Das Mädchen Rosemarie mit Nina Hoss und Heiner Lauterbach: Spielfilm auf 3sat, Freitag, 22. Juni 2018 um 20.15 Uhr oder als DVD günstig kaufen

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Das Mädchen Rosemarie mit Nina Hoss & Heiner Lauterbach: Spielfilm auf 3sat, Freitag, 22. Juni 2018 um 20.15 Uhr oder als DVD günstig kaufen

 

Das Mädchen Rosemarie

 

Zitat: Im Frankfurt der 1950er-Jahre ist Rosemarie Nitribitt auf der Suche nach dem großen Glück.Remake des deutschen Klassikers nach dem authentischen Fall der Edelprostituierten Nitribitt.

Die junge und attraktive Rosemarie erwartet mehr vom Leben, als in einer kleinen Wohnung zu hausen, Kinder zu hüten und jeden Pfennig umzudrehen. Sie will leben und lieben. Doch ihr Leben zwischen Intrigen und Leidenschaft endet tragisch.

Mit grenzenloser Naivität und sich auf ihre Schönheit, Jugend & Entschlossenheit verlassend, ergreift Rosemarie jede Chance, ihrem Ziel näherzukommen.

Sie glaubt ihr Ziel erreicht zu haben, als sie in einer drittklassigen Bar, in der sie als Animierdame arbeitet, den reichen Konrad Hartog trifft. Hartog finanziert Rosemarie eine teure Wohnung und schickt ihr regelmäßig Geld.

Bei einer Feier des exklusiven Industriellenclubs wird Rosemarie von den Mächtigen umschwärmt, durch die Bekanntschaft mit dem Industriellen Fribert avanciert Rosemarie rasch zur Edelprostituierten.

Die Industriellen, die Rosemarie bald regelmäßig besuchen, werden mit einem Tonbandgerät ausspioniert. Als Rosemarie den Bogen überspannt, wird sie Opfer einer Tragödie. Rosemarie Nitribitt wird ermordet, der Täter bleibt unerkannt.

 

Das Mädchen Rosemarie

 

DVD Zitat: Es ist die wahre Geschichte der jungen Rosemarie Nitribitt (Nina Hoss), die im Frankfurt der 1950er-Jahre von ganz unten nach ganz oben will. Der hübschen Animierdame ist kein Preis zu hoch, um endlich zur feinen Gesellschaft zu gehören.

Zwischen Intrigen und Leidenschaft, umgeben von Lebemännern und den Mächtigen in höchsten Ämtern und Kreisen, übersieht die Edelprostituierte, dass sie nur benutzt wird. Als sie sich dessen endlich bewusst wird, ist es zu spät.

Das Leben der jungen Rosemarie endet tragisch.

Bernd Eichinger produzierte 1996 mit zahlreichen deutschen Stars, darunter Heiner Lauterbach, Til Schweiger und Katja Flint, einen der spektakulärsten Kriminalfälle der deutschen Nachkriegsgeschichte, der bis heute nicht aufgeklärt werden konnte.

 

Das Mädchen Rosemarie
mit Nina Hoss
und Heiner Lauterbach
Alterseinstufung: Freigegeben ab 12 Jahren
Format: DVD
Darsteller: Nina Hoss, Heiner Lauterbach, Mathieu Carrière, Margitta-Janine Lippok, Ivan Desny
Regisseur: Bernd Eichinger
Komponist: Enjott Schneider
Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Keine
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Constantin Film
Erscheinungstermin: 7. Oktober 2010
Produktionsjahr: 2001
Spieldauer: 95 Minuten

DVD EUR 8,99
gebraucht ab EUR 5,00 bei Amazon.de

 

Der Fall Rosemarie Nitribitt wurde sowohl literarisch als auch filmisch mehrfach aufgegriffen, bereits ein Jahr nach ihrem Tod erschien 1958 das Buch “Rosemarie. Des deutschen Wunders liebstes Kind” von Erich Kuby.

 

Zu den bekanntesten filmischen Darstellungen gehört der Spielfilm “Das Mädchen Rosemarie” aus dem Jahr 1958 mit Nadia Tiller in der Hauptrolle.

 

Handlung

Die junge, aus ärmlichen Verhältnissen stammende Rosemarie Nitribitt wohnt mit den Kleinkriminellen Horst und Walter in einer Souterrain-Wohnung in Frankfurt am Main. Mit diesen beiden durchstreift sie die Innenstadt und zieht unweit eines Hotels die Aufmerksamkeit des Großindustriellen Bruster auf sich.

Dieser trifft sich dort mit seinem „Kartell“ von Unternehmern und ist auf der Suche nach nächtlicher Zerstreuung in der Stadt. In diesem Hotel betreut der Concierge Kleie die „Herren“, indem er diesen zu abendlichen Treffen mit „Damen“ verhilft, die er (auch Rosemarie) jedoch nicht in der Hotel-Lobby duldet.

Schon bald macht Rosemarie durch eine Verwechslung Bekanntschaft mit dem Geschäftsmann Konrad Hartog (auch dieser ist Mitglied des „Kartells“) statt mit Bruster. Hartog hält sie aus und richtet ihr eine Wohnung ein.

Auf dem Weg zu einem Reitturnier der Familie von Hartog lernt Rosemarie später den Franzosen Alfons Fribert kennen, der Industriespionage betreibt. Er macht Rosemarie mit dem Umfeld der großen Wirtschaftsbosse bekannt. Unterdessen zeigt sich Hartog über die längere „Pause“ seines eigenen Kontakts zu ihr verschnupft und trennt sich von Rosemarie.

Zum Abschied macht er ihr ein Geldgeschenk (18.000 DM), das in einen Mercedes 190 SL Roadster investiert wird. Fribert benutzt derweil Rosemarie, um an die Geheimnisse der „Herren“ zu gelangen. Mit Hilfe eines Tonbandgerätes werden diese von nun an bei ihren nächtlichen „Plaudereien“ ausspioniert. Die Bänder lässt Rosemarie von einem Zufallsbekannten, einem Studenten verstecken.

Rosemarie verlangt schließlich nach gesellschaftlicher Anerkennung. Sie sorgt für einen Skandal, als sie plötzlich auf einem Fest in Brusters Villa und später in Begleitung des Studenten in der vom „Kartell“ frequentierten Nachtbar auftaucht.

Damit hat sie den Bogen überspannt. Eines Tages wird sie in ihrer Wohnung ermordet, während die Herren des „Kartells“ in ihren Autos vor Rosemaries Wohnhaus warten.

 

Hintergrund

Die Verfilmung hat mit der Lebensgeschichte der Rosemarie Nitribitt wenig zu tun. Über deren Herkunft und Jugendzeit schweigt sich der Film völlig aus. Ob sie ihre Kunden wirklich ausspioniert und abgehört hat, ließ sich nicht nachweisen.

Die Dreharbeiten in Frankfurt stießen auf Schwierigkeiten. So untersagte der Steigenberger-Konzern dem Filmteam, Szenen im Foyer des Hotels „Frankfurter Hof“ zu drehen. Daher musste es in einem Berliner Studio nachgebaut werden. Der tatsächliche Name des Hotels durfte im Film nicht genannt werden, es hieß dort „Palast-Hotel“.

Auch vor dem gegenüberliegenden Mercedes-Autosalon im Junior-Haus erhielt man keine Drehgenehmigung. Diese Szenen mussten früh morgens aus einem Wagen heraus gefilmt werden.

 

Stimmen und Kritiken

Aus Sicht von Reclams Filmführer (11. Auflage, Stuttgart 2000, S. 413–414) hört sich die Inhaltsangabe wie ein „Kolportage-Drama“ an. Über weite Strecken wirke Das Mädchen Rosemarie als „durchaus treffende Satire auf gesellschaftliche Zustände in der Bundesrepublik“, während der banale Handlungsablauf durch „aggressive Songs (Musik: Norbert Schultze) unterbrochen und verfremdet“ und kabarettistische Einlagen die Elemente der Sentimentalität auf ein Minimum reduzieren würden.

Stärker sei die Provokation, der sich der Zuschauer bei dem Film ausgesetzt sehe, wobei gelegentlich Absicht und künstlerische Mittel auseinanderklafften. Dies sei unter anderem bei der Darstellung der Industriekapitäne der Fall, bei dem der Versuch, „diese zu furchterregenden Mafia-Bossen emporzustilisieren“, eher oberflächlich und naiv wirke.

Laut dem Lexikon des internationalen Films (Ausgabe 1990, S. 2391) glossiere der Film unter der sorgfältigen Regie von Rolf Thiele „in einer Mischung aus Persiflage, Kabarett und Moritat die Doppelmoral der bundesdeutschen Gesellschaft der Wiederaufbauzeit“. Zu den Wurzeln der „attackierten Mißstände“ könne Das Mädchen Rosemarie jedoch nicht vordringen.

Das Lexikon des deutschen Films (S. 208) hebt die parabelhafte Rahmenhandlung heraus, die mit Hilfe der zeitkritischen Lieder von Norbert Schultze die Wirtschaftswunder und Adenauer-Ära kommentiere. „Sardonischer Witz und eine visuell einfallsreiche Regie machen Thieles Film zur treffenden Satire bundesdeutscher Wirklichkeit und bürgerlicher Doppelmoral.“

Für Filmkritiker Hans Schifferle (in: 100 Jahre Kino – 100 Jahre deutscher Film, Süddeutsche Zeitung, München) ist Thieles Film wie auch dessen ganzes unüberschaubares Œuvre „ein einziger Mischmasch, eine Mixtur aus Abstraktion und Naturalismus, aus Kabarett, Melo und Rock-n-Roll.“ Schifferle hebt jedoch die Szenen der bizarren Party mit Gert Fröbe hervor, die „eine herrliche Sequenz über die Obszönität des Wohlstands“ darstellten.

Zwiespältig beurteilt der Evangelische Film-Beobachter (Kritik Nr. 553/1958) Thieles Werk: „Lobenswerter, wenn auch mißlungener Versuch einer Zeitkritik an Hand des Nitribitt-Stoffes. Für Erwachsene unterhaltsam und bedenkenswert.“
Quelle: Wikipedia

 

Weitere Verfilmungen

 

1959 entstand Die Wahrheit über Rosemarie unter der Regie von Rudolf Jugert, mit dem man an den Erfolg des Thiele-Films anzuknüpfen gedachte. Die Hauptrolle in dem heute beinahe vergessenen und im deutschen Fernsehen bisher nie gezeigten Film übernahm die Engländerin Belinda Lee, die 1961 bei einem Autounfall ums Leben kam.

1976 griff Thiele Mit Rosemaries Tochter das Nitribitt-Thema erneut auf. Für seine letzte Regiearbeit konnte er Hanne Wieder, Jo Herbst und Horst Frank gewinnen, die schon in der Erstverfilmung von 1958 vor der Kamera gestanden hatten.

1996 drehte Bernd Eichinger mit Nina Hoss eine gleichnamige Wiederverfilmung des Stoffes für das Fernsehen, die inhaltlich allerdings in einigen Punkten von der Urfassung abweicht.

 

Das Mädchen Rosemarie
mit Nadja Tiller
und Peter Eyck
Alterseinstufung: Freigegeben ab 12 Jahren
Format: DVD

Blu-ray EUR 14,99
DVD ab EUR 4,95 bei Amazon.de

 

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Rosemarie Nitribitt
Audio-CD – Audiobook, 1999
von Helga Dierichs
Verlag: HörbucH Hamburg (1999)
ISBN-13: 978-3934120181
gebraucht ab EUR 12,50 bei Amazon.de

Zitat: Das schwarze Mercedes-Cabrio SL mit dem Kennzeichen H70-6425 war ihr Markenzeichen. Erreichbar war sie unter Frankfurt 26830. Künstlername Rebecca, zuweilen auch Gräfin Marizza. Am 1. November 1957 wurde sie in ihrer Frankfurter Wohnung tot aufgefunden: Rosemarie Nitribitt, die Edelnutte.

Ein außergewöhnlicher Name verbindet sich seitdem mit einem der spektakulärsten Mordfälle der alten Bundesrepublik. Mysteriös und ungelöst — bis zum heutigen Tag. Mysteriös war dieser Fall nicht nur wegen der konkreten Umstände der Tat, sondern vor allem wegen der undurchsichtigen Rolle, die einige ihrer ehemaligen Kunden im Verlauf der Ermittlungen spielten. Besonders Freier aus der Großfinanz und dem Industrieadel versuchten gezielt, Spuren zu verwischen und falsche Fährten zu legen.

Brisante Akten verschwanden, und die Kripo tat sich vor allem durch Fehler bei der Spurensicherung und den Ermittlungen hervor. Bald kursierten die Namen der Sachs-Brüder und der eines Mitglieds der Stahldynastie Krupp in der Presse. Schließlich wurde ein Vertrauter Nitribitts, Heinz Pohlmann, Handelsvertreter und Lebemann, des Raubmords angeklagt, im Prozeß aber freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft war zwar weiterhin von der Täterschaft Pohlmanns überzeugt, beantragte aber keine Revision. So rankten sich noch Jahre später wilde Spekulationen um den Tod Rosemarie Nitribitts.

Das von der Autorin Helga Dierichs hervorragend recherchierte Hörbuch erzählt die Geschichte auf packende Weise nach, O-Töne von damals beteiligten Ermittlungsbeamten vermitteln Authentizität. Besonders gelungen sind die Interviewpassagen mit Zeitgenossinnen, welche ein Gefühl für die im Kern prüden Fünfziger mit ihren Moralvorstellungen vermitteln. In dieses Bild passte eine Hure nicht hinein und schon gar nicht die Nitribitt.

Im November 1957 wurde sie begraben — ohne Kopf, den hatte die Staatsanwaltschaft beschlagnahmt.

 

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