1960er Jahre, Vintage & Retro, Kunst & Kultur. Swinging Sixties: kultureller als auch modischer Trend bzw. Zeitgeist der Gesellschaft ab Mitte der 1960er Jahre

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1960er Jahre, Vintage & Retro, Kunst & Kultur

 

1960: Das Happening (von englisch to happen ‚geschehen‘) ist neben Fluxus eine der wichtigsten Formen der Aktionskunst der 1960er Jahre. Ein Happening ist ein improvisiertes Ereignis direkt mit dem Publikum. Dazu gehören das Werfen von Gegenständen ins Publikum, Exhibitionismus, Blut- und Farborgien, Zerstören, Zerreißen, Verdrecken von Gegenständen.

1960Fluxus (lateinisch flux/fluere‚ fließend‘, ‚vergänglich‘) ist eine von George Maciunas begründete Kunstrichtung, bei der es nicht auf das Kunstwerk ankommt, sondern auf die schöpferische Idee. Fluxus wurde von namhaften Avantgardekünstlern wesentlich geprägt. Neben George Maciunas zählen dazu Bazon Brock und Yoko Ono.

  

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1960Das süße Leben (Originaltitel: La dolce vita) ist ein Schwarzweißfilm von Federico Fellini aus dem Jahr 1960. In den Hauptrollen sind Marcello Mastroianni, Anouk Aimée, Yvonne Furneaux, Anita Ekberg und Alain Cuny zu sehen.

Weltberühmt wurde die Szene mit Ekberg im Trevi-Brunnen. Im Film geht es um das Leben der „Hautevolee“ im Rom der fünfziger Jahre.

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1960Brian Hyland widmete 1960 dem Bikini den Schlager Itsy Bitsy Teenie Weenie Yellow Polka Dot Bikini, der weltberühmt wurde und u. a. von Dalida unter dem Titel „Itsi bitsi petit bikini“ gecovert wurde. Der Text erzählt die Geschichte eines Mädchens, das die Umkleidekabine nicht verlassen möchte, weil es dann zum ersten Mal seinen knappen, gelb gepunkteten Bikini zeigen würde.

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1961: Als offizielle Begründerin der Overknees kann die britische Serie Mit Schirm, Charme und Melone aus den 1960er Jahren mit Agentin Emma Peel angesehen werden. Zu ihrem Businesskostüm trug sie Overknees in deren Schaft sich ein Revolver befand.

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1962: Die Zeitschrift Freundin bemühte sich um ein Comeback des Bikinis: „Zwei Jahre lang hat man den Bikini totgesagt, mit Erfolg, dass er in diesem Jahr noch häufiger und verführerischer auftaucht“. Ursula Andress verschaffte dem Bikini wieder Popularität, weil sie im James-Bond-Film James Bond jagt Dr. No im Bikini bekleidet auftrat. 1963 erlosch die Bikini-Euphorie erneut.

        

1962: Mit der Bezeichnung Straßenfeger werden seit den frühen Jahren Sendungen des Deutschen Fernsehens mit sehr hohen Einschaltquoten bezeichnet, die dafür sorgten, dass die Straßen praktisch menschenleer waren, sie also wie leergefegt wirkten. Im Januar 1962 lief der dritte Francis-Durbridge-Sechsteiler Das Halstuch über die Bildschirme und löste eine nie da gewesene Begeisterung in allen Bevölkerungsschichten aus. Viele Straßenfeger besitzen heute Kultstatus.

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1962: Der Auftakt der offiziellen, von Eon Productions Ltd. produzierten Bond-Reihe kam 1962 unter dem Titel James Bond – 007 jagt Dr. No mit Sean Connery in der Hauptrolle in die Kinos. Es folgten weitere erfolgreiche Kinoproduktionen mit mehreren Bond-Darstellern. James Bond, Agent 007, ist ein von Ian Fleming erfundener Geheimagent, der für den MI6 arbeitet.

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1963Mary Quant ist eine britische Modedesignerin. Als Quants bedeutendste Kreation gilt der Minirock. Das Model Twiggy machte den Mary Quant-Look Ende der 1960er Jahre zum Markenzeichen einer Generation. Sie kreierte durch ihre extreme Figur und eine geometrisch glatt geschnittene Föhnfrisur einen neuen, kindlichen Frauentyp.

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1964Rudi Gernreich löste mit dem Monokini einen neuen Skandal aus und sicherte damit die nun unaufhaltsame Zukunft des Bikinis. 1965 wurde das Tragen von Bikinis zumindest an einigen Stränden toleriert. Er besteht aus einer kurzen Hose, die bis an die unteren Rippen reicht, und zwei Trägern, die sich vor der Brust kreuzen. Die Brüste waren zunächst unbedeckt. Die Träger fungierten als Andeutung des Oberteils.

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1964: Das Frauenmagazin Constanze informierte seine Leserinnen im Mai 1964: „Und da die Mode weiterhin vorschreibt sich außerhalb des Wassers artig verhüllt zu zeigen, wird der Bikini in jedem Fall von einem knappen Strandkleid ergänzt.“ Der Monokini, den blanken Busen zeigend, verstoße gegen Sitte und Anstand.

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1965: Als Hippies (abgeleitet von englisch hip ‚angesagt‘) bezeichnet man Personen der gegenkulturellen Jugendbewegung, die in den 1960er Jahren in den USA entstand und sich an den Lebensstil der Hipster der 1950er Jahre anlehnte. Parallel dazu wurden im deutschsprachigen Raum die Bezeichnung Blumenkind verwendet. Der Kern der Hippiezeit war in den Jahren von 1965 bis 1971.

      

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1965: Als Swinging Sixties bezeichnet man allgemein sowohl einen kulturellen wie politischen als auch modischen Trend bzw. den Zeitgeist der Gesellschaft ab Mitte der 1960er Jahre.

Auch zeigte sich ein Wechsel in der Musikszene, der gleichzeitig neue Modetrends setzte (Woodstock). Am engsten verbunden mit dem Begriff der Swinging Sixties dürfte allerdings die Londoner Straße Carnaby Street sein. Ihre Bekanntheit verdankt die Straße vor allem Modedesignern wie Mary Quant und John Stephen.

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1966Twiggy ist eine britische Schauspielerin, Fotomodell und Sängerin. Bald war sie „das Gesicht“ der 1960er Jahre (Swinging Sixties) in London und erhielt ihren Spitznamen dank ihrer spindeldürren, jugendlichen Figur (Twiggy heißt wie ein dünner Zweig zu englisch twig). Twiggy kreierte durch ihre extreme Figur und eine geometrisch glatt geschnittene Föhnfrisur einen neuen, kindlichen Frauentyp.

1966: Die Bezeichnung „Underground Comics“ wurde zum ersten Mal vom Autor und Redakteur Bhob Stewart auf der New Yorker Comics-Convention in 1966 verwendet. Während einer Diskussion mit Ted White und Archie Goodwin prophezeite Stewart die Geburt einer neuen Art von Comic: „I want to say that just as mainstream movies prompted underground films, I think the same thing is going to happen with comics. You will have underground comics just as you have had underground films.“

1966Blow Up ist ein britischer Spielfilm von Michelangelo Antonioni. Beim Filmfestival in Cannes wurde der Film mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. Eine wesentliche Komponente des Films ist sein Zeitbezug. Die Rockgruppe The Yardbirds mit den Gitarristen Jeff Beck und Jimmy Page ist bei einem Auftritt in einem Club zu sehen.

  

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1967: Der Start des Farbfernsehens in der Bundesrepublik Deutschland erfolgte auf der 25. Großen Deutschen Funk-Ausstellung in West-Berlin am 25. August 1967 um 10:57 Uhr mit der Betätigung eines großen roten Tasters (der eine Attrappe war) durch Vizekanzler Willy Brandt.

Zum Start des Farbfernsehens 1967 brachte Körting den preiswertesten Farbfernseher auf den Markt, ein Gerät mit 14 Röhren plus Bildröhre mit Zwei-Trafo-Konzept.

1967: Ein bekanntes Lied, das direkt auf den Ursprung der Hippiekultur und die Blumen Bezug nahm, war der Hit „San Francisco (Be Sure to Wear Flowers in Your Hair)“ von Scott McKenzie, der 1967 in Deutschland zwei Monate lang auf Nummer eins der Charts war. Vorgänger war der Song „All You Need Is Love“ von den Beatles, der ebenfalls für die Zeit bezeichnend war und sechs Wochen die Hitparade anführte.

  

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1968: Geradezu stellvertretend für die Hippie-Ära steht das Musical Hair, das das Zeitalter des Wassermanns ankündigte (Esoterik). Hair gilt als eines der erfolgreichsten Musicals überhaupt. Die deutsche Uraufführung war am 24. Oktober 1968 in München. 1979 wurde Hair durch Miloš Forman verfilmt.

   

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1969: Das Woodstock Music & Art Fair – 3 Days of Peace & Music, meist kurz Woodstock, war ein Open-Air-Musikfestival, das als Höhepunkt und gleichzeitig Endpunkt der im Mainstream angekommenen US-amerikanischen Hippiebewegung gilt. Vor geschätzten 400.000 Besuchern traten 32 Bands und Solokünstler der Musikrichtungen Folk, Rock, Psychedelic Rock, Blues und Country auf, darunter Stars wie Jimi Hendrix, Janis Joplin und The Who. Der auf dem Festival entstandene Oscar-prämierte Film Woodstock gilt als einer der erfolgreichsten Dokumentarfilme.

   

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