Das Schweigen der Mitte: Wege aus der Polarisierungsfalle von Ulrike Ackermann. Wie positionieren sich Deutschlands Intellektuelle?

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In Zeiten, in denen die demokratischen Parteien in der Krise stecken, die Öffentlichkeit durch den digitalen Strukturwandel eine große Umwälzung erfährt und westliche Werte und Freiheiten unter wachsenden Druck geraten, münden auch die öffentlich geführten Debatten nur allzu häufig in fatalen Polarisierungen.

Diese werden durch einen wachsenden Moralisierungsdruck und eine Engführung des Diskurses noch verstärkt.

Kapitalismus oder Antikapitalismus,
Migration oder Abschottung,
Faschismus oder Antifaschismus
Zwischentöne sind selten geworden:

Das Schweigen der Mitte: Wege aus der Polarisierungsfalle
von Ulrike Ackermann
Gebundene Ausgabe: 206 Seiten
ISBN-13 : 978-3806240573
wbg THEISS in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG)
(1. Februar 2020)

zur Verlagsinfo
Das Schweigen der Mitte
von Ulrike Ackermann

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Das Schweigen der Mitte
von Ulrike Ackermann

Aus dem Inhalt:

Intellektuelle im politischen Kräftespiel
Ihre Präsenz in Deutschland und Frankreich
Verortungen von rechts bis links
Altes Blockdenken und Versuche der Überwindung
Öffentlichkeit und Meinung
Wandel des Debattenraums
Öffentlichkeit im digitalen Zeitalter
Streit um die Meinungsfreiheit
Shitstorms und Hochschulpolitik
Polarisierungen
Tumult auf der Frankfurter Buchmesse
“Man wird doch wohl noch sagen dürfen …”
Totalitarismus revisited
Politische Vertrauenskrise
Der Absturz der Volksparteien
Krise der Repräsentation
Die Erosion der politischen Mitte
Aufbegehren gegen Althergebrachtes
Überkommene Organisationen und schillernde Neulinge
Forschung zur politischen Vertrauenskrise
Neue gesellschaftliche Spaltungen
Elitenkritik und Elitenversagen
Die Segregation der Mittelschicht
Verwerfungen zwischen Stadt und Land
Wie viel Heimat braucht der Mensch?
Streitpunkt Nation
Migration und Integration
Der politische Islam
Westliche Selbstzweifel und Identitätspolitik
Antiwestliche Ressentiments
Identitätspolitik von rechts und links
Wertekanon unter Beschuss
Plädoyer fur eine antitotalitäre Selbstaufklärung

Thema Deutsche Politik: 4 von 5 Punkten
Politikwissenschaft: 4 von 5 Punkten
Schreibstil: 5 von 5 Punkten

Fazit: EU-Krise, Klimanotstand, Nationalismus:

Wie positionieren sich Deutschlands Intellektuelle?

Ulrike Ackermann hat die Debatten und die Streitkultur analysiert. Joachim Gauck, Uwe Tellkamp, Harald Welzer oder Thea Dorn streiten um die Meinungsführerschaft. Doch gelingt es ihnen, die ideologische und moralische Polarisierung aufzubrechen?

Wie sehr unsere Gesellschaft davon profitieren würde, zeigt Ulrike Ackermann mit ihrem Buch „Das Schweigen der Mitte. Wege aus der Polarisierungsfalle“.

Eine fundierte politikwissenschaftliche Analyse, ein leidenschaftlicher Appell für mehr Haltung und für ein beherztes Eingreifen in die aktuellen politischen Debatten – sei es in der Presse, auf den Social Media Plattformen oder im Parlament!

Es ist an der Zeit,
die ideologische und moralische Polarisierung aufzubrechen

Buchzitat: Ulrike Ackermann, Politikwissenschaftlerin und Soziologin, plädiert in ihrem neuen Sachbuch für eine Rückbesinnung auf antitotalitäre und liberale Traditionen, um die politische Mitte intellektuell neu zu besetzen.

♦ Warum wir dem Furor des Fundamentalismus, der von Rechten, Linken und Islamisten gleichermaßen bedient wird, entgegen treten müssen
♦ Neue gesellschaftliche Spaltungen: Elitenkritik und der Verlust der Mittelschicht
♦ Die politische Vertrauenskrise: der Absturz der Volksparteien und seine Auswirkungen
♦ Von Lügenpresse bis Cyberaktivismus: Öffentlichkeit und freie Meinungsäußerung im digitalen Zeitalter
♦ Ein kluges Plädoyer für antitotalitäre Selbstaufklärung und für eine starke Demokratie …

Der Platz der politischen Mitte ist durch diese Polarisierungsprozesse weitgehend verwaist und auch die Intellektuellen befüllen dieses Vakuum nicht mehr. Wichtige Kontroversen über die politische Vertrauenskrise, Elitenversagen und Meinungsfreiheit entzünden sich somit zunehmend an den Rändern.

Anstatt den gegenwärtigen Krisen mit beherzt freiheitlichen, antitotalitären und universalistischen Positionen relevant zu begegnen, reihen sich die einstigen „engagierten Beobachter“ ein in eine Debattenkultur ohne Zentrum.

Wie kann es Deutschlands Intellektuellen wie Joachim Gauck, Uwe Tellkamp, Harald Welzer oder Thea Dorn gelingen, die ideologische und moralische Polarisierung aufzubrechen?

Ulrike Ackermann fordert eine antitotalitäre Selbstaufklärung, um dem Furor des Fundamentalismus, der von Rechten, Linken und Islamisten gleichermaßen bedient wird, entgegenzutreten.

Prof. Dr. Ulrike Ackermann ist Politikwissenschaftlerin und Soziologin. 2009 gründete sie das John Stuart Mill Institut für Freiheitsforschung, das sie seitdem leitet. 2008 wurde sie als Professorin berufen und lehrte bis 2014 Politische Wissenschaften mit dem Schwerpunkt »Freiheitsforschung und Freiheitslehre« in Heidelberg.

2002 gründete und leitete Ulrike Ackermann das Europäische Forum an der Berlin Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Darüber hinaus arbeitet sie seit vielen Jahren als freie Autorin für Funk und Print.
Webseite: www.ulrike-ackermann.de

Das Schweigen der Mitte von Ulrike Ackermann
© Copyright Buchcover und Inhaltsangaben: wbg THEISS Verlag

Video: Ist Meinungs- und Pressefreiheit konstitutiv für die Demokratie? Prof. Dr. Ulrike Ackermann

Zitat: Am 16. Januar 2019 diskutierten die Expertinnen und Experten Prof. Dr. Ulrike Ackermann (John Stuart Mill Institut für Freiheitsforschung), Michael Hanfeld (FAZ), William Horsley (University of Sheffield), Paul F. Nemitz (Europäische Kommission), Prof. ord. Dr. habil. Andrzej Przyłębski (Botschafter Republik Polen), und Prof. Dr. Christian Schertz (Kanzlei Schertz Bergmann) am Center for Applied European Studies (CAES) zum Thema „Presse und Medienfreiheit in der EU – ein bedrohtes Grundrecht?“.

#Buchtipp: Das Schweigen der Mitte: Wege aus der Polarisierungsfalle von #UlrikeAckermann. Wie positionieren sich…

Gepostet von Wolfgang Schmitt am Sonntag, 23. August 2020

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