Cotton Club: Harlem 1928. Ein Jazztrompeter rettet einem Gangsterboss im Cotton Club das Leben, verliebt sich aber ausgerechnet in dessen Freundin, DVD-Tipp

Cotton Club: Harlem 1928. Ein Jazztrompeter rettet einem Gangsterboss im Cotton Club das Leben, verliebt sich aber ausgerechnet in dessen Freundin, DVD-Tipp

Zitat: Harlem, 1928: Gangsterboss Dutch Schultz ist Stammgast in Harlems “Cotton Club“. Dort verkehrt die New Yorker High Society ebenso wie die Unterwelt und amüsiert sich bei heißer Jazzmusik.

Eines Nachts entgeht Dutch Schultz mithilfe des jungen Jazztrompeters Dixie Dwyer einem Bombenanschlag rivalisierender Gangster und protegiert ihn fortan. Francis Ford Coppolas Spielfilm über ein turbulentes Kapitel amerikanischer Show-Geschichte.

Harlem 1928. Ein Jazztrompeter rettet einem Gangsterboss im Cotton Club das Leben, verliebt sich aber ausgerechnet in dessen Freundin. – Francis Ford Coppolas faszinierende Großproduktion verknüpft effektvoll die Genres Musical und Gangsterfilm und wartet mit hinreißenden Musik-, Tanznummern und Kostüme sowie einem großen Star-Aufgebot auf.

Gangsterboss Dutch Schultz ist Stammgast in Harlems Cotton Club, der Owney Madden gehört. Dort verkehrt die New Yorker High Society ebenso wie die Unterwelt und amüsiert sich bei heißer Jazzmusik und nicht minder heißen Tanznummern.

Eines Nachts entgeht Dutch Schultz im Cotton Club mit knapper Not und mit Hilfe des jungen Jazztrompeters Dixie Dwyer einem Bombenanschlag rivalisierender Gangster, und da ihm Dixie sehr gut gefällt, protegiert er ihn fortan.

Vor allem soll Dixie auf Vera Cicero, Dutchs junge Geliebte, aufpassen. Dass die beiden sich dabei ineinander verlieben, hat der jähzornige Gangster allerdings gar nicht gern. Verliebt ist auch der schwarze Stepptänzer Dalbert “Sandman” Williams in Lila Rose Oliver.

Tanzen und singen dürfen die beiden als Schwarze im Cotton Club, als Gäste haben sie ihrer Hautfarbe wegen jedoch keinen Zutritt.

Auch sonst müssen sie sich manche Demütigung gefallen lassen. Owney Madden ebnet Dixie Dwyer den Weg nach Hollywood. Von dort kehrt Dixie als Filmstar nach Harlem zurück, wo sich Vera von Dutch Schultz einen eigenen Nachtclub finanzieren ließ. Dixie braucht die Protektion des Gangsters jetzt nicht mehr, aber bei Vera steht dieser ihm nach wie vor im Weg.

 

Der Cotton Club im New Yorker Stadtteil Harlem war in den Jahren 1923 bis 1936 der berühmteste Nachtclub Amerikas

 

dort begannen viele künstlerische Karrieren, verkehrten die Reichen direkt neben Gangstern. Die auftretenden Künstler – vorwiegend Schwarze – spielten, sangen und tanzten für ein ausschließlich weißes Publikum; als Gäste wurden Schwarze in dem mondänen Luxusetablissement nicht geduldet.

Francis Ford Coppola machte den legendären Club zum Zentrum eines hinreißenden Film-Spektakels, in dem vor dem Hintergrund von Prohibition und Wirtschaftskrise ein turbulentes Kapitel amerikanischer Show-Geschichte geschildert wird. Kontrapunktiert wird das Feuerwerk virtuoser Show-Darbietungen in herrlichen Kostümen der 1920- und 1930er Jahre von explosiven Gangsterschlachten, die ihren Show-Charakter ebenfalls nicht verleugnen:

Cotton Club
(The Cotton Club)
Spielfilm, USA 1984, 121 Minuten
Regie: Francis Ford Coppola
Mit Richard Geere (Dixie Dwyer), Gregory Hines (Sandman Williams), Diane Lane (Vera Cicero

3sat: Freitag, 16. Februar 2018, 22.25 Uhr

VinTageBuch Infos

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Webseite des heutigen Cotton Club (engl.)

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Cotton Club (Der Film)

Cotton Club ist ein US-amerikanischer Gangster- und Musikfilm des Regisseurs Francis Ford Coppola aus dem Jahr 1984. Schauplatz ist der Cotton Club im New Yorker Stadtteil Harlem während der US-amerikanischen Prohibition.

Die Story

Der schwarze New Yorker Stadtteil Harlem in den wilden 1920er Jahren ist geprägt von der Prohibition und den Auswirkungen der Wirtschaftskrise. Kleine Gauner, Banden und Gangstergruppen, allen voran der Mobster Dutch Schultz, profitieren vom illegalen Handel mit alkoholischen Getränken und verdienen ein Vermögen.

Im Jahr 1928 bemüht sich der weiße, irischstämmige Jazztrompeter Dixie Dwyer verzweifelt, ein Engagement zu bekommen. Ihm gelingt es, die Gunst von Dutch Schultz zu erwerben, weil er diesem bei einem Sprengstoffattentat seines Konkurrenten Joe Flynn durch Zufall das Leben rettet.

Aus Dankbarkeit verschafft Dutch ihm einen Job als Aufpasser für seine Geliebte Vera und Dixies Bruder einen Job als Schutzgelderpresser. Dixie ist über die Nähe zum Verbrechen nicht begeistert. Auf einer Party wird er Zeuge, wie Dutch einen Konkurrenten in Gegenwart etlicher Partygäste ersticht.

Allerdings braucht der gutaussehende und smarte Dixie das Geld. Er verliebt sich in die attraktive Vera, lässt aber aus Angst vor Dutch zunächst die Finger von ihr. Zumal Dutch – um ganz sicherzugehen, dass seiner Geliebten nichts geschieht – seinen Leibwächter Sol Weinstein angewiesen hat, die beiden nicht aus den Augen zu lassen.

Inzwischen hat der Besitzer des Cotton Clubs, Owney Madden, Dixie Dwyer dank seiner Beziehungen zu einer Hollywood-Karriere verholfen. In seinen Filmen kopiert er dort als „Mob-Boss“ die echten Vorbilder und tritt nebenbei auch noch als Trompeter im Cotton Club auf.

Zur gleichen Zeit gelingt es den afroamerikanischen Brüdern Dalbert „Sandman“ und Clay Williams, der Rassendiskriminierung zum Trotz, als Steptänzer im Cotton Club angestellt zu werden. Dort tanzt auch die hellhäutige Schwarze Lila Rose Oliver. Sandman verliebt sich in sie und umwirbt sie, obwohl sie ihm zunächst keine Hoffnungen macht.

Zwei Jahre später hat Vera endlich von Dutch den gewünschten eigenen Nachtklub am Broadway geschenkt bekommen, Vera’s Club. Sandman, der es im Gegensatz zu seinem Bruder als Solotänzer zu etwas gebracht hat, erfährt schließlich, dass Lila dort auftritt; aber als Schwarzer darf er den Klub nicht betreten und muss einen Boten nach ihr schicken. Lila ist zwar von Sandmans Liebe und Hartnäckigkeit beeindruckt, aber sie zögert noch immer, ihn zu erhören.

Dixie kommt als gefeierter Filmstar aus Hollywood zu Besuch in Vera’s Club und begleitet spontan die Besitzerin, die selbst als Sängerin auf der Bühne steht, auf seinem Kornett. Eifersüchtig werden beide von Dutch beobachtet.

Dixies Bruder Vincent, von Dixie in die Gangsterwelt eingeführt, treibt für Schultz bei den Lokalbesitzern in Harlem Schutzgeld ein. Nachdem er Dutch in diesem Stadtteil die Vorherrschaft im Wettgeschäft verschafft hat, verlangt er für seine Dienste bessere Bezahlung. Um den Gangsterboss zu erpressen, entführt er dessen Vertrauten Frenchy Demange.

Owney scheint nichts anderes übrigzubleiben, als seinen treuen Komplizen auszulösen. Dixie überbringt seinem Bruder das Lösegeld und nimmt Frenchy mit. Kurz darauf wird Vincent in einer Telefonzelle erschossen.

Im Jahr 1931 fördert Owney den Mafioso Charles „Lucky“ Luciano und geht häufig mit ihm in den Cotton Club. Eines Abends werden sie Zeugen, wie Dutchs Lebensgefährtin Frances Flegenheimer eifersüchtig hereinstürmt, Dutch mit Vera an einem der Tische sitzen sieht und ihn wüst beschimpft, bevor sie hinausgeworfen wird.

Zurück aus Hollywood verschwindet Dixie mit Vera hinter der Bühne. Als Dutch seine Geliebte zur Rede stellt, streitet sie nicht ab, dass sie und Dixie sich soeben geküsst haben; sie provoziert Dutch vielmehr mit dem Bekenntnis, mit Dixie geschlafen zu haben und es bei jeder Gelegenheit wieder zu tun.

Zornig versucht Dutch, Vera den Schmuck zu entreißen, den er ihr gekauft hat. Dixie eilt durchs Lokal und hindert ihn daran. Plötzlich hält Dutch eine Pistole in der Hand und zielt damit auf seinen Rivalen; aber Sandman tritt gegen seine Hand, so dass der Schuss fehlgeht, und Owney lässt ihn vor die Tür setzen.

Nach diesem Vorfall hält Lucky Luciano, der es seit geraumer Zeit auf Dutchs Waffengeschäfte abgesehen hat, den Zeitpunkt für gekommen, seinen Konkurrenten auszuschalten; seine Bande erschießt Dutch und dessen Männer in einem Lokal.

Owney muss ins Gefängnis und ist beinahe froh darüber, sich für einige Zeit aus den lebensgefährlichen Geschäften zurückziehen zu können. Lucky Luciano ist der neue König der Unterwelt.

Dixie, der nach Hollywood zurückkehren will, fordert Vera auf, ihn zu begleiten. Zu seiner Enttäuschung lehnt sie jedoch ab. Als er zum Bahnsteig kommt, wartet sie dort allerdings mit einem gepackten Koffer auf ihn.

Film-Hintergrund

Cotton Club ist eine Mischung aus Gangster- und Musikfilm mit komplexer und anspruchsvoller Handlung. Der Film adaptiert die Realität der US-amerikanischen Alkoholprohibition von 1919 bis 1933.

Die genannten Gangstergrößen Schultz, Luciano, Owney Madden – aber auch Berman, Madame St. Clair und Bumpy Rhodes (alias „Bumpy“ Johnson) – sind Personen, die es real gegeben hat.

Die Auseinandersetzung von Vincent und Schultz spielt auf den Konflikt zwischen Schultz und Vincent Coll an. Die Ermordung von Schultz wurde tatsächlich durch das National Crime Syndicate beschlossen, das von Lucky Luciano dominiert wurde.

Die Figur des Jazztrompeters Dixie Dwyer wurde von Bix Beiderbecke abgeleitet, dessen Spitzname „Bix“ lautete.

In dem Film singt die Schauspielerin Lonette McKee das Stück Ill wind.

Tom Waits spielt in einer kleinen Gastrolle den Conférencier Irving Starck.

Nach dem eher experimentellen und gescheiterten Film Einer mit Herz arbeitete Robert Evans, nachdem er schon Der Pate produziert hatte, erneut mit Coppola zusammen.

Die Dreharbeiten überstiegen das Budget bei Weitem und endeten mit dem Bankrott des Produzenten. Es folgten gerichtliche Auseinandersetzungen, bei denen sich Regisseur und Produzent gegenseitig die Schuld für die enorme Budgetüberschreitung vorwarfen. 

Auszeichnungen

Der Film wurde 1985 für das beste Szenenbild (Richard Sylbert, Leslie Bloom und George P. Gaines) und für den besten Schnitt (Barry Malkin und Robert Q. Lovett) jeweils für einen Oscar nominiert.

Francis Ford Coppola und der Film wurden 1985 in der Kategorie Bester Film – Drama für einen Golden Globe Award nominiert.

Milena Canonero gewann 1986 für die Kostüme einen BAFTA Award; auch der Film wurde für den besten Ton für eine solche Auszeichnung nominiert.

Filmdaten

Deutscher Titel: Cotton Club
Originaltitel: The Cotton Club
Produktionsland: USA
Originalsprache: Englisch
Erscheinungsjahr: 1984
Länge: 123 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16

Filmstab

Regie: Francis Ford Coppola
Drehbuch: William Kennedy, Francis Ford Coppola
Produktion: Robert Evans, Dyson Lovell, Silvio Tabet
Musik: John Barry (bei Amazon.de)
Kamera: Stephen Goldblatt
Schnitt: Barry Malkin
Robert: Q. Lovett

Besetzung

Richard Gere: Dixie Dwyer
Gregory Hines: „Sandman“ Williams
Diane Lane: Vera Cicero
Lonette McKee: Lila Rose Oliver
Bob Hoskins: Owney Madden
James Remar: Dutch Schultz
Nicolas Cage: Vincent Dwyer
Allen Garfield: Abbadabba Berman
Fred Gwynne: Frenchy Demange
Gwen Verdon: Tish Dwyer
Lisa Jane Persky: Frances Flegenheimer
Maurice Hines: Clay Williams
Julian Beck: Sol Weinstein
Novella Nelson: Madame St. Clair
Laurence Fishburne: Bumpy Rhodes
Joe Dallesandro: Lucky Luciano
Tucker Smallwood: Kid Griffin
Thelma Carpenter: „Sandman“ Williams’ Mutter
Zane Mark: Duke Ellington
Diane Venora: Gloria Swanson
Mark Margolis: Charlie Workman
Jennifer Grey: Pat
Larry Marshall: Cab Calloway
Tom Waits: Türsteher und Conférencier

 

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Titelverzeichnis
1. The Mooche
2. Cotton Club Stomp #2
3. Drop Me Off In Harlem
4. Creole Love Call
5. Ring Dem Bells
6. East St. Louis Toodle-0
7. Truckin’
8. Ill Wind (You’re Blowin’ Me No Good)
9. Cotton Club Stomp #1
10. Mood Indigo
11. Minnie The Moocher
12. Copper Colored Gal
13. Dixie Kidnaps Vera
14. The Depression Hits / Best Beats Sandman
15. Daybreak Express Medley
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Zitat: In den “Roaring Twenties” ist der “Cotton Club” in Harlem einer der gefragtesten, aber auch skandalträchtigsten Jazz-Clubs New Yorks. Aber nicht nur der Rhythmus, sonder auch Prohibition und Wirtschaftskrise erhitzen die Gemüter. Gangster, Musiker, Polizei – die einen besuchen den Club, andere wiederum möchten ihn am liebsten schließen. Nachdem der Jazztrompeter Dixie Dwyer einem der großen Mafiabosse Dutch Schultz das Leben rettete, wird er von diesem protegiert. Schultz verschafft ihm einen Job als Bodyguard für sein Gangsterliebchen Vera. Doch Dixie verliebt sich in sie, und damit fangen seine Probleme erst richtig an …

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