Aufzeichnungen aus dem Gefängnis von Alfred Delp. Zeugnisse des christlichen Widerstands Kämpfers Alfred Delp

Aufzeichnungen aus dem Gefängnis von Alfred Delp. Zeugnisse des christlichen Widerstands Kämpfers Alfred Delp

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Die meditativen Texte, die Alfred Delp während seiner Gefangenschaft in Berlin verfasst,

zeugen von einem tiefen,

ruhigen Gottvertrauen

& dienen bis heute

als Quelle der Inspiration und des Trostes.

.

Ebenso geben die Briefe,

die er an Freunde, Bekannte

&  Mitbrüder schrieb,

Zeugnis von hoffender Demut:

 

Aufzeichnungen aus dem Gefängnis
von Alfred Delp
Roman Bleistein (Herausgeber, Einleitung zu den Texten)
Klaus Mertes (Nachwort)
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag Herder
Durch ein Nachwort erweiterte Neuausgabe
(18. Februar 2019)
ISBN-13: 978-3451383991
Gebundenes Buch EUR 38,00

 

Zur Verlagsinfo
Aufzeichnungen aus dem Gefängnis
von Alfred Delp

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Leseprobe
Aufzeichnungen aus dem Gefängnis
von Alfred Delp

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Aufzeichnungen aus dem Gefängnis von Alfred Delp
bewerte ich wie folgt (maximal 10 Punkte):
Handlung, Thema: 10 Punkte
Ratgeber (Religion und Spiritualität): 10 Punkte
Schreibstil: 10 Punkte
Fazit: Mit dem Band Aufzeichnungen aus dem Gefängnis von Alfred Delp wird die Ausgabe der “Gesammelten Schriften” Alfred Delps abgeschlossen.

 

Lasst uns dem Leben trauen, weil Gott es mit uns lebt.“
Alfred Delp

 

Buchzitat: Der Jesuitenpater Alfred Delp gehört zu den wichtigsten Widerstandskämpfern gegen den Nationalsozialismus in Deutschland, die ihr Handeln aus dem Glauben und einem christlichen Menschenbild abgeleitet haben.

Vom 7. August 1944 bis zu seiner Hinrichtung am 2. Februar 1945 schrieb Alfred Delp im Gefängnis in Berlin, trotz gefesselter Hände, unzählige Briefe an die Menschen in seinem Umfeld.

Sie enthalten Handlungsanweisungen zum Gerichtsprozess,
Bitten um Besorgungen und Worte des Trostes und der Ermutigung.

Neben den Briefen verfasste Delp spirituelle Texte, die sich tagesaktuell mit der Weihnachtszeit auseinandersetzen, sowie prägnante Abhandlungen über die Zukunft Deutschlands.

Ergänzt werden die Texte durch Unterlagen zum Prozess vor dem Volksgerichtshof sowie zum Kreisauer Kreis.

 

Klaus Mertes, geb. 1954, seit September 2011 Direktor des Kollegs St. Blasien, von 2000 bis 2011 war er Rektor des katholischen Gymnasiums Canisiuskolleg in Berlin, Autor mehrerer Bücher, Chefredakteur der Zeitschrift »Jesuiten«, regelmäßig Beiträge im »Tagesspiegel«. Er ist seit 2018 Redakteur der Monatszeitschrift “Stimmen der Zeit”.

 

Aufzeichnungen aus dem Gefängnis von Alfred Delp
(© Cover & Inhaltsangaben: HERDER Verlag)

 

Wikipedia Recherchen

Alfred Friedrich Delp SJ (* 15. September 1907 in Mannheim; † 2. Februar 1945 in Berlin-Plötzensee) war ein deutscher Jesuit und Mitglied des Kreisauer Kreises im Widerstand gegen den Nationalsozialismus.

Delp war der älteste Sohn von sechs Kindern seiner Eltern Johann Adam Friedrich Delp (* 1876 Mannheim – 1958) und Maria, geborene Bernauer (* 1881 Asbach bei Mosbach – 1968). Er wurde im „Wöchnerinnenasyl Luisenheim“ in C 7 in Mannheim geboren und zwei Tage später dort von Kaplan Mutz der Jesuitenkirche, in deren Sprengel das Wöchnerinnenasyl lag, getauft.

Bei der späteren katholischen Hochzeit der Eltern musste sein evangelischer Vater schriftlich zusagen, dass die aus dieser Ehe hervorgehenden Kinder katholisch getauft und erzogen werden.

Dieses Versprechen konnte der Vater nicht einhalten, denn die junge Familie musste aus wirtschaftlichen Gründen bei den evangelischen Eltern des Vaters in Hüttenfeld leben, wo die Großmutter, stolz auf ihre evangelische Familientradition, die evangelische Erziehung des Jungen durchsetzte, was zum Dauerkonflikt in der Familie führte.

Dort wohnte er bis 1914 in der Mannheimer Straße 3. 1921 wurde er als Gymnasiast zunächst konfirmiert, nach einem Streit mit dem evangelischen Pfarrer jedoch in der katholischen Kirche zur Erstkommunion zugelassen und gefirmt.

Das desolate Verhältnis zwischen den christlichen Konfessionen begleitete ihn bis ans Lebensende, schrieb er doch aus dem Gefängnis heraus: „Wenn die Kirchen der Menschheit noch einmal das Bild einer zankenden Christenheit zumuten, sind sie abgeschrieben.“

Die Jugend von Alfred Delp wurde dann vor allem durch die katholische Jugendbewegung „Bund Neudeutschland“ geprägt. Unmittelbar nach seinem Abitur an der Goetheschule in Dieburg trat er 1926 in den Jesuitenorden ein. Während seines Studiums war der spätere Theologe des II. Vaticanums, Karl Rahner, sein Lateinlehrer.

Als Erzieher und Lehrer wirkte Delp am Kolleg St. Blasien im Schwarzwald. 1937 wurde er zum Priester geweiht. Seit 1939 wirkte er als Seelsorger in der Pfarrei Heilig Blut im Münchner Stadtteil Bogenhausen.

Er wurde Mitarbeiter der Zeitschrift Stimmen der Zeit in München, der im Juni 1941 die Druckerlaubnis entzogen wurde, bis sie im Oktober 1946 wieder erscheinen konnte.

Von 1942 an arbeitete Delp im Kreisauer Kreis um Helmuth James Graf von Moltke mit, um ein Modell für eine neue Gesellschaftsordnung nach dem Ende der Zeit des Nationalsozialismus zu entwickeln. Hier engagierte er sich insbesondere für die Positionen der katholischen Kirche bei einem Neuaufbau Deutschlands im Hinblick auf die Katholische Soziallehre.

Inhaftierung und Hinrichtung

Nach dem Scheitern des Umsturzversuches vom 20. Juli 1944 wurde Delp am 28. Juli 1944 nach der Frühmesse in St. Georg im Münchner Stadtteil Bogenhausen, Filialkirche von Heilig Blut, verhaftet, obwohl er an den Vorbereitungen des Attentats nicht beteiligt war. Im Prozess vor dem Volksgerichtshof unter Vorsitz von Roland Freisler wurde Alfred Delp wegen Hoch- und Landesverrats zum Tod durch den Strang verurteilt.

Das Gericht hatte zwar den Vorwurf der Mitwisserschaft am Attentat fallen lassen, doch sein Engagement im Kreisauer Kreis, sein Wirken als Jesuitenpater und seine christlich-soziale Weltanschauung genügten, um ihn zum Opfer der NS-Justiz zu machen.

Während der Haftzeit machte ihm die Gestapo das Angebot der „Freilassung gegen Ordensaustritt“, was aber von Delp ausgeschlagen wurde. Delp legte am 8. Dezember 1944 in der Haftanstalt Berlin-Tegel gegenüber seinem Mitbruder Franz von Tattenbach seine letzten, feierlichen Gelübde ab, die Profess, mit der Delp und sein Orden ihre gegenseitige Bindung bekundeten.

Das Urteil wurde am gleichen Tag in Plötzensee vollstreckt, seine Asche wurde auf den Berliner Rieselfeldern verstreut. Auf dem Weg unter den Galgen sagte er zum Gefängnispfarrer: „In wenigen Augenblicken weiß ich mehr als Sie.“