Der Schneider von Panama ist eine irisch-US-amerikanische Agenten-Komödie aus dem Jahr 2001, die auf dem gleichnamigen Roman von John le Carré basiert. TV-Tipp & Literatur

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Der Schneider von Panama (Originaltitel: The Tailor of Panama) ist eine irisch-US-amerikanische Agenten-Komödie aus dem Jahr 2001, die auf dem gleichnamigen Roman von John le Carré basiert, welcher von Graham Greenes Unser Mann in Havanna inspiriert ist.

Regie führte John Boorman, der gemeinsam mit John le Carré und Andrew Davies auch das Drehbuch verfasste. Die Hauptrollen spielten Pierce Brosnan und Geoffrey Rush.

Handlung

Der Film beginnt mit der Strafversetzung des britischen MI6-Spions Andrew Osnard an die britische Botschaft in Panama, da an seinem letzten Einsatzort seine Affäre mit der Geliebten des Außenministers bekannt geworden war.

In Panama sucht er sich gezielt den Schneider Harry Pendel als örtlichen Kontakt aus. Der Schneider hat eine kleinkriminelle Vergangenheit, aber auch Beziehungen zur panamaischen Politik und Unterwelt. Seine Frau Louisa arbeitet zudem für den Chef der Panama-Kanal-Verwaltung.

Louisa kennt im Gegensatz zu Andrew nicht die Wahrheit über Harrys Vergangenheit, womit Andrew wiederum Harry erpresst und ihn so für seine Absichten zwangsverpflichtet.

Über die Beziehungen des Schneiders will Andrew an Regierungsgeheimnisse kommen, die einen möglichen Verkauf des Panama-Kanals an ausländische Investoren betreffen. Durch die Erpressung gezwungen, aber auch von der Aufmerksamkeit des vermeintlich weltläufigen Agenten geschmeichelt, erfindet Harry immer mehr angebliche Politik- und Regierungsgeheimnisse, die von Andrew, der einen Erfolg braucht, als Fakten an seine Vorgesetzten weitergegeben werden.

Andrew bauscht zudem diese vermeintlichen Fakten gegenüber dem Botschafter und seinen Vorgesetzten in London auf und beginnt eine Affäre mit einer Botschaftsbeamtin.

Harry erfindet unter anderem eine geheime Oppositionsbewegung, die kurz davor stehe, einen Putsch durchzuführen. Als Anführer dieser sogenannten „Stillen Opposition“ benennt Harry seinen Kumpel Mickie Abraxas, einen Alkoholiker, und seine Assistentin Marta, die beide unter dem früheren diktatorischen Noriega-Regime zu leiden hatten.

Andrew besorgt sich daraufhin über seinen Vorgesetzten 15 Millionen US-Dollar von der US-Regierung, um damit vorgeblich die Putschisten unterstützen zu können, wobei die Putschisten laut Harry 10 Millionen verlangen, und Andrews Vorgesetzter von der US-Regierung 20 Millionen bekommt.

Mittlerweile hat sich durch die Putschgerüchte die politische Situation in Panama verschärft, auch da der angebliche Putschistenführer Suizid begangen hat, was durch die britischen und amerikanischen Behörden gleich als Regierungsmord angenommen wird. Die USA greifen daraufhin militärisch ein, und die Ausländer versuchen das Land zu verlassen.

Im einsetzenden Chaos gelingt es Andrew, mit dem größten Teil der 15 Millionen Dollar zu fliehen, nachdem er u. a. Schmiergelder an den britischen Botschafter gezahlt hat. Louisa entschärft derweil die von Harry entzündete und eskalierende Politikfarce, indem sie mit Hilfe ihres Chefs Zugang zum Präsidenten findet, der wiederum die politische und militärische Lage mit dem US-Präsidenten klärt.

Harry beichtet Louisa schließlich seine Vergangenheit und seine Motive für die Lügen, und die beiden nehmen mit ihren Kindern wieder ihr Alltagsleben auf.

Auszeichnungen

Der Film war auf der Berlinale 2001 im Wettbewerb um den Goldenen Bären vertreten, musste sich aber wie etwa auch Steven Soderberghs Traffic – Macht des Kartells und Lasse Hallströms Chocolat Ein kleiner Biss genügt dem französischen Erotikdrama Intimacy geschlagen geben.
Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Der_Schneider_von_Panama_(Film)

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TV Tipp:
Der Schneider von Panama
Arte, Dezember 2019

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Der Schneider von Panama mit Pierce Brosnan

Pierce Brosnan

In den 80er-Jahren war Pierce Brosnan Remington Steele in der gleichnamigen Krimiserie, aber erst in den 90er-Jahren ist Pierce Brosnan als der fünfte Darsteller des legendären Geheimagenten James Bond wirklich berühmt geworden. Diese beiden Rollen verbindet einiges, zusammen ergeben sie ein Bild, dem Pierce Brosnan meist auch in seinen anderen Auftritten gerecht wird.

Der Privatdetektiv mit der mysteriösen Vergangenheit und der Spion mit der Lizenz zum Töten leben beide von ihrer äußeren Erscheinung, von der nahezu magnetischen Ausstrahlung, die von ihnen ausgeht. Brosnans ganz eigener Charme macht sie unwiderstehlich. Mit diesem Charme spielt er auch in John Boormans Verfilmung des John-le-Carré-Bestsellers Der Schneider von Panama, doch der Effekt ist ein ganz anderer.

John Boorman

John Boorman hat kein Vertrauen in die Kräfte, die unser Leben bestimmen. In einem noch stärkeren Maß als bei Der General, seinem vorherigen Film, zielt er mit dieser Satire auf sämtliche Repräsentanten der Macht. Er entlarvt auf ungemein unterhaltsame Weise ihre Unfähigkeit und ihre Verkommenheit.

Ihnen stellt er mit dem von Geoffrey Rush gespielten Harry Pendel einen Träumer und Fantasten entgegen, der auch einiges falsch macht, aber wenigstens immer nur das Beste will. So wird diese satirische Abrechnung mit den Machenschaften der Geheimdienste und Militärs zugleich zu einer Hymne auf einen im Grunde anarchischen Lebenskünstler.

Der Schneider von Panama. Roman von John le Carré

In Panama bahnt sich eine Verschwörung an, um den Panama-Vertrag zunichte zu machen. Dieser sieht vor, die Kontrolle über den Kanal 1999 den Panamaern zu überlassen. Der gutmütige Herrenschneider Harry Pendel wird von dem britischen Spion Andy Osnard gezwungen, für den Geheimdienst zu arbeiten.

Er soll das amerikanische Militär ködern, die schmutzige Arbeit zu tun – nämlich Panama erneut zu besetzen und den Vertrag für null und nichtig zu erklären. Pendel verfolgt jedoch ein ganz anderes Ziel.

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Gesamtausgabe: Der Schneider von Panama

The Tailor of Panama (Penguin Modern Classics)