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Der Mann mit dem Fagott. Der Film basiert auf dem auto-biografischen Bestseller von Udo Jürgens aus dem Jahr 2004

01/04/2018

Der Mann mit dem Fagott. Der Film basiert auf dem gleichnamigen autobiografischen Bestseller von Udo Jürgens aus dem Jahr 2004

Der Mann mit dem Fagott ist ein zweiteiliger Fernsehfilm aus dem Jahr 2011. Premiere hatte der Film am 18. September 2011 im Casino Velden, am 29. und 30. September 2011 erfolgte die Erstausstrahlung (zwei Teile) bei ORF und ARD.

 

Der Film basiert auf dem gleichnamigen autobiografischen Bestseller von Udo Jürgens und Michaela Moritz aus dem Jahr 2004. Udo Jürgens wurde mit diesem Film zum 77. Geburtstag geehrt.

 

Die Verfilmung erstreckt sich über einen Zeitraum von 1891 bis 2010 und schildert die Geschichte von drei Generationen.

 

Der erste Abschnitt erzählt von Heinrich Bockelmann, dem Großvater Udos, der in Moskau zum Bankier des russischen Zaren aufsteigt, im Ersten Weltkrieg verhaftet und eingesperrt wird, seine Familie und sich jedoch retten kann.

Der zweite Abschnitt behandelt Udos Vater Rudolf Bockelmann, Bürgermeister in Österreich, der zum Gefangenen zwischen der Nazi-Ideologie und seinen eigenen Werten wird.

Der Kreis schließt sich mit dem Leben des Sohnes Udo Jürgens, dessen Entwicklung und Karriere der Film nachvollzieht, indem er aufzeigt, wie es dazu kam, dass Udo Jürgens zu einem der bedeutendsten Unterhaltungsmusiker im deutschen Sprachraum wurde.

 

Zitat: Wacklige Bilder eines alten Super-8-Films: Die junge Catrin und ihr Mann Frank planschen ausgelassen im Baggersee. Das war 1989. Eine Momentaufnahme des Glücks, beide blicken voller Zuversicht nach vorne. Seine Karriere und ihr Medizinstudium – das werden sie als Paar gemeinsam stemmen, trotz ihrer Schwangerschaft. 25 Jahre später muss resümiert werden, dass sich die Dinge anders entwickelt haben:

Während Frank in Berlin als Manager Kariere machte, dabei aber immer weniger Zeit für die Familie hat, ist ihre Tochter Annika erwachsen geworden. Sie plant heimlich ihre Bewerbung an der Kunsthochschule; momentan studiert sie eher lustlos Medizin, vielleicht nur auf Wunsch der Mutter, die aufgrund ihrer Schwangerschaft damals abbrach.

Catrin verbringt derweil ihre Tage mit Joggen, nebenbei wirft sie sehnsüchtige Blicke in den Anatomie-Atlas ihrer Tochter. Die Umstände wollen es, dass sie Annika zu Semesterbeginn nach Marburg begleitet, wo auch sie drei Semester eingeschrieben war. Plötzlich macht es klick. Die vertraute Campus-Atmosphäre und die Erinnerung an den ehrwürdigen Hörsaal: Als ob sie nie weg gewesen wäre.

Catrin fällt einen längst überfälligen Entschluss: Sie wird ihr Medizinstudium fortzusetzen, auch wenn das leider nur in Marburg geht. Eine Wochenendbeziehung nimmt sie wohl oder übel in Kauf, denn Catrin findet, dass sie nun auch mal dran ist.

Frank fühlt sich bei dieser Entscheidung glatt übergangen, er missversteht ihren Aufbruch als Kampfansage und schaltet auf stur. Auch Annika ist nicht begeistert, dass sie die eigene Mama tagtäglich als Zimmernachbarin in ihre Studenten-WG antrifft.

Trotz Widerständen und einem Beinahe-Rosenkrieg zieht die spät berufene Medizinerin ihr Ding durch. Dabei lernt sie nicht nur ihre Tochter von einer ganz neuen Seite kennen. Auch Frank beginnt zu verstehen, dass ihre Ehe eigentlich nie auf dem Prüfstein stand.

“Besser spät als nie” erzählt von einer Familie, die an einer räumlichen Trennung beinahe zerbricht. Die Krise erweist sich jedoch als Chance: Fest gefügte Rollenverteilungen werden neu ausgelotet.

Nele Mueller-Stöfen spielt eine emanzipierte Frau, die aber dennoch kämpfen muss, um aus hergebrachten Mustern auszubrechen. Jochen Horst verkörpert einen liebenswerten Vater, der als Ehemann lernen muss, seiner Frau mehr Raum zur Entfaltung zuzugestehen.

Und als Tochter braucht Helen Woigk nicht mehr gegen ihre Eltern zu rebellieren, was ihr Bruder, dargestellt von Paul Falk, übrigens nie für nötig hielt… Christoph Schnee gelingt eine unterhaltsame Familienkomödie mit einer Fülle liebenswürdiger Detailbeobachtungen.

 

Das jähe Aufeinanderprallen zwischen der Berliner Metropole und dem idyllischen Schauplatz der Marburger Kleinstadt illustriert die Reibung in dieser modernen Familie.

 

Besetzung

Udo Jürgens: Udo Jürgens
Christian Berkel: Heinrich Bockelmann
David Rott: Udo (als junger Mann)
Ulrich Noethen: Rudolf „Rudi“ Bockelmann, Udos Vater
Alexander Kalodikis: Udo (9-12 Jahre)
Joël Eisenblätter: Rudi (8-12 Jahre)
Fanny Stavjanik: Käthe, Udos Mutter
Valerie Niehaus: Gitta
Melika Foroutan: Anna Bockelmann
Herbert Knaup: Erwin Bockelmann
Andreas Lust: Baron von Thalen
Nicole Beutler: Baronin von Thalen
Mark Zak: Kropotkin
Peter Faerber: Bernhard Junker
Otto Tausig: Aljoscha Kasajev
Lenn Kudrjawizki: Sergej Kasajev + Aljoscha Kasajev als junger Mann
Maxim Kovalevski: Wasja, Chauffeur
Jakob Seeböck: Buddy
Dieter Schaad: Mann mit dem Fagott
Alexander Lutz: Werner Vogel
Mirko Lang: Robert Vogel
Arthur Klemt: Brettschneider
Kai Möller: Verwalter
Johannes Silberschneider: Arzt
Jurij Rosstalnyj: Lagerkommandant
Henning Stoll: Junger Mann mit dem Fagott
Patrick Jahns: Klaus
Lino Sliskovic: Joe Bockelmann
Fritz Hammel: Hans R. Beierlein
Thando Walbaum: Junius
Jewgenij Sitochin: Chef der Bahnpolizei
Martin Weinek: Gemeindesekretär
Gunther Gillian: Alex, Tourmanager
Paul Faßnacht: Toningenieur
Lisa Brühlmann: Nastasja
Werner Haindl: Huber

Der Mann mit dem Fagott
Zweiteiliger Spielfilm Deutschland/Österreich 2011
Das Erste, 1. April 2018, 12:30 Uhr

 

Der Mann mit dem Fagott
Alterseinstufung: Freigegeben ab 6 Jahren
Format: DVD
Format: Dolby, PAL
Sprache: German (Dolby Digital 5.1)
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Studio: Universum Film GmbH
Erscheinungstermin: 2. März 2012
Produktionsjahr: 2011
Spieldauer: 205 Minuten
Blu-ray EUR 9,99
DVD EUR 5,99

 

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Story-Hintergrund

 

Das historische Familiendrama wurde von September bis Dezember 2010 in Österreich (Wien sowie Kärnten), Tschechien, Deutschland und Russland gedreht. Auch in Schloss Ottmanach und auf dem Magdalensberg entstanden Filmaufnahmen.

Es handelt sich um das Originalschloss, in dem Udo Jürgens zusammen mit seinen Brüdern aufwuchs. Es befindet sich inzwischen im Privatbesitz einer englischen Familie.

Die Eingangsszene „Bremer Weihnachtsmarkt 1891“ wurde im tschechischen Kolín gedreht. Einige der Szenen, die in Russland spielen, wurden im Palais Ferstel in Wien gedreht.

Die Bahnhofsszene, in der die Familie im Ersten Weltkrieg auseinandergerissen wurde, entstand in Prag. Die Aufnahmen, die in Harlem spielen, entstanden tatsächlich im Studio in Köln, wo man mit Fotoreferenzen arbeitete.

 

Musik im Film

Die Filmmusik wurde eingespielt vom Filmorchester Babelsberg, es dirigierte Nic Raine. Die Filmsongs stammen von Udo Jürgens. Als Klavierdouble für Alexander Kalodikis, der den kleinen Udo spielte, fungierte David Alexandre. Die Solo-Violine wurde von Julian Rachlin gespielt.

Ich würde es wieder tun
Der Mann mit dem Fagott
Hey Ras Pashol
Korobuschka
Gartenparty
My Funny Valentine
There Will Never Be Another You
Shake, Rattle & Roll
Boardwalk Blues
This Love Of Mine
Der Mondschein von Portofino
Valse Musette
Go Go Go
Schenk mir einen Traum
Black Empire Blues
Bad Man Blues
That Lucky Old Sun
Was ich Dir sagen will
Reach for the Stars
Seemann, Deine Heimat ist das Meer
True Love
Isn’t A Happy Day
Ele e ela
Merci Cherie
Siebzehn Jahr blondes Haar
Immer wieder geht die Sonne auf
Lied der Hitlerjugend (Musik: Carl Strauß, Text: Heinrich Anacker)

 

Der Mann mit dem Fagott
Udo Jürgens
Audio CD (30. September 2011)
Anzahl Disks/Tonträger: 1
Format: Doppel-CD
Label: Ariola (Sony Music)
ASIN: B005CZ7ESE
Weitere Ausgaben: Audio CD | MP3-Download
MP3 EUR 12,59
Audio-CD EUR 11,99
gebraucht ab EUR 7,22
neu ab EUR 8,46

 

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