Cashewkerne bis Frauenmantel: Immunsystem stärken und vor Viren schützen

Veröffentlicht von

Last Updated on

Cashewkerne: Die Kerne werden roh, geröstet und gesalzen, karamellisiert oder gewürzt im Handel angeboten. Ihr Geschmack ist süßlich-nussig und weniger intensiv als der von Erd- oder Walnuss. Es kann auch ein Pflanzenöl aus ihnen gepresst werden (Acajou-, Kaschuöl).

Die Kerne enthalten hauptsächlich fettes Öl (Acajouöl), durchschnittlicher Ölgehalt: 45,6 %. Die Hauptfettsäuren sind: Ölsäure (73,7 %), Linolsäure (14,3 %), Palmitinsäure (7,5 %) und Stearinsäure (4,5 %).

96 % der Fette liegen als Triglyceride vor und 4 % als Glyco- und Phospholipide. Proteine machen etwa 20 % und Kohlenhydrate etwa 27 % (Stärke ca. 12 %) der Kerne aus.

Cashewkerne sind ein guter Lieferant von Mineralstoffen, etwa von Magnesium, das bei der Stärkung der Knochen und der Aktivität von Enzymen eine wichtige Rolle spielt.

Die Kerne enthalten auch Eisen, das ein wichtiger Teil des Hämoglobins ist, eines elementaren Bestandteils roter Blutkörperchen.

In kaum einem anderen Lebensmittel ist der Anteil an der essentiellen Aminosäure Tryptophan derart hoch wie bei den Cashewkernen. Tryptophan ist ein unerlässlicher Nährstoff bei der Produktion des Neurotransmitters Serotonin.

Gemeinsam mit dem Vitamin B(Bierhefe, Kartoffeln) kann Tryptophan helfen, Depressionen zu behandeln.

Hinweis: Im Handel erhältliche rohe Kerne sind nicht in jedem Fall wirklich roh, eine Dampfbehandlung wird zumeist nicht angegeben. Einige Menschen sind allergisch gegen Cashewkerne, allerdings ist diese Allergie selten.

Champignons: Der Zweisporige Champignon (Agaricus bisporus) ist der weltweit bedeutendste Kulturpilz. Champignons bestehen zu 91 % aus Wasser, durchschnittlich zu etwa 4 % aus Eiweiß und zu weniger als 1 % aus Fett.

Champignons gelten als energiearm; der physiologische Brennwert beträgt ca. 100 kJ/100 g (24 kcal/100 g). Des Weiteren enthalten sie essentielle Aminosäuren, Vitamine K, D (in Form von D2), E und B, Niacin, sowie die Mineralstoffe Kalium, Eisen und Zink.

Diese Angaben sind Durchschnittswerte und beziehen sich auf gezüchtete Champignons, die im Handel erhältlich sind. In freier Natur wachsende Exemplare können bei Standorten mit viel Tageslicht sehr reich an Vitamin D sein, während Zuchtexemplare teils vernachlässigbare Mengen enthalten.

Chiaöl (Pflanzenöl): Das Chiaöl ist ein aus den Klausen (Samen) der mexikanischen Chia gewonnenes Pflanzenöl. Es ist eine hellgelbe, durchsichtige, geruchlose bis leicht angenehm nussig riechende Flüssigkeit.

Von den Fettsäureresten des Triglycerids sind rund 60 % α-Linolensäure, sowie Linolsäure, einfach ungesättigten Fettsäuren wie Ölsäure und gesättigte Fettsäuren Stearinsäure und Palmitinsäure.

Daneben sind Vitamine, Mineralien und Antioxidantien im Öl enthalten. Die Eigenschaften von Chiaöl ähneln denen von Leinöl. In der Küche wird es wie Rapsöl kalt oder heiß verwendet.

Damaszener-Rose (Rosa damascena): Die Gruppe der Damaszener-Rosen ist eine Zuchtform mit schwerem, betörendem Duft aus Kleinasien, die zu den alten Rosen gezählt werden. Die Blütenfarbe ist meistens ein Rosa-Ton, seltener Weiß.

Die Damaszener-Rose war Heilpflanze des Jahres 2013. Nach Angaben des Vereins NHV, der die Pflanze dazu gekürt hat, wirkt die Pflanze entzündungshemmend, krampflösend und fiebersenkend. Die Aromatherapie verwendet ihr ätherisches Öl u. a. zur seelischen und körperlichen Entspannung

Wie fast alle alten Rosen blühen die Damaszener-Rosen einmal im Jahr, im Frühsommer. Verschiedene Sorten der Rosa damascena werden zur Gewinnung von Rosenöl und Rosenwasser verwendet. Bedeutende Anbaugebiete der Damaszener Rose befinden sich in Bulgarien (bulgarisches Rosental), im Iran und in der Türkei.

Douglasie (Waldbaden): Der höchste Baum Deutschlands steht im Arboretum Freiburg-Günterstal. Diese über 100 Jahre alte Douglasie Waldtraut vom Mühlwald im Stadtwald von Freiburg im Breisgau im Stadtteil Günterstal ist (Stand April 2017) 66,58 m hoch und damit höher als die Douglasie im Eberbacher Stadtwald, die vorher als höchster Baum Deutschlands galt (Stand 2017: 63,3 m).

Duftveilchen (Märzveilchen): 2007 wurde das Duftveilchen zur Heilpflanze des Jahres gekürt. Das ätherische Öl der frischen Blüten enthält u. a. Parmon (trans-α-Ionon, das Duftprinzip des Öles), ferner Undecanon-2, Isoborneol, 2,6-Nonadien-1-al sowie u. a. die Sesquiterpene (-)-Zingiberen, (+)-α-Curcumen, α- und β-Ionon, die getrockneten Blüten enthalten überdies Flavonoide und Schleimstoffe und Salicylsäuremethylester.

Die Blütezeit erstreckt sich von März bis April. Die zur Blütezeit gesammelten und an der Luft getrockneten Blätter enthalten Schleimstoffe, Triterpene, u. a. Friedelin, β-Sitosterol, Salicylsäuremethylester, Phenolcarbonsäuren, u. a. Ferulasäure und Sinapinsäure sowie das Alkaloid Violin.

Der getrocknete Wurzelstock enthält ätherisches Öl (0,038 %) mit β-Nitropropionsäure und Salicylsäuremethylester (gebildet als Spaltprodukt bei der Wasserdampfdestillation), das Salicylsäureglucosid Gaultherin sowie das Alkaloid Violin.

Moderne Forschungen konnten für Extrakte aus Viola odorata eine blutfettsenkende und vasodilatative Wirkung feststellen. Dies würde unterstützende Anwendung bei erhöhten Blutfettwerten und Hypertonie zumindest teilweise erklären.

Die blutfettsenkende Wirkung soll auf einer verminderten Aufnahme und Synthese von Lipiden als auch auf den antioxidativen Eigenschaften von Viola odorata beruhen.

Für ein Peptid aus Viola odorata, das Cyclopeptid Cyclovioloycin 02 (ein Cyclotid), konnten krebswidrige, chemosensibilisierende als auch antibakterielle Effekte aufgezeigt werden.

Veilchentee kann man sehr einfach selbst herstellen. Dazu werden zwei Esslöffel getrockneter Veilchenblüten unter 100 g schwarzen Tee gemischt.

Die Blüten des Veilchens lassen sich zur Herstellung von aromatisiertem Sirup, Essig oder Veilcheneis sowie zum Dekorieren von Salaten und Desserts verwenden. Kandierte Veilchen verwendet man ebenfalls als Dekoration von Torten und Desserts.

Dafür werden die Veilchenblüten mit halbsteif geschlagenem Eiweiß bestrichen und mit feinem Zucker dünn bestreut. Anschließend lässt man sie auf einem feinen Gitter etwa zwei Tage trocknen. Die „Violettes de Toulouse“ sind in Frankreich eine bekannte Süßigkeit.

Eberraute: Die Eberraute wird als Heil- und Gewürzpflanze verwendet. Die Blütezeit reicht vom Spätsommer bis Herbst. Die Eberraute enthält 0,18 bis 1,4 % ätherisches Öl, 2 bis 3 % Abrotanin sowie Bitterstoffe.

Je nach chemischer Rasse ist der Hauptbestandteil entweder 1,8-Cineol (bis zu 60 %) oder Thujon (bis zu 70 %). Weitere Inhaltsstoffe sind Fenchene, Sabinen, α-Caryophyllen und β-Caryophyllen. Eberrautenöl enthält die heterocyclischen Sesquiterpene Davanol, Davanon und Hydroxydavanon.

Nichtflüchtige Inhaltsstoffe sind das Alkaloid Abrotin, Cumarine (Isofraxidin, Umbelliferon), Flavonglycoside (Rutin) und freie Flavonolether (verschiedene Dimethylether des Quercetins). Den bitteren Geschmack verursachen Sesquiterpenlactone (Absinthin) und das Glycosid Rutin.

Die Homöopathie kennt Abrotanum bei Nabelabsonderungen von Neugeborenen oder bei Durchfall, der mit Magenweh, Hämorrhoiden, Rheuma abwechselt, mit Abmagerung trotz Heißhunger. Medizinische Wirkung wurde bei nervösen Magenbeschwerden festgestellt. Auch eine appetitanregende Wirkung hat sich bestätigt.

Wegen ihres intensiven und bitteren Geschmackes muss die Eberraute in der Küche sorgfältig dosiert werden. Als Würzkraut ist die Eberraute hauptsächlich zum Verfeinern fetten Fleisches geeignet.

Die Bitterstoffe entfalten hierbei eine appetit- und verdauungsfördernde Wirkung. Bisweilen wird sie auch zartem Fleisch zugesetzt. Ähnlich wie Petersilie kann sie in ein Bouquet garni integriert werden.

Efeu, gemeiner (Waldbaden): Der Efeu wurde im November 2009 zur Arzneipflanze des Jahres 2010 gekürt. Sämtliche Pflanzenteile des Gemeinen Efeus sind giftig.

Zeichen der Vergiftung können schon nach Einnahme von zwei bis drei Beeren auftreten: Brennen im Rachen, Durchfall und/oder Erbrechen, Kopfschmerzen, erhöhter Puls, Krämpfe.

Nach Aufnahme großer Mengen (unwahrscheinlich, da sehr bitter) können Schock und Atemstillstand auftreten. Häufig sind auch Kontaktdermatiden (Ekzemerkrankung der Haut) durch Reaktion des Falcarinols mit den Proteinen der Haut.

Zubereitungen aus Efeublättern finden wegen – in niedrigen Dosen – expektorierender und spasmolytischer Eigenschaften Anwendung bei Bronchialerkrankungen, Krampf- und Reizhusten. In höheren Dosen wirkt der Extrakt jedoch reizend auf Schleimhäute und die Haut.

In der Volksheilkunde wird ein Efeu-Umschlag bei Nervenschmerzen empfohlen. Früher wurde auch das Efeuharz wurde als Arzneimittel verwendet.

Waldbaden: Als Standort des Efeus werden Wälder und Auengehölze, Steinbrüche und Ruinen bevorzugt. Im Bereich der Auwälder deutet ein Aufklettern des Efeus an den Bäumen auf eine höhere Luftfeuchte hin. Dies geht meist mit Veränderung der Blattformen im oberen Bereich einher. Der Efeu schadet dem bewachsenen Baum nicht.

Da der Efeu nicht bestehen kann, ohne sich anzuschmiegen, ist er seit alters her auch Sinnbild für Freundschaft und Treue. Der Efeu bedeutet, dass die Seele lebt, wenn auch der Körper tot ist.

Eibisch, echter: Der Echte Eibisch, auch Arznei-Eibisch genannt, gehört zur Familie der Malvengewächse. Laut dem Kräuter- und Heilpflanzenführer von David Hoffmann kann man die Wurzel bei Verdauungsstörungen, Entzündungen im Verdauungstrakt und der Haut verwenden, die Blätter für Lunge und ableitende Harnwege.

Echter Eibisch werde für Bronchitis, Erkältung und Hustenreiz empfohlen und sei lindernd bei Urethritis (Harnröhrenentzündung) und Harngrieß sowie könne äußerlich bei Krampfadern und Furunkel angewendet werden.

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine Monographie zur Eibischwurzel veröffentlicht.

Darin werden die traditionellen Indikationen für verschiedene Zubereitungen bestätigt, zum Beispiel als reizlinderndes Arzneimittel bei Entzündungen des Mund- und Rachenraums, zur Minderung des Hustenreizes und bei leichten Entzündungen im Magen-Darm-Bereich.

Inhaltsstoffe des Echten Eibisch sind Schleimstoffe (in den Wurzeln bis zu 25 %), diese wirken einhüllend, reizmildernd und lindernd.

Eiche am Emmertshof (Waldbaden): Die Emmertshof-Eiche ist eine der stärksten und ältesten Stieleichen Süddeutschlands. Sie steht etwa einen Kilometer nördlich der Autobahn-Ausfahrt Neuenstein (an der A 6 zwischen Heilbronn und Nürnberg) und ist ein Naturdenkmal.

Ihr Alter wird auf einer angebrachten Tafel mit 750 Jahren angegeben. Ihr Stammumfang an der dünnsten Stelle (Taille) beträgt 7,56 Meter, ihre Kronen-Höhe beträgt 17 Meter und ihr größter Durchmesser über 30 Meter. Charakteristisch ist der mächtige seitliche Wurzelanlauf des Stammfußes.

Eiche (Mutter-) Waldbaden: Die Muttereiche war ein rund 1300 Jahre alter Baum bei Hechingen im baden-württembergischen Zollernalbkreis. Die Eiche stand im Wald westlich von Hechingen-Stein Richtung Schloss Lindich. Seit 1995 war die Eiche im Landschaftsschutzgebiet Mittleres Starzeltal als Naturdenkmal geschützt.

Vor ihr befand sich früher wohl ein Thing-Platz der Alamannen. Mit Aufkommen des Christentums verlor die Eiche an Bedeutung. Es ist jedoch anzunehmen, dass mit der einstigen Martinikirche, der ältesten christlichen Kirche hier, direkt Bezug auf den Thing-Platz genommen wurde. Diese bestand bis zum 19. Jahrhundert und war an der Wegkreuzung der Straße zum Lindich und der Abbiegung zum Schützenhaus verortet.

2014 brach von der Eiche ein größerer Ast ab. Außerdem war der Stamm teilweise morsch und die Rinde abgefallen, sie hatte aber noch große vitale Bereiche. Im Herbst 2016 brach schließlich der letzte Teil des Wipfels ab. Zurück bleibt nur der imposante Stumpf.

Eiche (Stiel-) Waldbaden: Die Stieleiche wird auch Sommereiche oder Deutsche Eiche genannt und war „Baum des Jahres“ 1989. Die Verbreitung der Stieleiche reicht in den Bayerischen Alpen bis auf 1000 m.

Die Emmertshof-Eiche ist eine der stärksten und ältesten Stieleichen Süddeutschlands. Sie steht etwa einen Kilometer nördlich der Autobahn-Ausfahrt Neuenstein (an der A 6 zwischen Heilbronn und Nürnberg) und ist ein Naturdenkmal.

Ihr Alter wird auf einer angebrachten Tafel mit 750 Jahren angegeben. Ihr Stammumfang an der dünnsten Stelle (Taille) beträgt 7,56 Meter, ihre Kronen-Höhe beträgt 17 Meter und ihr größter Durchmesser über 30 Meter. Charakteristisch ist der mächtige seitliche Wurzelanlauf des Stammfußes.

Als Droge dienen bei der Stieleiche die getrocknete Rinde der jungen Zweige und Stockausschläge. Die pharmazeutische Drogenbezeichnung lautet Quercus cortex. Die Rinde enthält zumeist 10 % (bis 20 %) Gerbstoffe, wobei es sich in erster Linie um Catechingerbstoffe handelt.

Äußerlich kommen Vollbäder oder Umschläge mit Zubereitungen aus Eichenrinde zur Anwendung, vor allem bei entzündlichen Hautleiden (nicht bei nässenden Ekzemen/ großflächigen Hautschäden). Lokale Anwendungsgebiete von Eichenrinde sind leichte Entzündungen im Mund- und Rachenraum sowie im Genital- und Analbereich. Innerlich wird Eichenrinde bei unspezifischen, akuten Durchfallerkrankungen angewandt, etwa als Teezubereitung.

Eiche (Zichtauer) Waldbaden: Die Zichtauer Eiche ist ein Naturdenkmal in den Hellbergen nördlich des Dorfes Zichtau in Sachsen-Anhalt.

Der 1973 abgestorbenen Eiche wurde ein Alter von 1.000 Jahren zugeschrieben. Die Eiche wurde daher auch als die 1000jährige Eiche von Zichtau bezeichnet. Obwohl der Baum abgestorben ist, gilt er noch heute als Naturdenkmal. Neben der Erinnerung an den Baum ist dafür seine jetzige Funktion als Totholz für den Naturhaushalt ursächlich. Die Ausweisung als Naturdenkmal erfolgte im Jahr 1961. Sie wird als Naturdenkmal unter dem Code ND 0005SAW geführt.

Eisen: Eisen ist ein essentielles Spurenelement. In unserem Körper liegt es oxidiert vor und ist für Sauerstofftransport und -speicherung sowie für die Elektronenübertragung verantwortlich.

Eisen ist in der Oxidationsstufe Fe2+ und Fe3+ essenziell für alle Organismen. Der tägliche Bedarf beträgt für Männer 1 mg, für Frauen 2 mg. Aufgrund der ineffizienten Resorption muss die Zufuhr über die Nahrung bei Männern etwa 5 bis 9 mg und bei Frauen 14 bis 18 mg betragen.

Vor allem Frauen vor den Wechseljahren haben häufig Eisenmangel, der Grund dafür ist die Menstruation. Sie sollten circa 15 Milligramm Eisen pro Tag zuführen, während der Tagesbedarf eines erwachsenen Mannes nur etwa 10 Milligramm beträgt.

Durch die gleichzeitige Einnahme von Vitamin C wird die Resorptionsquote von Eisen deutlich erhöht. Besonders reichhaltig ist Eisen in Blutwurst, Leber, Hülsenfrüchten und Vollkornbrot enthalten und nur gering in (Muskel-)Fleisch.

Gleichzeitiger Verzehr von Milchprodukten, Kaffee oder schwarzem Tee hemmen jedoch die Eisenaufnahme.

Eisen ist ein wichtiges Spurenelement für den Menschen, kann jedoch bei Überdosierung auch schädlich wirken. Davon sind insbesondere Menschen betroffen, die an Hämochromatose, einer Regulationsstörung der Eisenaufnahme im Darm, leiden.

Das Eisen reichert sich im Verlauf der Krankheit in der Leber an und führt dort zu einer Siderose und weiteren Organschäden.

Weiterhin steht Eisen im Verdacht, Infektionskrankheiten, z. B. Tuberkulose zu fördern, da die Erreger zur Vermehrung ebenfalls Eisen benötigen.

Eine Überversorgung an Eisen führt zur erhöhten Anfälligkeit gegenüber Infektionskrankheiten (Tuberkulose, Salmonellose, AIDS, Yersiniose).

Außerdem kommt es bei einigen neurodegenerativen Erkrankungen wie beispielsweise der Parkinson- oder auch der Alzheimer-Krankheit zu Eisenablagerungen in bestimmten Bereichen des Gehirns. Es ist zurzeit unklar, ob dies eine Ursache oder eine Folge der Erkrankung ist.

Daher sind Eisenpräparate wie auch andere Nahrungsergänzungsmittel nur zu empfehlen, wenn ein ärztlich diagnostizierter Eisenmangel vorliegt.

Eisenkraut, echtes: Das Echte Eisenkraut (Verbena officinalis), kurz Eisenkraut genannt, wird auch Taubenkraut, Verbene oder Wunschkraut genannt und ist eine traditionelle Heilpflanze. Die Blütezeit reicht in Mitteleuropa vom Mai bis Oktober, oder bis zum ersten Frost. Die Früchte reifen zwischen Juli und Oktober.

Das Echte Eisenkraut wird als Grundlage für kosmetische Produkte, als Tee und als alkoholisches Getränk angeboten. Vom Namen her wird es oft mit der ebenfalls zur Familie der Eisenkräuter zählenden Zitronenverbene verwechselt (Aloysia citrodora), die häufig unter den irreführenden Bezeichnungen „Eisenkraut duftend“ oder „Wohlriechendes Eisenkraut“ in den Handel kommt.

Eine Unterscheidung ist durch Geruch und Geschmack möglich. Während die Zitronenverbene intensiv nach Zitrone duftet und schmeckt, riecht das Echte Eisenkraut eher unauffällig und enthält viele Bitterstoffe.

Das Echte Eisenkraut, kurz auch Eisenkraut genannt, hat vor allem in der Pflanzenheilkunde eine lange Tradition, die bis ins Altertum zurückreicht. Es wurden ihm insbesondere harntreibende, Gallenfluss anregende und antirheumatische Wirkungen nachgesagt.

Als Inhaltsstoffe konnten die Iridoid-Glykoside Verbenalin, Hastatosid und neben einer Reihe anderer Verbindungen auch Verbascosid nachgewiesen werden. Eisen enthält die Pflanze allerdings nicht.

Trotz mehrfacher pharmakologischer Untersuchungen aller bekannten Inhaltsstoffe konnte eine eindeutige pharmazeutische Wirkung nicht gesichert nachgewiesen werden. Deshalb werden Eisenkrautpräparate heute, wenn überhaupt, nur noch in der Volksmedizin eingesetzt.

Eisenkraut ist wohl aber ein wesentlicher Bestandteil handelsüblicher Erkältungsmittel. Neuere Untersuchungen belegen zudem schlaffördernde sowie neuroprotektive Wirkungen der Inhaltsstoffe. Eisenkrauttee und -öle gelten als wehenauslösendes Mittel.

In der Region um Le Puy-en-Velay in Südfrankreich wird unter dem Namen Verveine du Velay ein Schnaps mit verdauungsfördernder Wirkung hergestellt. Allerdings bezieht sich „Verveine“ hier auf die im Gegensatz zum Echten Eisenkraut zitronig duftende Zitronenverbene (Aloysia citrodora).

Auch im Zusammenhang mit Teegenuss (und mit Genuss überhaupt) ist meist die Zitronenverbene gemeint. So auch bei der in arabischen Ländern verbreiteten Tee-Mischung „verveine menthe“.

Endivie: Die Endivie ist ein typischer Spätsommersalat und wurde durch den Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e.V. (VEN) zum „Gemüse des Jahres“ 2005 in Deutschland gewählt.
Endiviensalat hat einen verhältnismäßig hohen Gehalt an Mineralstoffen (Kalium, Kalzium) und einigen Vitaminen, vor allem Folsäure und Vitamin A. Der Gehalt an Ballaststoffen beträgt 15 g/kg, Vitamin C ist mit 90 mg/kg enthalten.

Der Bitterstoff Lactucopikrin soll eine harn- und galletreibende sowie appetitanregende Wirkung haben. Das Polysaccharid Inulin ist günstig für die Darmflora und stärkt somit das Immunsystem. Der Geschmack ist aufgrund des Milchsaftes bitter (Bitterstoff Lactucopikrin).

Die Endivie wird roh als Salat verzehrt, man kann Endivie aber auch warm wie Spinat oder Mangold zubereiten. Eine Spezialität im Rheinland ist Endivien untereinander. Dabei werden fein geschnittene Endivienstreifen zusammen mit angebratenen Speckwürfeln und Zwiebeln unter Kartoffelpüree gemengt und als Beilage zu Fleisch- oder Fischgerichten gegessen.

Der Salat ist heutzutage fast ganzjährig, vor allem von Mai bis Dezember, erhältlich. Der gelbe Herzanteil sollte mindestens ein Drittel des Salatkopfes ausmachen.

Engelwurz (Arznei-): Wird auch Echte Engelwurz genannt. Die Arznei-Engelwurz gilt als schwach giftig.

Hauptwirkstoff im frischen Rhizom und in den getrockneten Wurzeln ist 0,1–0,37 % 15-Oxypentadecenlacton. Weitere Inhaltsstoffe und Wirkstoffe: 0,35–1 % ätherische Öle ebenfalls mit 15-Oxypentadecenlacton als Hauptkomponente. Ferner die Cumarine: Angelicin, Bergapten, Imperatorin Osthol, Osthenol, Xanthotoxin, Xanthotoxol und Umbelliprenin.

Das Rhizom enthält 0,35 bis 1,3 % ätherische Öle, das sich vorwiegend aus Monoterpenen zusammensetzt. Die wichtigsten Bestandteile sind β-Phellandren (13 bis 28 %), α-Phellandren (2 bis 14 %) und α-Pinene (14 bis 31 %).

Daneben wurden über 60 weitere Komponenten identifiziert. Außerdem enthalten die Wurzeln Angelica- und Fumarsäure, Chlorogen- und Kaffeesäure, Harze und Flavanone.

Verwendung finden vor allem die unterirdischen Pflanzenteile (als Droge Angelicae radix), die Bitterstoffe und ätherische Öle enthält, also zu den Amara-Drogen gehört.

Alkoholische Auszüge oder Tees werden gegen Appetitlosigkeit, leichte Magen- und Darmkrämpfe, Völlegefühl und Blähungen eingesetzt. Engelwurz wirkt karminativ, antimikrobiell bzw. antibiotisch und regt die Magensaft- und Bauchspeicheldrüsen-Sekretion an.

Arznei-Engelwurz könne bei Anorexia nervosa (Magersucht) verwendet werden. In der Volksmedizin wird das ätherische Öl (als Droge Angelicae aetheroleum) aus den Wurzeln innerlich gegen Schlaflosigkeit und äußerlich gegen Rheuma und Neuralgien angewendet.

In größeren Mengen ist das ätherische Öl toxisch. Die Pflanze könne als Antiseptikum der ableitenden Harnwege Behandlung von Zystitis (Harnblasenentzündung) unterstützen.

Die Kommission E empfiehlt Angelicawurzel bei Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden. Die Tagesdosis beträgt 4,5 g Droge bzw. 10–20 Tropfen ätherisches Öl. Kontraindikationen und Interaktionen sind nicht bekannt. Die enthaltenen Furanocumarine wirken UV-sensibilisierend.

Die Pflanze gelte als sputumlösend (auswurflösend) bei Husten, Bronchitis und Pleuritis (Brustfellentzündung), besonders in Verbindung mit Fieber, Erkältung und Influenza (Grippe). Arznei-Engelwurz eigne sich für Brustumschläge.

Im Jahre 1990 veröffentlichte die Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes eine (Negativ-)Monographie über Engelwurz-Früchte und -Kraut sowie eine (Positiv-)Monographie über Engelwurz-Wurzeln.

Das Öl aus Wurzeln und Samen ist Bestandteil von Kräuterlikören und Bitterschnäpsen, wie Boonekamp, Bénédictine und Chartreuse. Kandierte Stängel werden als Süßigkeit und als Verzierung für Backwaren angeboten. Engelwurz ist auch Bestandteil des Schneeberger Schnupftabaks. Mit den Früchten werden Wermutwein, Gin und Chartreuse aromatisiert.

Die fluoreszierenden Furocumarine als phototoxische Substanzen können auf der Haut eine Dermatitis bewirken, die schwere Störungen des Allgemeinbefindens zur Folge haben kann.

Erbse: Grüne, unreife Erbsen enthalten 18 bis 20 % Trockensubstanz, die sich folgendermaßen verteilt: 5–8 % Protein, 0,5 % Fett, 10–15 % Kohlenhydrate. Reife Samen enthalten 20–25 % Eiweiß, 1–3 % Fett und 60 % Kohlenhydrate.

Richard Marquard gibt folgende Prozentzahlen, bezogen auf das Trockengewicht, an: 25,7 % Rohprotein, 1,4 % Rohfett, 53,7 % Kohlenhydrate, 18,7 % Ballaststoffe und 2,9 % Mineralstoffe.

Die essentiellen Aminosäuren sind in Erbsen wie folgt vorhanden (in Gramm pro 16 Gramm Stickstoff): (Cystein 1,0), Methionin 0,9, Lysin 7,3, Isoleucin 4,2, Leucin 7,0, Phenylalanin 4,4, (Tyrosin 3,1), Threonin 3,8, Tryptophan 1,5, Valin 4,7.

Erbsen werden hauptsächlich grün zubereitet. Häufig finden Erbsen in Form von Konserven und tiefgekühlt Verwendung; seltener frisch, da Erbsen nicht besonders lange haltbar sind und rasch an Geschmack verlieren.

Erdmandel (Erdnuss): Als historischer deutschsprachiger Trivialname ist auch die Bezeichnung Erdnuss belegt. Erdmandelflocken werden bei Darmträgheit oder auch als Reduktionskost genutzt, da das Hungergefühl durch die Ballaststoffe unterdrückt wird. Erdmandeln bestehen zu mehr als 25 % aus Fett, aus etwa 30 % Stärke und zu 7 % aus Eiweiß.

Sie enthalten viel ungesättigte Fettsäuren wie Linolsäure, Vitamin H und Rutin sowie viele Mineralstoffe. Erdmandelflocken werden bei Darmträgheit oder auch als Reduktionskost genutzt, da das Hungergefühl durch die Ballaststoffe unterdrückt wird.

Erdmandeln wurden von den Arabern im 8. Jahrhundert nach Spanien eingeführt. In der Region Valencia wird die Erdmandel im Landkreis Huerta Norte angebaut. Dort wird aus den Erdmandeln das Getränk Horchata de Chufa (Erdmandelmilch) hergestellt.

Erdnuss: Reife Erdnüsse können roh, geröstet oder gekocht verzehrt werden. Die Erdnuss hat mit 24 % Eiweißgehalt einen hohen Nährwert. Mit 176 mg Magnesium gehört die Erdnuss, neben den Cashewkernen, zu den magnesiumreichen pflanzlichen Nahrungsmitteln.

Insbesondere bei vegetarischer Ernährung kann die Erdnuss einen wertvollen Beitrag leisten. Allerdings enthalten Erdnüsse auch relativ viel Phytat, das die Aufnahme der enthaltenen Mineralstoffe einschränkt. Erwähnenswert ist der bei Erdnussprodukten sehr hohe Gehalt an semi-essentiellem Arginin.

Hinweis: Im Vergleich zu anderen Lebensmitteln ist das allergene Potential der Erdnuss vergleichsweise hoch. Dies liegt an der hohen Zahl der Erdnussallergene.

Die Symptome einer akuten Erdnussallergie sind sehr unterschiedlich, häufig sind jedoch Nesselsucht, tränende Augen oder Atembeschwerden. In seltenen Fällen können die Symptome aber auch sehr schwerwiegend sein oder sogar einen anaphylaktischen Schock auslösen.

Eschelbronner Linde (Waldbaden): Die alte Linde in Eschelbronn, einer Gemeinde im Rhein-Neckar-Kreis im nördlichen Baden-Württemberg, ist eine Winterlinde und ein eingetragenes Naturdenkmal. Sie befindet sich am Bettweg neben dem Schwarzbach. Im Schutzgebietsverzeichnis ist sie unter der Bezeichnung „Winterlinde Bettweg“ mit der Schutzgebietsnummer 82260200001 aufgeführt.

Mit einer vorstehenden Bank gilt die Linde seit mehreren Generationen als Treffpunkt für Jugendliche und Rentner. Die Stelle wurde einst auch „Armor-Treffpunkt“ genannt, weil sich Liebespaare dort trafen. Jugendliche nutzten den Standort des Baumes neben dem Schwarzbach als Badestelle.

Ebenfalls befindet sich direkt vor dem Baum ein historischer steinerner Wegweiser mit Laufzeit-Angaben zu den Nachbargemeinden Mönchzell und Meckesheim.

Estragon: Estragon ist relativ nahe mit dem Wermut verwandt. Traditionell verwendet man die jungen Triebe oder die Blätter, die mehrmals im Jahr geerntet werden können, zum Würzen. Die Blätter haben ein leichtes Anis­aroma.

Inhaltsstoffe: Ätherische Öle (Estragol, Phellandren, Ocimen), Flavonoide, Gerbstoffe und Bitterstoffe. Estragon enthält außerdem geringe Mengen des Benzodiazepins Delorazepam. Die enthaltenen Mengen sind jedoch so gering, dass sie pharmakologisch nicht relevant sind.

Estragon (regional Bertram, nicht zu verwechseln mit dem Deutschen Bertram) gilt als das einzige traditionelle deutsche Küchengewürz, das von den Römern noch nicht verwendet wurde.

Da Estragon Estragol enthält, von dem vermutet wird, dass es für den Menschen cancerogen und erbgutschädigend ist, soll laut dem Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin sein Verzehr auf die Küchenzubereitung beschränkt bleiben. Dem widersprechen allerdings medizinische Studien, die selbst ein 100- bis 1000-faches des typischen Konsum als ungefährlich einschätzen.

Estragon soll verdauungs- und gallenflussfördernd sowie harntreibend wirken und enthält viel Kalium. Im Vergleich beider Varietäten zeigt sich beim Russischen Estragon ein etwa vier- bis fünfmal höherer Natriumanteil.

Es wurde als Heilpflanze bei Wassersucht, Niereträgheit, bei Appetitlosigkeit, Magenschwäche und Blähungen gebraucht. Als Hausmittel soll Estragonöl Rheuma und Muskelkrämpfe lindern und in Form einer Essenz oder in Blattform gegen Schluckauf wirken. All diese dem Estragon zugeschriebenen Eigenschaften sind allerdings nicht belegt.

Da der Gehalt an würzenden ätherischen Ölen kurz vor der Blüte am höchsten ist, werden die 20 bis 30 Zentimeter langen Triebspitzen zu diesem Zeitpunkt abgeschnitten. Meist wird der „Russische Estragon“ in den Gärtnereien angebaut. Er besitzt wegen des geringeren Gehalts an ätherischem Öl jedoch kaum Estragon-Aroma.

Estragon wird zur Aromatisierung von Essig und Senf, zum Würzen von eingelegten Gurken, von Geflügel, Reis oder gekochtem Fisch sowie bei der Saucen- und Marinadenherstellung (z. B. Sauce béarnaise), außerdem zum Würzen von Salat, Quark, Kräuterbutter und Suppen verwendet. Neben Petersilie, Schnittlauch und Kerbel gehört Estragon zu der klassischen französischen Kräutermischung Fines herbes.

In Georgien ist Tarchuna, eine Estragonlimonade, ein verbreitetes Erfrischungsgetränk.

Eukalyptus: Mehr als 50 Eukalyptusarten dienen zur Gewinnung stark riechender ätherischer Öle mittels Wasserdampfdestillation der Blätter und Zweige. Welche Eukalyptusart sich im Öl-Fläschchen befindet, darüber gibt der botanische Name Auskunft.

Eukalyptusöl ist eine dünne, farblose, blassgrünliche oder blassgelbe Flüssigkeit von aromatischem, schwach an Kampfer erinnerndem Geruch. Die unterschiedlichen Eukalyptusarten eignen sich durch ihre Inhaltsstoffe nicht für Kinder unter sechs Jahren.

Reines Eukalyptusöl besteht zu 60 bis 80 % aus dem früher Eukalyptol genannten Cineol, und enthält daneben noch geringe Mengen Rechts-Pinen sowie möglicherweise etwas Camphen und Fenchon.

In dem Rohöl finden sich die zum Husten reizenden Aldehyde der Buttersäure, Capronsäure und Baldriansäure. Eine andere Sorte von Eucalyptus amygdalina unterscheidet sich von der vorstehenden durch ihre Linksdrehung, die auf einem Gehalt an Phellandren beruht.

Hauptverbindung im Eukalyptusöl ist das 1,8-Cineol (über 70 %), ferner sind 1-Pinen (Spuren bis maximal 9 %), 2-Pinen (0–1,5 %), Limonen (0–12 %), Phellandren (0–1,5 %) enthalten.

Unter dem Namen des bekanntesten Vertreters Blauer Eukalyptus finden sich auch Vermischungen mit anderen Eukalyptussorten, da nach dem Europäischen Arzneibuch verschiedene Arten zur Gewinnung des Eukalyptusöls herangezogen werden dürfen.

Eucalyptus globulus ist Heilmittel nach dem Europäischen Arzneibuch und findet Anwendung bei Husten, Grippe (Influenza), Heiserkeit in Form von Eukalyptus-Bonbons (bzw. vier bis sechs Tropfen Eukalyptusöl (200 mg) auf ein Zuckerstück) oder mittels Inhalation (20 Tropfen) der Dämpfe eines heißen Wasserbads mit Eukalyptusöl.

Ferner wird Eukalyptusöl bei rheumatischen Beschwerden und Muskelschmerzen empfohlen.

Fenchel: Der Fenchel ist eine heute weltweit verbreitete Gemüse-, Gewürz- sowie Heilpflanze und wurde zur Arzneipflanze des Jahres 2009 gekürt.

Fenchel enthält ätherische Öle (Frucht: trans-Anethol, Fenchon, α-Pinen, Camphen, Myrcen, α- und β-Phellandren, α-Terpinen, cis-Anethol, Limonen, Terpinolen, Estragol, p-Cymol.

Kraut: α-Phellandren, α-Pinen, cis-Anethol, Myristicin, α-Terpinen, Limonen.

Wurzel: Dillapiol, Myrcen, α- und β-Pinen, α- und β-Phellandren, α- und β-Terpinen, Myristicin, cis-Ocimen, Anethol), Kieselsäure, Mineralsalze, Stärke, Vitamin A, B und C.

Der Vitamin-C-Gehalt der frischen Pflanze (Blätter) pro 100 g Frischegewicht beträgt 247,3 mg.

Vom Fenchel weiterverarbeitet und genossen werden einerseits die Knollen (v. a. in Salaten, Gemüsegerichten und als Beilage zu gedünsteten Fischgerichten), andererseits die „Fenchelsamen“ (Früchte des Fenchels), die mit dem Anis vergleichbar sind.

Schon Hippokrates empfahl Fenchel. Bei Theophrast und Dioskurides hieß er „marathron“ (lateinisch marathrum, woraus im Mittelalter maratrum wurde), bei Columella und Plinius „foeniculum“. Nach Dioskurides helfen Kraut und Früchte der Milchsekretion, die Blütenstängel abgekocht Blase und Nieren, mit Wein auch bei Schlangenbiss.

Kräuterbücher im Mittelalter erwähnen ihn oft. Hildegard von Bingen kennt Fenchel zur Schleimlösung, Hieronymus Bock schreibt: Die Samen gesotten (gekocht) vertreibt die unnatürliche Hitz des Magens (Sodbrennen), hilft gegen Schlangenbiss und treibt aus andere Gift.

Nach von Haller wirkt er magen- und darmstärkend, erwärmend, windzerteilend, diuretisch, galaktagog und augenstärkend und soll bei Bauchweh, Kolik, Magenkrämpfen, Husten und anderen Brustaffektionen helfen.

Die Volksmedizin kennt ihn v. a. bei Blähungen kleiner Kinder und Bronchialkatarrh. In China nimmt man Fenchelsamen als „Huai-hsiang“ gegen Dyspepsie, Cholerine, Nierenleiden und Schlangenbiss.

Fenchel findet in der Medizin als Hustenmittel, als Karminativum sowie als Beruhigungsmittel Verwendung. Fenchelhonig wird als traditionelles Hausmittel bei Erkältungen und bei Störungen des Magen-Darm-Traktes eingesetzt.

Fenchelsamen werden häufig zu einem Tee aufgegossen, der beruhigend bei Magen- und Darmbeschwerden, wie beispielsweise Völlegefühl, wirkt. Fencheltee gehört neben Pfefferminz- und Kamillentee zu den meistgeschätzten Kräutertees.

Oft wird er als Mischung in Kombination mit Anis und Kümmel angeboten. Neben Verdauungsbeschwerden können die in den Früchten enthaltenen ätherischen Öle durch ihre antibakterielle Eigenschaft auch Atemwegsbeschwerden lindern.

In Fencheltee können – wie in anderen teeähnlichen Erzeugnissen auch – die Stoffe Methyleugenol und Estragol nachgewiesen werden. Tierversuche haben gezeigt, dass von diesen beiden Stoffen ein Krebsrisiko ausgeht.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat deshalb eine Empfehlung verfasst, dass die Konzentration der beiden Stoffe so gering wie möglich sein sollte. Dieser Empfehlung hat sich auch der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der EU angeschlossen.

Frauenmantel: In der Volksmedizin werden die Arten zur Behandlung von Wunden, Blutungen, Frauenkrankheiten, Geschwüren, Bauchschmerzen, Nierensteinen, Kopfschmerzen und anderen Beschwerden verwendet.

Dabei werden alle mitteleuropäischen Arten als Volksarzneipflanzen und als Kult- bzw. Zauberpflanzen verwendet.

Volkstümlich wird bei den Frauenmänteln dabei nur zwischen dem (behaarten) „Silbermantel“ oder „Alpen-Sinau“ und dem eher kahlblättrigen „Frauenmantel“ unterschieden.

Bitte beachten Sie

Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema für Erwachsene. Die angeführten Empfehlungen gelten nicht für Kinder, Schwangere und Stillende. Das Thema dient keinesfalls der Selbstdiagnose  oder Selbstbehandlung und ersetzt nicht eine Diagnose durch einen Arzt.

Vintagebuch Tipp:

Anti-Aging Wunder Mandeln, Nüsse und Kerne: Pure Energie für Ihr Gehirn, welche Sie länger leben & jünger aussehen lässt sowie Heisshunger bekämpft
von Marco Bach
Taschenbuch: 103 Seiten
Verlag: Independently published
(15. Februar 2020)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 979-8614417437
Werbung: bei Amazon.de informieren

Buchzitat: Der grosse Mandeln, Nüsse und Kerne Ratgeber von Marco Bach nun endlich auch auf Amazon erhältlich. Der Ratgeber erzählt unterhaltsam die Geschichte und Herkunft von Mandeln, Nüsse und Kerne sowie informiert über Bestandteile, Inhaltsstoffe sowie Wirkungsweise der kleinen Energiepakete.

Entdecken Sie in diesem Handbuch die 77 wirkungsvollsten Tipps rund um den „Superfood“ Mandeln, Nüsse und Kerne. Lernen Sie, warum Mandeln, Nüsse und Kerne so unglaublich gesund und hilfreich für Ihren Körper sind. Erfahren Sie, wie Nüsse Ihnen zu einer besseren Verdauung, zu stärkeren Muskeln und Knochen, zu genügend Magnesium und Vitamin E für einen tieferen Blutdruck sowie zu grösserer innerer Zufriedenheit und einem besseren Schlaf verhelfen können…

Lernen Sie weiter, wie Sie die Kraft dieses „Superfoods“ für ein besseres Gedächtnis, höhere körperliche Leistungskraft, für besseres Sehvermögen sowie gegen Arterienverengung, Herz-Kreislauf Probleme und gegen dauernden Heisshunger erfolgreich einsetzen können.

Mit diesem Ratgeber haben Sie ein umfassendes Werk rund um die zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten von Mandeln, Nüssen und Kerne zur Hand.

Diese Kraftpakete sind einfach und kostengünstig im Fachhandel zu erwerben oder können sogar selber im Garten kultiviert werden. Mit diesem Handbuch können Sie nun das volle Wirkungsspektrum für Ihre Gesundheit anwenden.

Seitenübersicht:

A. Einleitung: Immunsystem stärken und vor Viren schützen
B. Quellen / Wikipedia: http://www.vintagebuch.de/b-quellverzeichnis-immunsystem-staerken/
C. Waldbaden: http://www.vintagebuch.de/markante-und-alte-baumexemplare-waldbaden/

01. Acker-Schachtelhalm: Immunsystem stärken und vor Viren schützen
02. Cashewkerne: Immunsystem stärken und vor Viren schützen
03. Galgant: Immunsystem stärken und vor Viren schützen
04. Kalmus: Immunsystem stärken und vor Viren schützen
05. Lauch: Immunsystem stärken und vor Viren schützen
06. Odermennig: Immunsystem stärken und vor Viren schützen
07. Rhabarber: Immunsystem stärken und vor Viren schützen
08. Safran: Immunsystem stärken und vor Viren schützen
09. Tausendgüldenkraut: Immunsystem stärken und vor Viren schützen
10. Wacholder: Immunsystem stärken und vor Viren schützen