Carl Perkins war ein amerikanischer Musiker und gilt als Pionier des Rockabilly. Titel: Blue Suede Shoes

Carl Perkins (* 9. April 1932 in der Kleinstadt Tiptonville, Tennessee, USA; † 19. Januar 1998 in Jackson, Tennessee) war ein amerikanischer Musiker und gilt als Pionier des Rockabilly. Zu seinen frühesten musikalischen Einflüssen gehörte Gospel-Musik, die von schwarzen Arbeitern auf den Baumwollfeldern gesungen wurde. Seine erste Gitarre bekam Carl Perkins, als er sieben Jahre alt war. Das Instrument hatte sein Vater aus einer Zigarrenschachtel, einem Besenstiel und Draht gebaut.

Am 25. Januar 1955 unterschrieb Carl Perkins einen Plattenvertrag bei Flip Records, einem Label von Sun Records in Memphis. Seine erste Veröffentlichung war Movie Magg, ein Stück, das er bereits im Alter von 14 Jahren komponiert hatte. Die Platte verkaufte sich mäßig, eröffnete ihm aber die Möglichkeit, bei Konzerten von Elvis Presley im Vorprogramm aufzutreten.

Der Inhaber von Sun Records, Sam Phillips, glaubte, er könne mit dem richtigen Song aus Perkins einen Rockabilly-Star machen. Dieser Song war Blue Suede Shoes. Das Lied basiert auf einer Geschichte von Johnny Cash.

Neben Perkins’ Veröffentlichungen bei Sun nahm er in den Studios in Memphis zusammen mit seiner Band zahlreiche weitere Songs auf, darunter Coverversionen von Everybody’s Tryin’ To Be My Baby und Only You. Alternativ zu seinen erschienenen Titeln existieren von vielen seiner Hits “Alternate Takes”, die während des „Rockabilly-Revivals“ Ende der 1970er-Jahre veröffentlicht wurden.

Auch sein bekannter Titel Matchbox ist ein Cover. Das Stück wurde bereits Ende der 1920er-Jahre von bekannten Blues-Musikern eingespielt und 1937 nahm Roy Newman erstmals eine Country-Version auf, an der Perkins sich später orientierte.

Im Frühjahr 1958 wechselte Perkins zu Columbia Records, wo ihm jedoch nur eine einzige Chartplatzierung vergönnt war. Pink Pedal Pushers, das er schon bei Sun aufnahm, erreichte Platz 17 der Country-Charts und Platz 91 der Pop-Charts.

Blue Suede Shoes wurde im Dezember 1955 aufgenommen und erschien am 1. Januar 1956 auf dem Sun-Label. Es dauerte etwas, aber nach einigen Promotion-Auftritten verkaufte sich die Platte millionenfach.

Dann hatte Perkins einen schweren Autounfall, bei dem er einen Schädel- und einen Armbruch erlitt. Statt die Gunst der Stunde für Anschlusserfolge nutzen zu können, musste er die Zeit im Krankenhaus verbringen. Elvis Presley nahm eine eigene erfolgreiche Version von Blue Suede Shoes auf. Man kann sagen, dass der sagenhafte Aufstieg Presleys dazu beitrug, dass Carl Perkins nie der Sprung nach ganz oben gelang. Perkins meinte später in einem Interview dazu: „I was bucking a good-looking cat called Elvis who had beautiful hair, wasn’t married, and had all kinds of great move

Nachdem Perkins sich von seinem schweren Autounfall 1958 wieder erholt hatte, gelangen ihm unter anderem mit Boppin’ The Blues und Dixie Fried weitere Chartplatzierungen, jedoch konnte der Erfolg von Blue Suede Shoes nicht wiederholt werden.

Im Frühjahr 1958 nahm er Pink Pedal Pushers, das er schon bei Sun auf, erreichte Platz 17 der Country-Charts und Platz 91 der Pop-Charts. Während seiner Aufnahmen vom 4. Dezember 1956 fanden sich die anderen Sun-Größen Elvis Presley, Johnny Cash und Jerry Lee Lewis im Studio ein und spielten mit ihm eine Jamsession, die als Million Dollar Quartet in die Geschichte des Rock ’n’ Roll eingehen sollte.

Carl Perkins gehörte bis in die 1970er Jahre zur festen Formation der Johnny-Cash-Show. Dort trat er nicht nur als Sideman von Cash auf, sondern war mit eigenen Songs ein selbstständiger Music-Act. Perkins spielte auch bei Cashs Konzerten At Folsom Prison 1968 und At San Quentin 1969 als weiterer Rhythmusgitarrist neben Luther Perkins bzw. Bob Wootton und trat 1969 im Madison Square Garden zusätzlich auch noch als Einzelkünstler auf.

Die Beatles waren große Bewunderer von Perkins. Das zeigte sich in den Coverversionen, die sie von seinen Stücken aufnahmen (Matchbox, Honey Don’t und Everybody’s Trying to Be My Baby). Dass der Respekt durchaus gegenseitig war, zeigt diese Aussage, die Carl Perkins zu den Coverversionen der Beatles machte: „They put a nice suit on rockabilly. They never really strayed from the simplicity of it. They just beautified it.“

Die Wertschätzung schlug sich auch später in Perkins Zusammenarbeit mit Paul McCartney nieder. Auf dessen 1982er Album Tug of War gibt es das Duett Get It mit Perkins, der auch Gitarre spielte.

1985 kam es in London zu einem besonderen Konzert: Für ein Fernseh-Special trat Carl Perkins mit illustren Kollegen in einer Rockabilly Session auf. Dabei waren unter anderen George Harrison, Eric Clapton, Ringo Starr, Dave Edmunds und Rosanne Cash sowie Slim Jim Phantom und Lee Rocker von den Stray Cats.

1987 ehrte man Perkins’ Verdienste um die Rockmusik mit der Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame in Cleveland (Ohio). Eine weitere späte Ehrung erfuhr Perkins 1996, als er nach langer Zeit ein weiteres Studioalbum Go Cat Go! mit vielen namhaften Gaststars wie Paul McCartney, Johnny Cash, Willie Nelson, Tom Petty, Paul Simon, Bono und Ringo Starr aufnehmen konnte.

Der Rolling Stone listete Perkins auf Rang 99 der 100 größten Musiker sowie auf Rang 88 der 100 besten Gitarristen aller Zeiten.

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