Neue MICHEL-Kataloge: Die zweibändige 50. Jubiläumsausgabe des Deutschland-Spezial 2020, gesamt ca. 2700 Seiten

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Neue MICHEL-Kataloge:
Die zweibändige 50. Jubiläumsausgabe des
“Deutschland-Spezial 2020”

Deutschland-Spezial 2020 Band 1:
1849 bis April 1945

Ein guter Anlass, um zurückzublicken in die Editionsgeschichte eines Werkes, das den gesamten Zeitraum der deutschen Philatelie von der ersten deutschen Briefmarke 1849 bis zu den neuesten Ausgaben der Deutschen Post in derzeit zwei Bänden mit gesamt ca. 2700 Seiten spezialisiert darstellt.

Die erste Auflage des MICHEL-Deutschland-Spezial erschien im Jahr 1935 im Verlag des Schwaneberger Album in Leipzig; mit Maßen von ca. 11,5 auf 18,5 cm und 436 Seiten war das ein relativ übersichtlicher Band, in edles tannengrünes Leinen gebunden und mit mattgoldener Schrift versehen.

Die erste dort katalogisierte Abart, der Baden-Fehldruck 4 F auf Blaugrün statt Rötlichkarmin, trug die stolze Bewertung von 25.000 Mark – heute freilich schlägt der Fehldruck mit einer Million Euro zu Buche.

Nach der vierten Auflage mussten Spezialsammler allerdings warten. Erst 1964 erschien die 5. Auflage in beigem Leinen, immer noch in einem Band, doch um die modernen Sammelgebiete ab 1945 reicher.

2001 erfolgte dann die Aufteilung in zwei Bände; ein Werk, das jährlich auf den neusten Forschungsstand gebracht wird, wächst nun einmal.

Zur 45. Auflage im Jahr 2015 kehrte MICHEL zum Hardcover-Einband zurück, diesmal in Schwärzlichrosalila mit UV-Lack-Applikationen und zwei attraktiven Lesebändchen. Man darf ja ruhig klug und schön sein…

50. Auflage des MICHEL Deutschland-Spezial: Geboten wird Ihnen ein kleines redaktionelles Feuerwerk an Neuentdeckungen, Differenzierungen und Neubewertungen.

Da sind zum Beispiel die MiNr. 9 Y der deutschen Seepost, der Saar-Doppeldruck MiNr. 142 DD, der Elwa-Zusammendruck MiNr. 33/28 oder die kopfstehenden Koggen von Danzig mit zeitgerechter Entwertung, aber auch viele andere neuentdeckte Abarten und Plattenfehler in den Sammelgebieten Deutsche Kolonien, Danzig, Sudetenland, Besetzung im Zweiten Weltkrieg und Kriegs- und Propagandafälschungen.

Die Plattennummern von Böhmen und Mähren wurden differenziert bewertet, die Markenheftchen des Deutschen Reiches umfassend erweitert und neu bewertet.

Besonders zahlreiche Preisänderungen sind in den Sammelgebieten Altdeutschland, Norddeutscher Bund, Deutsches Reich und Sudetenland zu verzeichnen.

Deutschland-Spezial 2020 Band 2:
Ab Mai 1945

Inhalt: Deutsche Lokalausgaben ab 1945 mit amtlichen Ausgaben und Privaterzeugnissen; Gemeinschaftsausgaben, Berlin und Brandenburg, Sowjetische Zone; Deutsche Demokratische Republik, Berlin (West), Saarland und Saarland als Bundesland der BRD; Französische Zone, Amerikanische und Britische Zone; BRD, Auslandspostämter, Internationale Antwortscheine.

♦ 50. Jubiläumsausgabe mit drei Lesebändchen zum gleichen Preis wie die Vorauflage im letzten Jahr!

♦ Preisänderungen vor allem bei Lokalausgaben, Sowjetische und Französische Besatzungszone und Bizone

♦ Zahlreiche neue Abarten bei verschiedenen Gebieten bestätigt

♦ Zahlreiche neue Informationen und Neuaufnahmen wie beispielsweise die Probedrucke zur Freimarkenserie „Frauen der deutschen Geschichte“ oder Ergänzungen zur Versuchsautomatenmarke MiNr. 10 der Bundesrepublik

♦ Viele neue hochauflösende Farbabbildungen

♦  Rund 10.000 Abbildungen und über 115.500 Preisnotierungen

Neuheiten bis MICHEL-Rundschau 3/2020

Mit der Jubiläumsausgabe beweist der MICHEL-Deutschland-Spezial einmal mehr, dass auch die moderne Deutschland-Philatelie zahlreiche Besonderheiten zu bieten hat.

Auch unter den jüngsten Ausgaben der Deutschen Post fanden sich im Laufe des vergangenen Jahres viele neue Plattenfehler, die eine Schatzsuche in der eigenen Sammlung sowohl für spezialisierte Philatelisten als auch für Neuheitensammler lohnenswert machen.

Eigentlich unübersehbar und dennoch einige Jahre unentdeckt geblieben ist ein gleich doppelter Fehler, der zeigt, dass auch oder gerade der modernste Digitaldruck nicht vor Problemen gefeit ist.

Gleich zu beiden Postwertzeichen der Leuchtturmausgabe von Juli 2016 ist nun derselbe Plattenfehler aufgetaucht: Ein in etwa dreieckiger Fleck am unteren Ende des „c“ in „Deutschland“. Schuld daran war offenbar ein Softwarefehler. Wie häufig dieser neue Plattenfehler I bei den beiden Marken auftritt, steht, ebenso wie sein möglicher Wert, noch nicht fest.

 

Ausführliche Informationen im
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