1968. 11. April. Hippie-Kommune Moabit. Blumenkinder. Krimi von Uwe Klausner

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Uwe Klausner
Blumenkinder
Tom Sydows neunter Fall
249 S. / 12 x 20 cm / Paperback
Juli 2016
ISBN 978-3-8392-1977-5
Verlags-Info zum Buch: Gmeiner-Verlag

Mord in Zeiten des Flower-Powers
Kommissar Tom Sydow ermittelt im Berlin der 1968er

In den 1960er Jahren herrschte eine weltweite Unzufriedenheit. Konflikte, der Vietnamkrieg und politische Missstände trieben die Menschen auf die Straße und förderten den Zusammenschluss von Bürgerrechtsbewegungen. Die 1968er-Bewegung prägte vor allem das gesellschaftliche Leben in den westlichen Ländern. Berlin entwickelte sich zur Brutstätte des Ost-West-Konflikts, der zahlreiche Auseinandersetzungen zur Folge hatte.

In diese Szenerie verankert Uwe Klausner seinen neuen zeitgeschichtlichen Kriminalroman Blumenkinder. Der neunte Fall für Tom Sydow spielt erstmals auf einer Zeitebene und thematisiert die vorherrschenden Umstände im Oktober 1968.

Gewohnt forsch ermittelt die beliebte Serienfigur in einem Mordfall, der einfacher scheint als gedacht. Dabei gibt der Autor spannende Einblicke in das Kommunenleben, das viele weitere Generationen geprägt hat.

Zum Buch

West-Berlin, Oktober 1968. Am Spreeufer wird die Leiche einer jungen Frau entdeckt. Eine Drogentote unter vielen? Die Spur führt Hauptkommissar Tom Sydow in eine Hippie-Kommune in Moabit. Doch er selbst glaubt nicht daran, dass die 19-Jährige infolge einer Überdosis LSD gestorben ist. Und die Mauer des Schweigens, die ihn umgibt, wird immer höher.

Der Autor

Uwe Klausner, Jahrgang 1956, ist in Heidelberg geboren und aufgewachsen. Sein Studium der Geschichte und Anglistik absolvierte er in Mannheim und Heidelberg. Heute lebt er mit seiner Familie in Bad Mergentheim. Neben seiner Tätigkeit als Autor hat er bereits mehrere Theaterstücke verfasst.

Gmeiner Verlag: Uwe Klausner, Blumenkinder
Gmeiner Verlag: Uwe Klausner, Staatskomplott
Gmeiner Verlag: Uwe Klausner, Der Sturz des Ikarus
Gmeiner Verlag: Uwe Klausner, Pseudonym – Das Shakespeare-Komplott (Ein Fall für Clayton Percival)
Gmeiner Verlag: Uwe Klausner, Führerbefehl
Gmeiner Verlag: Uwe Klausner, Lebendige Zeitgeschichte (Uwe Klausner, Harald Pflug, Sebastian Thiel. Das Paket zum Befreiungstag enthält: Walhalla-Code (Uwe Klausner), Wunderwaffe (Sebastian Thiel), Tschoklet (Harald Pflug)
Gmeiner Verlag: Uwe Klausner, Die Fährte der Wölfe
Gmeiner Verlag: Uwe Klausner, Walküre-Alarm
Gmeiner Verlag: Uwe Klausner, Stasi-Konzern
Gmeiner Verlag: Uwe Klausner, Die Stunde der Gladiatoren
Gmeiner Verlag: Uwe Klausner, Eichmann-Syndikat
Gmeiner Verlag: Uwe Klausner, Engel der Rache
Gmeiner Verlag: Uwe Klausner, Kennedy-Syndrom
Gmeiner Verlag: Uwe Klausner, Bernstein-Connection
Gmeiner Verlag: Uwe Klausner, Die Bräute des Satans
Gmeiner Verlag: Uwe Klausner, Odessa-Komplott
Gmeiner Verlag: Uwe Klausner, Pilger des Zorns
Gmeiner Verlag: Uwe Klausner, Walhalla-Code
Gmeiner Verlag: Uwe Klausner, Die Kiliansverschwörung
Gmeiner Verlag: Uwe Klausner, Die Pforten der Hölle

Begleitmaterial zum Buch Blumenkinder von Uwe Klausner:

1968 entstand in West-Berlin der zur außerparlamentarischen Opposition gehörende Aktionsrat zur Befreiung der Frauen. Maßgebliche Initiatorin war die feministische Filmemacherin und Autorin Helke Sander. Der Aktionsrat zur Befreiung der Frauen protestierte gegen die patriarchalen Strukturen der maskulin dominierten 68er-Bewegung. In Deutschland gilt dieses Ereignis als Beginn der Frauenbewegung. In verschiedenen Universitätsstädten entstanden studentisch-feministische Weiberräte.

Als Stimme der 68er-Bewegung galt der Liedermacher Franz Josef Degenhardt. Er war in der Ostermarschbewegung aktiv, gehörte zur westdeutschen Friedensbewegung und protestierte gegen den Radikalenerlass. In seinem 1968 erschienenen Livealbum thematisiert er die griechische Militärdiktatur, den Prager Frühling und mit seinem Lied Der Gott der Pille die Empfängnisverhütung.

Zwischen 1968 und 1975 gründeten sich linksalternative kulturelle Einrichtungen, die sich für die Meinungsfreiheit einsetzten. Sie nannten sich Club Voltaire.

Am 17. und 18. Februar 1968 fand an der TU Berlin ein Internationaler Vietnamkongress statt. Der Sozialistische Deutsche Studentenbund und die Brüsseler Konferenz riefen zum Widerstand gegen den westlichen Imperialismus, sowie gegen den Vietnamkrieg auf.

11. April 1968

Am 11. April 1968 schoss der Hilfsarbeiter Josef Bachmann dreimal auf den marxistischen Soziologen und politischen Aktivisten Rudi Dutschke. Dutschke erlitt schwere Hirnschäden. Er verstarb 1979 an den Spätfolgen dieses Attentats. Bachmann trug einen Artikel aus der Deutschen National-Zeitung bei sich. Die Titelzeile lautete: „Stoppt den roten Rudi jetzt“. Bei einer Demonstration nach diesem Attentat am 17. April 1968 starb der Pressefotograf Klaus Frings durch einen Steinwurf.

Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Thorwald Proll und Horst Söhnlein waren für die politisch motivierten Kaufhaus-Brandstiftungen am 2. April 1968 in Frankfurt am Main verantwortlich. Kaufhäuser galten als Symbol des Kapitalismus. Über den Prozess gegen die Brandstifter schrieb Ulrike Meinhof. Eine Journalistin und Publizistin, die sich später als Terroristin radikalisierte. Sie war Gründungsmitglied der Rote Armee Fraktion (RAF).

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1968, speziell der Mai 1968, steht für eine internationale Jugend- und Protestbewegung
Wikipedia: 68er-Bewegung (internationale und politisch linksgerichtete Bürgerrechtsbewegungen)
Wikipedia: Die 1960er Jahre als politischer Wendepunkt
Wikipedia: Kommune I (K1), Wohngemeinschaft in Berlin-Friedenau 1967–1969
Wikipedia: Kommune 2, Wohngemeinschaft in Berlin-Charlottenburg 1967–1968
Wikipedia: Drogen
Wikipedia: LSD in den 1960er Jahren
Wikipedia:  Frauenbewegung
Wikipedia:  Bürgerrechtsbewegung
Wikipedia:  Franz Josef Degenhardt
Wikipedia:  Ostermarsch (Ostermarschbewegung)
Wikipedia:  Friedensbewegung
Wikipedia:  Club Voltaire
Wikipedia:  Vietnamkrieg
Wikipedia:  Rudi Dutschke
Wikipedia:  Andreas Baader
Wikipedia:  Gudrun Ensslin
Wikipedia:  Thorwald Proll
Wikipedia:  Horst Söhnlein
Wikipedia:  Ulrike Meinhof
Wikipedia:  Rote Armee Fraktion (Rote Armee Fraktion / RAF)