Audrey Hepburn: Ein Leben in Bildern und Filmografie von 1948 bis 1989

Last Updated on

Audrey Hepburn (* 4. Mai 1929 als Audrey Kathleen Ruston in Ixelles/Elsene, Belgien; † 20. Januar 1993 in Tolochenaz, Schweiz) war eine Schauspielerin britisch-niederländischer Herkunft.

Sie zählte in den 1950er- und 1960er-Jahren zu den größten weiblichen Filmstars. Für ihre Darbietungen wurde sie unter anderem mit je einem Oscar und einem Emmy sowie zwei Tony Awards und einem Grammy ausgezeichnet. Damit zählt sie zu den wenigen Künstlern, die alle vier großen Preise der amerikanischen Unterhaltungsindustrie gewonnen haben.

In ihren späteren Jahren widmete sie sich überwiegend ihrer Arbeit als Sonderbotschafterin für UNICEF.

Nach dem Krieg zog die Familie vorübergehend nach Amsterdam. Dort stand Hepburn 1948 für den Werbefilm Nederlands in 7 Lessen des Dokumentarfilmers Charles Huguenot van der Linden erstmals vor einer Filmkamera.

Bald darauf ging sie zurück nach England, wo sie bei Marie Rambert eine Ballettausbildung absolvierte, um professionelle Solotänzerin zu werden. Sie musste jedoch bald feststellen, dass sich ihr Traum von einer Tanzkarriere nicht erfüllen würde. Die Mangelernährung während des Krieges hatte ihr Muskelwachstum beeinträchtigt, und so sehr Hepburn sich auch bemühte, sie konnte mit den anderen Tänzerinnen nicht mithalten.

Um anderweitig Geld zu verdienen, arbeitete sie zunächst als Model und spielte in einigen Musicals im Londoner West End, gefolgt von kleineren Rollen in britischen Filmen wie One Wild Oat und Das Glück kam über Nacht (beide 1951). In One Wild Oat war auch Roger Moore zu sehen, mit dem sie aber keine gemeinsame Szene hatte.

Später brachte sie den befreundeten Moore zu seinem langjährigen UNICEF-Engagement. 2009 äußerte er gegenüber dem Daily Express, er sei sehr dankbar, dass sie sein Leben verändert habe.

Während der Dreharbeiten zu Musik in Monte Carlo (1951) lebte Hepburn zufällig im selben Hotel an der französischen Riviera wie die Schriftstellerin Colette, die für die Broadway-Inszenierung ihres Stücks Gigi (1944) eine Hauptdarstellerin suchte.

Als Colette die junge Schauspielerin erblickte, rief sie: „Ich habe Gigi gefunden!“ So reiste Hepburn nach New York, wo sie von November 1951 bis Mai 1952 am Fulton Theatre die Gigi tanzte. Für ihre Darbietung erhielt sie den Theatre World Award und Hollywood wurde auf sie aufmerksam.

1953–1993

Für die weibliche Hauptrolle der romantischen Komödie Ein Herz und eine Krone (1953) waren etablierte Stars wie Elizabeth Taylor oder Jean Simmons im Gespräch. Stattdessen erhielt die völlig unbekannte Audrey Hepburn die Rolle der gelangweilten Prinzessin Ann, die sich in Rom in einen Reporter (Gregory Peck) verliebt.

Ein Herz und eine Krone entwickelte sich zu einem Kassenschlager und machte die 24-Jährige über Nacht zum Star. Für ihre erste Hauptrolle erhielt Hepburn am 26. März 1954 außerdem den Oscar als beste Hauptdarstellerin.

Im Hollywood der 1950er Jahre war die „grazile Elfe“ Hepburn ein willkommener Kontrapunkt zu dem üppigen Schönheitsideal, das von Darstellerinnen wie Marilyn Monroe oder Sophia Loren verkörpert wurde. Billy Wilder sagte über sie: „Diese Frau schafft es noch, den Busen aus der Mode zu bringen.“

Hepburn war beim Kinopublikum sehr beliebt und hatte großen Einfluss auf die zeitgenössische Mode. Weite, wippende Röcke, das Kleine Schwarze, etwas zu große Sonnenbrillen, das Nickituch, knöchellange 7/8-Hosen und flache Ballerinaschuhe waren ihre Markenzeichen, und ihr Stil wurde bald von den Frauen weltweit kopiert. Audrey Hepburn gilt auch weit über ihren Tod hinaus als zeitlose Stil-Ikone.

1953 lernte Hepburn während der Dreharbeiten zu Sabrina den französischen Modedesigner Hubert de Givenchy kennen. Man hatte den Designer zuvor gefragt, ob er sich vorstellen könne, die Garderobe für Miss Hepburns nächsten Film zu entwerfen, und Givenchy zeigte sich begeistert, da er ein großer Bewunderer von Katharine Hepburn war.

Als er dann Audrey die Tür zu seinem Atelier öffnete, war er zunächst ernüchtert: „Ich hatte mir dieses Gesicht, dieses Haar vorgestellt, Katharine Hepburn in ihren Hosenanzügen […] Nun ja, es war eine Enttäuschung.“

Doch es dauerte nicht lange und Givenchy und Audrey Hepburn entwickelten eine innige Freundschaft; fortan kreierte der Designer ihre Garderobe. Sie wurde seine Muse und sein bevorzugtes Model und trug seine eleganten Kostüme in ihren Filmen und auch privat.

Hepburn, die mit nur einem Film zum Star avanciert war, zählte bis in die späten 1960er-Jahre zu den führenden Filmschauspielerinnen. Nahezu jeder ihrer Filme wurde zu einem wirtschaftlichen Erfolg, viele gelten als Klassiker der Filmgeschichte. Sie arbeitete mit den führenden männlichen Stars ihrer Zeit zusammen, darunter Fred Astaire, Humphrey Bogart, Sean Connery, Gary Cooper, Albert Finney, Henry Fonda, Cary Grant, William Holden, Burt Lancaster, Peter O’Toole oder Gregory Peck, und wurde von bekannten Regisseuren wie George Cukor, Stanley Donen, Blake Edwards, John Huston, Richard Lester, King Vidor, Billy Wilder, William Wyler oder Fred Zinnemann verpflichtet.

Ein gemeinsames Projekt mit Alfred Hitchcock zerschlug sich in den späten 1950er-Jahren, weil das Drehbuch eine Vergewaltigungsszene enthielt, die Hepburn nicht spielen wollte. Audrey Hepburn zählte zu den prägendsten Schauspielerinnen ihrer Zeit.

Auch für Sabrina (1954) erhielt sie eine Nominierung für den Oscar als beste Hauptdarstellerin. 1954 trat sie in dem Stück Ondine an der Seite von Mel Ferrer am Broadway auf und erhielt für ihre Darstellung den Tony Award als beste Hauptdarstellerin. Bei den Theaterproben hatten sich Hepburn und Ferrer ineinander verliebt, sie heirateten nur wenige Monate später im September 1954. 1956 spielte das Paar zusammen in dem Monumentalfilm Krieg und Frieden.

In ihrem nächsten Film Ein süßer Fratz (1957) konnte Hepburn an der Seite ihres Filmpartners Fred Astaire ihrer großen Leidenschaft nachgehen, dem Tanzen. Einige Szenen wurden auf einer Wiese am Rande von Paris gedreht, doch nachdem es tagelang geregnet hatte und der Boden immer matschiger wurde, gestalteten sich die Dreharbeiten schwierig.

Hepburn seufzte: „20 Jahre habe ich darauf gewartet, mit Fred Astaire zu tanzen, und was kriege ich jetzt? Sumpf!“ Mit Gary Cooper drehte sie unter der Regie von Billy Wilder Ariane – Liebe am Nachmittag (1957) und spielte die Hauptrolle in Geschichte einer Nonne (1959), wofür sie abermals eine Oscar-Nominierung, den David di Donatello und den BAFTA-Award erhielt.

In dem Western Denen man nicht vergibt (1960) stand Hepburn an der Seite von Burt Lancaster schwanger vor der Kamera. Während der Dreharbeiten stürzte sie so schwer von einem Pferd, dass sie sich einen Rückenwirbel brach und kurz darauf ihr ungeborenes Kind verlor. Es war eine von insgesamt drei Fehlgeburten, die das private Glück der Schauspielerin lange Zeit überschatteten.

Mit der Geburt ihres Sohnes Sean am 17. Juli 1960 in Luzern erfuhr Hepburn aber schließlich doch noch ihr Mutterglück. Die Familie lebte die meiste Zeit in der Schweiz, für die Dreharbeiten zu Frühstück bei Tiffany (1961) nach einer Erzählung von Truman Capote zog sie jedoch kurzzeitig in die USA.

In ihrer wohl berühmtesten Rolle verkörperte sie die lebenshungrige Holly Golightly und erhielt für ihre Darstellung ihre vierte Oscar-Nominierung. Henry Mancini, der die Filmmusik komponierte, sagte über die Hauptdarstellerin: „Moon River wurde für sie geschrieben. Niemand sonst hat es je so gut verstanden. Es gibt mehr als tausend Versionen davon, aber ihre ist zweifellos die beste.“

Mit Cary Grant und Walter Matthau drehte sie Charade (1963) und im Anschluss daran My Fair Lady (1964). Da sie über keine ausgebildete Singstimme verfügte, wurde sie in dieser Musicalverfilmung trotz ihrer gelobten Interpretation von Moon River als Sängerin großteils von Marni Nixon synchronisiert.

1967 spielte sie in Warte, bis es dunkel ist die Rolle einer Blinden, für die sie zum fünften Mal eine Oscar-Nominierung erhielt. Mel Ferrer produzierte den Film. Es war die letzte Zusammenarbeit des Paares, das sich 1968 nach 14 Ehejahren scheiden ließ.

Im Jahr darauf heiratete sie den italienischen Psychiater Andrea Dotti, mit dem sie einen weiteren Sohn (Luca Dotti, * 1970) hatte. 1980 wurde auch diese Ehe geschieden.

Ende der 1960er-Jahre zog sich Audrey Hepburn von der Leinwand zurück. Sie trat bis zu ihrem Tod nur noch in fünf Filmen auf und widmete sich überwiegend humanitären Projekten und ihrer Familie. Ihre letzte Rolle war die eines Engels in dem Film Always (1989) von Steven Spielberg.

Audrey Hepburn starb am 20. Januar 1993 in ihrem Haus in Tolochenaz (Kanton Waadt) am Genfersee und wurde auf dem örtlichen Friedhof beigesetzt. Bei der Oscar-Verleihung 1993 wurde sie posthum mit dem Jean Hersholt Humanitarian Award, dem Ehrenoscar für besondere humanitäre Verdienste, ausgezeichnet.
Quelle: Wikipedia de.wikipedia.org/wiki/Audrey_Hepburn

Filmografie

1948: Nederlands in 7 Lessen – Regie: Charles Huguenot van der Linden und Heinz Josephson
1951: One Wild Oat – Regie: Charles Saunders
1951: Mit Küchenbenutzung (Young Wives’ Tale) – Regie: Henry Cass
1951: Wer zuletzt lacht (Laughter in Paradise) – Regie: Mario Zampi
1951: Das Glück kam über Nacht (Einmal Millionär sein) (The Lavender Hill Mob) – Regie: Charles Crichton
1951: Musik in Monte Carlo (Nous irons à Monte Carlo) – Regie: Jean Boyer
1952: Die Verblendeten (Secret People) – Regie: Thorold Dickinson
1953: Monte Carlo (Monte Carlo Baby) – Regie: Jean Boyer und Lester Fuller[28]
1953: Ein Herz und eine Krone (Roman Holiday) – Regie: William Wyler
1954: Sabrina – Regie: Billy Wilder
1956: Krieg und Frieden (War and Peace) – Regie: King Vidor
1957: Ein süßer Fratz (Funny Face) – Regie: Stanley Donen
1957: Ariane – Liebe am Nachmittag (Love in the Afternoon) – Regie: Billy Wilder
1957: Mayerling[29] – Regie: Anatole Litvak
1959: Geschichte einer Nonne (The Nun’s Story) – Regie: Fred Zinnemann
1959: Tropenglut (Green Mansions) – Regie: Mel Ferrer
1960: Denen man nicht vergibt (The Unforgiven) – Regie: John Huston
1961: Frühstück bei Tiffany (Breakfast at Tiffany’s) – Regie: Blake Edwards
1961: Infam (The Children’s Hour) – Regie: William Wyler
1963: Charade (Charade) – Regie: Stanley Donen
1964: Zusammen in Paris (Paris When It Sizzles) – Regie: Richard Quine
1964: My Fair Lady – Regie: George Cukor (mit Rex Harrison)
1966: Wie klaut man eine Million? (How to Steal a Million) – Regie: William Wyler
1967: Zwei auf gleichem Weg (Two for the Road) – Regie: Stanley Donen
1967: Warte, bis es dunkel ist (Wait Until Dark) – Regie: Terence Young
1976: Robin und Marian (Robin and Marian) – Regie: Richard Lester
1979: Blutspur (Bloodline) – Regie: Terence Young
1981: Sie haben alle gelacht (They All Laughed) – Regie: Peter Bogdanovich
1987: Flashpoint Mexico (Love Among Thieves) – Regie: Roger Young
1989: Always – Der Feuerengel von Montana (Always) – Regie: Steven Spielberg

Audrey Hepburn – 6 Filme – Classic Movie Edition im Set – Deutsche Originalware [6 DVDs] Audrey Hepburn, Henry Fonda, Mel Ferrer, Sir Rex Harrison, Wilfrid Hyde-White (Darsteller), King Vidor, George Cukor, William Wyler (Regisseur)

Wie klaut man eine Million?

Audrey Hepburn: Die Rubin Collection (Ein Herz und eine Krone / Sabrina / Krieg und Frieden / Ein süßer Fratz / Frühstück bei Tiffany) Standard Version, 5 DVDs, Audrey Hepburn (Darsteller)

Audrey Hepburn Filme bei Amazon.de
Audrey Hepburn Bücher bei Amazon.de
Vintagebuch Info: Vier Hollywood-Klassiker mit Audrey Hepburn an Ostern. Frühstück bei Tiffany und Begleitmaterial zum Film
Vintagebuch Info: Göttinnen der Leinwand: Grace Kelly, Romy Schneider, Audrey Hepburn – sie sind die großen Stars der Filmgeschichte
Vintagebuch Info: Frauen mit Stil von Josh Sims. Fazit: Ein Bekleidungsstil kann mehr bedeuten als nur eine Verhüllung des Körpers. Lassen Sie sich verzaubern und animieren
Vintagebuch Info: Fashion & Film: Designermode im Kino von Christopher Laverty. Die einflussreichsten und legendärsten Designs aus der Historie des Films werden zusammengefasst

Vintagebuch / Pinnwand Audrey Hepburn Filme, Bücher & Accessoires = Pinterest

Vintagebuch Tipp

Audrey Hepburn: Ein Leben in Bildern
Gebundene Ausgabe: 80 Seiten
Verlag: Parragon Books Ltd Bath
(17. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-1472360908
Gebundenes Buch 6,50 EUR bei Amazon.de
gebraucht ab 2,46 EUR bei Amazon.de

Buchzitat: Audrey Hepburn: eine unvergessliche Hollywoodlegende

• Eine Hommage an die unvergessene Hollywood-Ikone
• Ein Leben in 80 außergewöhnlichen Bildern
• Eleganz, Zartheit und beeindruckender Charakterstärke

Dieses Buch berichtet mit über 80 außergewöhnlichen Fotos, Zitaten und sachkundigen Kommentaren vom Leben einer wunderschönen, talentierten Ikone des internationalen Films.

Mit ihrer unverwechselbaren Mischung aus Eleganz, Zartheit und beeindruckender Charakterstärke nahm Audrey Hepburn im Hollywood der Nachkriegszeit, wo vor allem Kurvenstars gefragt waren, ihren ganz eigenen Platz ein. Die engagierte, humorvolle und zielstrebige Schauspielerin hatte als Kind die Besetzung der Niederlande durch die Nazis erlebt.

Sie war Bühnenschauspielerin, hatte eine Ballett- und Gesangsausbildung und heimste schon mit ihrem ersten Hollywoodfilm einen Oscar ein. Zeitlebens war sie für ihren Stil und ihre Eleganz berühmt. Während ihrer letzten Lebensjahre setzte sie sich für unterprivilegierte Kinder ein. Audrey Hepburn: eine unvergessliche Hollywoodlegende.