Rob Marshall: Chicago, 1924. Leidenschaft, Lügen, Sex und vor allem Jazz: Das ist das Chicago der 20er Jahre. TV-Tipp & Literatur

Veröffentlicht von

Last Updated on

Chicago, 1924: Roxie Hart und die von ihr verehrte Showsängerin Velma Kelly landen im selben Todestrakt, nachdem sie beide im Affekt gemordet haben. Ziemlich schnell wird den Frauen klar, dass sie die Presse auf ihre Seite bringen müssen, um der drohenden Todesstrafe zu entgehen.

Roxie und Velma überbieten sich gegenseitig in ihrem virtuosen Spiel mit der sensationslüsternen Presse und verbreiten allerlei Verleumdungen und Halbwahrheiten übereinander. Mit sechs Oscars prämierter Film von Starregisseur Rob Marshall.

Chicago, 1924

Roxie Hart träumt von einer Karriere wie der ihres Idols Velma Kelly; dabei geht sie dem Betrüger Fred Casely auf den Leim, der vorgibt, Verbindungen zu Kelly zu haben. Roxie entlarvt seine Lüge, erschießt Casely und wird wegen Mordes angeklagt.

Im Todestrakt trifft sie prompt auf Velma, ebenfalls wegen Mordes angeklagt. Roxie nimmt Kontakt zum Erfolgsanwalt Billy Flynn auf. Er bringt sie dazu, sich der Presse gegenüber als Opfer männlicher Vernachlässigung zu inszenieren, wodurch sie über Nacht Ruhm erlangt.

Nun hat Velma das Nachsehen und versucht vergeblich, Roxie von einer Zusammenarbeit zu überzeugen. Roxies Prozess verläuft zunächst vielversprechend angesichts der listigen Strafverteidigung Flynns, der sorglos Zeugen diskreditiert, Beweismittel manipuliert und eine medienwirksame Versöhnung von Roxie und ihrem Mann Amos inszeniert.

Als jedoch Velma mit Roxies belastendem Tagebuch auf den Plan tritt und so eine Amnestie ihres eigenen Falls erwirkt, muss Flynn sein ganzes Talent aufbringen, um das Tagebuch als Finte seines ambitionierten Gegenspielers, Staatsanwalt Harrison, darzustellen.

Roxie wird freigesprochen, doch die Presse nimmt davon wenig Notiz und hat bereits eine neue Mörderin zum Stadtgespräch erklärt. Roxie versucht sich erfolglos als Varietékünstlerin. Auch Velma hat als Solistin keinen Erfolg mehr – vielleicht liegt die Lösung in einem Duo?

Der Film Chicago basiert auf einer wahren Begebenheit – dem Prozess der Beulah Annan in den 1920er Jahren –, die zuvor bereits vielfach adaptiert wurde, unter anderem als Theaterstück, Stummfilm und Musical.

Zu Beginn der 20er Jahre des 21. Jahrhunderts lässt ARTE die Golden Twenties des 20. Jahrhunderts noch einmal aufleben.

Neben “Chicago” werden Anfang Januar zahlreiche weitere glamouröse Klassiker gezeigt. Der amerikanische Regisseur und Choreograph Rob Marshall hatte mit seinem Spielfilmdebüt “Chicago” gleich seinen internationalen Durchbruch.

Der Film erhielt insgesamt sechs Oscars, neben dem Hauptpreis als bester Film unter anderem für das beste Kostümbild.

Nachfolgend drehte Rob Marshall unter anderem “Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten” (2011) und den preisgekrönten “Mary Poppins’ Rückkehr” (2018).

Genre: Spielfilm
Regie: Rob Marshall
Drehbuch: Bill Condon
Autor: Maurine Dallas Watkins
Produktion: Miramax Films, The Producer Circle Co.
Produzent: Martin Richards
Kamera: Dion Beebe
Schnitt: Martin Walsh
Musik: John Kander, Fred Ebb, Danny Elfman
Kostüme: Colleen Atwood
Cast:
Renée Zellweger (Roxanne “Roxie” Hart), Richard Gere (Billy Flynn), Catherine Zeta-Jones (Velma Kelly), Queen Latifah (Mama Morton), Taye Diggs (Bandleader), John C. Reilly (Amos Hart), Lucy Liu (Kitty Baxter), Dominic West (Fred Casely), Colm Feore (Harrison)
Dauer: 106 Minuten
Herkunft: ZDF
Land: USA
Jahr: 2002

TV Tipp:

Die wilden Zwanziger
Chicago, 1924
QuelleArte.TV, ab Januar 2020

Vintagebuch Tipp:

Chicago
Darsteller: Renée Zellweger, Catherine Zeta-Jones, Richard Gere, John C. Reilly, Taye Diggs
Regisseur: Rob Marshall
Komponist: Danny Elfman, John Kander
Künstler: David Lee, Bill Condon, Julie Goldstein, Ali Farrell, Neil Meron, Dion Beebe, Martin Richards, Colleen Atwood, Martin Walsh, Don Carmody, John Myhre, Andrew Stearn, Craig Zadan, Michael Minkler, Laura Rosenthal, Jennifer Berman, Dominick Tavella, Sam Crothers, Gordon Sim, Harvey Weinstein, Bob Weinstein, Meryl Poster
Format: Dolby, DTS, PAL
Sprache: German (Dolby Digital 5.1), German (DTS 5.1), English (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Ages 12 and over
Studio: STUDIOCANAL
Erscheinungstermin: 17. November 2011
Produktionsjahr: 2003
Spieldauer: 109 Minuten
günstig bei Amazon.de kaufen

Zitat: Leidenschaft, Lügen, Sex und vor allem Jazz: Das ist das Chicago der 20er Jahre!

Die Tänzerin Roxie verfolgt ein heiß ersehntes Ziel: Sie will mindestens so erfolgreich werden wie der schillernde Nachtclubstar Velma. Als Roxie jedoch erfährt, dass ihr Geliebter sie nur ausnutzt, wird sie zur Mörderin.

Das Schicksal will es, dass ihr Idol Velma zur gleichen Zeit einen Doppelmord begeht und sie im Gefängnis aufeinander treffen. Roxie fasst einen raffinierten Plan: Sie engagiert Velmas Verteidiger, den gerissenen Staranwalt Billy Flynn, und setzt alles auf die Macht der Presse, um endlich genauso berühmt zu werden wie Velma…

Bonusmaterial:

Audiokommentare
Von der Bühne auf die Leinwand: Making Of
Zusätzliche Musikszene “Class”

Rob Marshall bei Amazon.de

Lebensgefühl der Wilden Zwanziger:
ThemenDer große Gatsby
Coco Chanel, die Revolution der Eleganz
George Gershwin, der amerikanische Klassiker
Charlie Chaplin – Der Zirkus
Charlie Chaplin – Lichter der Großstadt: Ein Tramp verliebt sich in ein blindes Blumenmädchen, das ihn für einen reichen Mann hält. Um wieder sehen zu können, benötigt sie eine teure Augenoperation. Als der Tramp durch Zufall einem Millionär begegnet und ihm das Leben rettet, erhält er zum Dank eine Menge Geld. Er erkennt seine Chance, dem Mädchen zu helfen. Doch noch bevor sie ihm danken kann, gerät der Tramp durch ein unglückliches Missverständnis ins Gefängnis. Erst Monate später, als er wieder frei ist, begegnen sie sich wieder, doch das nun sehende Mädchen erkennt den zerlumpten Tramp nicht …

Lichter der Großstadt” ist der erste Film Chaplins, für den er selbst die Musik schrieb, eine Aufgabe, die er für die meisten seiner weiteren Filme übernahm. Chaplin wählte für die Rolle des Blumenmädchens Virginia Cherrill, die aufgrund ihrer starken Kurzsichtigkeit und ihres unscharfen Blicks das blinde Blumenmädchen am besten verkörpern konnte. „Lichter der Großstadt“ erhielt 1931 den National Board of Review Award, wurde 1991 ins National Film Registry aufgenommen und 2005 in die Film Hall of Fame der Online Film and Television Association. Info-Link: Lichter der Großstadt

Charlie Chaplin – Der Komponist: Charlie Chaplin ist immer noch eine der bekanntesten Figuren der Filmgeschichte, vor wie hinter der Kamera. Der Spazierstock schwingende Tramp mit den verbeulten Hosen und der Melone auf dem Kopf ist eine Ikone des Kinos.Ein Aspekt von Chaplins künstlerischem Schaffen ist allerdings nur wenig bekannt: sein Werk als Filmkomponist. Dominik Wessely zeigt diese Seite des genialen Allroundtalents in originalen Bild- und Tondokumenten aus den Chaplin-Archiven, Statements von Zeitgenossen, Ausschnitten aus Chaplins Filmklassikern und neu produzierten Musikaufnahmen.

Als Filmemacher nutzte der ausgewiesene Kontrollfreak seine erstaunliche musikalische Begabung nicht nur dazu, die passende Musik akribisch auszuwählen, er kreierte sich schließlich seine Filmmusik selbst: “City Lights” wurde sein erster Film, für den er den gesamten Soundtrack selbst geschaffen hatte.

Dominik Wessely verknüpft das exklusive Archivmaterial aus den Chaplin-Archiven mit heutigen Bildern von Chaplins Villa am Genfer See, von der Spurensuche in London, Hollywood und New York – und mit Ausschnitten aus einer Aufführung von „Modern Times (Moderne Zeiten)“, wie sie Chaplin geliebt hätte: mit seiner originalen Filmmusik, live gespielt von den Hamburger Symphonikern unter der Leitung von Stefanos Tsialis.
Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm
Max Raabe & Palast Orchester – Eine Nacht in Berlin
Die wilden Zwanziger: Berlin und Tucholsky
Schellack – Eine schwarze Scheibe verändert die Welt
Bolero – Ein Refrain für die Welt
Chicago, 1924
Josephine Baker, Ikone der Befreiung
Den Frauen gehört die Nacht: Paris, 1919 – 1939
Bitte beachten: Alle Produkt-Links (Bücher & DVDs) führen zu Amazon.de