17. September 2021

Der Codex Mendoza. Das Meisterwerk aztekisch-spanischer Buchkultur. 2021 jährt sich zum 500. Mal der Fall des Aztekenreichs. Aus diesem Anlass erscheint erstmals eine wissenschaftliche Edition des Codex Mendoza in deutscher Sprache

Dieses Jahr jährt sich zum 500. Mal der Fall des Aztekenreichs. Zu diesem Anlass erscheint »Der Codex Mendoza«, das wohl berühmteste Schriftdokument der Geschichte Mexikos, erstmals in deutscher Übersetzung.

Der Codex Mendoza
Das Meisterwerk aztekisch-spanischer Buchkultur
herausgegeben, eingeleitet, übersetzt und kommentiert von
Stefan Rinke, Federico Navarrete und Nino Vallen
in Zusammenarbeit mit
Margarita Cossich Vielmann und
Übersetzungen von Stephanie Fleischmann
wbg Edition
Hardcover in Leinen im Schuber
mit 180 farbigen Abbildungen
23. September 2021
Gebundenes Buch 150,00 €

zur Verlagsinfo
Der Codex Mendoza

Die Bilderhandschrift der frühen Kolonialzeit wurde von aztekischen Schriftgelehrten in der traditionellen Hieroglyphenschrift angefertigt und von einem spanischen Priester kommentiert.

Inhaltlich werden nicht nur die Geschichte der aztekischen Herrscherdynastie und die Tributlisten Moctezumas präsentiert, sondern »Der Codex Mendoza« gewährt auch Einblick in das Alltagsleben der Azteken.

Das bibliophile Farbfaksimile präsentiert den Codex nun vollständig in Originalgröße, mit der annotierten Bilderhandschrift und dem spanischen Kommentar.

Eine kritische Einleitung von Stefan Rinke, Federico Navarrete und Nino Vallen stellt das Werk in den historischen Kontext, beschreibt die Überlieferung und diskutiert die Rezeption.

Ferner wird erstmals eine deutsche Übersetzung des spanischen Kommentars sowie der Annotationen geliefert.

Für alle Spanischsprachigen gibt es folgende sehr empfehlenswerte Dokumentation: »Tenochtitlan y Tlatelolco«, Tenochtitlan y Tlatelolco – YouTube.

Über die Autoren

Stefan Rinke, geb. 1965, lehrt seit 2005 als Professor für Geschichte Lateinamerikas am Lateinamerika-Institut und am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin. Er gilt als ausgewiesener Kenner der Geschichte des amerikanischen Kontinents.
Weitere Informationen unter Stefan Rinke • Lateinamerika-Institut (LAI) (fu-berlin.de).

Federico Navarrete ist Professor am Instituto de Investigaciones Históricas, Universidad Nacional Autónoma de México. Er erforscht die Geschichte der amerikanischen Ureinwohner und ihre Beziehungen zu Europäern und Afrikanern. Er ist international anerkannt als wegweisender Forscher der visuellen Geschichte Mesoamerikas und ihrer Beziehung zu mündlichen und rituellen Traditionen.
Weitere Informationen unter Federico Navarrete Linares | Universidad Nacional Autónoma de México – Academia.edu.

Nino Vallen ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Abteilung Geschichte am Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin. In seiner Forschung hat er sich ausführlich mit Mexiko im 16. Jahrhundert und der Wissenskultur der kolonialen Herrschaft beschäftigt.
Weitere Informationen unter Nino Vallen • Lateinamerika-Institut (LAI) (fu-berlin.de).

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