Abenteuer reisender Frauen: 15 Porträts von Armin Strohmeyr. Mit Lebensgeschichten von Lou Andreas-Salomé, Mary Read, Agatha Christie, Annemarie Schwarzenbach

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Abenteuer reisender Frauen: 15 Porträts von Armin Strohmeyr. Mit Lebensgeschichten von Lou Andreas-Salomé, Mary Read, Agatha Christie, Annemarie Schwarzenbach

Sie kämpften gegen Vorurteile und bereisten die Welt, getrieben von Mut und Freiheitsdrang: Abenteurerinnen aus fünf Jahrhunderten.

Kompromisslos durchkreuzten sie die Pläne ihrer Männer und Familien und zogen in die Welt.

So wurden aus braven Gattinnen, Müttern oder Nonnen Hochstaplerinnen, Weltreisende und Soldatinnen – mit Lebensgeschichten von Lou Andreas-Salomé, Mary Read, Agatha Christie, Annemarie Schwarzenbach und vielen anderen.

Abenteuer reisender Frauen
15 Porträts
von Armin Strohmeyr
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch
Buchinfo bei Amazon.de
ISBN-13: 978-3492274319
Taschenbuch EUR 11,00

Armin Strohmeyr ist promovierter Germanist und Autor viel beachteter Biografien und Porträtsammlungen. Sein Buch »Verkannte Pioniere« wurde von der Zeitschrift DAMALS beim Wettbewerb »Historisches Buch des Jahres« mit dem 3. Platz prämiert und stand in Österreich auf der Shortlist für das »Wissenschaftsbuch des Jahres«.

  

  

Im Piper Verlag erschienen bisher die Porträtsammlungen »Abenteuer reisender Frauen«, »Einflussreiche Frauen«, »Geheimnisvolle Frauen«, »Uns gehört die Welt« und »Die leuchtenden Länder«.

 

Wer war Lou Andreas-Salomé

 

Lou Andreas-Salomé (geborene Louise von Salomé; gelegentliches Pseudonym Henri Lou; in jungen Jahren auch Ljola von Salomé genannt) (* 12. Februar 1861 in St. Petersburg; † 5. Februar 1937 in Göttingen) war eine weitgereiste Schriftstellerin, Erzählerin, Essayistin und Psychoanalytikerin aus russisch-deutscher Familie.

Die Art ihrer persönlichen Beziehungen zu prominenten Vertretern des deutschen Geisteslebens – in erster Linie zu Friedrich Nietzsche, Rainer Maria Rilke und Sigmund Freud – war und ist bis heute Gegenstand unterschiedlicher Interpretationen.

Lou Andreas-Salomés oft gerühmte persönliche Ausstrahlung, ihre Bildung und intellektuelle Beweglichkeit, die Freundschaft mit namhaften Zeitgenossen und ihre unkonventionelle Lebensführung sicherten Lou Andreas-Salomé einen Platz in der deutschen Kulturgeschichte.

Ihr Leben war und ist Gegenstand von Biographien, Romanliteratur, Musiktheater (der Oper Lou Salomé von Giuseppe Sinopoli zum Beispiel, die 1981 in München uraufgeführt wurde) und anderen Texten, in denen ihre Kontakte zu Berühmtheiten der Literatur- und Wissenschaftsgeschichte erörtert werden.

Verglichen damit fand ihr eigenes schriftstellerisches Werk seither wenig Beachtung – es verschwand hinter der außergewöhnlichen Geschichte ihres Lebens. Dabei hatte sie ja als renommierte Autorin an der Entwicklung der Positionen der Moderne um 1900 lebhaft mitgewirkt.

In Romanen, Erzählungen, Essays, Theaterkritiken, Schriften über Ibsen, Nietzsche, Rilke und Freud, einer Autobiographie, zahlreichen Texten über Philosophie und Psychoanalyse, einem weitläufigen Briefwechsel beteiligte sie sich an den Diskussionen über grundlegende Fragen der Zeit – mit Beiträgen zur Lebensreformbewegung, zum Monismus, zur Emanzipation der Frauen, der Reformpädagogik, den Anfängen von Soziologie und Psychoanalyse.

In ihren Romanen und Erzählungen behandelte sie Probleme moderner Frauen, die in einer traditionsverhafteten Umwelt eigene Wege zu beschreiten versuchen; trotz dieser Themenwahl und ihrer eigenen, für Frauen ihrer Zeit atypischen Lebensweise hielt sie Distanz zu den sozialen und politischen Zielen und Aktivitäten der Frauenbewegung ihrer Zeit. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde der Großteil ihrer Arbeiten gesichtet und herausgegeben.

 

2015 produziert, ab 30. Juni 2016 in den Kinos, beschreibt der Spielfilm Lou Andreas-Salomé der Regisseurin Cordula Kablitz-Post ihr Leben; die Titelrolle spielte Katharina Lorenz.

Werke

Im Kampf um Gott. 1885 (2007, ISBN 978-3-423-13529-0).
Henrik Ibsens Frauen-Gestalten. 1892 (neu herausgegeben mit Kommentaren und Nachwort von Cornelia Pechota, Taching am See 2012, ISBN 978-3-937211-32-9).
Friedrich Nietzsche in seinen Werken. 1894 (Neu herausgegeben mit Anmerkungen von Thomas Pfeiffer. Frankfurt am Main/ Leipzig, Insel 2000, ISBN 3-458-34292-3).
Ruth. 1895 (2008, ISBN 978-3-937211-02-2).
Jesus der Jude. 1895 (in: Lou Andreas-Salomé: Aufsätze und Essays. Band 1: Von der Bestie bis zum Gott. 2010, ISBN 978-3-937211-08-4).
Aus fremder Seele. 1896 (2007, ISBN 978-3-423-13596-2).
Fenitschka. Eine Ausschweifung. 1898 (Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv, ISBN 3-548-30315-3).
Menschenkinder. 1899.
Ma (Roman). Ein Porträt. 1901.
Im Zwischenland. 1902 (neu herausgegeben mit Kommentaren und Nachwort von Britta Benert, Taching am See 2012, ISBN 978-3-937211-29-9).
Die Erotik. 1910, ISBN 3-88221-302-7, ISBN 3-926023-17-1 (neu herausgegeben mit Kommentaren und Nachwort von Katrin Schütz, Taching am See 2015, ISBN 978-3-937211-42-8).
Elisabeth Siewert. In: Ernst Heilborn (Hrsg.): Das literarische Echo. 14. Jg. 1911/12, 15. September 1912, Berlin, S. 1690–1695 (→ Zusammenfassung).
Vom frühen Gottesdienst. 1913 (in: Lou Andreas-Salomé: Aufsätze und Essays. Band 1: Von der Bestie bis zum Gott. 2010, ISBN 978-3-937211-08-4).
Zum Typus Weib. 1914 (in: Lou Andreas-Salomé: Aufsätze und Essays. Band 4: Mein Dank an Freud. 2012, ISBN 978-3-937211-17-6).
„Anal“ und „Sexual“. 1916; zuerst veröffentlicht 1915–1916 In: Imago. IV Heft 5 (in: Lou Andreas-Salomé: Aufsätze und Essays. Band 4: Mein Dank an Freud. 2012, ISBN 978-3-937211-17-6).
Psychosexualität. 1917 (in: Lou Andreas-Salomé: Aufsätze und Essays. Band 4: Mein Dank an Freud. 2012, ISBN 978-3-937211-17-6).
Drei Briefe an einen Knaben. 1917 (2008, ISBN 978-3-937211-05-3).
Narzißmus als Doppelrichtung. 1921 (in: Lou Andreas-Salomé: Werke und Briefe. Band 4: Mein Dank an Freud. 2012, ISBN 978-3-937211-17-6).
Das Haus. Eine Familiengeschichte vom Ende des vorigen Jahrhunderts. 1921.
Die Stunde ohne Gott. und andere Kindergeschichten. 1922.
Der Teufel und seine Großmutter. Traumspiel. 1922 (Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf).
Rodinka. Eine russische Erinnerung. 1923 (2015, ISBN 978-3-945796-38-2)
Rainer Maria Rilke (Buch des Gedenkens). 1928 (1988, ISBN 3-458-32744-4).
Mein Dank an Freud. Offener Brief, 1931 (in: Lou Andreas-Salomé: Werke und Briefe. Band 4: Mein Dank an Freud. 2012, ISBN 978-3-937211-17-6).
Quelle: Wikipedia

Lou Andreas-Salomé (Film)

 

Lou Andreas-Salomé ist eine Filmbiografie von Cordula Kablitz-Post, die am 30. Juni 2016 in die deutschen Kinos kam. Der Film erzählt von der Schriftstellerin und Psychoanalytikerin Lou Andreas-Salomé.

Handlung 1933

Die Schriftstellerin und Psychoanalytikerin Lou Andreas-Salomé (72) lebt krank, vereinsamt und von den Nationalsozialisten bedroht in Göttingen. Doch als der 40-jährige Germanist Ernst Pfeiffer, der sie an ihre große Liebe Rainer Maria Rilke erinnert, in ihr Leben tritt, blüht sie langsam wieder auf.

Pfeiffer, der Lou verehrt, gibt vor, psychoanalytische Hilfe für einen Freund zu suchen, dabei verspricht er sich Hilfe für seine eigenen Eheprobleme. Im Gegenzug hilft er ihr, ihre Lebenserinnerungen zu schreiben. In Rückblenden werden die emotionalen Höhepunkte ihres Lebens wieder lebendig. Doch Lou will Pfeiffer nicht alles erzählen…:

Lou von Salomé wird 1861 in St. Petersburg als jüngstes Kind und einzige Tochter nach fünf Brüdern geboren. Sie wächst in einem großbürgerlichen Umfeld auf, fühlt sich jedoch als Außenseiterin. Zu der strengen Mutter hat sie ein schwieriges Verhältnis, dafür liebt sie ihren Vater umso mehr.

Schon früh verliert Lou ihren Glauben an Gott. Der Vater stirbt, als sie 16 ist; Lou wird rebellisch: Sie verweigert die Konfirmation und sucht sich stattdessen einen Privatlehrer für Philosophie, den Pastor Hendrik Gillot, der dem schwärmerischen Mädchen Gott- und Vaterersatz wird. Doch der 40-jährige Gillot verliebt sich in Lou, obwohl er verheiratet ist und zwei Kinder in ihrem Alter hat.

Es kommt zu einem traumatischen Übergriff mit Heiratsantrag – fluchtartig verlässt Lou St. Petersburg. Sie nimmt sich vor, niemals zu heiraten und ihr Leben allein auf ihre geistige Vervollkommnung hin zu leben. Männer sollen ihr nie wieder zu nahe kommen.

Lou ist glücklich, an der Universität in Zürich studieren zu dürfen. Dort lernt und studiert sie wie besessen und erkrankt schließlich an einer schweren Lungenentzündung. In Rom soll sie sich erholen.

Im Salon der Frauenrechtlerin Malwida von Meysenbug lernt sie den Philosophen Paul Rée kennen. Nachdem Lou seinen Heiratsantrag abgelehnt hat, werden die beiden Freunde. Paul Rée stellt Lou seinen guten Freund Friedrich Nietzsche vor, der in ihr sein „Geschwistergehirn“ erkennt.

Ebenso wie Paul Rée verliebt er sich unglücklich in Lou. Doch Lou kann die beiden von der Idee einer platonischen Wohngemeinschaft zu dritt überzeugen, in der sie gemeinsam studieren sollen.

Ein Aufenthalt in Tautenburg mit Nietzsche endet für Lou in einem Fiasko: Friedrichs Schwester Elisabeth sieht Lou als Bedrohung für ihre eigenen Lebenspläne, entrüstet sich moralisch und treibt einen Keil zwischen ihren Bruder und Lou.

Paul Rée und Lou verzichten auf den wankelmütigen Nietzsche und wohnen zu zweit in Berlin. Doch Paul Rée leidet unter seiner unglücklichen Liebe zu Lou, ist eifersüchtig und kontrolliert sie.

Während Lous erster Roman ein Erfolg wird, kommt Rées wissenschaftliche Karriere nicht voran. Lou erträgt die Wohnsituation nicht mehr. Als sie den Orientalisten Friedrich Carl Andreas kennenlernt, nimmt sie seinen Heiratsantrag unter der Bedingung an, dass die Ehe nie vollzogen wird. Andreas ist einverstanden. Paul Rée zieht tief verletzt aus der gemeinsamen Wohnung aus, sie sehen sich nie wieder.

Lou konzentriert sich auf ihre Schriftstellerei. Sie hat ihr Lebensziel der geistigen Vervollkommnung erreicht, ist jedoch nicht glücklich. Ihre Bronchitis ist chronisch geworden, doch sie schont sich nicht. Sie arbeitet wie unter Zwang und schreibt ein Buch nach dem anderen.

Als der noch unbekannte 21-jährige Dichter Rainer Maria Rilke die 36-jährige Erfolgsschriftstellerin umwirbt, unterschätzt sie ihn zunächst. Sie mag ihn und fördert ihn, aber der junge Mann versteht es schließlich, mit hartnäckigem Werben ihre harte Schale aufzubrechen und sie dazu zu bringen, ihren Schwur zu brechen, sich niemals mehr zu verlieben. Lou ist nun scheinbar mit sich und der Welt im Reinen.

Doch ihre Liebe zu dem 15 Jahre Jüngeren hat keine Zukunft: Rilke klammert und vereinnahmt Lou, er will sie als Geliebte, Muse und Mutter. Seine psychischen Probleme werden stärker. Lou beendet schließlich die Beziehung.

Wie um sich zu betäuben, beginnt sie ihr neu entdecktes Liebesleben mit häufig wechselnden Affären auszuleben. Sie bringt sich in Lebensgefahr, als sie eine ungewollte Schwangerschaft schließlich mit einem Sprung von einem Baum abzubrechen versucht.

Wien 1911

Lou sucht Rat bei Sigmund Freud und will selbst die Psychoanalyse lernen. Bei Freud auf der Couch erkennt sie schließlich ihr Trauma, das sie seit ihrer Jugend belastet.

Göttingen 1933

Zwischen Lou und Pfeiffer hat sich eine enge Freundschaft entwickelt. Es kommt zum Konflikt, als Pfeiffer sie mit unangenehmen Fragen und einer Beobachtung konfrontiert, die ihr schwieriges Verhältnis zu Männern auf den Punkt trifft. Sie will Pfeiffer nicht mehr sehen und versucht sich nun selbst an der Schreibmaschine – ihre Augen sind jedoch zu schlecht.

Lou ist erleichtert, als Pfeiffer wieder den Kontakt zu ihr sucht. Als Lou eine Vorladung der Gestapo erhält, verbrennen sie gemeinsam ihre allzu persönlichen Tagebücher und Briefe, denn Lous Lebenserinnerungen sind nun geschrieben – zumindest das, was die Nachwelt erfahren soll

 

Wer war Mary Read

 

Mary Read (* um 1685 in London, England; † 28. April 1721 in Santiago de la Vega, Jamaika) war eine englische Piratin und Freibeuterin.

Literatur

Michela Piazza, Mary Read di guerra e mare (Roman), Correggio, Butterfly 2012, ISBN 978-88-97810-06-3
Robert Bohn: Die Piraten. 2. Auflage. Beck, München 2005, ISBN 3-406-48027-6, S. 103ff. (Leseprobe des Verlags)
Captain Charles Johnson: A General History of the Robberies and Murders of the Most Notorious Pirates. London 1724/1728. Reprint: The Lyons Press 2002, ISBN 1-58574-558-8, S. 130ff. (gilt als einzige authentische Schilderung des Lebens von Anne Bonny und Mary Read)
Deutsche Ausgabe: Umfassende Geschichte der Räubereien und Mordtaten der berüchtigten Piraten. Robinson, Frankfurt am Main 1982, ISBN 3-88592-009-3.
Joan Druett: She Captains: Heroines and Hellions of the Sea. Simon & Schuster 2001, ISBN 0-684-85691-3, S. 91ff.
Quelle: Wikipedia

Film

1961: Piratenkapitän Mary, Regie: Umberto Lenzi, Frankreich/Italien 1961

 

Wer war Agatha Christie

 

Dame Agatha Mary Clarissa Christie, Lady Mallowan, DBE (* 15. September 1890 in Torquay, Grafschaft Devon; † 12. Januar 1976 in Wallingford, gebürtig Agatha Mary Clarissa Miller) war eine britische Schriftstellerin.

Die verkaufte Weltauflage ihrer Bücher soll über zwei Milliarden betragen, womit sie zu den erfolgreichsten Autorinnen der Literaturgeschichte zählt.

Bekannt wurde sie vor allem durch eine große Anzahl von Kriminalromanen und Kurzgeschichten, die auch mehrfach mit großem Erfolg für Kino und Fernsehen verfilmt sowie für die Bühne adaptiert wurden.

Ihre berühmtesten Schöpfungen sind der belgische Detektiv Hercule Poirot mit seinem Freund Arthur Hastings sowie die altjüngferliche Miss Marple.

Daneben gibt es andere wiederkehrende Figuren wie das Ehepaar Tommy und Tuppence Beresford oder Inspektor Battle, Sir Henry Clithering oder die Krimi-Autorin Mrs. Ariadne Oliver. In mehreren Miss-Marple-Romanen treten deren Neffe Raymond West, Schriftsteller, sowie dessen Verlobte und spätere Ehefrau Joan auf.

Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit unterstützte Christie ihren zweiten Ehemann, den Archäologen Max Mallowan, bei seinen Ausgrabungen im Nordirak und in Syrien, insbesondere bei der Restaurierung prähistorischer Keramiken und der Fotodokumentation der Funde. Sie trug maßgeblich zur Finanzierung dieser Expeditionen bei.

Karriere als Schriftstellerin

Insgesamt schrieb Agatha Christie 66 Kriminalromane, aber auch Kurzgeschichten und Bühnenstücke. Gängige Schätzungen, nach Angaben der Erben und der Verlage, gehen von einer verkauften Gesamtauflage von über zwei Milliarden Büchern weltweit aus.

Dem Index Translationum der UNESCO zufolge belegt sie mit großem Abstand Platz 1 auf der Liste der meistübersetzten Autoren. Sie gilt als die erfolgreichste Kriminalschriftstellerin der Welt. Wegen dieses Erfolges nennt man sie auch die Queen of Crime (dt. Die Königin des Krimis).

Ihre berühmtesten Schöpfungen sind der belgische Detektiv Hercule Poirot und die altjüngferliche Hobbydetektivin Miss Marple. Weniger bekannt ist das Ermittlerduo Tommy und Tuppence Beresford, denen sie vier Romane und eine Kurzgeschichtensammlung widmete. Unter dem Pseudonym Mary Westmacott schrieb sie außerdem sechs romantische Erzählungen.

Agatha Christie machte auch im Theater Karriere, denn aufgrund schlechter Erfahrungen beschloss sie, ihre Stücke nur noch selbst für die Bühne zu bearbeiten, und war mit Begeisterung bei der Produktion dabei. Eines ihrer Bühnenstücke ist Die Mausefalle, das am längsten ununterbrochen aufgeführte Theaterstück weltweit.
Quelle: Wikipedia

Handlungsorte

Agatha Christie ließ zahlreiche Geschichten an realen Schauplätzen stattfinden. Am berühmtesten innerhalb dieser Gruppe ist ihr Roman Mord im Orient-Express. Auch der Roman Der blaue Express spielt in einem historischen Zug. Tod in den Wolken spielt im ersten Teil, in dem der Mord geschieht, in einem Passagierflugzeug auf einem Flug von Paris nach London.

Zwei der Romane Christies spielen in wesentlichen Passagen auf einem Passagierschiff: Der Mann im braunen Anzug auf einem Passagierdampfer von Southampton nach Südafrika, Der Tod auf dem Nil auf einem Nil-Dampfschiff für Touristen.

Für gleich drei Romane diente Agatha Christies eigener Landsitz Greenway als Kulisse: Sowohl Kurz vor Mitternacht als auch Das unvollendete Bildnis und Wiedersehen mit Mrs. Oliver machen sich die besondere Geographie von Greenway mit Bootsanleger, Gewächshaus, Tennisplatz, ehemaligem Geschützstand, Nähe zum Ufer des Dart zu eigen.

Für ihren Roman Alter schützt vor Scharfsinn nicht war Agatha Christies Elternhaus Ashfield die Vorlage für den Schauplatz, wobei sie auch auf Besonderheiten aus ihrer eigenen Kindheit zurückgriff, u. a. der „KK“ (gesprochen: „Kai-Kai“) genannte Geräteschuppen, die Spielzeugpferde Truelove und Mathilde sowie eine Chilenische Araukarie.

Einige der Romane wie Dreizehn bei Tisch und Bertrams Hotel spielen in London. Auch die Figur Hercule Poirot lebt in London. Die Romane Und dann gabs keines mehr und Das Böse unter der Sonne spielen auf einer kleinen Insel in Devon: Burgh Island.

Dagegen lebt die Amateur-Detektivin Miss Marple in dem fiktiven typisch englischen Dorf St. Mary Mead. Auch weitere zahlreiche Christie-Krimis spielen in englischen Dörfern oder Kleinstädten, zum Beispiel Der ballspielende Hund oder Das Sterben in Wychwood.

Als einziger Roman in Devon, ihrer Heimat, spielt Das Geheimnis von Sittaford; die unheimliche Landschaft des Dartmoor spielt hier eine besondere Rolle, auch die Stadt Exeter. Ein Schritt ins Leere spielt teilweise in Wales und in Hampshire, Das Haus an der Düne an der Küste von Cornwall.

Einige der Romane spielen im Nahen Osten, wo sich Christie häufig aufhielt, zum Beispiel Sie kamen nach Bagdad oder Mord in Mesopotamien. Der Tod wartet spielt in Jerusalem und Transjordanien.

Ägypten ist in drei Geschichten Schauplatz der Ereignisse: In Der Tod auf dem Nil, der Kurzgeschichte Das Abenteuer des ägyptischen Grabes und dem Roman Rächende Geister. Letzterer nimmt eine Sonderstellung ein, da er im alten Ägypten zur Zeit der Pharaonen spielt und nicht, wie andere Werke Christies, in ihren Zeiten des Schreibens stattfindet.

Der Roman Karibische Affäre ist auf der fiktiven Insel St. Honoré in der Karibik angesiedelt, wofür jedoch die Insel Barbados als Vorlage diente.

Mord auf dem Golfplatz ist Christies einziger Roman, der komplett in Frankreich, und zwar an der französischen Kanalküste und in Paris, spielt.

In anderen Romanen wird der Schauplatz teilweise für Reisen der Ermittler nach Frankreich verlegt, so in Die Memoiren des Grafen, der in einigen Kapiteln in Paris und Dinard spielt. Große Teile des Romans Der blaue Express spielen ebenfalls in Frankreich, vor allem an der Côte d’Azur.

Amazons Agatha Christie Seite: Beim Namen Agatha Christie denkt man sofort an die vielen Kriminalromane, in denen der belgische Meisterdetektiv Hercule Poirot oder die Amateurkriminalistin Miss Marple die Verbrecher mit Witz und Verstand zur Strecke bringen. Weitere Informationen über Agatha Christie finden Sie hier.

  

 

Wer war Annemarie Schwarzenbach

 

Annemarie Schwarzenbach (* 23. Mai 1908 in Zürich; † 15. November 1942 in Sils im Engadin; heimatberechtigt in Thalwil) war eine Schweizer Schriftstellerin und Journalistin.

Sie wuchs in der Seegemeinde Horgen auf dem stattlichen Landgut Bocken auf und promovierte im Alter von 23 Jahren mit einer Arbeit zur Geschichte des Oberengadins im Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit.

Erste journalistische Veröffentlichungen sowie literarische Texte entstanden noch während ihrer Studienzeit. Kurz nach Abschluss ihres Studiums debütierte sie mit dem Roman Freunde um Bernhard.

Im Jahr 1931 hielt sie sich öfter in Berlin auf und stand in engem Kontakt mit Klaus und Erika Mann in München. In diese Zeit fallen auch ihre ersten Erfahrungen mit Morphin. Schwarzenbachs Verhältnis zu ihrer Mutter war sehr gespannt, unter anderem aufgrund ihrer antifaschistischen Einstellung.

Einige Mitglieder der Familie Schwarzenbach/Wille sympathisierten nach 1933 mit der «Schweizer Front», die eine Annäherung der Schweiz an Nazideutschland befürwortete, während sich in Annemarie Schwarzenbachs Freundeskreis zahlreiche jüdische und politische Emigranten aus Deutschland befanden.

So führte sie nach 1933 selbst teilweise das Leben einer Migrantin und reiste mehrere Jahre hintereinander in verschiedene Länder, öfter zusammen mit Klaus Mann, dessen literarische Exilzeitschrift Die Sammlung sie finanziell unterstützte.

1933 begab sich Annemarie Schwarzenbach gemeinsam mit der Fotografin Marianne Breslauer auf eine erste journalistische Reise nach Spanien. Im gleichen Jahr führte sie der Weg nach Persien. Nach der Rückkehr in die Schweiz reiste sie 1934 nach Moskau, wo sie zusammen mit Klaus Mann am ersten Allunionskongress sowjetischer Schriftsteller teilnahm.

1935 kehrte sie nach Persien zurück und heiratete dort – trotz ihrer lesbischen Orientierung – den ebenfalls homosexuellen französischen Diplomaten Claude-Achille Clarac.

1937 recherchierte sie in Moskau für ihr Buch über den Schweizer Expeditionsbergsteiger Lorenz Saladin, der im Jahr zuvor nach einer Besteigung des Khan Tengri in Kirgistan gestorben war.

1939 hielt sie sich längere Zeit für einen Drogenentzug in Kliniken auf. Während dieser Zeit schrieb sie ihr Buch Das glückliche Tal.

Gemeinsam mit der Schweizer Schriftstellerin Ella Maillart reiste sie Juni 1939 in einem Ford-Kleinauto über Istanbul, Trabzon und Teheran überland nach Afghanistan.

Im September, zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, hielt sie sich in Kabul auf. Schwarzenbach war über mehrere Wochen krank, woraufhin sie Maillart verließ.

Danach zog es sie in die USA, wo sie in New York erneut mit den Geschwistern Mann zusammentraf. Dort lernte sie auch die Schriftstellerin Carson McCullers kennen, die sich Hals über Kopf in Schwarzenbach verliebte. Sie erwiderte deren Gefühle nicht, blieb jedoch während ihrer Zeit in den USA mit den McCullers befreundet und schrieb mehrere wohlwollende Rezensionen zu McCullers Debütroman The Heart Is a Lonely Hunter.

Auch in den USA musste Schwarzenbach sich wegen ihrer Morphiumsucht, schwerer Depressionen und Suizidversuchen mehrfach in psychiatrische Behandlung begeben. Nach einer Reise nach Belgisch-Kongo lernte sie im Mai 1942 in Lissabon die aus den USA ausgewiesene deutsche Journalistin Margret Boveri kennen.

Beide hatten im Ausland aufgrund ihrer deutschen Herkunft bzw. Sprache nach Beginn des Zweiten Weltkrieges diskriminierende Erfahrungen gemacht. Von der politischen Einstellung und vom persönlichen Charakter her waren sie jedoch völlig verschieden, so dass sie es bei einer kurzen Freundschaft ohne längeren schriftlichen Gedankenaustausch beließen.

Nach einem Besuch ihres Ehemannes in Tétouan im Juni 1942 kehrte Schwarzenbach wieder in die Schweiz zurück. Am 7. September 1942 stürzte sie im Engadin mit ihrem Fahrrad und zog sich eine schwere Kopfverletzung zu, an der sie nach einer Fehldiagnose und anschließenden Fehlbehandlungen am 15. November starb.

    

 

Amazon Katalog: Annemarie Schwarzenbach

 

Schriften

Bibliographie der Schriften Annemarie Schwarzenbachs (auch ihrer nicht selbstständig erschienenen Texte) in: Walter Fähnders, Sabine Rohlf (Hrsg.): Annemarie Schwarzenbach. Analysen und Erstdrucke. Mit einer Schwarzenbach-Bibliographie. Aisthesis, Bielefeld 2005, ISBN 3-89528-452-1.
Das glückliche Tal. Mit einer Biographie der Autorin von Charles Linsmayer. (= Reprinted by Huber, Nr. 1). 6. Auflage. Huber Verlag, Frauenfeld 2001, ISBN 3-7193-0982-7.
Lyrische Novelle. Neuauflage. Herausgegeben von Roger Perret. Lenos, Basel 1993, ISBN 3-85787-653-0.
Bei diesem Regen. Erzählungen. Erstausgabe. Herausgegeben von Roger Perret. Lenos, Basel 1989, ISBN 3-85787-182-2.
Auf der Schattenseite. Ausgewählte Reportagen, Feuilletons und Fotografien 1933–1942. Erstausgabe. Herausgegeben von Regina Dieterle und Roger Perret. Lenos, Basel 1995, ISBN 3-85787-241-1.
Jenseits von New York. Ausgewählte Reportagen, Feuilletons und Fotografien aus den USA 1936–1938. Erstausgabe. Herausgegeben von Roger Perret. Lenos, Basel 1992, ISBN 3-85787-216-0.
Tod in Persien. Erstausgabe. Herausgegeben von Roger Perret. Lenos, Basel 2003, ISBN 3-85787-675-1.
Freunde um Bernhard. Neuauflage. Lenos, Basel 1998, ISBN 3-85787-648-4.
Flucht nach oben. Roman. Erstausgabe. Herausgegeben von Roger Perret. Lenos, Basel 1999, ISBN 3-85787-280-2.
Alle Wege sind offen. Die Reise nach Afghanistan 1939/1940. Ausgewählte Texte. Erstausgabe. Herausgegeben von Roger Perret. Lenos, Basel 2000, ISBN 3-85787-749-9.
Winter in Vorderasien. Neuauflage. Lenos, Basel 2002, ISBN 3-85787-668-9.
Unsterbliches Blau / Bleu immortel. Reisen nach Afghanistan / Voyages en Afghanistan. (mit Ella Maillart und Nicolas Bouvier.) Herausgegeben von Roger Perret / Sous la direction de Roger Perret. Erstausgabe. Scheidegger & Spiess, Zürich / Editions Zoé, Genève 2003, ISBN 3-85881-148-3.
Insel Europa. Ausgewählte Reportagen und Feuilletons 1930–1942. Erstausgabe. Herausgegeben von Roger Perret. Lenos, Basel 2005, ISBN 3-85787-369-8.
Kongo-Ufer / Aus Tetouan. Erstdruck aus dem Nachlass. Esperluète Editions, Noville-sur-Mehaigne 2005, ISBN 2-930223-64-2.
Lorenz Saladin: Ein Leben für die Berge. Herausgegeben von Robert Steiner und Emil Zopfi. Neuauflage. Lenos, Basel 2007, ISBN 978-3-85787-385-0.
Georg Trakl. Erstdruck und Kommentar, herausgegeben von Walter Fähnders und Andreas Tobler. In: Mitteilungen aus dem Brenner-Archiv. 23/2004, S. 47–81.
Pariser Novelle. Erstdruck aus dem Nachlass, herausgegeben von Walter Fähnders. In: Jahrbuch zur Kultur und Literatur der Weimarer Republik. Band 8, 2003, S. 11–35.
«Wir werden es schon zuwege bringen, das Leben.» Annemarie Schwarzenbach an Klaus und Erika Mann, Briefe 1930–1942. Centaurus, Pfaffenweiler 1993, ISBN 3-89085-681-0.
Eine Frau zu sehen. Erstdruck aus dem Nachlass. Kein & Aber, Zürich 2008, ISBN 978-3-0369-5523-0.
Vor Weihnachten. [1933]. Erstdruck aus dem Nachlass. In: Wolfgang Klein u. a. (Hrsg.): Dazwischen. Reisen – Metropolen – Avantgarden. Aisthesis, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-89528-731-2, S. 69–79.
Orientreisen. Reportagen aus der Fremde. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Walter Fähnders. 2. Auflage. Edition Ebersbach, Berlin 2011, ISBN 978-3-86915-019-2. Neuausgabe: ebersbach & simon, Berlin 2017 (blue notes), ISBN 978-3-86915-150-2.
mit Hans-Rudolf Schmid: Schweiz (Ost und Süd) – Was nicht im „Baedeker“ steht, Band XV. Piper Verlag, München 1932.
mit Hans-Rudolf Schmid: Schweiz (Nord und West) – Was nicht im „Baedeker“ steht. Band XVI. Piper Verlag, München 1933.
Das Wunder des Baums. Roman. Aus dem Nachlass herausgegeben und mit einem Nachwort von Sofie Decock, Walter Fähnders und Uta Schaffers. Chronos, Zürich 2011, ISBN 978-3-0340-1063-4.
Afrikanische Schriften. Reportagen – Lyrik – Autobiographisches. Mit dem Erstdruck von «Marc». Hrsg. von Sofie Decock, Walter Fähnders und Uta Schaffers. Chronos, Zürich 2012, ISBN 978-3-0340-1141-9.
An den äussersten Flüssen des Paradieses. Porträt einer Reisenden. Eine Textcollage von Roger Perret. Erstausgabe. Lenos, Basel 2016, ISBN 978-3-85787-470-3.
Frühe Texte von Annemarie Schwarzenbach und ein unbekanntes Foto: Gespräch / Das Märchen von der gefangenen Prinzessin / «mit dem Knaben Michael.» / Erik. In: Gregor Ackermann, Walter Delabar (Hrsg.): Kleiner Mann in Einbahnstrassen. Funde und Auslassungen. (= Juni. Magazin für Literatur und Kultur. Heft 53/54.) Aisthesis, Bielefeld 2017 ISBN 978-3-8498-1225-6, S. 152–182.
Beiträge für die Neue Zürcher Zeitung, z. B. Die Reorganisation der Universität von Stambul, NZZ 3. Dezember 1933, S. 8, in Zusammenhang mit den akademischen deutschen Flüchtlingen in der Türkei.
Quelle: Wikipedia
Quelle: Reiseliteratur
Info: Reiseblog
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