Kaffeebohnen, Kalmus bis Kümmel, Kupfer: Immunsystem stärken und vor Viren schützen

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Kaffeebohnenöl: Kaffeebohnenöl ist ein Pflanzenöl, das aus rohen oder gerösteten Samen des Alternativstrauchs gewonnen wird. Es wird aufgrund toxischer Eigenschaften nur in geringen Mengen in der Ernährung eingesetzt, die Hauptverwendung findet es in Sonnenschutzmitteln und Körperlotionen.

Kaffeebohnenöl ist auch ein Bestandteil der „echten“ Crema eines Espresso. Eine pastöse Emulsion mit Wasser lagert sich beispielsweise an der Innenwand einer Espressotasse oder Kaffeekanne sowie den Dichtungen einer Kaffeemaschine ab.

Kaffeebohnenöl aus gerösteten Bohnen ist grün bis dunkelbraun gefärbt, das aus Ungerösteten dagegen eher hellbraun bis gelb. Das Öl aus den gerösteten Bohnen besitzt den charakteristischen Kaffeegeruch, das aus den Ungerösteten ist allerdings fast geruchlos.

Die Hauptverwendung von Kaffeebohnenöl findet im Bereich der Kosmetik statt. Es eignet sich aufgrund seiner besonderen Zusammensetzung (hoher Grad an Unverseifbarem, wasserähnliche Dichte und sonnenschützende Eigenschaften) zur Herstellung von Sonnenschutzprodukten.

Außerdem ist es auch in manchen Feuchtigkeitscremen und Körperlotionen enthalten, da es wegen seines hohen Anteils an Phytosterolen die Hautfeuchtigkeit erhöhen kann. Aufgrund dieser feuchtigkeitspendenden Eigenschaft wird es auch – vor allem in Indien – zur Produktion von Seifen eingesetzt.

Kalmus, gewöhnlicher: Die Blätter enthalten bis zu 20 % Stärke, hinzu kommen 1,5 bis 3,5 % Ätherisches Öl, unter anderem Asaron und Eugenol sowie verschiedene Gerb- und Bitterstoffe, unter anderem Acorenon.

Kalmus ist neben seiner Bedeutung als kultivierte Zierpflanze eine traditionelle Medizinpflanze der asiatischen Medizin, die seit dem 12. Jahrhundert auch in Europa bekannt und als Heilpflanze verwendet wurde. Auch von indigenen Völkern Nordamerikas wird Kalmus für medizinische Bäder, Räucherungen sowie für Teezubereitung und als Gewürz verwendet.

Vom Kalmus wird der Wurzelstock verwendet, der im September und Oktober geerntet wird. Aus den Rhizomen wird das Kalmusöl gewonnen, das in der Heilkunde und bei der Parfüm- und Likörherstellung (hier hauptsächlich für Magenbitter) verwendet wird.

Kalmus gilt als kräftigend, die Magensekretion fördernd und appetitanregend. Weiters soll Kalmus gegen Flatulenzen (Blähungen), Verdauungsstörungen, Gastritis und Magengeschwüren helfen.

Als Wirkstoff könne es gegen Erschöpfung und Schwäche infolge von Magen-Darm-Beschwerden sowie Krämpfe infolge von Flatulenzen eingesetzt werden. Das Kauen der Wurzel, in kleinen Mengen, soll stimmungsaufhellend sein.

Wie der echte Ingwer kandiert, wird die Wurzel auch als „Deutscher Ingwer“ gegessen. Eine Kalmus-Tinktur soll angeblich in Coca-Cola enthalten sein.

Kalzium: Calcium ist ein Mengenelement gehört damit nicht zu den Spurenelementen. Mit einem Körperbestand von 1 bis 1,1 kg ist Calcium der mengenmäßig am stärksten vertretene Mineralstoff im menschlichen Organismus.

99 % des im Körper vorkommenden Calciums befinden sich gebunden in Knochen (über 90 %) und Zähnen – die calciumreiche Verbindung Hydroxylapatit (Ca5(PO4)3(OH)) verleiht ihnen Stabilität und Festigkeit.

Gleichzeitig dienen die Knochen als Speicher für Calcium – bei Calciummangel kann ein Teil davon aus den Knochen gelöst und für andere Aufgaben zur Verfügung gestellt werden. Die Knochenentkalkung, Osteoporose, kommt vor allem bei älteren Menschen vor.

Zur Prävention der Osteoporose trägt eine vermehrte Calcium-Aufnahme von etwa 1 g/Tag bei (Basistherapie DVO).

Innerhalb der Zellen ist Calcium entscheidend an der Erregung von Muskeln und Nerven, dem Glykogen-Stoffwechsel, der Zellteilung sowie an der Aktivierung einiger Enzyme und Hormone beteiligt.

Nicht alles Calcium, was durch die Nahrung aufgenommen wird, wird im Magen resorbiert. Der Mensch resorbiert zirka 30 % des Calciums aus der Nahrung, dieser Prozentsatz variiert aber je nach Nahrungszusammensetzung.

Die Resorptionsrate fällt auf bis zu 15 bis 20 % bei Erwachsenen, wobei der Bedarf bei Frauen in der Schwangerschaft wieder ansteigt. Risikogruppen für eine unzureichende Calciumzufuhr sind junge Frauen, Schwangere, Stillende und Senioren.

Voraussetzung dafür, dass Calcium in größeren Mengen vom Körper aufgenommen werden kann, ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D3.

Noch gibt es keine aussagekräftigen Daten, die belegen, dass eine Calciumsupplementierung bei Menschen mit normaler Calcium- und Vitamin-D3-Versorgung von Nutzen ist. Andererseits ließen sich negative Auswirkungen wie ein erhöhtes Risiko für Nierensteine nachweisen.

Auch Studien aus dem Jahr 2013 weisen auf eine erhöhte Mortalität durch eine Über-Substitution von Calcium hin.

Eine schwedische Studie zeigt, dass Frauen, die unnötigerweise mit Calcium substituiert wurden, obwohl genügend Calcium über die Nahrung aufgenommen wurde, eine erhöhte Mortalität aufwiesen.

Für Männer wurde in einer anderen Studie ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko durch Calciumsubstitution festgestellt.

Zwei prospektive Kohortenstudien zeigten, dass der Konsum von Calciumdosen > 2000 mg pro Tag mit einem erhöhten Risiko für Prostatakrebs einhergeht. Zwei andere prospektive Kohortenstudien brachten keinen Zusammenhang für Calciumdosen von 1330 und 1840 mg pro Tag. Als Hintergrund für die Risikoerhöhung wird eine mangelhafte Produktion von Vitamin D3 verdächtigt.

Eine hohe Calciumzufuhr vermindert die körpereigene Cholecalciferol-Produktion, und präklinische Studien zeigten mehrere potenziell nützliche Effekte des Vitamins bezüglich Prostatakrebs.

In welchem Ausmaß der Calciumkonsum im Verhältnis zum Fettkonsum (aus Milch und Milchprodukten) zum Risiko beiträgt, ist unklar.

Kamille, echte: Die Echte Kamille wurde vom Verband Deutscher Drogisten (VDD) im Jahre 1987 zur ersten Arzneipflanze des Jahres gekürt. Außerdem wählte man sie zur Heilpflanze des Jahres 2002.

Die Echte Kamille ist eine Heilpflanze, die vor allem bei Magen- und Darmbeschwerden sowie bei Entzündungen Verwendung findet. Der für die Nutzung wesentliche Bestandteil der Echten Kamille ist das Kamillenöl, ein ätherisches Öl, das 0,3 bis 1,5 % der Pflanzenmasse ausmacht.

Der für die Nutzung wesentliche Bestandteil der Echten Kamille ist das Kamillenöl, ein ätherisches Öl, das 0,3 bis 1,5 % der Pflanzenmasse ausmacht.

Die Kamillenblüten haben einen angenehmen Duft. Sie werden eingesetzt als Entzündungshemmer, zur Krampflösung, gegen Blähungen und als Magenmittel. Sie haben ebenfalls desodorierende und bakterienhemmende Wirkung.

Hauptanwendungsgebiete sind bei innerlicher Anwendung Magen- und Darmbeschwerden wie Gastritis, Enteritis, Colitis, Blähungen, krampfartige Beschwerden im Verdauungstrakt und Menstruationsbeschwerden. Auch wird über eine beruhigende sowie angstlösende Wirkung der Echten Kamille berichtet.

Äußerliche Anwendung findet die Echte Kamille bei Haut- und Schleimhautentzündungen, bei bakteriellen Hauterkrankungen, auch der Mundhöhle und des Zahnfleisches.

Bei entzündlichen Erkrankungen der Luftwege werden Inhalationen vorgenommen. Bei Erkrankungen im Anal- und Genitalbereich werden Bäder und Spülungen vorgenommen. Von einer Anwendung des Aufgusses im Augenbereich wird abgeraten.

Allergische Hautreaktionen auf die Echte Kamille sind sehr selten beschrieben worden. Seltene allergische Reaktionen sind der Grund dafür, dass in der Standardzulassung von einer Anwendung im Augenbereich abgeraten wird.

Das (ätherische) Kamillenöl oder Matricariae aetheroleum, wird durch Wasserdampfdestillation aus frischen oder getrockneten Blütenköpfchen gewonnen. In der Aromatherapie wird das Kamillenöl für ein besseres Hautbild verwendet.

Für Kamillentee werden die Blüten, das Kraut und die Samen verwendet. Besonders in romanischen Ländern wird Kamillentee als Schlaftee und als Beruhigungsmittel verwendet.

Eine italienische Tee-Spezialität ist „Camomilla setacciata“ aus den gelben Röhrenblüten der Kamille, die gern nach dem Essen oder vor dem Schlafengehen getrunken wird.

Kamille (Römische- ): Die Römische Kamille ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die intensiv aromatisch riecht. Sie wird ähnlich wie die Echte Kamille als Heilpflanze verwendet.

Die Römische Kamille enthält vor allem Sesquiterpenlactone, hauptsächlich Nobilin. Daneben Flavonoide, (−)-Pinen, Limonen und Bisabolol. Die Römische Kamille wird wie die Echte Kamille verwendet. Verwendet werden die Blütenköpfchen, die als Droge (Chamomillae romanae flos) einen Mindestgehalt an ätherischen Ölen aufweisen müssen.

Anwendungsgebiete sind Menstruationsbeschwerden und als Karminativum bei Verdauungsproblemen. Weiters bei Nervosität, Hysterie und allgemeiner Schwäche. Äußerliche Anwendungen (Aufgüsse) erfolgen zur Wundspülung, bei Entzündungen etwa im Mundbereich. Mit warmen Aufgüssen kann blondes Haar aufgehellt werden.

Kapern (Echter Kapernstrauch): Der Echte Kapernstrauch wird auch Dorniger Kapernstrauch genannt. Kapern werden seit der Antike als pikante Kochzutat verwendet, galten aber auch als Heilmittel und Aphrodisiakum.

Die geschlossenen, unreifen Blütenknospen werden im Frühjahr von Hand geerntet und sind roh ungenießbar. Sie werden zunächst einen Tag gewalkt und anschließend in Salzlake und Essig eingelegt. Dabei entstehen Caprinsäure und Senfölglycoside, die den Kapern ihren würzig-pikanten Geschmack verleihen.

Kapern werden warmen Gerichten meist erst zum Schluss zugegeben, da sich manche Inhaltsstoffe bei Wärme rasch verflüchtigen. Eingesalzene Kapern, wie sie in der italienischen und spanischen Küche ihres unverfälschten Aromas wegen bevorzugt werden, müssen zuvor gewässert werden. Wegen ihres sehr speziellen Geschmacks sollten andere Gewürze nur sparsam zur Verwendung kommen.

Gerichte mit Kapern sind in der italienischen Küche Vitello tonnato, Spaghetti alla puttanesca, Insalata pantesca, bei uns die Königsberger Klopse, Frikassee und das Rinder-Tatar, in Kolumbien der Ajiaco.

Meist als Beilage oder Tapas werden vor allem in Spanien und im arabischen Raum auch die etwa zwei Zentimeter großen Kapernfrüchte – auch Kapernäpfel oder Kapernbeeren genannt – serviert. Sie werden wie die Knospen in Essig oder Öl eingelegt. Bei ihnen gelten ebenfalls die kleineren Exemplare („Finos“) als qualitativ besser.

Auf den griechischen Inseln Santorin und Rhodos sowie auf Zypern sind die ebenfalls in Essig und Salz eingelegten Kapernblätter, also die Blätter des Kapernstrauches, eine kulinarische Spezialität.

Kapuzinerkresse, große: Bereits die Inka nutzten die Pflanze als Schmerz- und Wundheilmittel. Die Große Kapuzinerkresse ist die Arzneipflanze des Jahres 2013.

Kapuzinerkresse findet auch Verwendung in der Pflanzenheilkunde, da sie u. a. Senföle enthält, die bakteriostatisch, virustatisch und antimykotisch wirken.

Sie kommen besonders reich in der Familie der Kreuzblütler und verwandten Gewächsen vor. Zu den bekannten Vertretern gehören Meerrettich, Radieschen, Senf und Kresse.

Untersuchungen belegen eine antibakterielle Wirkung des Benzylsenföls aus der Kapuzinerkresse gegen grampositive (Entero- und Staphylokokken) und gramnegative Keime (Escherichia coli, Haemophilus influenzae, Proteus mirabilis, Acinetobacter, Enterobacter spp.). Auch eine antivirale Wirkung des Senföls aus Kapuzinerkresse konnte beobachtet werden.

Das Benzylsenföl wirkt außerdem bei einer Vielzahl von Pilzen und Hefen antimykotisch. Auch Sprosspilze und andere humanpathogene Candida-Spezies reagieren hochempfindlich.

Die Kapuzinerkresse wird in der Praxis kombiniert mit Meerrettichwurzel als Phytotherapeutikum zur Behandlung und Prophylaxe von Atemwegs- und Harnwegsinfekten eingesetzt.

In der 2017 aktualisierten S3-Leitlinie zur Therapie von unkomplizierten Harnwegsinfektionen wird der Einsatz von Arzneimitteln mit Kapuzinerkresse und Meerrettich als pflanzliche Behandlungsmöglichkeit bei häufig wiederkehrenden Blasenentzündungen empfohlen.

Äußerlich wird die Pflanze gelegentlich auch als durchblutungsförderndes Mittel bei leichten Muskelschmerzen und Prellungen eingesetzt. Außerdem findet sie in der Akne-Therapie Verwendung.

Kardomom, grüner: Kardamom ist eine Gewürzart. Die Kapselfrüchte („Kardamomen“) des Kardamoms werden kurz vor der Reife von Hand gepflückt, da sie sich ansonsten öffnen und so die Samen verloren gehen. In arabischen Ländern wird dem Kardamom eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt.

Als Droge dienen die kurz vor der Reife geernteten Früchte (Cardamomi Fructus) mit den Samen der var. minuscula Bork, die nur an der Malabar-Küste heimisch ist (Malabar-Kardamom).

Wirkstoff ist ein ätherisches Öl (ca. 7 %), das aus über 120 Verbindungen besteht. Ihr ätherisches Öl wirkt fördernd auf die Speichel-, Magen- und Gallensaftsekretion. In der Regel werden alkoholische Auszüge verwendet, bisweilen mit Kümmel und Fenchel kombiniert und in Fertigpräparaten gegen Verdauungsbeschwerden, Blähungen und zur Anregung des Appetits eingesetzt.

Die Samen enthalten ein ätherisches Öl, das ihnen ein würziges, süßlich-scharfes Aroma verleiht. Da es leicht verfliegt, sollten ganze Kapseln dem Kardamompulver – in dem auch meist die geschmacksneutralen Fruchtschalen mit vermahlen sind – vorgezogen und die Samen erst bei Bedarf gemörsert oder gemahlen werden.

Beim Mörsern wird der Stößel auf die Kapsel gedrückt, bis sie aufspringt. Dann wird die Hülle entfernt und der Samen zerrieben. Guter Kardamom hat eine frisch-grüne Farbe der Kapseln und eine ölig-schwarze Farbe der Samenkörner.

Kardamomsamen sind ein verbreitetes Gewürz in der asiatischen und arabischen Küche. Das ayurvedische Konfekt Laddu, das aus Ghee-Butter hergestellt wird, enthält auch Kardamom.

Bei der Zubereitung von arabischem Mokka wird dem Kaffeemehl häufig Kardamom zugegeben. Trotz desselben Namens wird der sogenannte Schwarze Kardamom (Amomum subulatum) ausschließlich für pikante Gerichte verwendet.

Karotte: Die Karotte wird auch als Möhre, Mohrrübe, Gelbrübe, Gelbe Rübe bezeichnet. Von dieser Gemüsepflanze wird fast ausschließlich die Pfahlwurzel genutzt.

Die meisten Inhaltsstoffe befinden sich in der Rinde der Pfahlwurzel. Im Mark, dem Zentralzylinder, befindet sich weniger Carotin, weshalb es heller als die Rinde ist, der Saccharose-Gehalt ist niedriger, der Nitrat-Gehalt höher.

Ernährungsphysiologisch hervorzuheben ist der hohe Gehalt von Carotin, Vitamin C, Kalium und Eisen. Bedeutung hat die Karotte besonders in der Ernährung von Kleinst- und Kleinkindern sowie in der Diätküche.

Karotten sind förderlich für die Blut- und Zahnbildung sowie für die natürliche Widerstandskraft gegen Krankheiten. Karottensaft wirkt regulierend auf die Magensaftabsonderung.

Ihr Kaliumgehalt wirkt harntreibend. Karotten werden auch bei Verdauungsstörungen von Kleinkindern eingesetzt, die leicht stopfende Wirkung beruht auf dem hohen Pektin-Gehalt und den leicht bakteriostatisch wirkenden ätherischen Ölen.

Farbvarianten sind hell- oder dunkelrot, orangefarben, weiß und violett. Die Färbung hängt von der Sorte, den Kulturbedingungen und der Witterung ab. Die Färbung geht auf Carotinoide, Anthocyane und Chlorophyll zurück.

Von Bedeutung ist der Carotingehalt (vorwiegend α- und β-Carotin, „Provitamin A“), er ist der höchste unter allen Gemüsearten. Je nach Sorte und Anbaubedingungen liegt er zwischen 5 und 30 mg pro 100 g Frischsubstanz.

Für den Geschmack verantwortlich sind neben dem Zuckergehalt die ätherischen Öle und Fruchtsäuren. Bei letzteren herrscht die Äpfelsäure vor, gefolgt von Citronensäure, Chinasäure, Bernsteinsäure und Fumarsäure.

Die Rübe der Karottenpflanze wird roh, gekocht, als Saft oder konserviert verzehrt, die Konservierung erfolgt dabei als Nass-, Gefrier- oder Sauerkonserve oder als Trockenprodukt. Das Laub der Karotte kann auch gegessen werden.

Seit den 1970er Jahren werden auf dem Markt auch Babykarotten angeboten, hierbei handelt es sich entgegen der häufigen Annahme nicht um eine spezielle Züchtung. Für gewöhnlich sind Babykarotten zerkleinerte, in Form geschnittene gewöhnliche Karotten.

Kastanienallee (Eschelbronn) Waldbaden: Die Kastanienallee in Eschelbronn, einer Gemeinde im Rhein-Neckar-Kreis im nördlichen Baden-Württemberg, ist eine Reihe von 19 als Naturdenkmal ausgewiesenen Rosskastanienbäumen (Schutzgebietsnummer 82260200001). Die Allee steht gegenüber dem Bahnhof an der Bahnhofstraße am Ufer der Schwarzbach und ist rund 310 Meter lang.

Die jüngsten Bäume der Kastanienallee wurden nach Schätzungen um 1875 oder früher gepflanzt; möglicherweise im Zuge des Bahnhofbaus der gegenüberliegenden Bahnstrecke Meckesheim–Neckarelz und dem Bau der Meckesheimer Straße. Die jüngeren, wahrscheinlich nachträglich gepflanzten Exemplare, befinden sich am nordwestlichen Ende der Allee ortseinwärts.

Am 7. Mai 1981 wurden die Bäume als Naturdenkmal unter Schutz gestellt. Einige der letzten Bäume in Richtung Ortsausgang wurde am 14. Mai 2008 auf Anordnung der Naturschutzbehörde des Rhein-Neckar-Kreises gefällt, weil er Passanten und den Verkehr gefährdet habe.

Knoblauch: Knoblauch wird als Gewürz- und Heilpflanze genutzt und wurde in Deutschland zur Arzneipflanze des Jahres 1989 gewählt. Knoblauchzehen sind frisch oder eingelegt in eine Salzlake oder in Öl erhältlich.

Einen besonderen Stellenwert genießt er in der Küche des gesamten Mittelmeerraums, des Nahen Ostens und weiten Teilen Asiens. Er kommt in Gerichten mit ausgeprägtem Knoblauchgeschmack, wie etwa dem italienischen Spaghetti aglio e olio, den spanischen Gambas al ajillo, Knoblauchbrot.

Knoblauch kommt aber auch in verschiedenen Würzsaucen oder Dips wie Aioli und Tsatsiki vor und wirkt ganz allgemein geschmacksverstärkend und wird deshalb zu verschiedensten Braten-, Schmor-, Fisch- oder Eintopfgerichten hinzugefügt.

Knoblauch wirkt antibakteriell und soll der Bildung von Thromben vorbeugen. Eine Vielzahl von Untersuchungen ergab, dass die Inhaltsstoffe die Blutfettwerte senken und daher vorbeugend gegen arteriosklerotische Veränderungen der Blutgefäße wirken könnten.

Eine Senkung des schädlichen LDL-Cholesterins konnte zwar nicht nachgewiesen werden, jedoch zeigten Metaanalysen, dass Knoblauch die Cholesterinwerte insgesamt signifikant senkt.

Knoblauch soll ein Mittel zur Abwehr von Bakterien, Parasitismus und Viren sein. Da das wirksame Öl durch die Lunge ausgeschieden wird, könne man es bei Atemwegsinfektionen, Bronchitis, wiederkehrenden Erkältungen und Influenza (Grippe) verwenden.

Knoblauch könne bei Keuchhusten helfen und die Behandlung von Asthma bronchiale (Bronchialasthma) unterstützen. Er begünstigt die Entwicklung der natürlichen Darmflora und tötet Krankheitserreger ab. Äußerlich könne man Knoblauch bei Mykose (Hautflechte) einsetzen. Knoblauch ist reich am Spurenelement Selen.

Knöterich (Vielblütiger): Der Vielblütiger Knöterichist eine in China heimische Pflanzenart. In China heißt die Pflanze he shou wu. Sie wird traditionell als Heilpflanze genutzt. Dazu wird eine Zubereitung aus dem Wurzelstock der Pflanze verwendet.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird he shou wu unter anderem bei Geschwüren und gegen Verstopfung eingesetzt. Das zu zhi he shou wu weiterverarbeitete Mittel wird in der TCM unter anderem bei Schlafstörungen, Schwindel, Schwäche in Armen und Beinen sowie Juckreiz eingesetzt.

Neuere Untersuchungen zeigen, dass insbesondere die Wurzel von Fallopia multiflora Lecithin enthält. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Wurzelextrakts ist eine Substanz, die eine ähnliche Struktur wie Resveratrol hat, ein Stoff mit antioxidativen Eigenschaften.

Laut einer chinesischen Legende war Ho Shou Wu („Der schwarzhaarige Mann“) mit 60 Jahren ein schwer kranker Mann. Nachdem er die Pflanze entdeckte und regelmäßig einnahm, soll er sich massiv verjüngt, seine Potenz wiedergefunden und vier Kinder gezeugt haben. Laut Legende starb der Fo-Ti-Teng-Konsument erst im Alter von 132 Jahren.

Kokosmilch: Kokosmilch entsteht nicht in der Nuss, sondern wird hergestellt, indem das Fruchtfleisch mit Wasser püriert und die Mischung dann durch ein Tuch ausgepresst wird. Es entsteht eine aromatische, milchige Flüssigkeit mit üblicherweise ca. 15 bis 25 % Fettgehalt, je nach verwendeter Wassermenge.

Die zurückbleibende faserige Masse wird nochmals mit kochendem Wasser extrahiert und ausgepresst, was eine dünnere Kokosmilch ergibt. Der dann verbleibende Rest wird als eiweißreiches Tierfutter verwendet.

Kokosmilch wird in den Anbauländern kleinindustriell erzeugt und in Konserven oder als ultrahocherhitzte Kokosmilch weltweit exportiert. Sie wird in zahlreichen Gerichten (Rendang), Saucen wie Sajoer und Suppen verwendet.

In Cocktails, wie der Piña Colada oder der Batida de Coco, benutzt man hingegen Cream of Coconut, eine Mischung aus Kokosmilch und Kokosfett, die dickflüssiger und cremiger ist.

Kokosmilch kann anders als tierische Milch wegen ihres zu hohen Fettgehalts nicht dauerhaft homogenisiert werden. Fett- und Wasseranteil entmischen sich daher in der Verpackung natürlicherweise voneinander und müssen vor der Verwendung bei Bedarf durch Schütteln oder Rühren neu vermischt werden.

In den Anbauländern ist dies bekannt und akzeptiert; bei in westlichen Ländern verkaufter Kokosmilch sind teilweise Emulgatoren, Stabilisatoren und/oder Verdickungsmittel zugegeben, um dieser Selbstentmischung entgegenzuwirken.

In einem von der Europäischen Kommission veröffentlichten Beschluss (EU-Amtsblatt) führt sie Lebensmittel auf, die – entgegen dem Bezeichnungsschutz für Milch – trotzdem als Milch bezeichnet werden dürfen, da sie traditionelle Lebensmittel sind.

Darunter fallen neben Kokosmilch auch Fischmilch (Samen männlicher Fische, Weichtiere) und Liebfrauenmilch (lieblicher deutscher Qualitätswein, QbA).

„Sojamilch“ sowie vergleichbare Erzeugnisse aus Getreide (Hafer, Weizen, Reis) oder Mandeln dürfen als Milchersatzprodukte nicht den Wortteil „-milch“ enthalten. Als „Kokosmilch“ wird irrtümlich auch das Kokoswasser oder der Saft bezeichnet, der sich im Inneren unreifer Früchte befindet.

Kokosöl (Kokosnussöl): Kokosöl oder Kokosnussöl, auch Kokosfett genannt, ist ein weißes bis gelblich-weißes Pflanzenfett, das aus Kopra, dem Nährgewebe der Kokosnuss (Frucht der Kokospalme), gewonnen wird. Es hat einen sehr hohen Anteil gesättigter Fettsäuren.

Kokosnussöl hat eine weiße bis gelbliche Färbung. Es riecht mild, wachsartig und frisch mit einer leichten Kokosnote. Obwohl dieses Öl wegen seines hohen Anteils an gesättigten Fettsäuren recht lagerstabil ist, riecht Kokosöl häufig leicht ranzig. Es wird auch als Kokosfett bezeichnet, weil es bei Raumtemperatur fest ist.

Da Kokosöl beim Schmelzen erhebliche Schmelzwärme aufnimmt, erzeugt es im Mund einen deutlichen Kühleffekt – dies nutzt unter anderem die Süßwarenindustrie bei der Herstellung von Eiskonfekt (süße Schokoladenpraline).

Kokosöl besteht hauptsächlich aus Triglyceriden, die gesättigte Fettsäure-Reste enthalten. Des Weiteren enthalten die Triglyceride als Fettsäure-Rest den einfach ungesättigten Ölsäure-Rest sowie Spuren von Mineralstoffen, Aminosäuren, Vitamin E und Lactone. Wird das Öl jedoch raffiniert, so geht das Vitamin E verloren.

Kokosöl wird bisweilen als “Superfood” und Wunder zum Abnehmen gesehen. Eine Umfrage der New York Times aus dem Jahr 2016 ergab, dass 72 % der Öffentlichkeit Kokosnussöl als „gesund“ bezeichnen, verglichen mit 37 % der Ernährungswissenschaftler.

Die gesundheitlichen Auswirkungen von Kokosnussöl werden in der wissenschaftlichen Literatur ambivalent gesehen. Kokosnussöl besteht zu 82 % aus Triglyceriden gesättigter Fettsäuren, damit ist es „gesättigter“ als z. B. Palmöl, Schweineschmalz und Butter.

Die American Heart Association schließt deswegen aus einer Auswertung von über 100 Studien, dass negative Effekte auf die menschliche Gesundheit überwiegen, da Kokosnussöl signifikant den LDL-Wert (gemein bekannt als „schlechtes Cholesterin“) erhöht und damit ein Auslöser von tödlichen kardiovaskulären Erkrankungen sein kann.

Die Autoren empfehlen als gesündere Alternative eine mediterrane Diät, also die Aufnahme von Produkten, die einfach (z. B. Raps- oder Olivenöl) und mehrfach ungesättigte Fettsäure-Reste (insbesondere Lein-, Sonnenblumen- oder Fischöl) enthalten.

Dies entspricht den Empfehlungen anderer großer Gesundheitsorganisationen wie z. B. der Weltgesundheitsorganisation. Im Gegensatz dazu fanden andere Studien keine Unterschiede beim Verzehr von Kokosnussöl oder Olivenöl in Bezug auf die Blutfett-Werte (z. B. LDL-Cholesterin) der Probanden.

Wegen des Gehalts an Laurinsäure zählt Kokosöl zu den Laurinölen. Die Eigenschaften der Laurinsäure stellen dabei die Basis dar für die Produktion von Shampoo, Rasierseife, Sonnenschutzcreme und After-Sun-Produkten, Bade- und Massageöl, Creme, Seife und anderen Detergentien.

Kokosöl (Oleum cocos) zeigt eine feuchtigkeitsspendende Wirkung und hat einen kühlenden Effekt, dringt jedoch kaum in die Haut ein. Anwendung findet es auch als natürliches Insektenrepellent. Durch Auftragen auf die Haut ergibt sich laut Deutschem Grünen Kreuz ein einfaches Mückenschutzmittel.

Kolanuss: Die Hauptwirkstoffe der Kolanuss sind bis zu 2,2–3,5 % Koffein und Theobromin. Damit liegt der Koffeingehalt der Kolanuss deutlich über dem von herkömmlichem Kaffee.

Außerdem sind enthalten: Catechin, Epicatechin, Procyanidine, Gerbstoffe, bis zu 45 % Stärke, Proteine, Zucker, Fette und Mineralstoffe.

Die Kolanuss entfaltet aufgrund ihres hohen Koffeingehaltes unter anderem stimulierende Wirkung. Das Koffein ist in der Kolanuss anders gebunden als im für Koffein bekannteren Kaffee und entfaltet deshalb eine andere Wirkungsweise als letzterer.

Die infolge von Kaffeekonsum oft auftretenden Nebenwirkungen wie beispielsweise Herzrasen und Nervosität treten bei der Kolanuss deshalb nur bedingt auf.

Weiter sind eine verdauungsanregende und schmerzstillende Wirkung bekannt, sie wird gegen Kopfschmerzen, Fieber, Erbrechen und Durchfall eingesetzt.

Die Kolanuss regt darüber hinaus die Darmperistaltik an. Es wird auch von aphrodisierender Wirkung berichtet, die wohl auf das für Koffein und Theobromin übliche gesteigerte Adrenalin- und Serotoninniveau zurückzuführen ist.

Königskerzen: Hildegard von Bingen erwähnt die Königskerze (wohl Verbascum thapsus) als wullena als Heilmittel für ein „traurig Herz“.

In der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) werden die Wollblumen der als Wollkraut bezeichneten Königskerze (Flores verbasci) als schleimlösendes Mittel – als Einzeldroge oder in Kräuterteemischungen – bei Erkältungen verwandt.

Koriander, echter: Der Echte Koriander wird als Gewürz- und Heilpflanze verwendet. Die Samen des Korianders enthalten Korianderöl, ca. 0,3–2 % ätherisches Öl (Oleum coriandri aethereum, destillatum), welches überwiegend aus den Monoterpenen; Linalool, Campher, γ-Terpin und α-Pinen u. a. besteht.

Die Zusammensetzung variiert auch je nach Reifestadium der Samen. Besonders diese Stoffe sorgen für den angenehmen Geruch der Samen und kommen erst nach der Trocknung zur Geltung.

Der Samen enthält zudem ca. 13–23 % fettes Öl (Oleum coriandri) dessen Triglyceride überwiegend aus Estern mit der Petroselinsäure, Linol- und Ölsäure bestehen. Das fette Öl kann als Ersatz für Palmöl und Kokosöl verwendet werden.

Das Kraut und die Wurzeln enthalten ebenfalls ätherisches Öl, das zu 85–95 % aus aliphatischen Aldehyden besteht, allerdings sehr wenig, nur ca. 0,1–0,25 %.

Dem ätherischen Öl wird appetitanregende, verdauungsfördernde, krampflösende und lindernde Wirkung bei Magen- und Darmleiden zugeschrieben. Dementsprechend ist Koriander in manchen Zubereitungen gegen Magen- und Darmstörungen enthalten.

Eine Statistik in der Schweiz zeigt, dass 15 % aller Allergiker empfindlich auf Koriander reagieren. Diese Überempfindlichkeit zählt zum Sellerie-Beifuß-Syndrom. Bei Empfindlichkeit kann der Pflanzensaft unter Einwirkung von Sonnenlicht auch photoallergische Hautreaktionen bewirken.

Koriander ist Bestandteil von Gewürzmischungen wie Currypulver, Currypaste und Lebkuchengewürz. Tatsächlich wird der größte Teil der Korianderproduktion in Currypulver verarbeitet. Häufig wird Koriander mit Kreuzkümmel (Cumin) kombiniert. Koriander wird auch für Likör verwendet.

Kubeben-Pfeffer (Stiel-Pfeffer): Kubebenpfeffer war Heilpflanze des Jahres 2016. Kubeben-Pfeffer, Indischer Pfeffer oder Stiel-Pfeffer ist eine Pflanzenart aus der Gattung Pfeffer in der Familie der Pfeffergewächse (Piperaceae). Er wird als Gewürz- und Heilpflanze verwendet.

Die Früchte der Pflanze werden ebenfalls als Kubebenpfeffer, die einzelne Frucht wird als Kubebe (Plural: Kubeben) bezeichnet. Die Früchte beschreibt der Botaniker John Parkinson als „kleine, etwas süßliche Beeren, nicht größer als Pfefferkörner, aber rauher und furchiger und nicht so fest […] und jede hat einen kurzen kleinen Stängel, der wie ein Schwänzchen aussieht.“

In den Früchten sind 7 bis 18 Prozent ätherisches Öl enthalten. Weitere wichtige Inhaltsstoffe sind fettes Öl, Harze (Cubebinsäure), Cubebin, Piperidin und nur etwa 0,4 % des für die Schärfe des schwarzen Pfeffers verantwortlichen Piperin.

Das ätherische Öl ist reich an Sesquiterpenen (α- und β-Cubeben, Copaen, β-Bisabolen, β-Caryophyllen, δ-Cadinen) und oxygenierten Sesquiterpenen aber auch Monoterpenen.

Kubeben sind die unreifen Früchte der früher als Cubeba officinalis L. bezeichneten Pflanzenart. In China wurden Kubeben seit langem in der Medizin zu Heilzwecken verwendet. Sie erreichten den Westen durch arabische Händler und wurden (zum Beispiel bei Husten) als Heilmittel wie als Gewürz geschätzt.

Kubeben sind seit der Antike als Heilmittel verwendet worden und im Osten immer noch geschätzt. Sie wirken schleimlösend und werden in Mitteln gegen Atembeschwerden gebraucht. Kubeben haben antiseptische Eigenschaften.

In der Volksheilkunde finden die getrockneten Früchte Verwendung bei entzündlichen und bakteriellen Erkrankungen der Harnwege, ebenfalls als Expektorans bei chronischer Bronchitis, unzerkleinert bei Kopfschmerzen (Schwindelkörner), Gedächtnisschwäche und zur Steigerung des Geschlechtstriebs.

Kukuinussöl (Lichtnussöl): Das Öl kann man durch Extraktion sowie Heiß- oder Kaltpressung gewinnen. Bei einer Heißpressung werden jedoch die meisten Antioxidantien zerstört, weswegen das dadurch gewonnene Öl viel weniger stabil ist.

Nach der Pressung wird das Öl filtriert und gereinigt. Zur Stabilisierung können noch weitere Antioxidantien wie Vitamin C (Ascorbylpalmitat), Vitamin A (Palmitat) und Vitamin E (D-α-Tocopherol) zugesetzt werden. Auffällig in den Triglyceriden des Öls ist der hohe Anteil an ungesättigten Fettsäureresten der Öl-, Linol-, und Linolensäure von zusammen bis zu 90 Prozent.

Kukuinussöl wird erfolgreich zur Behandlung von atopischer Dermatitis, Neurodermitis, Psoriasis, Akne, Ekzemen und transepidermalem Wasserverlust eingesetzt.

Dem Kukuinussöl wird einerseits eine hautstraffende, andererseits eine feuchtigkeitsregulierende Wirkung zugeschrieben. Als hautstraffend gilt es wegen seines hohen Gehaltes an den Vitaminen A und E. Außerdem soll es das Bindegewebe stärken und so beispielsweise Schwangerschaftsstreifen vorbeugen.

Die enthaltenen ungesättigten Fettsäuren sollen den Aufbau epidermaler Ceramide stützen und so zur Regeneration der Hautbarriere beitragen, wodurch wiederum die körpereigene Feuchtigkeit erhalten bleiben soll. Kukuinussöl wird somit verwendet, um ein weiches Hautgefühl zu erzeugen.

Weiters zieht es schnell ohne Fettfilm ein und hat einen natürlichen Sonnenschutzfaktor von 10 und wird demgemäß auch in Kosmetika verwendet, mit denen ein (leichter) Schutz vor Ultraviolettstrahlung erreicht werden soll. Es wird zur Herstellung von Gesichtsölen und Hairconditionern verwendet.

Kümmel, echter: Wird meist einfach Kümmel, regional auch Wiesen-Kümmel oder Gemeiner Kümmel genannt. Kümmel ist eines der ältesten Gewürze. Der Kümmel wurde von Wissenschaftlern der Universität Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres 2016 gewählt.

In der mittelalterlichen Medizin wurde Kümmel unter anderem in der Arzneiform der Kümmellatwerge diaciminum verwendet. Nach von Haller hilft Kümmel der Verdauung, bei Unterleibsschmerz und Harnsteinen.

Die Volksmedizin kenne ihn als Karminativum und Galaktogogum. Äußerlich werde Kümmel als warme Auflage bei Ohren-, Kopf- und Zahnweh benutzt, Kümmelöl bei Erkrankung der Atmungsorgane, Rachitis und Hautparasiten. Zumeist gelten nur die reifen Samen als wirksam, Erntezeit Anfang Juli, wenn sie sich zu bräunen beginnen.

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel der Europäischen Arzneimittel-Agentur hat Kümmel als Arzneipflanze zugelassen. Als Droge im pharmazeutischen Sinn dienen die getrockneten, reifen Früchte kultivierter Sorten und das Kümmelöl.

Hauptwirkstoffe sind ätherische Öle mit Carvon als Hauptbestandteil und Geruchsträger, das darin bisweilen zu weit über 50 % enthalten ist, daneben Limonen (über 30 %), Phellandren und andere Monoterpene; Phenolcarbonsäuren, Flavonoide und in Spuren Furocumarine.

Die Kümmelpflanze ist reich an ätherischen Ölen, insbesondere die Samen enthalten mehr als drei Prozent ätherisches Öl, bei neueren Züchtungen kann der Anteil auf sieben Prozent steigen. Der Vitamin-C-Gehalt der frischen Pflanze beträgt 224,6 mg pro 100 g Frischgewicht.

Kümmel regt die Tätigkeit der Verdauungsdrüsen an und hat beachtlich blähungswidrige und krampflösende Eigenschaften. Man verwendet ihn bei Verdauungsstörungen mit Blähungen und Völlegefühl, bei leichten Krämpfen im Magen-, Darm- und Gallenbereich sowie bei nervösen Herz-Magen-Beschwerden.

Man nimmt die Kümmelsamen als Tee oder das ätherische Öl und seine Zubereitungen, häufig kombiniert mit Fenchel oder Anis und Koriander bzw. mit deren ätherischen Ölen.

Kümmel hat von diesen Drogen die stärkste krampflösende Wirkung. Für Kümmelöl wurden antimikrobielle Eigenschaften nachgewiesen, so dass es sinnvoll auch in Mundwässern und Zahnpasten enthalten ist. Das Kauen einiger Kümmelfrüchte soll schlechten Mundgeruch verhindern.

Kupfer: Der tägliche Bedarf eines erwachsenen Menschen beträgt 1,0–1,5 Milligramm. In unserem Körper wird Kupfer hauptsächlich in der Leber gespeichert.

Kupfer ist vor allem in Schokolade, Leber, Getreide, Gemüse und Nüssen enthalten. Kupfermangel tritt beim Menschen selten auf. Hauptsächlich ist ein Mangel möglich bei langanhaltenden Durchfällen und nach einer langanhaltenden Unterernährung.

Kupfermangel kann auch nach einer Malabsorption durch Krankheiten wie z. B. Sprue, Morbus Crohn oder Mukoviszidose entstehen. Die Einnahme hoher Dosen von Zink, Eisen oder Molybdat kann ebenfalls zu verringerten Kupfermengen im Körper führen.

Daneben kann ein lang bestehender Kupfermangel auch zur Osteoporose führen. Auch der Zuckerspiegel kann erhöht sein, ebenso die Cholesterin-Werte im Blut, und es besteht ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankung.

 

Bitte beachten Sie

Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema für Erwachsene. Die angeführten Empfehlungen gelten nicht für Kinder, Schwangere und Stillende. Das Thema dient keinesfalls der Selbstdiagnose  oder Selbstbehandlung und ersetzt nicht eine Diagnose durch einen Arzt.

Vintagebuch Tipp:

Kaffeerösten zu Hause
von Claus Fricke
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Verlag Die Werkstatt GmbH
Auflage: 3. überarb. u. erweit. Aufl. (22. Mai 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3895335631
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Buchzitat: »Haben Sie schon einmal einen Kaffee getrunken, der aus gerade erst zwölf Stunden zuvor gerösteten Bohnen zubereitet wurde? Für mich war es eine Offenbarung – eine sinnliche Erfahrung der Kostbarkeiten, die auf unserem Planeten zu finden sind. Nie wieder wollte ich einen anderen Kaffee trinken.«

So führt das vorliegende Buch in das Geheimnis eines wirklich guten Kaffees ein, denn erst das Rösten bringt den wahren Gusto eines Café Crème oder eines edlen Espresso zur Geltung.

Der fachkundige Ratgeber zeigt, dass es sich lohnt, den Geschmack seines Kaffees selbst in die Hand zu nehmen, und es leichter ist, als man denkt. Detailliert und praxisnah werden die unterschiedliche Herkunft der Bohnen, die Röstverfahren sowie notwendige Gerätschaften wie etwa Haushaltsröster erläutert.

Außerdem nennt der Autor Bezugsquellen für qualitativ hochwertige rohe Bohnen. Die heimische Kaffeeröstung für den Eigenbedarf hat in Europa eine lange Tradition und findet in jüngster Zeit wieder neue Freunde.

Allein schon der Duft der 1001 Aromen, die während des Röstens und noch lange danach die Wohnung erfüllen, ist es wert, neu zu entdecken, was Kaffee eigentlich sein könnte.

 

Seitenübersicht:

A. Einleitung: Immunsystem stärken und vor Viren schützen
B. Quellen / Wikipedia: http://www.vintagebuch.de/b-quellverzeichnis-immunsystem-staerken/
C. Waldbaden: http://www.vintagebuch.de/markante-und-alte-baumexemplare-waldbaden/

01. Acker-Schachtelhalm: Immunsystem stärken und vor Viren schützen
02. Cashewkerne: Immunsystem stärken und vor Viren schützen
03. Galgant: Immunsystem stärken und vor Viren schützen
04. Kalmus: Immunsystem stärken und vor Viren schützen
05. Lauch: Immunsystem stärken und vor Viren schützen
06. Odermennig: Immunsystem stärken und vor Viren schützen
07. Rhabarber: Immunsystem stärken und vor Viren schützen
08. Safran: Immunsystem stärken und vor Viren schützen
09. Tausendgüldenkraut: Immunsystem stärken und vor Viren schützen
10. Wacholder: Immunsystem stärken und vor Viren schützen