischen Hitlisten halten konnte.

Die weiteren Veröffentlichungen von Merle Kilgore waren nur mäßig erfolgreich, so dass er 1969 die Firma „Merle Kilgore Management“ gründete, die unter anderem Sänger Hank Williams Jr. managte. Er war im Vorstand der Country Music Association (CMA) tätig, zeitweise sogar als deren Vizepräsident.

Merle Kilgore versuchte sich auch als Schauspieler, beispielsweise 1966 im Steve McQueen-Western Nevada Smith sowie 1980 in der Verfilmung der Lebensgeschichte von Loretta Lynn. 1998 wurde Merle Kilgore in die Nashville Songwriters Hall of Fame aufgenommen. VinTageBuch Webseite: Merle Kilgore

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Patsy Montana

 

(* 30. Oktober 1908 als Ruby Rebecca Blevins in Hot Springs, Arkansas; † 3. Mai 1996 in San Jacinto, Kalifornien) war eine US-amerikanische Countrysängerin und einer der frühen weibliche Stars der Country-Musik. Das „Singing Cowgirl“ war die erste Country-Sängerin, die von einem Song (I Want to Be a Cowboy’s Sweetheart) mehr als eine Million Schallplatten verkaufen konnte. Schon früh begeisterte Patsy Montana sich für Jimmie Rodgers und lernte jodeln und Gitarre spielen. Später schwärmte sie für die singenden Cowboys der Hollywood-Western, die während ihres Musikstudiums in Kalifornien Anfang der dreißiger Jahre beliebt wurden.

Zusammen mit Lorraine Mclntire und Ruthy De-Mondrum trat Patsy Montana als die „Montana Cowgirls“ bei der Radiostation KMIC (Inglewood/Kalifornien) auf. Außer einigen Radioaufnahmen etwa für KWKH in Shreveport als Geigerin für Jimmie Davis im Jahre 1932 blieb der Durchbruch zunächst verwehrt. Im Jahre 1933 schloss Patsy Montana sich den „Kentucky Ramblers“ (Chick Hurt, Tex Atchison, Jack Taylor und „Salty“ Holmes) an, die gerade ihren Stil von Country auf Western Swing und ihren früheren Namen (Prairie Ramblers) gewechselt hatten. Mit ihnen trat Patsy Montana allwöchentlich in der National Barn Dance-Show des Senders WLS (Chicago) auf und blieb dieser Show über mehrere Jahrzehnte verbunden. Patsy Montana war über Nacht zum ersten weiblichen Star der Country-Musik geworden.

Auch mit ihren nächsten Veröffentlichungen blieb Patsy Montana ihrem Cowgirl-Image treu: Rodeo Sweetheart, I Wanna Be a Western Cowgirl oder I Want to Be a Cowboy’s Dream. Zwischenzeitlich fand Patsy Montana Gelegenheit, in Filmen aufzutreten. Höhepunkt war 1939 der Western Colorado Sunset, wo Patsy Montana Seite an Seite mit Gene Autry, ihrem Idol aus früheren Tagen, auftrat. Zwischen 1946 und 1947 moderierte Patsy Montana die ABC-Radioshow Wake Up and Smile, die mit donnernden Pferdehufengeräuschen eingeleitet wurde. Ab 1948 trat sie im Louisiana Hayride auf.

Die Zeit der Cowboy-Musik neigte sich im Laufe der vierziger Jahre ihrem Ende zu. Die neuen Stilrichtungen waren Honky Tonk und später Rockabilly. Patsy Montana war nicht bereit, ihre geliebte Cowgirl-Rolle aufzugeben. Ihre Plattenverkäufe ließen nach, auch ein mehrfaches Wechseln des Labels konnte den Abwärtstrend nicht aufhalten. Patsy Montana war aber weiterhin ein gefragter Radiostar mit einer treuen Fangemeinde. Gelegentlich trat sie gemeinsam mit ihrer Tochter Judy Rose auf. 1996 wurde sie in die Country Music Hall of Fame aufgenommen. VinTageBuch Webseite: Patsy Montana

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Red Sovine

 

(* 17. Juli 1918 als Woodrow Wilson Sovine in Charleston, West Virginia; † 4. April 1980 in Nashville, Tennessee) war ein US-amerikanischer Country-Musiker und -Sänger. Bekannt wurde Red Sovine insbesondere durch seine als Rezitativ gesprochenen Songs, in denen er meist melancholische Geschichten aus der Welt der Trucker erzählte. Der erfolgreichste dieser Songs war sein 1976 erschienener Nummer-eins-Hit Teddy Bear. Bereits in jungen Jahren lernte Red Sovine von seiner Mutter Westerngitarre zu spielen.

Mit Mitte 20 zog Red Sovine nach Shreveport, wo er im Programm des Senders KWKH spielte. Dort lernte er Hank Williams kennen, der ihm 1949 zu einer neuen Radiosendung in Alabama und einem Plattenvertrag bei MGM Records verhalf. Durch seine Bekanntschaft mit Williams wurde Red Sovine zu dessen Nachfolger im Louisiana Hayride, als dieser in die Grand Ole Opry wechselte. Red Sovine nahm daraufhin 28 Singles im Stil von Hank Williams auf, die aber nicht sehr erfolgreich waren. Den Anschub für Red Sovines Karriere gab wenig später Webb Pierce, ein Kollege im Hayride.

Als Red Sovine 25 Singles bei Decca veröffentlicht hatte, wechselte er 1959 zu Starday Records nach Nashville und begann als Solokünstler auf Tour zu gehen. Sovine empfahl Charley Pride, nach Nashville zu ziehen und stieß für den afroamerikanischen Sänger die Türen beim Label von Webb Pierce auf. Red Sovine selbst konnte zwischen 1959 und 1965 keine großen Erfolge einfahren.

1965 hatte Red Sovine gemeinsam mit Songwriter Tommy Hill die Idee zu Giddy Up Go, seinem ersten gesprochenen Song. Dort versetzte er sich in die Rolle eines alteingesessenen LKW-Fahrers, der nach vielen Jahren seinen verlorenen Sohn wiederfindet, der nun ebenfalls als Trucker über die Highways rollt und mit ihm über CB-Funk ins Gespräch kommt. Sein neu gefundener Stil begleitete Red Sovine bis in die späten siebziger Jahre, und weitere Songs aus diesem Genre waren Phantom 309, Little Joe und Rubber Duck.

Red Sovines größter Hit war Teddy Bear aus dem Jahr 1976, der als Ruf Teddybear eins-vier in Deutschland vom Schlagersänger Jonny Hill bekanntgemacht wurde. Red Sovine nahm auch eine Version des von C. W. McCall zum Erfolgssong gemachten Convoy auf. Auch McCalls Hit Roses For Mama wurde von Red Sovine aufgenommen, hinzu kam eine Reihe von sentimentalen Weihnachtssongs, die sehr populär wurden. VinTageBuch Webseite: Red Sovine

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Rose Maddox

 

(Roselea Arbana „Rose“ Maddox, * 15. August 1925 in Boaz, Alabama; † 15. April 1998 in Ashland, Oregon) war eine US-amerikanische Country-Sängerin. Rose Maddox wurde auch „The Original Hillbilly Filly“ und „The Grandmother of Rockabilly“ genannt. Rose Maddox war die Sängerin der Band Maddox Brothers and Rose.

Die Maddox Brothers and Rose waren während der 1930er Jahre sehr populär und traten in den gesamten USA auf. 1941 wurden die Brüder zum Zweiten Weltkrieg eingezogen, ihre Schwester Rose blieb arbeitslos zurück. Nach Rückkehr der Brüder traten sie wieder gemeinsam auf, und nach der Auflösung der Band 1956 begann Rose Maddox erfolgreich als Solokünstlerin zu arbeiten.

Rose Maddox sang zunächst Country-Boogie, ein Vorläufer des Rockabilly, wechselte dann zum Bluegrass und war eine der ersten Sängerinnen, die ein Bluegrass-Album aufnahm: Rose Maddox Sings Bluegrass erschien 1962 bei Capitol Records. Im gleichen Jahr hatte Rose Maddox mit dem Top-Ten-Hit Sing a Little Song of Heartache, der sich 37 Wochen in den Country-Charts hielt, ihren größten Single-Erfolg. Während dieser Zeit sang sie auch erfolgreich Duette mit Buck Owens.

In den 1980er Jahren wurde die Karriere von Rose Maddox mehrmals durch schwere Herz- und Lungenerkrankungen unterbrochen, sie lag unter anderem drei Monate im Koma. Rose Maddox gab bis kurz vor ihrem Tod Konzerte, hauptsächlich an der Westküste der USA, aber auch in Europa. VinTageBuch Webseite: Rose Maddox

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Sheb Wooley

 

(* 10. April 1921 in Erick, Oklahoma; † 16. September 2003 in Nashville, Tennessee) war ein US-amerikanischer Country-Musiker und Filmschauspieler. Der größte Hit von Sheb Wooley war The Purple People Eater aus dem Jahre 1958. Unter dem Namen Ben Colder machte Sheb Wooley außerdem Karriere im Comedy-Bereich.

1945 geriet Sheb Wooley in Nashville zufällig an die kleine Plattenfirma Bullet Records, dort nahm er seine erste, jedoch wenig erfolgreiche Platte auf. Diese Platte wurde im Studio des Radiosenders WSM aufgenommen, dem Sender, der die Grand Ole Opry ausstrahlte. Die Leitung der Opry hatte aber zu der Zeit kein Interesse an Sheb Wooley. Stattdessen trat Sheb Wooley bei dem kleineren Radiosender WLAC auf, wofür er aber keine Bezahlung erhielt.

In Hoffnung auf eine Karriere als Schauspieler nahm Sheb Wooley Schauspielunterrichtsstunden. Zur größten Überraschung Sheb Wooleys hatte er Erfolg; er spielte in Errol Flynns letztem Western Rocky Mountain. Danach war Sheb Wooley in vielen weiteren Filmen, wie Mit stahlharter Faust (1955), Giganten (1956), Rio Bravo (1959, mit John Wayne in der Hauptrolle), dem Western-Klassiker High Noon (1952) mit Gary Cooper oder 1986 an der Seite von Gene Hackman in Freiwurf (Hoosiers) mit dabei.

Seinen nächsten Hit hatte Sheb Wooley erst 1962 mit That’s My Pa. Seit 1959 spielte Sheb Wooley in der Westernserie Tausend Meilen Staub (Rawhide) an der Seite von Eric Fleming und Clint Eastwood als Pete Nolan mit. Außerdem nahm Sheb Wooley den gleichnamigen Titelsong, den Frankie Laine in der Originalversion sang, auf, zusammen mit einem Album mit Western-Titeln. Beides verkaufte sich aber nur schleppend.

Den Song Don’t Go Near The Indians, den Sheb Wooley selbst geschrieben hatte und auch aufnehmen wollte, behielt sich die Plattenfirma für Rex Allen vor, der damit großen Erfolg hatte. Frustriert über diese ablehnende Geste schrieb Sheb Wooley die Parodie Don’t Go Near The Eskimos und spielte diese unter dem Pseudonym Ben Colder auf. Ben Colder entwickelte sich von einem Pseudonym zu einer eigenständigen Figur, die nebenbei ständig betrunken war. Für Ben Colder erhielt Sheb Wooley 1969 den Titel „Best Comedian of The Year“.

Als im selben Jahr die Country-Comedy-Serie Hee Haw auf Sendung ging, wurde Sheb Wooley als Songwriter für die Songs der Sendung und als Showact engagiert. Zudem hatte Sheb Wooley weitere Hits, unter anderem mit Almost Persuaded No. 2. Seinen letzten Titel mit guter Chartplatzierung erreichte er 1971. VinTageBuch Webseite: Sheb Wooley

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Sleepy LaBeef

 

(* 20. Juli 1935 in Smackover, Arkansas, als Thomas Paulsley LaBeff) ist ein US-amerikanischer Rockabillymusiker. Sleepy LaBeef startete seine Karriere Mitte der 1950er-Jahre und steht bis heute regelmäßig auf der Bühne. Sein Repertoire erstreckte sich in seiner Karriere von Countrymusik und Rockabilly über Blues bis hin zum Gospel. Seit den 1980er-Jahren wird Sleepy LaBeef in der Rockabillygemeinde als lebende Legende angesehen.

Sleepy LaBeef wurde in der französischstämmigen Gemeinde Smackover, Arkansas, geboren. Sleepy LaBeef wuchs auf der Melonenfarm seiner Eltern auf, wo er vor allem vom Country und Blues beeinflusst wurde. Ein weiterer starker Einfluss war der Gospel, den Sleepy LaBeef später in Interviews immer wieder als Inspiration angab. Samstagabends hörte er regelmäßig die Grand Ole Opry, die über WSM live aus Nashville, Tennessee, gesendet wurde. Seinen Spitznamen „Sleepy“ bekam er, da seine Augenlider stark herunterhängen und er so aussieht, als würde er gleich einschlafen.

1953 zog Sleepy LaBeef mit 18 Jahren von Arkansas nach Houston, Texas. Nachdem er sich mit Gelegenheitsarbeiten durchgeschlagen hatte, begann Sleepy LaBeef, als Gospelmusiker im lokalen Radio aufzutreten. Schnell begann er mit einer eigenen Band in Bars und Honky Tonks zu spielen. Kurz danach gab Sleepy LaBeef erste Auftritte in den Shows Houston Hometown Jamboree aus Houston und dem Louisiana Hayride aus Shreveport, Louisiana.

1964 nahm Sleepy LaBeef in der Kneipe Wayside Inn einen Anruf von Don Law entgegen, der ihm einen Vertrag bei dem großen Majorlabel Columbia Records anbot. Sleepy LaBeef unterschrieb und zog 1965 nach Nashville. Nachdem Sleepy LaBeef zu Shelby Singletons Label Plantation Records gewechselt war, schaffte er es mit dem Frankie-Miller-Song Blackland Farmer auf Platz 67 der Countrycharts. Es sollte sein größter Hit bleiben.

Mitte der 1970er-Jahre wechselte Sleepy LaBeef zum Label Sun Records, dass mittlerweile ebenfalls Shelby Singleton gehörte. Sun brachte in den 1950er-Jahren mit Elvis Presley, Carl Perkins, Roy Orbison, Johnny Cash und anderen Sängern stilprägende Platten heraus und hatten somit den Rockabilly begründet. Sleepy LaBeef kehrte hier zu seinen Rockabillywurzeln zurück und hatte mit Songs wie Thunder Road, There Ain’t Much After Taxes oder Boogie Woogie Country Girl weitere kleine Hits. Diese Songs bildeten die Grundlage für Sleepy LaBeefs späteren Ruhm innerhalb der Rockabillyszene.

Das Rockabillyrevival, das ab 1977 langsam heraufzog, gab Sleepy LaBeef ein neues Publikum, vor allem auch in Europa. Sleepy LaBeef ist weiterhin ein fester Bestandteil der internationalen Rockabillyszene und gibt Konzerte auf der ganzen Welt. Trotzdem ist Sleepy LaBeef weniger der breiten Öffentlichkeit bekannt, sondern gilt in der Rockabillygemeinde als „lebende Legende“.

Im März 2009 veröffentlichte Sleepy LaBeef sein erstes Studioalbum seit vier Jahren, das den Titel Roots trägt. Entgegen seinem üblichen Stil interpretiert er hier Songs, die ihn in bestimmter Weise beeinflusst haben. Dabei legte er seinen harten Rockabillystil ab und arbeitete viel mit akustischen Instrumenten. VinTageBuch Webseite: Sleepy LaBeef

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Slim Whitman

 

(* 20. Januar 1924 in Tampa, Florida; † 19. Juni 2013 in Orange Park, Florida; richtiger Name Ottis Dewey Whitman, Jr.) war ein US-amerikanischer Country-Sänger, der vor allem in den 1950er- und 1960er-Jahren mit romantischen Balladen erfolgreich war. Slim Whitman war einer der erfolgreichsten, einflussreichsten, jedoch auch unbekanntesten Sänger in der Geschichte der Country-Musik. Slim Whitman war ein exzellenter Jodler. Jodeln erlernte er von alten Jimmie-Rodgers-Platten.

Entdeckt wurde Slim Whitman 1948 von Colonel Tom Parker, dem späteren Manager von Elvis Presley. Parker vermittelte einen Schallplattenvertrag mit dem RCA-Label, wo er 1949 als „Slim Whitman“ mit dem Cowboy-Jodel-Lied „I’m Casting My Lasso Towards the Sky“ auf sich aufmerksam machen konnte, jedoch noch sehr erfolglose Singles einspielte.

Einem größeren Publikum wurde Slim Whitman durch regelmäßige Auftritte in der Louisiana-Hayride-Show bekannt. Da sich seine Schallplatten aber weiterhin schlecht verkauften, verlor Slim Whitman 1950 seinen RCA-Vertrag. Er wechselte zu dem unabhängigen Label Imperial Records, wo ihm wenig später mit Love Song of the Waterfall sein erster Top-10-Hit gelang. Den endgültigen Durchbruch schaffte Slim Whitman 1952 mit Indian Love Call. Der in hoher Tonlage vorgetragene und mit Jodeleinlagen angereicherte Song platzierte sich sowohl in der Country- als auch in der Pophitparade und wurde mit Gold ausgezeichnet.

Auch die nächsten Schallplatten von Slim Whitman waren erfolgreich. Die Popularität seiner Balladen war zum guten Teil seiner Nähe zur Pop-Musik zu verdanken. Durch seinen Hit von 1955, Rose-Marie, der sich in England elf Wochen lang an der Spitze der Top-10 halten konnte und einen Rekord aufstellte, wurde Slim Whitman auch in Europa bekannt. Dieser Rekord wurde erst Jahrzehnte später von Bryan Adams und seinem Lied „Everything I Do, I Do for You“ gebrochen.

In den 1960er- und 1970er-Jahren war Slim Whitman in England erfolgreicher als in seiner amerikanischen Heimat. Mehrfach wurde er zum besten ausländischen Star gewählt. Die größten Hits in diesen Jahren waren More Than Yesterday (1966), Happy Streets (1968), Guess Who (1970) und Something Beautiful (To Remember) (1971). Slim Whitman war der erste Country-&-Western-Sänger, der im London Palladium auftrat. VinTageBuch Webseite: Slim Whitman

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Sonny James

 

(* 1. Mai 1928 als James Loden in Hackleburg, Alabama; † 22. Februar 2016 in Nashville, Tennessee) war ein US-amerikanischer Country-Sänger. Sonny James galt als führender Repräsentant des Nashville Sounds und hatte zwischen 1953 und 1983 mehr als 70 Hits in den Pop- und Country-Charts; darunter 23 Nummer-eins-Titel. Der größte Hit des „Southern Gentleman“ war 1956 Young Love.

Nach der Rückkehr vom Koreakrieg in die Heimat setzte Sonny James seine Auftritte in den Country-Clubs fort. Hier traf Sonny James auf Chet Atkins, der ihm 1952 einen Schallplattenvertrag mit dem Capitol-Label vermittelte. Bereits seine erste Single, That’s Me Without You, schaffte es in die Country-Top-10. Dann dauerte es drei Jahre, bis Sonny James mit For Rent (One Empty Heart) den nächsten Hit erzielen konnte. Wenig später schaffte James mit Ric Carteys Young Love den Durchbruch. Die Single belegte für neun Wochen Platz eins der Country-Charts und erreichte Platz 2 in den Pop-Charts.

Sonny James war Mitglied der Grand Ole Opry, hat seit 1971 einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame und wurde 2006 in die Country Music Hall of Fame aufgenommen. VinTageBuch Webseite: Sonny James

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Texas Ruby

 

(* 4. Juni 1908 nahe Decatur im Wise County, Texas, als Ruby Agnes Owens; † 29. März 1963) war eine US-amerikanische Country-Musikerin. Zusammen mit ihrem Mann Curly Fox war Texas Ruby im Bereich des Country eine der erfolgreichsten Radiopersönlichkeiten zwischen 1941 und 1948.

1930 begann Texas Rubys professionelle Karriere, als sie von dem Besitzer eines Radiosenders in Kansas City entdeckt wurde, während sie mit ihren beiden Brüdern und ihrem Vater in der Stadt war. Schnell arbeitete Texas Ruby bei KMBC und 1933 schloss sie sich der Band Zeke Clements an. Mit Clements trat Texas Ruby einige Male in der Grand Ole Opry auf, bevor die Beiden Mitte der 1930er-Jahre für WHOs populären Iowa Barn Dance Frolic vorspielten, wo sie die nächsten zwei Jahre blieben. Während Texas Rubys  Zeit bei WHO lernte sie auch einen jungen Radiomoderator namens Ronald Reagan kennen, den späteren Präsidenten der Vereinigten Staaten.

1937 lernte Texas Ruby den Fiddler Curly Fox kennen, den sie zwei Jahre später heiratete. Schnell entwickelte das Ehepaar ihre eigene Show und unternahm Tourneen durch die USA. Im Radio stiegen sie zu äußerst populären Künstlern auf und gehörten von 1944 bis 1948 der berühmten Grand Ole Opry in Nashville, Tennessee, an.

1948 verließen Texas Ruby und ihr Mann Nashville, um nach Texas zu ziehen, wo sie sich dem Ensemble des Louisiana Hayrides auf KWKH anschlossen. Ruby und Fox zogen 1960 nach Kalifornien, wo sie einige Auftritte in der Town Hall Party hatten. Texas Ruby wird oft als Bindeglied zwischen der Old-Time Music, der traditionellen Musik der Bergbevölkerung, und dem damals weitaus moderneren Honky Tonk angesehen. VinTageBuch Webseite: Texas Ruby

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The Stanley Brothers

 

bestehend aus Carter (* 17. August 1925; † 1. Dezember 1966) und Ralph Stanley (* 25. Februar 1927; † 23. Juni 2016) waren ein US-amerikanisches Country-Duo. Die Brüder gehörten zu den wichtigsten Vertreter des Bluegrass. Mit einer Mischung aus Fiddle-Stücken, Hillbilly-Musik und Bill Monroes neu geschaffenem Bluegrass kreierten The Stanley Brothers ihren unverwechselbaren Bluegrass-Sound. Zudem spielten in ihrer Band viele bekannte Musiker wie Pee Wee Lambert, Chubby Anthonie und Curly Lambert.

1953 unterzeichneten die Stanley Brothers bei Mercury Records. Während dieser Zeit konnten sie ihre größten Erfolge verzeichnen, einige ihrer bekanntesten Titel sind How Far to Little Rock, Ridin’ that Midnight Train und Man of Constant Sorrow, letzterer stellte 2000 die Titelmelodie für den Film O Brother, Where Art Thou?.

Anfang der 1960er Jahre wechselten The Stanley Brothers zu King Records. Währenddessen zogen sie nach Live Oak, Florida, wo sie die wöchentliche Radioshow WNER Suwanee River Jamboree leiteten. Sie waren außerdem Mitglieder des KWKH Louisiana Hayride und des WBRM Carolina Barn Dance. 1992 wurden die Stanley Brothers in die International Bluegrass Music Hall of Honor aufgenommen. VinTageBuch Webseite: The Stanley Brothers

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Tibby Edwards

 

(* 29. März 1935 in Garland, Louisiana, als Edwin Thibodeaux; † 21. Oktober 1999 in Baton Rouge, Louisiana) war ein US-amerikanischer Country-Musiker. Tibby Edwards wurde vor allem durch seine Auftritte im KWKH Louisiana Hayride bekannt. In Louisiana wurde er von dem dort vorherrschenden Cajunklängen beeinflusst. Tibby Edwards lernte früh Gitarre spielen und hörte sich seine Idole Roy Acuff, Hank Williams und Lefty Frizzell an.

Seine Popularität baute Tibby Edwards vor allem auf seine Auftritte im Hayride auf. Hinter dessen Bühnen lernte Tibby Edwards 1955 den jungen Elvis Presley kennen, der ihn nachhaltig beeinflusste. Inspiriert durch Presley nahm Tibby Edwards im selben Jahr die Platten Flip Flop & Fly und Play It Cool Man auf.

Auch wenn die Songs von Tibby Edwards mit Fiddle und Steel Guitar noch tief in der traditionellen Country-Musik verwurzelt waren, stellen diese Titel auch heute noch unter Rockabilly-Fans beliebte Sammler-Stücke dar. 2007 wurde von den Bear Family Records die CD Play It Cool Man, Play It Cool mit seinen gesammelten Werken veröffentlicht. VinTageBuch Webseite: Tibby Edwards

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Tommy Tomlinson

 

(* 28. Oktober 1930; † 8. April 1982) war ein US-amerikanischer Country- und Rockabilly-Musiker. Tomlinsons Bruder Bill hatte ihm kurz vor seiner Einziehung in die Navy seine Gitarre geschenkt. Ein Freund brachte Tommy Tomlinson dann das Gitarrenspielen bei. Schon bald spielte er perfekt und in seiner High-School-Zeit gründete er seine erste Band. Ihm wurde sogar die außerordentliche Ehre zuteil, mit Hank Williams zusammen zuspielen.

Seine ersten Auftritte hatte Tommy Tomlinson als Hintergrundmusiker in Shreveport, Louisiana bei der KWKH Louisiana Hayride. Kurze Zeit später nahm er mit dem Sänger Werly Fairburn erste Platten in der Hayride auf, gefolgt von Aufnahmen mit Johnny Horton. So ist Tommy Tomlinson auf Hortons The Battle Of New Orleans und North To Alaska zu hören. Höhepunkt der Zusammenarbeit mit Horton waren die gemeinsamen Tourneen durch die USA.

1960 verunglückte das Auto, in dem Horton und Tommy Tomlinson saßen. Tommy Tomlinson überlebte im Gegensatz zu Horton den Unfall, auch wenn ihm 18 Monate später das rechte Bein amputiert werden musste. Daraufhin organisierte Johnny Cash ein Benefizkonzert für ihn. Die beiden kannten sich von gemeinsamen Auftritten in der Louisiana Hayride. Auch von Luther Perkins, dem Gitarristen Cashs und ein Freund Tommy Tomlinsons, bekam er Hilfe.

Tommy Tomlinson ließ sich durch seinen Rückschlag nicht entmutigen; mit Jerry Kennedy nahm er insgesamt vier Alben auf und arbeitete mit Stars wie Jim Reeves, Marty Robbins, David Houston und Claude King zusammen. Auch als Komponist betätigte Tommy Tomlinson sich erfolgreich, unter anderem für Dolly Parton und Norma Jean. Mit seiner Band The Country Connection trat er bis zuletzt öffentlich auf. VinTageBuch Webseite: Tommy Tomlinson

 

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Warren Smith

 

(* 7. Februar 1932 im Humphreys County, Mississippi; † 31. Januar 1980) war ein US-amerikanischer Rockabilly- und Country-Sänger. Warren Smith ist vor allem für den Song Rock’n’Roll Ruby bekannt. Nach der Entlassung aus der Luftwaffe zog Smith nach Memphis, Tennessee.

In Memphis wurde Warren Smith bald Mitglied der Snearly Ranch Boys. Stan Kesler, Sessionmusiker bei Sun Records und Bandmitglied der Snearly Ranch Boys, vermittelte Smith und die Band an Sam Phillips, dem Besitzer von Sun. Zusammen mit anderen Sun-Stars wie Elvis Presley, Carl Perkins, Johnny Cash, Jerry Lee Lewis und Roy Orbison startete Warren Smith eine Tournee und wurde Mitglied des KRLD Big D Jamboree in Dallas. Warren Smith wurde aufgrund seiner Leistungen um die Rockabilly-Musik in die Rockabilly Hall of Fame aufgenommen. VinTageBuch Webseite: Warren Smith

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Webb Pierce

 

(* 8. August 1921 in West Monroe, Louisiana; † 24. Februar 1991) war ein US-amerikanischer Country-Musiker. Webb Pierce trat bereits im Alter von 15 Jahren als Sänger in einer lokalen Radiostation auf. Nach einer dreijährigen Armee-Zeit, in der Webb Pierce auch heiratete, zog er 1944 nach Shreveport. Hier fand er eine Anstellung als Schuhverkäufer bei Sears, Roebuck. Abends trat Webb Pierce gemeinsam mit seiner Frau in der örtlichen Clubszene auf.

In Shreveport hatte der überregionale Radiosender KWKH kurz zuvor die Country-Musik-Show Louisiana Hayride ins Leben gerufen. 1949 erhielt Webb Pierce, mittlerweile geschieden, erstmals die Gelegenheit zu einem Auftritt. In diesen Jahren nahm er für das kleine Four Star Label einige Schallplatten auf. Webb Pierce gründete eine Band, bei der (die zu dieser Zeit noch völlig unbekannten) Floyd Cramer und Faron Young mitwirkten. Bald war Webb Pierce zu einem wichtigen Zugpferd der Louisiana Hayride Show geworden. Gemeinsam mit deren Manager gründete Webb Pierce ein eigenes Label, für das er auch einige Platten einspielte. VinTageBuch Webseite: Webb Pierce

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Werly Fairburn

 

(* 27. November 1924 in Folsom, Louisiana; † 18. Januar 1985) war ein US-amerikanischer Country- und Rockabilly-Sänger. Schon früh wurde Werly Fairburn musikalisch von der Grand Ole Opry beeinflusst, die in ganz Amerika hörbar war. Anfang der 1950er Jahre nahm Werly Fairburn bei den Trumpet Records erstmals einige Platten auf, darunter Camping with Marie. Der Titel ist Werly Fairburns bekanntestes Stück aus dieser Zeit und kann schon als früher Rockabilly gewertet werden.

Obwohl Werly Fairburn nie einen großen Hit hatte, war er bis nach Dallas, Texas bekannt und hatte so die Möglichkeit, im Big D Jamboree und in der Louisiana Hayride aufzutreten. Sein bekanntester Titel ist wohl Everybody’s Rockin’ aus dem Jahre 1956. Als Werly Fairburn 1964 einen Auftritt absolvierte, hörte ihn sein Freund Jim Reeves den Song I Guess I’m Crazy singen. 1994 veröffentlichte Bear Family Records eine CD mit Werly Fairburns Lebenswerk. VinTageBuch Webseite: Werly Fairburn

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Insgesamt 167 verschiedene Künstler wie Hank Williams, Elvis Presley, Johnny Horton, Webb Pierce, Faron Young, Jim Reeves, George Jones, Johnny Cash, Rose Maddox, Frankie Miller, Cousin Emmy, June Carter, Roy Acuff, die Bailes Brothers, die Oklahoma Wranglers, Norma Jean, die Browns, die Carlisles, die Louvin Brothers, Jimmy Newman, Ray Price, Roger Miller, Ferlin Husky, Warren Smith, Wynn Stewart, Grandpa Jones, Rusty and Doug Kershaw, Slim Whitman und die Wilburn Brothers.

Zu den Stammgästen der Hayride zählen u.a. James O Gwynn, Curley Williams, Red Sovine, Betty Amos, Harmie Smith, Buddy Attaway, Margie Singleton, Tony Douglas, Jack Ford, Werly Fairburn, Jeanette Hicks, Goldie Hill, Tibby Edwards, Hoot and Curley, Martha Lynn, Claude King, David Houston, Jerry Jericho, Bob Luman, Jimmy and Johnny, Merle Kilgore, Jimmy Martin, Johnny Mathis, Jimmy Lee, Charlie Walker, Billy Walker und Dee Mullin.

Sämtliche Künstler wurde von den hypertalentierten Hayride-Bands mit u.a. Felton Pruett, Jimmy Day, Floyd Cramer, Sonny Trammell, James Burton, D. J. Fontana, Shot Jackson, Sonny Harville, Dobber Johnson, Buffalo Yount, Don Davis und Tillman Franks begleitet.

Der KWKH Louisiana Hayride auf Hillbilly-Music.com
Wikipedia: Rockabilly

 

Klicktipp: Amazon At the Louisiana Hayride Tonight (Box-Set)

 

 

VinTageBuch Info:

 

Grand Ole Opry

 

Anfänge

Am 5. Oktober 1925 begann die der Versicherungsgesellschaft National Life & Accident Insurance Company gehörende Radiostation WSM mit dem Sendebetrieb. Einen Monat später stieg George D. Hay als Programmdirektor ein, der als Förderer der Old-Time Music galt.

Die Geburtsstunde der Barn Dance Show, der Vorläuferin der Grand Ole Opry, schlug am 28. November des gleichen Jahres mit dem 77 Jahre alten Fiddler Uncle Jimmy Thompson als erstem Künstler. Von da an wurde die Show jeden Samstagabend gesendet und schnell zu einem großen Erfolg. Erste Stars waren Dr. Humphrey Bate and his Possum Hunters, DeFord Bailey oder Uncle Dave Macon.

1927 wurde die Show in Grand Ole Opry umbenannt. War die Reichweite des Radiosenders zunächst auf das ländliche Tennessee begrenzt, erhielt WSM Anfang der dreißiger Jahre einen neuen Frequenzbereich zugewiesen, der einen ungestörten Empfang in ganz Nordamerika ermöglichte.

1939 wurde WSM in das NBC-Network eingespeist. Die Bedeutung der Show nahm dadurch ständig zu. Für einen Country-Musiker war es das höchste Ziel, in der Grand Ole Opry aufzutreten.

In den Anfangsjahren wurde aus dem WSM-Studio gesendet, das sich in dem Versicherungsgebäude der National-Life-Versicherung befand. Nach einigen Zwischenstationen fand man 1943 eine neue Heimstätte im 3000 Sitzplätze umfassenden Ryman Auditorium, einer ehemaligen Kirche, deren rustikale Innenausstattung ein stimmungsvolles Ambiente für die Konzerte darstellte.

Aufstieg

Ende der 1930er-Jahre manifestierte die Opry ihren Ruf und Erfolg endgültig. Die Konzerte waren ständig ausverkauft und die Quote des Radiosenders stets zufriedenstellend. Trotz der Konkurrenz anderer Shows konnte die Opry sich immer behaupten. Sie förderte die jungen Talente sehr, die dort auftraten. Roy Acuff, Hank Williams oder Bill Monroe waren nur einige der Künstler, die durch ihre Auftritte in der Sendung berühmt wurden.

In den 1950er-Jahren nahm die Beliebtheit unter den jungen Hörern stark ab. Der um 1954 einsetzende Rock ’n’ Roll raubte der Country-Musik das jugendliche Publikum, und auch die Opry musste Verluste hinnehmen. Viele Künstler aus der „goldenen Ära“ bestritten aber weiterhin Stammauftritte. An die früheren Erfolge konnte jedoch nicht mehr angeknüpft werden; die Musikszene hatte sich zu stark verändert.

Umzug nach Opryland

Das Ryman Auditorium erwies sich trotz des nachlassenden Erfolges als zu klein. Am 16. März 1974 zog die Radio-Show aus der Innenstadt Nashvilles in den etwas außerhalb am Cumberland River gelegenen Entertainment-Komplex „Opryland“, dessen Konzerthalle 4400 Zuschauer aufnehmen kann und wesentlich mehr Komfort bietet.

Der zum Opryland gehörende Vergnügungspark wurde 1997 geschlossen und in das Einkaufszentrum „Opry Mills“ und den größten Hotelkomplex der Welt, der nicht an ein Spielcasino angeschlossen ist, namens „Gaylord Opryland Resort & Convention Center“ umgebaut.

Die Bedeutung der Grand Ole Opry hat heutzutage etwas nachgelassen, der Kultstatus ist aber geblieben, wenn auch mittlerweile Touristen den größten Teil der Zuschauer darstellen. Die Shows werden nach wie vor vom amerikanischen Radiosender WSM sowie dem Fernsehsender Great American Country Network übertragen.

Strategie der Opry

Das Management der Grand Ole Opry war bekannt für seine konservative Grundhaltung. Schlagzeug und E-Gitarre waren lange Jahre verpönt. Man versuchte, alle Modeströmungen aus der Show herauszuhalten. Der Rock ’n’ Roll, der seine Ursprünge in der Country-Musik hatte, wurde ignoriert. Am 2. Oktober 1954 trat ein junger Sänger namens Elvis Presley in der Grand Ole Opry auf; ihm wurde der Legende zufolge nach diesem einzigen Auftritt empfohlen, besser wieder als Lastwagenfahrer zu arbeiten.

Ein Künstler konnte Gastauftritte bestreiten oder ständiges Mitglied werden. Ein Problem der ständigen Mitglieder waren die harten Vertragsbedingungen. Für äußerst wenig Geld musste eine hohe Zahl von Auftritten zugesagt werden (anfangs 26 Samstagabend-Shows, später wurde die Zahl auf 20 reduziert, für Auslandskonzerte konnte man sich beurlauben lassen).

Kündigte sich ein ständiges Mitglied bei Werbeaktionen für seine Tourneen als „Grand Ole Opry Star“ an, mussten 15 % der Einnahmen an die WSM abgeführt werden. Allerdings steigerten Interpreten, die Mitglied der Opry waren, die Verkaufszahlen ihrer Platten erheblich. Erst in den 1970er Jahren konnten es sich Stars wie Merle Haggard leisten, auf Auftritte dort zu verzichten.

Kulturelle Bedeutung

Aufgrund ihrer kulturellen und historischen Bedeutung für die Vereinigten Staaten wurde die erste, am 14. Oktober 1939 landesweit über das NBC-Network ausgestrahlte Radiosendung der Grand Ole Opry am 27. Januar 2003 in die National Recording Registry der Library of Congress aufgenommen.

Europäer in der Opry

Nachdem 1953 mit dem Entertainer Bobbejaan einer der ersten Europäer in der Grand Ole Opry aufgetreten war, absolvieren seitdem immer wieder außeramerikanische Künstler Gastauftritte, wie beispielsweise 1996 die deutsche Cripple Creek Band, 1998 Linda Feller oder 2000 Tom Astor, ebenfalls beide aus Deutschland. 2016 traten die Scorpions in der Grand Ole Opry auf.

Ehemalige und aktuelle Mitglieder
Wikipedia Kategorie: Mitglied der Grand Ole Opry
Webseite: Grand Ole Opry

 

VinTageBuch Webseiten-Tipps

 

Barn Dance Show, Radiosendungstyp, der vor allem in den USA der 1930er- und 1940er-Jahren populär war und überwiegend Country-Musik spielte.

Big D Jamboree war eine US-amerikanische Musiksendung, die von dem Hörfunksender KRLD ausgestrahlt wurde. Die Show bestand aus Auftritten berühmter Country-Musiker sowie aus Sketchen und Gags.

Carolina Barn Dance war eine US-amerikanische Country-Sendung, die von WBRM aus Spruce Pine, North Carolina, gesendet wurde.

Ernest Tubb Midnight Jamboree ist eine US-amerikanische Radio-Country-Sendung, die von WSM aus Nashville, Tennessee, gesendet wird. Gründer: Ernest Tubb. Titel: Walking The Floor Over You.

Grand Ole Opry, langlebigste Radioshow der US-Rundfunkgeschichte. Die seit 1925 allwöchentlich aus Nashville, übertragenen Country-Musik-Konzerte haben seit Jahrzehnten Kultstatus.*

Louisiana Hayride: Radioübertragungen von KWKH aus den 1940er, 1950er und 1960er Jahren, insgesamt mehr als 25 Stunden Musik auf 20 CDs. Die Hayride wurde live von der Bühne in Shreveport gesendet und präsentierte die bekanntesten Stars der Country Music, spätere Legenden, regionale Größen und talentierte Newcomer.*

National Barn Dance war eine US-amerikanische Country-Sendung, die von WLS aus Chicago, Illinois, gesendet wurde. Zu der Zeit gab es landesweit bekannte Musiker, die Mitglieder der Show waren.

Old Dominion Barn Dance war eine US-amerikanische Country-Sendung, die von dem Radiosender WRVA aus Richmond, Virginia gesendet wurde. Rockabilly-Lady Janis Martin wurde hier zum Star.

Old Farm Hour war eine US-amerikanische Country-Sendung, die von dem Radiosender WCHS aus Charleston, West Virginia gesendet wurde. Gegründet von Country-Musiker Buddy Starcher.

Saturday Night Jamboree war eine US-amerikanische Country-Sendung, die von dem Sender KWEM aus Memphis, Tennessee gesendet wurde. Gegründet von Country-Musiker Joe Manuel.

Saturday Night Shindig war eine US-amerikanische Country-Sendung, die von WFAA aus Dallas, Texas, gesendet wurde. Auch The Shelton Brothers waren Show-Mitglieder.

Tennessee Barn Dance war eine US-amerikanische Country-Sendung, die von WNOX aus Knoxville, Tennessee, gesendet wurde. Don Gibson begann hier seine Karriere.

Town Hall Party war eine US-amerikanische Country-Sendung, die von KXLA und KTTV aus Compton, Kalifornien, gesendet wurde.

Virginia Barn Dance war eine US-amerikanische Country-Sendung, die von WDVA aus Danville, Virginia gesendet wurde.

WCOP Hayloft Jamboree war eine US-amerikanische Country-Sendung, die von WCOP aus Boston, Massachusetts gesendet wurde.

WSB Barn Dance war eine US-amerikanische Country-Sendung, die vom Sender WSB aus Atlanta, Georgia, gesendet wurde.

WWVA Jamboree, US-amerikanische Country-Sendung, die vom Hörfunksender WWVA in Wheeling, West Virginia ausgestrahlt wird. Auftritte verschiedener Country-Musiker und Sketche.