Bunker: Kriegsort, Zuflucht, Erinnerungs Raum. Bunkerführung Bernau, Hagen und Kolkwitz und die Bunkeranlage Oder-Warthe-Bogen

Seit Flugzeuge in den Kriegen des 20. Jahrhunderts die Möglichkeit boten, Städte in weiter Entfernung anzugreifen, sollte am Boden der Bunker Schutz gegen die todbringenden Bomben bieten

 

Bunker: Kriegsort, Zuflucht, Erinnerungsraum, Bunkerführung Bernau, Hagen und Kolkwitz und die Bunkeranlage Oder-Warthe-Bogen

 

Zitat: Für einige, die in Kriegszeiten darin eine zweifelhafte Zuflucht fanden, bleibt der Bunker als Ort des Schreck­ens in Erinnerung,
für andere wird er zu einem originellen Veranstaltungsort;
einige würden den Betonklotz gern abreißen,
andere möchten ihn als Mahnmal und Museum umgestalten.

In zwanzig Beiträgen erkunden Historikerinnen, Künstler und Architekten die Geschichte des Bunkers, seiner Erbauer und seiner Nutzer in verschiedenen Ländern. Sie rücken ins Bewusstsein, dass die ungeliebten Riesen ein wichtiger Teil der Geschichte des 20. Jahrhunderts sind:

 

Bunker
Kriegsort, Zuflucht, Erinnerungsraum
von Inge Marszolek und Marc Buggeln
Broschiert: 328 Seiten
Campus Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3593386038
ISBN-13: 978-3593386034
Broschiert EUR 32,90

 

gebraucht ab EUR 15,07 bei Amazon.de

 

ZitatSeit Flugzeuge in den Kriegen des 20. Jahrhunderts die Möglichkeit boten, Städte in weiter Entfernung anzugreifen, sollte am Boden der Bunker Schutz gegen die todbringenden Bomben bieten.

Für einige, die in Kriegszeiten darin eine zweifelhafte Zuflucht fanden, bleibt der Bunker als Ort des Schreck­ens in Erinnerung, für andere wird er zu einem originellen Veranstaltungsort; einige würden den Betonklotz gern abreißen, andere möchten ihn als Mahnmal und Museum umgestalten.

In zwanzig Beiträgen erkunden Historikerinnen, Künstler und Architekten die Geschichte des Bunkers, seiner Erbauer und seiner Nutzer in verschiedenen Ländern. Sie rücken ins Bewusstsein, dass die ungeliebten Riesen ein wichtiger Teil der Geschichte des 20. Jahrhunderts sind.

Prof. Dr. Inge Marszolek ist Historikerin und Kulturwissenschaftlerin an der Universität Bremen. Marc Buggeln, Historiker, promoviert dort als Stipendiat der Heinrich- Böll-Stiftung.

 

Bunkerführungen

 

Bunkerführungen in Deutschland (Auswahl)

 

Bunkeranlage Oder-Warthe-Bogen Berlin

 

Tagesreise zum Oder-Warthe-Bogen / Ostwall / Polen
(Hin- und Rückfahrt je ca. 2 Stunden)
Professionell geführte Besichtigung durch ober- und unterirdische Bauwerke der Festungsfront Oder-Warthe-Bogen
ab 68,00 EURO pro Person

Abfahrt um 6:45 Uhr am Ostbahnhof in Berlin. Der in Polen gelegene Ostwall ist besonders beeindruckend aufgrund seiner monumentalen Größe. Führung durch unterirdisch angelegte Bahnhöfe, verbunkerte Kasernen, Maschinenräumen und Werkstätten.

Entstanden zwischen 1928 und 1945 ist dies die größte zusammenhängende Bunkeranlage der Kriegszeit. 150 km östlich vor den Toren Berlins wurde dieses komplexe Verteidigungssystem mit einer Vielzahl an Bunkern, unterirdischen Bahnhöfen, Sperrwerken, Drehbrücken und vielen weiteren Anlagen als Befestigungslinie angelegt.

Offiziell als Festungsfront Oder-Warthe-Bogen bezeichnet, verfügt dieser Komplex, der sich vom Fluss Warthe 80 km lang bis zur Oder hin erstreckt, über ein unterirdischen Hohlgangsystem von ca. 35 km.

 

Bunkerführung Bernau

 

Professionelle Führung durch drei verschiedene Bunker
Besichtigung der Bunker “Garzau“,
Wollenberg” und “Kunersdorf
jeweils ca. 1,5-2,5 Stunden
Eigenständiger Transport zwischen den Bunkern
ab 40,00 EURO pro Person

Die Bunkerführung Bernau beginnt mit einem Besuch im Bunker Garzau, einem zweigeschossigen Bunker, der einst als Organisations- und Rechenzentrum der NVA diente.

Danach geht´s weiter in die Nähe von Bad Freienwalde, wo sich mitten im Wald ein Areal versteckt, das über viele Jahre streng geheim gehalten wurde. Der einst schwer geschützte Bunker Wollenberg ist heute fast originalgetreu wieder aufgebaut.

Im Bunker Kunersdorf bei Wriezen findet die professionelle Bunkerführung Bernau zugleich seinen Höhepunkt und auch sein Ende. Als ehemaliger Fernmeldebunker war das Bauwerk ein wichtiger Ort für die Nationale Verteidigung der DDR.

 

Bunkerführung in Hagen

 

Fliegeralarm im dunklen Bunker Tour mit Dynamotaschenlampe
Film über die Luftangriffe auf Hagen
Bunker-Buch
DVD “Luftschutz in Bildern” über den Luftschutz im zweiten Weltkrieg in Originalbildern
CD “Überleben im Bombenkrieg” mit Bunker-Zeitzeugenberichten
1 Päckchen Muckefuck “der Ersatzkaffee der Kriegsgeneration”
1 heiße Tasse Muckefuck
1 Kriegskartoffelschnaps
ab 34,50 EURO pro Person

Der Zivilschutzbunker in Hagen von 1940 ist originalgetreu erhalten. Ziel der Dunkel-Bunkerführung ist es, ein authentisches und bleibendes Bild zu vermitteln.

 

Bunkerführung Hagen 2:
Geschichte hautnah erleben

 

Bunker Total Tour
Bunker-Buch
Film über die Luftangriffe auf Hagen
DVD “Luftschutz in Bildern” über den Luftschutz im zweiten Weltkrieg in Originalbildern
CD “Überleben im Bombenkrieg” mit Bunker-Zeitzeugenberichten
1 Päckchen Muckefuck “der Ersatzkaffee der Kriegsgeneration”
1 heiße Tasse Muckefuck
1 Kriegskartoffelschnaps
ab 40,00 EURO pro Person

Das Bunkergemäuer mit seinen dicken Wänden diente im zweiten Weltkrieg als Zivilschutzbunker und wurde auch in der Nachkriegszeit von den Bewohnern der Stadt genutzt. Bei der  Bunkerführung in Hagen kann man alle vier Stockwerke und die Kellerkatakomben dieses historischen Gebäudes erforschen.

Die Zeit nach dem Krieg: Aufschwung im Bunker. In den oberen Stockwerken des Gebäudes kann man die Zeit des Aufschwungs erleben. Da ein Großteil des Ortes bei Bombenangriffen zerstört wurde, herrschte nach dem Krieg in dem Hochbunker in Hagen buntes Treiben: Viele Geschäfte, eine Bar, ein Hotel und sogar eine Fahrschule fanden hier Unterschlupf. Bei der Bunkerführung Hagen lassen sich die authentisch nachgebildeten Räume bewundern.

 

Bunkerführung Kolkwitz

Professionelle Führung im Bunker “Kolkwitz“, Bunker “Leuthen” und Flugplatz “Welzow” jeweils ca. 1-2 Stunden
Eigenständiger Transport zwischen Bunker und Flugplatz
ab 38,00 EURO pro Person

Geführt von professionellen Kennern wird ein ehemaligen verbunkerten Gefechtsstand bei Kolkwitz, einige Bereiche des ehemaligen Militärflugplatzes Welzow besucht. Ebenso die dortige Ausstellung zur Geschichte des gesamten Areals.

Dieses interessante Geschichtserlebnis beginnt mit der Bunkerführung Kolkwitz, wo einen dreigeschossigen Bunker der ehemaligen NVA betreten wird. Danach Abstieg in die unterirdischen Katakomben, die früher als Schutzbauwerk der Luftstreitkräfte diente und Besichtigung eines originales Bauwerk aus der Zeit des Kalten Krieges.

 

Anbieter der oben aufgeführten Bunkerführungen: mydays. Info: Ausführlichen Informationen zum Thema Bunkerführungen in Deutschland

 

pixabay Symbolbild

 

VinTageBuch Bunker-Infos

 

Festungsfront Oder-Warthe-Bogen

 

Die Festungsfront Oder-Warthe-Bogen, auch Festung im Oder-Warthe-Bogen, volkstümlich Ostwall genannt, war eine seit Mitte 1934 vom Deutschen Reich aufgebaute, stark befestigte Verteidigungslinie, die etwa 120 km östlich von Berlin vom Fluss Warthe im Norden zur Oder im Süden führt.

Der Bau dieser Anlage konnte zu diesem frühen Zeitpunkt (1934) begonnen werden, da das Deutsche Reich im Osten keinerlei vertraglichen Beschränkungen unterlag, wie es im Westen durch den Friedensvertrag von Versailles der Fall war.

Unter Berücksichtigung der Lieferfristen für die Panzerungen wurde die Bauzeit auf sieben Jahre veranschlagt, die Kosten für das Gesamtprojekt sollten sich auf 600 Mio. Reichsmark belaufen.

Geplant war der Ostwall als 110 km langes, befestigtes Gebiet mit einer Tiefe von zwei bis drei Kilometern, ganz ähnlich wie es einige Jahre später beim Westwall ebenfalls ausgeführt wurde.

Manche der Bunkerkonstruktionen ähneln daher sehr denen des Westwalls, andere sind dagegen wesentlich umfangreicher ausgeführt. Die Festungsfront besteht aus zahlreichen Bunkeranlagen und wasserbautechnischen Einrichtungen wie z. B. Stauanlagen und Wassergräben.

Straßen, die durch das sogenannte Hauptkampffeld führten, wurden mit gepanzerten Schlagbäumen, Drehbrücken sowie Kipprollbrücken versehen – Kipprollbrücken ermöglichten es, den Brückenkörper anzukippen und in einen Raum unterhalb der Straße zu rollen.

Da sich die politische Lage im Jahre 1939 dahingehend geändert hatte, dass der Schutz der Reichsgrenze nach Westen als dringlicher eingestuft wurde, wurde der Ausbau der Festungsfront Oder-Warthe-Bogen gestoppt.

Festungsbaupersonal und Panzerbauteile wurden zugunsten eines beschleunigten Ausbaus des Westwalls nach Westen umgeleitet. Von den geplanten 160 Bauwerken wurden nur ca. 60 fertiggestellt. Mit dem Bau des Atlantikwalls begann ab 1942 ein Rückbau von Waffen und Nachrichtengeräten.

Schwerpunkt des Ostwalls ist der Zentralabschnitt, der im Süden mit der sogenannten Burschener Schleife in der Nähe des Ortes Burschen (poln. Boryszyn) beginnt und sich von dort ungefähr zwölf Kilometer lang nach Norden erstreckt.

Im Zentralabschnitt sind die Bunker durch ein System unterirdischer Tunnel (Hohlgänge) miteinander verbunden. Die Hauptstrecken dieses Hohlgangsystems waren bombensicher und für eingleisigen Feldbahnverkehr sowie Fußgängerverkehr in Doppelreihe ausgelegt.

Die Gleisanlagen wurden vom Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation AG (BVG) hergestellt. In diesem unterirdischen System befinden sich Bahnhöfe, Werkstätten, Maschinenräume und Kasernen. Die Gesamtlänge des unterirdischen Systems beträgt rund 32 km.

Im Jahre 1944 machte es die Kriegslage erforderlich, die Verteidigungsfähigkeit der Festungsfront wiederherzustellen. So wurden bis zum Januar 1945 u. a. im Rahmen des Unternehmens Barthold sowie durch den Reichsarbeitsdienst Feldstellungen ausgehoben, Drahthindernisse und etliche Ringstände errichtet. Damit gelang es, eine durchgehende Feuerfront für Maschinengewehre aufzubauen.

Am 28. Januar 1945 erfolgte der erste Angriff auf den Zentralabschnitt, den die Rote Armee im Bereich der Tirschtiegelstellung nach drei Tagen durchbrach. Auch an anderen Abschnitten, wie z. B. der Werkgruppe Ludendorff und in den südlichen Bereichen um Möstchen, kam es zu erheblicher Gegenwehr.

Neuere Forschungen zeigen, dass die Front auch hier drei Tage standhielt. Erst durch eine Umgehungsbewegung nördlich der Straße Meseritz−Wandern und nördlich von Schwiebus konnte die Front überwunden werden.

Einige Panzerwerke wurden von der Roten Arme „ignoriert“, dort verschanzte Volkssturmmänner wurden erst zwischen April und Mai aufgefordert, sich zu ergeben. Weil nicht alle den Weisungen folgten, kam es zu Zerstörungen der Panzerwerke, ohne dass diese geräumt wurden.

Webseite: bunkry24.pl
Webseite: www.ostwall.pl
Webseite: www.ostwall-reisen
Webseite: www.ostwallinfo.de
Webseite: www.subbrit.org.uk
Web-Bilderserien Oder-Warthe Bogen: LostAreas.de

Wikipedia Kategorien:
Festungsfront Oder-Warthe-Bogen
Deutsch-Sowjetischer Krieg
Befestigungsanlage im Zweiten Weltkrieg
Deutsche Militärgeschichte (Zweiter Weltkrieg)

 

Bunkertour Bernau
Bunker Garzau

 

Der Bunker Garzau ist eine Militärbunkeranlage in Garzau-Garzin im Landkreis Märkisch-Oderland, Brandenburg.

Der Atombunker Objektbezeichnung 05/206 – wurde von 1972 bis 1975 vom Ministerium für Nationale Verteidigung (MfNV) als Organisations- und Rechenzentrum (ORZ) der Nationalen Volksarmee der DDR gebaut.

Es handelt sich um einen zweigeschossigen Bunker der Schutzklasse „B“ von ca. 48 × 43 m mit 4.000 m² Gesamtfläche. Der oberirdische Gebäudekomplex bestand im Wesentlichen aus einem Stabsgebäude mit Küchentrakt und Speisesaal sowie einem Wachgebäude. Die Zentrale der Anlage lag 17 m unter der Erdoberfläche. Durch Schiffsdiesel autark, konnte er für 24 Stunden hermetisch abgeriegelt werden.

Das ORZ war mit Rechentechnik aus dem RGW-Programm ESER ausgestattet. So waren bis 1985 zwei Rechner vom Typ ES 1040 und anschließend ES 1055 im Einsatz.

Der Bunker Garzau war in das Nachrichtensystem der NVA integriert und unmittelbar mit der Hauptnachrichtenzentrale des Ministeriums für Nationale Verteidigung über Fernmeldekabel und Richtfunkverbindungen verbunden. Das „Operative Auskunftssystem des Stabes“ im ORZ fasste tägliche Meldungen über Stärke, Bestände und Vorkommnisse aus allen Teilstreitkräften zusammen und stellte es dem MfNV zur Verfügung. Im Ernstfall hätte man im Bunker in Harnekop die tagesaktuellen Daten aus Garzau auf einem baugleichen Rechner eingelesen.
Webseite: www.bunker-garzau.de
Webseite: www.untergrund-brandenburg.de
Wikipedia Kategorie: Strategischer Bunker
Wikipedia Kategorie: Bunker im Landkreis Märkisch-Oderland

 

Bunkertour Bernau
Bunker Wollenberg

 

Der Bunker Wollenberg ist eine Bunkeranlage bei Bad Freienwalde (Oder) in Brandenburg. Sie schützte die militärische Troposphärenfunkzentrale 301, eine von drei typengleichen Anlagen, die in der DDR Mitte der 1980er Jahre errichtet wurden.

Die beiden anderen Anlagen waren die Troposphärenfunkzentrale 302 (Bunker Eichenthal) in der Gemeinde Langsdorf bei Bad Sülze und die Troposphärenfunkzentrale 303 in Röhrsdorf bei Königsbrück.

Die Anlagen gehörten zum strategischen Troposphären-Nachrichtensystem „BARS“ (Leopard) der Teilnehmerstaaten des Warschauer Paktes. Die technische Zone der Anlagen bestand aus einem zweigeschossigen Bunker, eingestuft in die Schutzklasse D nach VA-Klassifizierung und den Grundmaßen von rd. 30 × 30 m.

Die Schutzklasse D entsprach dem Überdruck aus einer Kernwaffendetonation von 30 N/cm², damit annähernd der Waffenwirkung einer betonbrechenden Bombe von 250 kg Sprengstoff. Die Tarnlegende der Anlage war die vorgebliche Nutzung als militärische Flugwetterstation.

Vorwende-Nutzung: Mit ihrer Zugehörigkeit zum Troposphären-Nachrichtensystem „BARS“ gehörten die Stationen zum Bestand des Einheitlichen Nachrichtensystems (ENS) der Teilnehmerländer des Warschauer Pakts. Im nationalen Rahmen wurden sie als Stütznachrichtenzentralen 301–303 (StNZ) bezeichnet und gingen als solche in das gedeckt vorbereitete Nachrichtensystem der NVA ein.

Mit diesen Bezeichnungen war gleichsam eine Tarnlegende gegeben. Mit der Zuordnung von taktischen Tarnnamen, für Wollenberg als „TUSHURKA“, wurde eine weitere Verschleierung erreicht.

Die Troposphärenfunkzentrale 301 war für die Aufnahme von vier Troposphärenfunkgerätesätzen projektiert, gebaut und vorbereitet, gleichbedeutend mit der Möglichkeit, in vier verschiedenen Richtungen Troposphärenfunkverbindungen herzustellen.

Tatsächlich waren jedoch nur drei Gerätesätze installiert. Jeder erlaubte die Herstellung von 60 Troposphärenfunkkanälen. Aus der Gesamtzahl der Kanäle konnten von der Troposphärenfunkstation 301 bis zu 48 operative Kanäle zur Hauptführungsstelle des Ministeriums für Nationale Verteidigung der DDR im Bunker Harnekop über Fernmeldekabel oder Richtfunkgerätesätze FM 24-400 (Frequenzmodulation) weitergeschaltet werden.

Die Weiterschaltung und Übergabe von Kanälen war Gegenstand von Qualifizierungsmaßnahmen in der Nutzungsphase des Systems nach Programmzeiten und im Rahmen von internationalen Schaltübungen. Aus der Hauptnachrichtenzentrale des MfNV wurden im Mai 1990 die ersten operativen Nachrichtenkanäle als Reserve WTsch-Regierungsverbindungen über die Troposphärenfunkstation 301 ins Ausland geschaltet und betrieben.

Die stationär (ortsfest) eingesetzte Troposphärenfunk-Technik kam aus der Produktion der UdSSR und trug die Bezeichnung R-417 „BAGET-S“. Ergänzend war in der Troposphärenfunkzentrale 301 konventionelle Funk-, Richtfunk- und Fernmeldetechnik installiert.

Die Ausbreitung der elektromagnetischen Wellen im Troposphärenfunksystem basiert auf der Nutzung der Eigenschaften der Troposphäre (Bereich des Wetters, 12–17 Kilometer), wo sie ein Feld der Strahlungsbegegnung bilden.

Darin entsteht ein Streustrahlungsvolumen, das Teile der homogenen Atmosphäre im Verhältnis zu den Wellenlängen in Schwingungen versetzt, welche sich in Richtung der Gegenstellen ausbreiten (Troposcatter).

Nach einer Kernwaffendetonation ist die Troposphäre mit zusätzlichen Schmutz- und Staubpartikeln angereichert, d. h. auch das Feld der Strahlungsbegegnung, was zu einer Erhöhung der Schwingungsbewegung und damit zu einer Feldstärkeerhöhung der Signale sowie zu einer Verbesserung der Qualität der Verbindung führt.

Im Zusammenhang mit den Ausbreitungsbedingungen elektromagnetischer Wellen wird das Feld der Streustrahlbegegnung oft als „Reflektorschicht“ bezeichnet. Flächenmäßig nahm die Troposphärenfunkstation ein Areal von rund 10 ha ein.

Der Bunker Wollenberg ist privatisiert und wird vom ansässigen Verein „Militärhistorisches Sonderobjekt 301 Wollenberg e. V.“ betrieben. In unzähligen Einsätzen, unterstützt durch Freunde und Fachpersonal, haben die Vereinsmitglieder nicht nur den Bunker aus einem Zustand der Verwüstung begehbar und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Auch alle oberirdischen Objekte sind rekonstruiert, die Räumlichkeiten teilweise in den Originalzustand zurück versetzt und für die Präsentation von militärischen Bekleidungs- und Ausrüstungsgegenständen und Nachrichtenkleingerät der NVA vorbereitet und genutzt.

Der geschützte Garagenkomplex mit seinem Vorplatz, einst für mobile Reserveantennentechnik gebaut, ist Zentrum der Präsentation von wieder hergestellten mobilen Nachrichtengerätesätzen der NVA auf unterschiedlichen fahrbereiten Fahrzeugbasen.

So ist das Sende- und Empfangs- sowie das Stromversorgungsfahrzeug eines erst 1990 in die NVA eingeführten mobilen Troposphärenfunkkomplexes des Typs R 417 BAGET auf der Kfz-Basis eines „KAMAZ“ (russisches Modell) zu besichtigen.

Die Anlage ist in die Liste der Denkmale des Landes Brandenburg eingetragen. Der Verein erinnert mit seinen öffentlichen Führungen an den Kalten Krieg in Europa. Der Bunker wird von den Besuchern so erlebt, als wäre er nie außer Betrieb gegangen.

Die Imitation von Systemzuständen der Geräte, das Rauschen von Nutz- und Störsignalen in den Funkkanälen der Kurzwellen-Funkstation von Funkamateuren und die qualitativen Details der Vorstellung des Bunkers sowie die Erläuterungen zu Funktion und Zweckbestimmung sollen den Besuchern einen möglichst realistischen Eindruck der Anlage vermitteln.
Webseite: www.bunker-wollenberg.eu

 

Bunkertour Bernau
Bunker Kunersdorf

 

Der Bunker Kunersdorf bei Wriezen in der Gemeinde Bliesdorf in Brandenburg gehörte als Element der gedeckten Vorbereitung des Territoriums der DDR auf einen möglichen Krieg zur Hauptführungsstelle des Ministeriums für Nationale Verteidigung. Der Bunker befindet sich westlich von Kunersdorf.

Die Bauhülle bestand aus zwei Etagen, in denen sowohl die funktechnischen als auch allgemeinen Einrichtungen für das Betreiben des Bunkers installiert waren.

Ergänzend zu den im Bunker installierten Funksendern waren weitere elf abgesetzte Sendestellen (ASS) in Stahlkesseln mit posttypischen Überbau, auch als „Sputniks“ bezeichnet, auf einer Fläche von ca. 400 km² im Umkreis von Kunersdorf errichtet. Der Bunker wurde im Jahre 1982 fertiggestellt und in Betrieb genommen.

Er ist gelistet unter den Bezeichnungen Objekt 17/448 (Nutzlast), Funksendezentrale, Frankfurt (O)– 448 oder ZSTM (Zentralstelle für Tast- und Modulationsleitungen).

Seiner Funktion und Aufgaben entsprechend stellte er die abgesetzte Funksendezentrale der Hauptführungsstelle des Ministeriums für Nationale Verteidigung dar, war geographisch ca. 12 km östlich von Harnekop, südlich der Stadt Wriezen gelegen.

Neben seiner Funktion als Funksendezentrale stellte der Bunker im Funkverbindungssystem der NVA ein zentrales Element dar und war zugleich Kommunikationszentrale für Tast- und Modulationsleitungen für die Nutzung von Sendern aus Funkempfangszentralen an jedem beliebigen Ort des Territoriums der DDR, sowohl für stationäre als auch mobile Sendestellen.

In dieser Eigenschaft arbeitete er eng mit der Funksendezentrale des MfNV und der Nachrichtenzentrale Wostok, d. h. der Hauptnachrichtenzentrale des MfNV zusammen. Mit der dezentralisierten Installation wurde nicht nur die Überlebensfähigkeit der Arbeit der Funksendezentrale, sondern auch die Flexibilität des gesamten Funkverbindungssystems wesentlich erhöht.

Nutzung nach 1990: Das Gelände wurde zunächst als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Heute ist das Gesamtareal der Bunkeranlage privatisiert und wird von dem gemeinnützigen Verein „Förderverein Rüsterbusch Kunersdorf 2008“ betreut. Die Anlage soll als Denkmal des Kalten Krieges und als technisches Denkmal erhalten werden.

Seit dem 30. Juni 2011 ist der Bunker der Öffentlichkeit zugänglich und kann an festen Terminen besichtigt werden.
Webseite: Bunker Kunersdorf
Webseite: Hauptnachrichtenzentrale
Web-Fotos und Anlagenbeschreibung des Schutzbauwerkes

 

Bunkerführung Hagen

 

Das Bunkermuseum Hagen ist im Untergeschoss eines Hochbunkers in Hagen in Nordrhein-Westfalen eingerichtet und wurde 2013 eröffnet. Finanziert wird das Privatmuseum über Eintrittsgelder.

Hagen war zu Beginn des Zweiten Weltkrieges ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt und Rüstungsindustriestadt mit etwa 150.000 Einwohnern (1939). Durch Bomberangriffe wurde die Stadt bis 1945 zu etwa 72 % zerstört.

Am 1. Oktober 1943 flogen 229 viermotorige Lancaster-Bomber der Royal Air Force einen ersten von vier schweren Großangriffen auf die Stadt. Bis zum 14. April 1945 mit dem Einmarsch der Alliierten in Hagen waren von 11036 Gebäuden 2161 völlig zerstört, 1418 schwer, 548 mittel und 1184 leicht beschädigt.

Der Zerstörungsgrad des Stadtkerns betrug nahezu 100 %. Der verfügbare Wohnraum wurde von 15 m² pro Kopf (1939) auf 3,9 m² vermindert.

Der Bunker in Hagen wurde nicht nur als Schutzraum während der Angriffe genutzt, sondern konnte aufgrund der massiven Zerstörung der Stadt Hagen ab 1943 schon während des Krieges auch als sogenannter Schlafbunker mit kleinen Kammern in der Größe von 2 × 3 m für jeweils eine Familie angemietet werden.

Nach dem Krieg wurde der Bunker als Notunterkunft für Ausgebombte verwendet. Seit 1948 war der Betonklotz, obwohl er bis heute keinerlei Fenster hat, Hotel (Hotel Stadt Hagen) mit der in Hagen sehr renommierten Bar Jägers Gute Stuben.

Er diente zudem als Lager für ausgebombte Geschäfte, beherbergte die Räumlichkeiten der Fahrschule Ebbinghaus, war später Vereinsstätte des VfL Handballvereins Hagen, eines Schießvereins, der Spielegesellschaft La Famiglia und wird bis heute als Requisiten-Lager des Hagener Stadttheaters genutzt.

Der Bunker in der Bergstraße 98 (15/HAG/5) ist einer von sieben Hochbunkern in Hagen und von 15 im damaligen Hagener Gau-Gebiet, das auch Bezirke wie Wetter und Herdecke umfasste.

Der Hochbunker Bergstraße entstand im Rahmen des Führer-Sofortprogramms vom 10. Oktober 1940 und hat 4 Obergeschosse und ein Kellergeschoss. Neben den Hochluftschutzbunkern wurden in Hagen auch etwa 160 Luftschutzstollen gebaut.

Der Bau des Bunkers in der Bergstraße begann im Winter 1940/1941 nach Plänen des Hagener Architekten Phillipp Röll und wurde 1942 fertiggestellt. Der Bunker hat eine Grundfläche von etwa 700 m² (rechteckiger Grundriss mit etwa 35 × 20 m, im Gesamten etwa 3.500 m² Geschossfläche) und sollte in 132 Räumen à 6 m² etwa für 1.200 Menschen Schutz bieten.

Bei Fliegeralarm sollen aber bis zu 3.000 Menschen im Bunker gewesen sein. Im Kellergeschoss befindet sich eine kleine Notküche und vier Toiletten sowie ein Waschraum. Insgesamt verfügte der Bunker über ca. 560 Liegeplätze und unzählige Sitzplätze, einen Sanitätsraum, Unterkünfte für die Luftschutz- und Laienhelfer und einen Wachraum für den Bunkerwart.

Die Wände sind bis 1,10 m und im Kellergeschoss sogar 1,80 m dick, die oberste Decke 1,55 m und der unterste Boden 1,10 m. Die Innenwände sind etwa 17,5 – 90 cm dick und die Zwischendecken etwa 15 cm. Das Gebäude ist etwa 13 m hoch. Die Fassade ist unverputzt und verfügt über schießschartenförmige Belüftungsöffnungen.

Bunkermuseum Hagen: Das Bunkermuseum wurde von den Eigentümern in Kooperation mit dem Historischen Centrum Hagen im Untergeschoss des Bunkers mit einer Ausstellungsfläche von ca. 500 m² aufgebaut. Es handelt sich um das erste private Bunkermuseum in Nordrhein-Westfalen.

Das Ausstellungskonzept wurde von Michaela Beiderbeck erarbeitet. Die Ausstellung erfasst den Zeitraum von 1934 bis 1945. Die Exponate stammen teilweise aus dem ehemaligen Hochbunker, aber zum überwiegenden Teil wurden sie aus ganz Deutschland, Österreich, Belgien, England und USA zusammengetragen.

Das Untergeschoss mit 21 Räumen befindet sich weitgehend in Original-Zustand wie zu Zeiten der Nutzung als Luftschutzbunker im Zweiten Weltkrieg mit Original-Technik-Installationen, – Einrichtungen und -Gegenständen.

Unter anderem ist das Original Notstromaggregat von Klöckner-Humboldt-Deutz noch vorhanden sowie eine restaurierte, funktionsfähige Lüftungsanlage von DELBAG und eine Luftfilteranlage der Fa. Auer.

Im Untergeschoss des Museums wird auch eine entschärfte 250-kg-Fliegerbombe (Dauerleihgabe der Stadt Hagen), die im Hagener Stadtgebiet gefunden wurde, ausgestellt.

Und seit 2015 kann man hier auch eine sehr seltene Original-V2-Raketenspitze sehen, weil in Hagen die Batterien für diese Rakete produziert wurden. Ebenso finden sich hier viele weitere Exponate zum Luftschutz aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs.

Zusätzlich bietet das Bunkermuseum Hagen eine seltene Ausstellung zur Flugblatt-Propaganda der Alliierten und Besucher haben die Möglichkeit in einem sogenannten „Nachspürraum“ die Atmosphäre der Schutzsuchenden auf weniger als 6 m² in der Enge der Zellen selber nachzuempfinden.

Ein weiterer Raum im Bunkermuseum Hagen zeigt die archäologischen Funde eines alten, abgestürzten Lancaster-Bombers, um zu zeigen, wovor dieser Bunker damals schützen musste. Den Propellerflügel eines alten Halifax-Bombers sieht man bereits im Eingangsbereich.

2016 wurde dem Museum ein Café angegliedert, das die Stadt Hagen im Stil der Vorkriegs- und Nachkriegsjahre mit vielen alten Postkarten und Utensilien der Zeit widerspiegelt, um den Bunker in seinen historischen Kontext zu betten. Auch das Café ist wiederum wie ein kleines Zeit-Museum.

Der Bunker wurde erstmals am 8. September 2013 im Beisein der Hagener Bürgermeisterin Brigitte Kramps und dem Leiter des Historischen Centrums, Ralf Blank, zum Tag des offenen Denkmals geöffnet.

Seit dem 1. Oktober 2013 ist er der breiten Öffentlichkeit regelmäßig zugänglich. Das Museum ist ganzjährig an jedem 2. Samstag mit der Simulation von Fliegeralarm im dunklen Bunker zu besichtigen.

Am dritten Sonntag im Monat kann man 15–18 h ohne Führung das Museum besuchen oder am Bunker-Caching mit einem Rätselheft durch den Betonkoloss. Am 4. Samstag im Monat findet um 17 h immer eine historische Führung statt.

Führungen im Bunker Hagen: Das Ausstellungskonzept sieht neben der Besichtigung der Räumlichkeiten und Exponate auch spezielle Führungen am zweiten Samstag im Monat vor, welche den Besuchern die damalige Realität und Bedrücktheit eines erzwungenen Bunkeraufenthaltes nahebringen soll.

Bei diesem, als „Simulation von Fliegeralarm im dunklen Bunker“ bezeichneten, Rundgang im Untergeschoss des Hochbunkers wird den Besuchern mit einer Original-Geräuschkulisse das damalige Bunkerleben, wie zum Beispiel Luftschutzsirenen, Luftlagemeldungen und Motorengeräusche der Bombergeschwader nahe gebracht.

Weitere historische Führungen finden auch am vierten Samstag im Monat statt, am dritten Sonntag im Monat kann man in der Zeit zwischen 15 und 18 h den Bunker ohne Führung erkunden oder am Bunker-Caching mit Rätselheft teilnehmen und individuelle Gruppenführungen nach Vereinbarung (auch für Schulklassen zur Unterstützung des Geschichtsunterrichts).

Der Einzugsbereich des Museums erstreckt sich auf ganz Deutschland, Luxemburg, die Niederlande und Belgien.
Webseite: Bunkermuseum Hagen
Webseite: Hagen-online.de Museumsbunker Bergstraße 98
Webseite: Plettenberg-Lexikon Bunker Bergstraße 98
Wikipedia: Liste von Bunkeranlagen
Wikipedia Kategorie: Bunker

 

Bunkerführung Kolkwitz

 

Der Bunker Kolkwitz bei Cottbus wurde in etwa gleichzeitig mit dem Bunker Cölpin bei Neubrandenburg in der Mitte der 1960er-Jahre errichtet. Es darf davon ausgegangen werden, dass wesentliche Erkenntnisse aus dem Bau des ersten in der DDR errichteten Bunkers Kagel in der Projektierung Eingang fanden.

Beide Bunker sind sowohl baulich als auch in Funktion und Zweckbestimmung identisch. Sie fungierten als Gefechtsstände der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung (LSK/LV) der DDR. Die Maße der Bunker betrugen 42,5 × 18 m, sie bestanden aus drei Untergeschossen.

Sein Standort befindet sich etwa 12 Kilometer westlich von Cottbus in der Gemeinde Kolkwitz, am Rande des Gewerbegebietes „Am Technologiepark“. Die Anfahrt erfolgt über die A 15 bis zur Anschlussstelle Cottbus West oder über die B 115 Vetschau–Cottbus.

Nutzung bis 1990 / DDR-Zeit: Der Bunker Kolkwitz wurde 1967 als Gefechtsstand (GS-31) der 1. Luftverteidigungsdivision der LSK/LV der DDR in Betrieb genommen. Seine Hauptaufgabe bestand in der Sicherstellung der Luftaufklärung- und Überwachung des südlichen Luftraumes der DDR und in der Führung von Jagdfliegerkräften, Raketen- und Funktechnischen Truppen.

Im Rahmen der Luftaufklärung- und Überwachung erstreckte sich der Luftraum südlich der Linie Salzwedel–Schwedt, in westlicher Richtung bis in den Raum Meppen–Münster, östlich und südlich bis nach Polen und in die ČSSR.

Militärisch geführt wurden:

die Jagdfliegergeschwader 1 (JG-1) in Cottbus und ab November 1982 in Holzdorf, JG-3 in Preschen, JG-7 in Drewitz und JG-8 in Marxwalde (heute Neuhardenberg),
das Fla-Raketen-Regiment 31 in Straßgräbchen,
die Fla-Raketen-Brigaden 41 in Ladeburg und 51 in Sprötau,
die Funktechnischen Bataillone 31 in Döbern, 41 in Holzdorf, 51 in Sprötau und 61 in Müncheberg.

In seiner Funktion als Gefechtsstand wurde der Bunker fernmeldetechnisch sichergestellt durch das Nachrichtenbataillon 31 der LSK/LV der DDR in Cottbus, von welchem auch die Nachrichtenzentrale bedient wurde. In ihrer Eigenschaft als Nachrichtenzentrale des Gefechtsstandes war sie in das Nachrichtenverbindungssystem der Nationalen Volksarmee (NVA) integriert, sicherte die Kommunikation nicht nur mit dem Ministerium für Nationale Verteidigung über die Hauptnachrichtenzentrale, sondern auch mit dem Kommando der LSK/LV in Eggersdorf, dem Zentralen Gefechtsstand in Fürstenwalde sowie zu allen Teilstreitkräften der NVA, den Grenztruppen der DDR, den zivilen Einrichtungen der Interflug der DDR und den Gefechtsständen von Luftstreitkräften/Luftverteidigung der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD).

Organisiert waren alle Arten von Nachrichtenverbindungen. Zu ihnen gehörten die drahtgebundenen – sowohl des Sondernetzes 1 als auch die eigenständig organisierten – Funk-, Richtfunk- und Troposphärenverbindungen. Sie alle wurden überwiegend im gedeckten (verschlüsselten) Regime betrieben und sicherten die schnelle und zuverlässige Übermittlung von Meldungen und Kommandos der Führung, zur Übertragung der Luftlage und von Datenströmen an den zentralen Gefechtsstand, die Vorgesetzten- und Nachgeordneten sowie zusammenwirkenden Stäbe. Der Gefechtsstand war integrierter Bestandteil des Diensthabenden Systems der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung.

Nutzung nach 1990: Mit der Wende verlor der Bunker seine militärische Bedeutung. Er wurde in den ersten Jahren nach der politischen Wende außer Dienst gestellt und blieb sich selbst überlassen, bis die Kolkwitzer Bunkerfreunde den Bunker zu einem militärhistorischen Museum gestalteten.

Ein im Jahre 2004 gegründeter Verein „Kolkwitzer Bunkerfreunde GS-31 e.V.“ betreibt heute den Bunker und bietet Führungen an. Der Verein ist Mitglied in der Bunkerallianz Berlin-Brandenburg.

Webseite: Bunker Kolkwitz
Webseite: 51. Flaraketenbrigade Sprötau
Webseite: 41. Flaraketenbrigade Ladeburg
Webseite: Funkkompanie des NB-31 in Kolkwitz
Webseite: Das neue SBW in Kolkwitz
Wikipedia Kategorie: Bunker in Brandenburg

 

Bunker Leuthen

 

Besichtigung einstiger Orte der Zeitgeschichte. Ein ehemaliger verbunkerter Gefechtsstand bei Kolkwitz, die verbunkerten Betriebsräume der Richtfunkbetriebsstelle Leuthen und einige Bereiche des ehemaligen Militärflugplatzes Welzow sowie die dortige Ausstellung zur Geschichte des Areals:
Bunkertour II (Kolkwitz, Leuthen und Welzow)

 

Flugplatz Welzow

 

Auf dem Flugplatz Welzow lagen 1944–1945 zahlreiche Jagd-Einheiten der Luftwaffe, die bei der Reichsluftverteidigung eingesetzt wurden.
Webseite: Stadt Welzow

 

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Anbieter der eingangs aufgeführten Bunkerführungen: mydays. Info: Ausführlichen Informationen zum Thema Bunkerführungen in Deutschland