28. November 2021

Bayern: Bischofsmord und Hexenjagd

Die bayerische Geschichte ist reich an außergewöhnlichen Kriminalfällen, neben denen die Plots moderner Tatort -Krimis eher blass aussehen:

Bischofsmord und Hexenjagd:
Die spektakulärsten Kriminalfälle aus dem historischen Bayern
von Manfred Böckl
Gietl-Verlag / SüdOst-Verlag
(11. Mai 2015)
Gebundene Ausgabe: ‎ 152 Seiten
ISBN-13: ‎ 978-3866467149

   

Aus dem Inhalt:

Der Heilige und die Herzogstochter
Bischof Emmerams Martyrium in Helfendorf

Das Ende des letzten Agilolfingerherzogs
Ein Politverbrechen Karls „des Großen“

Der Gewaltstreich des Löwen
Ein Akt herzoglicher Wirtschaftskriminalität

Der Meuchelmord von Kelheim
Ein Racheakt am Hause Wittelsbach

Die Säckung zu Straubing
Herzog Ernsts Verbrechen an der Bernauerin

Der Münchner Hexenbrand Anno 1600
Justizwillkür im Auftrag des Kurfürsten

Geächtet, gerädert und gevierteilt
Leben und Ende des Bayerischen Hiasl

Keine Räuberromanze
Das notvolle Dasein des Michael Heigl

Der gewilderte Wildschütz
Georg Jennerwein und der Jäger Pföderl

Verraten und verkauft
Die Tragödie des Räubers Kneißl

Der Fall Kaspar Hauser
Entrechtung und Ermordung eines Prinzen

Das Attentat von Berg
Der mysteriöse Tod König Ludwigs II.

BuchzitatIm vorliegenden Buch werden zwölf besonders spektakuläre Morde und andere Kapitalverbrechen, die sich im historischen Bayern zutrugen, neu aufgerollt.

Unter anderem geht es um die Ermordung des Missionsbischofs Emmeram aus Regensburg durch den Bruder der bischöflichen Geliebten, um den Prozess gegen die morganatische Herzogsgattin Agnes Bernauer und ihre grausame Exekution in Straubing, um den grauenhaften Münchner Hexenbrand des Jahres 1600 und den bis heute ungeklärten Fall des womöglich hochadligen Findelkindes Kaspar Hauser in Nürnberg.

Auch der mysteriöse Tod von König Ludwig II. von Bayern wird mit Hilfe modernster Erkenntnisse neu bewertet, wobei sich herausstellt: Es war Mord! Und nicht zuletzt werden die Taten und Untaten der vier berühmtesten bayerischen Wilderer und Räuber dargestellt:

des Wildschützen Jennerwein, des Bayerischen Hiasl, des Räubers Kneißl und des Bayerwaldrenegaten Michael Heigl.

  Um das Buch besonders gut lesbar zu machen, hat der Autor Manfred Böckl eine spezielle Schreibtechnik gewählt: Jedes Kapitel beginnt mit einem spannenden belletristischen Erzählteil, danach folgen die knallharten kriminalistischen Fakten.

Manfred Böckl, der zu den wichtigsten lebenden Schriftstellern Bayerns zählt, wurde 1948 in Landau/Isar geboren. Nach dem Abitur absolvierte er ein eher ungewöhnliches Studium an der Universität Regensburg: querbeet durch die Fakultäten, um sich ein möglichst breites Allgemeinwissen für seinen angestrebten Beruf als Schriftsteller anzueignen.

Parallel dazu volontierte Böckl bei der Passauer Neuen Presse und arbeitete danach einige Jahre als Redakteur für diese Zeitung, bis er sich 1976 als freiberuflicher Schriftsteller selbständig machte. Böckl schrieb zunächst Jugendbücher, darunter (unter dem Pseudonym Jean de Laforet) die sehr erfolgreiche Buchreihe Geheimbund Blaue Rose.

Ab 1984 konzentrierte er sich zunehmend auf Historienromane mit bayerischer, deutscher und europäischer Thematik für erwachsene Leser; zudem publizierte er historische Sachbücher. Seine Werke erschienen in diversen bayerischen sowie in fast allen großen Publikumsverlagen Deutschlands; zahlreiche seiner Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt, und die Gesamtauflage seines Werkes hat die Millionengrenze erreicht.

Besonders fasziniert ist Manfred Böckl von der keltischen Kultur, was sich in vielen seiner Bücher und auch in seiner Weltanschauung niederschlägt. Er ist Anhänger des Neuheiden­tums in seiner keltischen Ausprägung und er bekennt sich unter anderem deshalb zu dieser polytheistischen und humanen Lehre, weil er in ihr eine sehr tragfähige Vision für das moderne Europa erkennt.